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Geschenk von Roku Eichhorn


Gast (FranzZoehrer)

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Das Eichhörnchen und der Pilz

 

Eines Nachts, im vom Mondlicht gestreichelten Wald, der Wind blies sanft wenn auch kalt, war ein Eichhörnchen, untypisch für diese für ihn gefährliche Zeit, noch unterwegs und wünschte sich nun es wäre doch zu zweit. Es konnte nicht schlafen und hoffte auf morgen. Denn die Zukunft bereitete auch ihm jetzt Sorgen. Hatte es doch nie draussen genächtigt. So hat es sich statt zu schlafen mit dem Wald und dem Vergraben der Nüsse beschäftigt. Es musste ja überleben. Und was es fand, das musste es sich halt einfach nehmen. Das Eichhörnchen sammelte viel, und es sammelte lange. Ihm wurde aber ab der vielen Feinde um ihn herum doch langsam ein wenig bange. So entschloss sich der Eichhörnchenjunge den Weg zurück nach Hause zu suchen. Doch vor lauter Bäumen wie Birke, Ahorn, Eiche und all den Buchen hatte es sich verlaufen und machte kurz rast auf einem Ast. Von dort aus erspähte es dann, unten im Laub, das den Boden bedeckte, ein lustiges kleines Männlein, ganz in weiss, das seinen Kopf mit seinem fleischigen Körper dem Himmel entgegenstreckte. Es schien sich nicht zu bewegen und trotzdem schien es irgendwie doch zu leben. „Na, dem will ich jetzt aber noch kurz begegnen“, dachte sich der Eichhörnchenjunge und machte sich an sich der Baumrinde entlang nach unten zu bewegen. Anschliessend übersprang es noch ein paar Sträucher, Steine und einen kleinen Bach und stand dann auch gleich schon vor dem merkwürdig strammen Wesen und fragte es: „Bist Du wach?“ „Ja mein Freund, das bin ich! Du nicht auch?, entgegnete ihm das Männlein mit weissem Schimmer. Das Eichhörnchen erschrak, begann leicht nervös zu zittern und auch leicht zu wimmern „Hab keine Angst mein Freund, ich bin kein schlimmer!“, sprach mit gutem Gewissen das seltsam freundliche Wesen. „Sag mir, was bist du? „Ich bin ein Pilz, einer von vielen. Ich lebe heute hier morgen dort und gestern bin ich noch nicht hier gewesen. Das Eichhörnchen beruhigte sich und bemerkte: „Du bist kein Tier, nicht wahr?“. „Wie schon gesagt, ich bin ein Pilz und sorge dafür, dass sich der Wald, so dann auf natürliche Weise, frei entfallen kann. Die Furcht des Eichhörnchens schien nun verflogen, so wie der Wind. Und es fragte in folge dessen: „Du siehst gut aus, riechst auch gut. Hast du keine Angst ich könnte dich fressen?“ „Angst? Warum denn? Lebe ich doch auch durch dich. Wenn du fressen mich willst, dann los... friss mich!“ antwortete der Pilz. „Nein, ich lasse es sein dich mir einzuverleiben. Geniesse ich doch irgendwie deine Gegenwart. Sag, darf ich noch ein wenig bleiben?“ Da sprach der Pilz: “Mein Freund, Ich hab nichts dagegen. Aber solltest du dich nicht schon lange schlafen legen?“ „Schlafen?“, antwortete das Eichhörnchen. „Ja schlafen würde ich jetzt doch gerne, Liegt mein zu Hause jetzt aber in weiter Ferne. Ich habe mich verirrt, bin deshalb traurig und weiss nicht wie weiter.“ „Mein buschiger Freund, verzweifle nicht! Denn ich kenne deinen Weg und ich kenne dich!“, versuchte der Pilz das junge Eichhörnchen zu trösten. „Schau mal! Da oben! Komm, schau nach oben! Das Eichhörnchen hob den Kopf richtete sich auf und sah nach oben. „Aber, aber das ist ja... Das ist ja mein zu Hause!“ sprach das Eichhörnchen ganz entzückt. „Los mein Freund, gehe schlafen.“, ich suche im Regen schon mein Glück, sprach der Pilz. „Na gut.“, gähnte das Eichhörnchen.“ Aber was ist mit Dir? Ich will dich jetzt nicht alleine lassen. Würde ich mich viel lieber noch viel mehr mit dir befassen.“ Sag, wie lange wirst du bleiben? Und der Pilz sprach: „Keine Sorge, ich bin weder enttäuscht, noch fühle ich mich allein gelassen! Zu bleiben würde mir zwar gefallen, werde ich jedoch bald auch schon zerfallen. Aber du sollst doch wissen, auch ich habe unsere gemeinsame Zeit sehr genossen. Auch wünsche ich dir nur alles gute auf deinen Wegen! Und wer weiss, vielleicht werden wir uns ja bald anderswo noch begegnen.“ „Oh ja, das wäre schön! Dir auch alles gute und vielen Dank!“ „Jetzt aber los mein Eichhörnchenfreund !Sonst wirst du noch krank!“ Und das Eichhörnchen kletterte müde aber glücklich den Baum hinauf, stieg in seinen selbst gebauten Kobel, erfreute sich ab dem Treffen mit dem Pilz, der doch sehr nobel, einem Eichhörnchen geholfen hatte sich nicht ewig der Angst zu binden und sogar sein zu Hause wieder zu finden. Ja so ein Pilz hat vielen schon gut getan. Und auch der Mensch täte gut daran, der Natur auch ihren Lauf zu lassen, und sich nicht ständig auf die Furcht zu verlassen. Und unser Eichhörnchen lag nun still und sicher, geschützt vor Wind und Regen, und wird, so ist auch der Pilz sich sicher, morgen ganz bestimmt wieder der einen oder anderen Nuss begegnen.

 

Wunderschön Danke Roku :-)

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