Jump to content
Gina

die Macht der Liebe

 ≈ Lesezeit: 3 Minuten

Empfohlene Beiträge

Die Macht der Liebe

 

Sie stand bewegungslos an der Bar und blickte in das leere Glas in der Hand. Sie wusste nicht mal wieso sie hergekommen war, um zu vergessen oder um nicht alleine zu sein. Ihre Gedanken reisen in die Vergangenheit zurück, ja es war Liebe, jedenfalls bei ihr. Bei ihm wohl nicht. Es gab schöne Tage, da wurde sie geliebt, die anderen Tage verdrängte sie, da wurde aus Liebe – Macht. Viel zu lange versteckte sie sich, doch heute, der Erste Versuch, die Vergangenheit endlich abzuschließen.

„Na Süße, Liebeskummer“  der Typ sah gut aus, doch diese Anmache. Sie blickte kurz auf und streifte ihn mit einem verachtenden Blick, doch bevor sie ihm eine Antwort geben konnte, drehte er sich um und verschwand. So ein blöder Hammel, was bildet er sich ein, denkt sie und schüttelt dabei den Kopf. Sie winkt dem Barkeeper und hält ihm das leere Glas hin „bitte noch einen“.

Jetzt blickte sie sich um, beobachtete die Paare, die sich auf der Tanzfläche bewegten, lauschte den Gesprächen der beiden Herren, die neben ihr standen und nebenbei blickte sie immer wieder zur Tür. Nach dem dritten Glas beschloss sie, nach Hause zu gehen, bezahlte und holte sich den Mantel. Als sie auf die Straße trat, wurde sie von einer starken Sturmbö fast umgerissen und die dicken Regentropfen klatschten ihr ins Gesicht. Wie um Himmels Willen sollte sie nun nach Hause kommen, ihre Gedanken drehten sich im Kreis. Waren es die drei Gläser Gin Tonic oder weil sie heute noch nichts gegessen hatte, oder Beides zusammen. Sie drückte sich eng an die Hauswand, doch der Sturm riss an ihrem Mantel und an ihren Haaren, sie fühlte sich einsam und verloren.

Von Weitem sah sie schon das gelbe Taxischild, sie ging einige Schritte auf die Straße und winkte. Das Taxi blieb stehen. Ein junger Mann ließ das Seitenfenster herunter und schrie „schnell beeilen sie sich“ und er öffnete die Tür einen Spalt breit. Sie sprang fast ins Taxi und lies sich auf den Sitz fallen, die Haare hingen ihr in die Stirn, sie war durchnässt vom Kopf bis zu den Füßen. „Stehen sie schon lange im Regen“ fragte der Taxifahrer und blickte ihr ins Gesicht und Beide fingen gleichzeitig zu Lachen an.

Plötzlich war sie sich bewusst, wie scheußlich sie aussehen musste und griff sich an den Kopf. „Sie sehen bezaubernd aus“ meinte er mitfühlend und blickte ihr verliebt in die Augen. „Das kann ich mir vorstellen“ antwortete sie lachend zurück.  „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ und er lächelte verschmilzt.

  • Gefällt mir 2
  • Schön 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Starte die Unterhaltung !

Du kannst jetzt ein Gedicht einstellen und dich später registrieren. Wenn du ein Autoren-Konto hast, Logge dich ein um mit deinem Konto ein Werk einzustellen.

Gast
Schreibe hier deinen Kommentar ...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung wiederherstellen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.


Kurzgeschichten & Gedichte


Veröffentliche kostenfrei Gedichte, Lyrik und Geschichten.

Wir sind stolz auf jeden einzelnen davon, denn jeder Mensch ist ein Teil unserer Gemeinschaft.
Die Lese und Autoren Gemeinschaft, das ist der Gedanke der bewegt, zählt und das Leben auf Poeten.de erst lesenswert macht.
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind.