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Empfohlene Beiträge

Hallo Charlotte van der M,

 

willkommen im Forum der Dichter und Denker. Dein Text sagt viel darüber aus, wie der Mensch von Seiten der Behörden behandelt wird. Der Mensch verkommt zu einer Nummer und wird zum "Fall", wie ein Gegenstand. Philosophen und Soziologen (Marcuse, Horkheimer, Adorno) reden in diesem Zusammenhang von der Verdinglichung des Menschen. Der Mensch wird nicht mehr in seiner Gesamtheit gesehen und der mensch wird behandelt wie eine Ware.

 

Nachdenkliche Grüsse, zoe

 

Bin auf weitere Werke von dir gespannt

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liebe zoe,

danke für die freundliche begrüßung. das ist wirklich schön.

 

 ja. das waren meine gedanken. schon mensch als allgemeinbegriff ist ja ein problem, weil er uns zu exemplaren macht mit immer schon angetasteter würde. 

 

ich freu mich auf den austausch und auf kritik -

die charlotte

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Hallo Charlotte,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Dein Gedicht erinnert mich an einen meiner Philosophieprofessoren, der immer sagte: "Zum Subjekt wird man nur, indem man sich zum Objekt machen lässt." Das hast du mit deinen Zeilen sehr gut dargestellt, obwohl sich über den aktiven und passiven Akteur der Subjektivation sicherlich streiten lässt – wie auch über ihre Wertung an sich.
Sehr gern gelesen und darüber nachgedacht!

LG Cheti

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Hallo Charlotte,

 

auch ich sage herzlich Willkommen!

 

Ich glaube jeder, der irgendwann mal bei einem Sozialamt "antreten" musste, kennt dieses Gefühl als Mensch gewertet und gleichzeitig entwertet zu werden.

Als Person wertlos, nach Fertigkeiten sortiert, nach Herkunft und Geschlecht paktiert, nach dem ersten Auftreten in Schubladen gesteckt. Willkommen im Sozialstaat!

Interessant ist auch der Allgemeinbegriff der Würde, denn es hat seinen Grund, warum unser Grundgesetzt diesbezüglich lieber eindeutig uneindeutig und nichtssagend vielsagend bleibt. Aber das Los ein Mensch zu sein verspricht keinem auch als Mensch behandelt zu werden, es garantiert nicht, dass die Würde unangetastet bleibt und zeichnet keine Persönlichkeit aus.

Wir tragen sie wie ein Stempel den wir bei Bedarf gerne vorzeigen würden um uns darauf zu berufen, dann aber feststellen, dass dieser Allgemeinbegriff keine Anwendung im Alltäglichen findet.

 

Was ich mich frage - dies alles stellt für mich eher eine Objektivation des Individuums dar. Zwar geht es hier um ein subjektives Erleben, der beschriebene Prozess scheint mir aber das Gegenteil.

Daher bin ich neugierig - wieso heißt dein Gedicht "subjektivation"?

 

Man liest sich sicher wieder.. hab viel Freude hier! :smile:

 

Liebe Grüße, Lichtsammlerin

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hallo cheti, genau in die richtung habe ich gedacht. und die frage, ob ich mich unterwerfe und das übernehme.

für mich war das ereignis, dass ich mal eine nummer ziehen musste. als ich dran war, wurde ich gefragt, ob ich nummer xxx sei. und da hab ich nein gesagt. aber erst nach kurzem zögern.

vielen dank fürs willkommen - das ist sehr schön.

die charlotte

hallo liebe lichtsammlerin,

was für ein schöner name. danke fürs nette willkommen.

ich hab jetzt gerade nicht so viel zeit, wie ich gern zum antworten hätte.

also subjektivation meint ja die unterwerfung, um dann als unterworfenes etwas zu sein.

und dagegen wehre ich mich - oder versuche es.

wenn du magst, können wir das noch weiter vertiefen. morgen sieht es wieder besser aus bei mir.

noch mal vielen dank und liebe grüße

die charlotte

liebe lichtsammlerin, ich hatte dir geantwortet. und jetzt finde ich die antwort nicht.

ist sie angekommen?

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