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kirtapcemen

Empfohlene Beiträge

An auftragsdichter, Punkt d,e,
Ihr sollt heulen solangs noch geht.
Diese proleten denken, wow!
Sie verkaufen Ihre Proben,
von unbegabten Stoik flow.
Lyriker sind die sicher nicht.
Ghostwriter für Fünfundsiebzig,
sowas nenn ich, Kunststöriker
ein Inkontinenter Gierschlund,
nicht richtig dicht, die technick sick.
Kein Kunde bereichert nur die,
Seriendichter's Poesie,
liefert highend Performance nenn's,
Gefühlsausbrüche wie noch nie.
So kam es, ich sah und triebte,
Im Land der Dichter und Denker.
Ernsthaft ihnen fehln die Sinne,
für's Inovative, Gottlob Keller!
Wer führt hier zurück zur Größe,
was uns hinterlassen wurde?
Früher Primetime Schiller Goethe,
Was zum letter ham wir heute?!
Unverblümte Blümchen Felder,
Und unkreative Drecksbeispieler.
Laut Sokrates finden kämpfer,
Liebe in dem was sie tuen.
So kam es, ich sah und triebte.
Ich mach weiter auf gut düngen!
Bis Verdichtete Geschichte,
alles ist was bleibt von denen.
-Böhmc-

PicsArt_02-25-12.09.26.jpg

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Hi,

Mein Name ist Patrik Nemec (kirtapcemen)

Böhmc ist mein Lyrisches ich und Pseudonym.

Ein Papst, naja, das strebe ich nicht an. 

Davon abgesehen fehlt eine entsprechende Hierarchie und man müsste ein Konklave einberufen, wobei der Schuss nach hinten losgehen könnte.

Vielleicht ist die gegebene Rubrik, unter welcher ich das veröffentlichte, eine hinreichende Antwort auf deine sechs Fragezeichen. Denn außer einem mittleren Kindheitstrauma, das wohl ein jeder in irgendeiner Form hat, fällt mir kein Grund für meine Wut ein. Mfg

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Hallo lieber @kirtapcemen - das ist schon ziemlich dem Frust geschuldet, dass diese computergesteuerten Gedichtsfragmente in Auftragsmanier.de der wahren Lyrik und Poesie nicht das Wasser reichen können. Stimme dir eindeutig zu. Finde die Gestaltung und in Ausdruck und verwirrend geführter Rede auch nach dem zweiten Mal lesen zwar eigenartig, aber nicht übel. Und wahr. Ein bisschen Wut dürfte dem schon zugrunde liegen, was die Zeichnung alleine schon dokumentiert. Die im Übrigen auch sehr anschaulich mit Schwert unterstreicht, was ich lese.

Am 25.2.2021 um 00:40 schrieb kirtapcemen:

Wer führt hier zurück zur Größe,
was uns hinterlassen wurde?
Früher Primetime Schiller Goethe,
Was zum letter ham wir heute?!
Unverblümte Blümchen Felder,
Und unkreative Drecksbeispieler.

 

So schlimm? Möchte ja nicht unbedingt meine Dichtkunst hier in den Vordergrund rücken, denn sie ist mittelmäßig und den großen Dichtern natürlich nicht das Wasser reichend. Zumal ich zu Goethe und Schiller eine enge Beziehung pflege und dieser "Primetime" mein Herz gehört. Diesbezüglich sind wir wohl alle nur oder gerade deshalb "Trittbrettfahrer", die sich dem geschriebenen Wort verschrieben haben. Aus dem Gefühl heraus, es einfach zu tun. Harte Aussage, die du mit den Worten "unkreative Drecksbeispieler" in Bezug auf die "Heute-Dichter" triffst. ABER - mir gefällt dein Frustgedicht trotzdem sehr gut. Weil es wahr herüberkommt. So wie du es dir offensichtlich denkst. Dann passt es schon. Nur nicht heucheln. Dann lieber schweigen.

Besondere Zeilen trotz allem ganz gerne zwei Mal gelesen.

LG Sonja

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Liebe @Sonja Pistracher

Es ist doch so das Goethe in einer Zeit "Entertainer" war und der "Primetime" erfolg sich einstellte, weil das Bedürfnis nach wahren Werten, tieferer Erkenntnis und Liebe, die Sehnsüchte des Volkes repräsentierte. Seine Zeilen begeisterten eine magd die lesen konnte und in der Realität ihre geschundenen Knie mit zwei kreuzern aufwog oder getrieben von not nicht weiß wo sie ihren ersten Taler investieren soll, was zudem wenn man verheiratet war bestimmt noch schwieriger unter Eheleuten war den Ehemann lenkte sich abends gerne im Wirtshaus ab. Zu hofe wiederrum waren Dichter besonders Goethe wohl die besten im Sport der ausdrucksweise. Nun unterm Strich möchte ich meinen war er ein Philanthrop, pornoproduzent, Entdecker und rockstar. Heutzutage besonders in den westlichen Welten ist lesen selbstverständlich und Gedichte pflichtlektüre in der Hauptschule, Werte sind gesetzliche Vorgaben, es gibt ein Überangebot an unterhaltung und Action. Musik Film games etc. Swingerclubs und pornos.... Ehrlich gesagt habe ich mit 11 bis 13 (Genau weiß ich es nicht) youporn.com entdeckt.... also kurzum wenn die Bedürfnisse hemmschwellen und vorallem die informationsfluten mit denen wir heute leben, unseren Alltag so verändert haben warum hat die Lyrik es nicht? Sollten wir uns nicht die Frage stellen ob wie rückständig wir sind? Der Duden nimmt flexibler neues vokabular wahr als wir. In einer schnelllebigen Zeit will die jugend nicht in interpretations Freiheit ein philosophisches Spiel der Selbsterkenntnis spielen nein sie möchte die bestmöglichen Rückschlüsse und pointen serviert bekommen. Es ist auch wenig Platz für gefühle, hatten wir nicht eine gefühlvolle Erziehung und sehnen uns jetzt nach grobem? Wollen wir nicht in so viel sicherheit gewogen aus gutem Grund Fallschirmspringer? In diesen Gedanken und diesem Sinne finde ich dein Feedback sehr konstruktiv und bin sehr froh das du mir gezeigt hast offen für einiges zu sein.  "Drecksbeispieler" ist schon ein Schock- Wort für etwas das ich für mich nicht als dreck wahrnehme nur eben deklariere. Nämlich (schonungslos gesagt) das die selbe Sülze aus gefühlsdusselei schleimerrei und rumgeheule, ständig und seit jahrhunderten nur eine Kopie von ner kopie einer Kopie ist...ich steh auf Lyrik ich liebe die herausforderung der Metrik und kniffel gerne mit meinem Wortschatz aber mich sehnt es nach veränderung. Die Kunst ist so vieles, doch in erster Linie Unterhaltung. Und weil mich vieles in gedichten reizt aber einiges eben nicht versuche ich die veränderung zu sein. Klar ich könnte mich anpassen die richtige Perspektive einnehmen mit den meisten von uns konform gehen aber das wäre falsch denn ich bin das junge Publikum nicht die Lyrik. Ich will unterhalten werden nicht die Lyrik. Und ich habe das recht Ansprüche zu stellen nicht die Lyrik.  Die Lyrik finde ich kann froh sein wenn sie dieses Jahrhundert überlebt. Und ich hab mich entschlossen mit ihr zu experimentieren um das möglich zu machen. Deutscher rap hat zu viele begeisterte hörer und zu viele parallelen um eine hybritisierung außer Acht zu lassen. Also wieso nicht mal über missstände der Lyrik in Lyrik poltern?

Das ist mein Standpunkt das ist meine Kunst und wenn ich das verbreiten will muss ich mich profilieren. Mir zur liebe... der Lyrik zur liebe.... dem Leser von heute zur Liebe -Böhmc- "Ich lege artis weil Liebe hart ist." 

PicsArt_02-24-04.10.00.jpg


Überarbeitet: von kirtapcemen
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