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Missbrauch der Muttermilch


Kastanienbluete

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Missbrauch der Muttermilch

 

Der Mensch trinkt jeden Morgen

die Muttermilch der Kuh,

damit fühlt er sich glücklich

und wohlgenährt dazu.

 

Er streicht sich ja auch täglich

die Butter auf das Brot,

gemacht aus Fett der Kuhmilch,

und was sich sonst noch bot,

 

wie Joghurt, Topfen, Molke,

was man aus Milch gewinnt,

das isst der Mensch und Käse.

Wie schön der Tag beginnt!

 

Zu einem Mittagessen

genießt er Fleisch vom Kalb,

mit Sahne noch verfeinert,

das gibt dem Menschen Halt.

 

Man glaubt, dass das gesund ist,

nur weil die Kuh nicht murrt:

Kein Wesen auf der Erde,

verhält sich so absurd.

 

So kommt dann oft die Krankheit,

vielleicht auch Krebs daher,

die Milch nimmt auch die Schlankheit.

Das kommt vom Milchverzehr.

 

Dass Milchprodukte schmecken,

wird Zucker beigefügt,

der Mensch will dran verrecken,

der Kuh und Kalb betrügt.

 

© Kastanienblüte

 

 


Überarbeitet: von Kastanienbluete

Einen Vers etwas abgeändert: Wie schön der Tag...
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Hallo Kastanienbluete -

 

dass der Mensch den Kälbern ihre Mutter wegnimmt ,

um an die Milch ranzukommen,

ist widerlich.

Milch, die früher ja über den grünen Klee gelobt worden ist, wird immer mehr als das enttarnt,

was sie ist:

Sehr schädlich für den Menschen -

jedenfalls in diesem großen Ausmaß,

in dem er sie frisst 🤯

 

Danke fürs Bewusstmachen!

 

Viele Grüße

 

Sternenherz

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Liebe Kastanienblüte,

Ein sehr schönes Gedicht, das ein unglaublich wichtiges Thema anspricht. Ich denke auch oft darüber nach wie verrückt es einfach ist die Muttermilch einer komplett anderen Spezies zu trinken, das Menstruationsprodukt anderer Spezies zu essen und zuletzt als wäre das nicht schon genug Bizarrnis auch noch haufenweise die Leichnamen anderer Spezies in sich hineinzustopfen und das alles tagtäglich und sich dann auch noch einzubilden all das wäre gesund und gut für den Körper. Naja, die Nutztierindustrie hat uns halt jahrelang angelogen. Es gibt mittlerweile einfach so viele leckere Alternativen, da ist es im Hinblick auf Pandemien, den Klimawandel, den Welthunger und natürlich auch den immens leidenden Tieren aufjedenfall mehr als eine Überlegung wert seine Ernährung umzustellen. Danke für deine Worte.

Liebe Grüße

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Liebe Kastanienblüte,

 

ich habe mich auch schon oft bei dem Gedanken erwischt, ob es denn von außen betrachtet nicht eigentlich ziemlich widerlich ist, dass wir die Muttermilch anderer Tiere trinken. Wenn ich mir vorstelle, die Muttermilch fremder Frauen zu trinken (wobei es auch dafür einen Markt gibt:unsure:), wird mir ja auch übel. Warum soll es dann also so normal sein, die Milch artfremder Wesen zu trinken?:achselzucken:

 

Diesen Gedanken finde ich in S5V3/4 gut auf den Punkt gebracht, besonders durch das Adjektiv absurd, wobei mir spontan auch mindestens ein Lebeweswen einfällt, das sich so absurd verhält: Bestimmte Ameisenarten, die Blattläuse halten, um sie zu "melken" (da geht es aber nicht um Milch, sondern um Kot). Gut, wir würden uns natürlich ungern mit Insekten vergleichen, aber wenn wir Waldhonig essen, essen wir im Grunde auch nichts anderes als die ausgekotzte Blattlausscheiße.:whistling:

 

Den Aspekt der Gesundheit hast du auch aufgegriffen und auch wenn ich da nicht in aller Absolutheit zustimmen würde (wobei ich mich in Gesundheitsfragen noch weniger auskenne, als die Leute, die dazu ständig Studien veröffentlichen), nehme ich da eine ähnliche Blickrichtung ein wie du: Milch ist längst nicht das gesunde Getränk, für das Leute sie dank der Werbeindustrie halten (Ähnliches gilt für viele Erfindungen der Werbeindustrie, die uns als solche nicht bewusst sind) und hat durchaus schädliche Wirkungen. Hinzu kommt, dass im Grunde genommen sehr viele Menschen laktoseintolerant sind (was evolutionär völlig verständlich ist) und die meisten es gar nicht wissen.

 

So weit erstmal zum Thema selbst. Zum Gedicht will ich noch sagen, dass du durch die Gegenüberstellung von heiler Alltagswelt nach lange tradierten Vorstellungen und den Schattenseiten dieses Verhaltens in allen Aspekten beim Leser (zumindest bei mir) ein ziemliches Unbehagen hervorrufst und das ist nicht nur gesund, sondern muss auch erst einmal gekonnt sein. Da tut v.a. die sorgfältige Wortwahl ihren Zauber: Dominieren im ersten Teil Adjektive wie "glücklich", "wohlgenährt", "schön" und "verfeinert", stehen diesen im zweiten Teil Worte wie "absurd", "Krankheit", "Krebs" und "verrecken" gegenüber.

 

Ich denke auch, dass dieses Gedicht so lang sein muss, um seine ganze Wirkung zu entfalten. Es sollen ja alle kritischen Stimmen zum Milchverzehr zu Wort kommen. Um aber diese Schockwirkung zu erzielen, muss die positive Sichtweise zuvor ebenso ausführlich sein. Und wenn man so ein langes Gedicht schreibt, kann es durchaus eine Fleißarbeit sein, einen flüssigen Klang beizubehalten. Zum Glück merkt man dem Gedicht die Fleißarbeit aber nicht an, denn es wirkt nicht verkrampft oder erzwungen, sondern wie spontan daher gesagt und ist doch metrisch klasse - bis auf eine Stelle, bei der ich ins Stolpern kam:

 

vor einer Stunde schrieb Kastanienbluete:

dass der Tag schön beginnt.

Um diesen Vers im übrigen Versmaß zu lesen, müsste ich eine merkwürdige Betonung aufbringen:

 

dass der Tag schön beginnt.

 

Das zu kitten, wäre erstmal nicht so schwer, z.B.:

 

damit der Tag beginnt.

 

Allerdings ginge dann das wichtige Adjektiv "schön" flöten. Der Tag soll ja nicht nur irgendwie beginnen, sondern der Tagesanbruch soll ja ein positives Erlebnis sein. Außerdem habe ich ja vorher schon herausgestellt, warum diese Adjektive wie "schön" in diesem Gedicht so wichtig sind. Da fällt mir leider im Moment auch keine geeignete Alternative ein, wie man sowohl das Metrum, als auch das Wörtchen retten kann.:gruebeln_yellow:

 

Aber gut, das ist ja nur eine Kleinigkeit. Ansonsten, wie gesagt, perfekt geschrieben und ein interessantes Thema, das du in einer Weise bedichtet hast, die zum Nachdenken anregt.:thumbup:

 

LG

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vor 15 Minuten schrieb Sternenherz:

wie gut fundiert und akkurat ausgearbeitet Deine Kritiken oft sind.

Und wie rar gesät.:wink:

Leider komme ich so selten dazu, mal zu kommentieren, aber wenn, will ich mir auch alle Mühe geben, dem kommentierten Text gerecht zu werden. Schön, dass du der Meinung bist, dass mir das öfters gelingt und vielen Dank, dass du es mich wissen lässt.:smile:

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