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Ein bisschen Mensch

 

Was will die Welt, was will das Leben:

Die Zeit steckt fest und will nicht fließen,

Die Blumen sollte ich mal gießen

Und mit dem Fahrrad Gummi geben.

 

Die Masken pflastern die Gesichter:

Man lernt sich selbst jetzt richtig kennen,

Und selbst Büroetagen flennen,

In ihrer Fassung barmen Lichter,

 

Die Türen trauern, weil geschlossen.

Und Fensterscheiben linsen trübe.

Der Melancholiker übt Schübe.

Die Regionalbahn quietscht verdrossen.

 

Ich zähle auf der Wiese Primeln,

Im Gartenteich such ich nach Lurchen;

Die Beete zieren glatte Furchen:

Ich hasse dieses Krisenschwiemeln.

 

Was will denn ich? Ich will vertreiben,

Will all die Angst und Furcht zerreiben,

Will diesen Frust in mir entleiben:

Ein bisschen Mensch möcht ich schon bleiben.

bearbeitet von Walther
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Ein bisschen Mensch   Was will die Welt, was will das Leben: Die Zeit steckt fest und will nicht fließen, Die Blumen sollte ich mal gießen Und mit dem Fahrrad Gummi geben.

Hallo Walther,   handwerklich, wie immer, sehr gut gemacht, und ich kann auch diese wie ich finde typische Corona-Stimmung gut nachvollziehen, diese Mischung aus Routine, Melancholie und Ver

Lieber Walther,   du hast in dem Gedicht interessante Wortkreationen, starke Metaphern! Ich denke fast, das ist auch so gewollt und sehe, wie man, zählend, in die unwirkliche Welt (au

Lieber Walther,

 

du hast in dem Gedicht interessante Wortkreationen, starke Metaphern!

vor einer Stunde schrieb Walther:

Ich zähle auf die Wiese Primeln,

Ich denke fast, das ist auch so gewollt und sehe, wie man, zählend, in die unwirkliche Welt (auf die Wiese) mit jedem apathischen Handgriff wie in einen Setzkasten Blumen pflanzt.

 

Gerne gelesen!

Gruß Nesselrose

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vor 4 Stunden schrieb Létranger:

Hallo Walther,

 

handwerklich, wie immer, sehr gut gemacht, und ich kann auch diese wie ich finde typische Corona-Stimmung gut nachvollziehen, diese Mischung aus Routine, Melancholie und Verdruss.

 

Gruß Lé.

Hi Lé,

poesie darf beschwernisse mitteilen. das teilen erleichtert allen das tragen auf eine wundersame art.

danke für lesen, empfehlen und für gut heißen!

lg W.

vor 3 Stunden schrieb Nesselröschen:

Lieber Walther,

 

du hast in dem Gedicht interessante Wortkreationen, starke Metaphern!

Ich denke fast, das ist auch so gewollt und sehe, wie man, zählend, in die unwirkliche Welt (auf die Wiese) mit jedem apathischen Handgriff wie in einen Setzkasten Blumen pflanzt.

 

Gerne gelesen!

Gruß Nesselrose

Hi Nesselrose,

danke fürs lesen, empfehlen, besprechen. es ist nicht einfach für uns alle gerade. das habe ich versucht, in verse zu verpacken. den hinweis habe ich zum anlass genommen, das grammatisch gerade zu ziehen. man hätte es auch so stehen lassen können, in der tat.

lg W.

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