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Kunststreitfrage: Stilmittel


Knigg3

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Ich habe mir mal erlaubt, den Faden hier weiterzuführen, weil das mit dem Gedicht ansich nichts zu tun hat.

(Beginn der Diskussion:http://www.dichter-forum.de/o-komm-in-meine-nacht-vt4072.html)

 

Es ist ein Unterschied, ob man alles klein schreibt oder ganz auf die Zeichensetzung verzichtet.

Im Weglassen von Satzzeichen und anderen Regeln unserer schönen Sprache sehe ich kein besonderes Stilmittel.

Aber alles klein zu schreiben wäre ein Verstoß gegen die Regeln unserer schönen Sprache, oder nicht?

 

Grundsätzlich bin ich ja nicht der Auffassung, dass falsche Rechtschreibung/Zeichensetzung immer mit einem Stilmittel gerechtfertigt werden kann. Es geht mir hier ja darum, dass Mary ganz gezielt dieses einsetzen will.

Und da liegt ja der Knackpunkt! :wink:

Es geht mir nicht in erster Linie um das Stilmittel selbst, sondern darum, dass sie es einsetzen wollte. Ein Versuch ein neues einzubauen.

Ansonsten geb' ich dir ja völlig recht, denn mir stößt es auch auf, wenn man ständig Rechtschreibfehler (Tippfehler können immer passieren :wink: ) im Text hat.

 

Verstehst du wie ich das meine? Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig rüberbringe.

 

lg David :wink:

ps:

Sorry, aber ich diskutier einfach gerne! :mrgreen:

 

Es sind alle herzlich eingeladen an dieser Diskussion teilzunehmen! Mich interessiert es wie alle das hier sehen!

 

An die Mods:

Bitte bei Gelegenheit aus dem oben angegebenen Threat die Kommentare zu dem Thema hier verschieben! Danke! :wink:

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Grundsätzlich bin ich ja nicht der Auffassung, dass falsche Rechtschreibung/Zeichensetzung immer mit einem Stilmittel gerechtfertigt werden kann. Es geht mir hier ja darum, dass Mary ganz gezielt dieses einsetzen will.

Und da liegt ja der Knackpunkt! :wink:

Es geht mir nicht in erster Linie um das Stilmittel selbst, sondern darum, dass sie es einsetzen wollte. Ein Versuch ein neues einzubauen.

Ansonsten geb' ich dir ja völlig recht, denn mir stößt es auch auf, wenn man ständig Rechtschreibfehler (Tippfehler können immer passieren :wink: ) im Text hat.

 

 

Hallo David,

danke, dass Du hier einen neuen Thread eröffnet hast - ist ja eigentlich auch eine ganz spannende Diskussion!

Das, was Du oben schreibst (Zitat), kann ich nur so unterschreiben!

 

LG, Mary Lou

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Liebe Mystic,

 

ja, befremdlich mag das erstmal wirken oder gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht damit vertraut ist. Ist in manchem Fall vielleicht sogar gewünscht, dieser Effekt?

Aber ich meine, man sollte offen bleiben für neue, ungewöhnliche Dinge. Nur so kann sich - in diesem Fall - die Lyrik und auch man selbst sich weiter entwickeln!

Aber nun gut, zu diesem speziellen Fall jetzt kann man ja stehen, wie man will.

 

Aber - es geht nicht um Fehler! Sondern darum, bestimmte Stilmittel gezielt einzusetzen.

 

LG, Mary Lou

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Hallo Mary Lou!

 

Was hat es denn für einen Effekt?

 

Für mich wirkt es langweilig dahingeschrieben, wenn ich schon die Form sehe. Oder liegt es einfach nur im Zahn der Zeit? Oder ich bin da schlicht konservativ?

 

Irgendwann gab es eine Zeit da kamen Nachrichten über einen Ticker der dpa und da kam das Kleinschreiben in "Mode". Für Nachrichtenübermittlung finde ich es OK, aber für Gedichte gefällt es mir einfach nicht. Da wird mir das Lesen vermiest.

 

mystic

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wenn meint ihr nicht analphabeten, sondern leute mit LRS.

dafür wird man in der schule teilweise sogar von einer note im deutsch unterricht befreit, weil sie nicht feststellbar ist.

aber das tut ja nichts zur sache. das konsequente kleinschreiben oder das weglassen vermeindlich unwichtiger satzzeichen KANN dafür stehen, dass der inhalt im vordergrund nicht, nicht die äußere form. allerdings sollte man, wenn man diesen weg einschlägt, auch reime und sonstiges weglassen, weil so etwas ja wieder dafür spricht, dass der autor eitel genug ist ansatzweiße ein schönes gewand zu zaubern.

 

das widerspricht sich.

 

aber ich bin in gedichten und lyrischen texten ehrlich gesagt auch ein feind von solchen dingen, weil sie wie "dahingeschlammt" wirken. ich lasse auch seltener mal bewusst satzzeichen weg, aber soetwas wirklich nur in ausnahmefällen und notfällen, wenn ich mir das fertige werk ansehe und mir denke "oh mein gott, dieser strich da ist ein richtiger aufhänger und einfach nicht ästhetisch..."

 

dann siegt die eitelkeit in mir, über die tradition.

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Seht ihr und schon hat man ein Ergebnis, mit dem man etwas anfangen kann.

Man probiert ein neues (Oder altes) Stilmittel aus und hier kann man sehen, dass es wohl in der breiten Masse nicht so gut ankommt. Sowas hilft, aber einfach zu sagen, es sei falsch hilft nicht.

 

Ich persönlich lege zum Beispiel auch viel Wert auf die Ästhetik eines Werkes, weiß aber wohl um die Intention die mit bestimmten Stilmitteln gesucht wird, wie in diesem speziellen Fall. Ob mir das gefällt oder nicht, ist eine Sache, aber hier geht es ja vor allem um die Anerkennung, dass "falsch" nicht gleich "falsch" ist.

 

lg David

 

ps:

Danke für die rege Beteiligung an der Diskussion an alle!

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"dass der inhalt im vordergrund nicht, nicht die äußere form. "

 

nein, meistens tut er es nicht.

 

ewnn man schon hier rumposaunt, und das sage ich zu mir selbst auch, dann sollte man im hintergrund etwas mehr haben

als die eigene erfahrung, bei lyrik und sonst.

 

das ist z.b. gut

Der ununterbrochene Dialog

von Jacques Derrida, Hans-Georg Gadamer

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Mir wird hier ein wenig zu stark ein Stilmittel pauschalisiert und in eine Richtung des Effektes gedrängt. Jedes Stilmittel kann gänzlich unterschiedlich wirken und es gibt letztlich keine guten und schlechten Stilmittel, nur gute und schlechte Verwendung dieser. Ebenso ist es nicht per sé gesagt, dass sich z.B. Reime und Vernachlässigung der Interpunktion sowie Einhaltung stringenter Kleinschreibung gegenseitig ausschließen, grade bei expressionistischen Formen (in semantischer Hinsicht), kann dieses Vorgehen sehr überzeugend wirken.

 

Gruß

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  • 1 Monat später...

Also meiner Meinung nach gibt es keine "richtigen" und "falschen" Stilmittel. Insofern stimme ich Ensimismado vollkommen zu.

Denn ob etwas "gut" ist, liegt immer im Auge des Betrachters/Lesers.

Also zumindest meinem Empfinden nach gehört die Verwendung von (fehlender) Interpunktion durchaus zu den Stilmitteln. Sie kann dem Gedicht Raum lassen, Raum zum Wirken, Interpretieren und die Aussage des Werks unterstützen.

Persönlich bin ich von der Form her eher Freund der Klassik, Strophengedichten usw....

allerdings verwende ich auch oft fehlende Zeichensetzung (sofern man dies verwenden kann)

 

Jedem das Seine, wer Zeichensetzung mag soll sie setzten, wer nicht, soll's lassen.

Denn sie hat nicht unbedingt etwas mit der Qualität der Lyrik zutun.

 

Aber das ist Geschmackssache.

 

Liebe Grüße

TEP

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