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Kund. Getan.

 

Man ruft sich etwas in Gedanken,

Greift es, wägt es, legt es ab.

Die Träume, die wie Efeu ranken,

Versinken leis im Alltagstrab.

 

Die Fensterscheiben sind beschlagen.

Der Rabe knackt die Nuss durch Fall.

Am Horizont verschwimmen Fragen.

Die Zimmertür schließt sich durch Knall.

 

Das Krause kräuselt sich. Das Glatte

Ist nicht mehr glatt, nein, es ist rau.

Der Kater flieht vor einer Ratte.

Wohin, das weiß man nicht genau.

 

Man sieht nicht, was die Bilder zeigen.

Es bräche nur das eigne Herz.

Im Zimmer herrscht betretnes Schweigen.

Ein jeder fühlt den eignen Schmerz.

 

Es regt sich etwas im Gewissen

Und raspelt sich in Vordergrund.

Zu lange hat man sich beschissen:

Wer tut sich gern die Wahrheit kund.

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Hallo Walther,

 

ich glaube, das ist ein gutes Gedicht, handwerklich, auf den ersten Blick, gekonnt und das Thema ein aus dem realen Leben gegriffene Situation und Stimmung. Ich habs gern gelesen, wenn auch der Ausblick etwas dunkel klingt, im Sinne, dass der Selbstbetrug, gegenseitig, der letzte Schluss sei. Etwas traurig daher. Aber auch eine Wahrheit. Die Leiden, an denen wir leiden, sind kaum zu ändern, wir müssen irgendwie mit ihnen leben und sie minimal und gelindert zu halten suchen. Das ist auch Leben, nicht nur das hedonistische Glück der Flucht vor der Realität. Von daher ist dem Inhalt deines Gedichtes ein Realitätssinn zu entnehmen und das ist, trotz des beschi..enen Schei..es, doch zu würdigen. Danke daher.

 

Herzlich,

Thomkrates

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vor einer Stunde schrieb Thomkrates:

Hallo Walther,

 

ich glaube, das ist ein gutes Gedicht, handwerklich, auf den ersten Blick, gekonnt und das Thema ein aus dem realen Leben gegriffene Situation und Stimmung. Ich habs gern gelesen, wenn auch der Ausblick etwas dunkel klingt, im Sinne, dass der Selbstbetrug, gegenseitig, der letzte Schluss sei. Etwas traurig daher. Aber auch eine Wahrheit. Die Leiden, an denen wir leiden, sind kaum zu ändern, wir müssen irgendwie mit ihnen leben und sie minimal und gelindert zu halten suchen. Das ist auch Leben, nicht nur das hedonistische Glück der Flucht vor der Realität. Von daher ist dem Inhalt deines Gedichtes ein Realitätssinn zu entnehmen und das ist, trotz des beschi..enen Schei..es, doch zu würdigen. Danke daher.

 

Herzlich,

Thomkrates

Hi Thomkrates,

danke fürs lesen und diskutieren. in der tat ist das eine mögliche essenz, die du formuierst.

lg W.

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