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Auschwitz


Empfohlene Beiträge

Auschwitz

 

Im Blitzgewitter

Und in den Lachsalven

Kanonenschläge immerdar

Grün- und Magenbitter

Weiße Aasraben

Nichts ist mehr da

 

Du, und das allein

Auf roten Bluten

wankend

Du, lass alles sein

Die Welt so schwer

so krankend

 

Ein Schimmer noch, ein Glanz

Und kein Erinnern

Du und du nur ganz

In drohend rotem Flimmern

 

In Anthrazith die Nacht

Der Weg, voll Moos, in sanfter Stille

Die Toten an das letzte Bett gebracht

Ein Chor vom alten Hades Wille

 

Im grau umspannten Raum-

Ein leises Jammern

Sieh, alle sind sie still jetzt---

 

Still in ihren Kammern-.

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Hi Sumasa, also erlich gesagt weiß ich nicht was ich davon halten soll?

Es gefällt mir nicht das über Auschwitz in dieser Art geschrieben wird, es ist schrecklich was die Nationalsozialisten im 2 Weltkrieg an Völkermord begangen haben und ich finde es unpassend ein Gedicht über diese Schandtaten zu veröffentlichen.

Angel

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Da steckt im Schluß eine sehr deutliche rechte Tendenz drin. Totschweigen ist heutzutage das Hauptmittel mit der diese Völkerverbrechen von den betreffenden Anhaengern braunen Gedankenguts geleugnet werden. Und deine Stille in den Kammern ist dafuer nur ein Synonym. Ich schließe mich der Meinung von Angel an.

 

RS

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mhm

 

Das ist nicht meine Absicht und wenn, dann ist es nihilistisch. Genauso nihilistisch, wie die Verbrechen der Nazis. Ich finde der Schluss stellt die Abartigkeit nazistischer Denkweise sehr gut dar und wer damit nicht umgehen kann und die klare Verurteilung dessen nicht erkennt, hat nicht richtig gelesen.

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hat nicht richtig gelesen.

 

also nach diesen kommi, werde ich als nazi bezeichnet und zur dönnerbude geschickt, als intergrationsmasnahme, aber

das ist genau das Ding, dieses Gedicht hebt nicht das Notwenige hervor: Totschweigen, brauner Gedankengut, Völkerverbrechen, das was wir erwarten. Die Begriffe, die in dieser Thematik immer einen Zusammenhang erstellen müssen

Deswegen sind die Gemüter recht schnell erhitzt und übersehen diese Ebene mit den furchtbaren, menschlichen Abgründen. Der in einen Menschen anfängt, nicht in einer Ideologie, die dann folie de mille angenommen, ausgeführt wird.

 

Was meine persönliche Meinung ist. Dieses Gedicht fühlt noch zu viel, ich hätte da mehr "der Fremde" von Campus erwartet. Und eben das Andere ist, dieses Gedicht ist nicht wirklich gut um sich verteidigen zu können. Gegen Einwende von V. und A.

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Hallo,

 

ich sehe das Ganze ähnlich wie Timo, ich erkenne nicht wirklich, was daran eine rechte Tendenz zeigen soll. Die kritisierte Stille am Ende hätte ich eher als Sprachlosigkeit, Ohnmacht gedeutet, nicht als Totschweigen.

 

Nur gebe ich Timo recht, dass gerade bei dieser heiklen Thematik einiges beachtet werden sollte, dein Gedicht lässt hier zu viel Freiraum des Lesers/der Leserin. So entstehen dann Interpretationen wie jene von Vocalchemist. Man kann vielerlei interpretieren, wenn man das will - ein solches Gedicht sollte aber diese Freiräume nicht gestatten. Manche, wie Angel, denken, dass über diese Dinge gar nicht geschrieben werden sollte, diese Meinung teile ich aber nicht. Ich bin der Meinung, jeder Stoff kann dichterisch umgesetzt werden, es geht eben um das "Wie". Ich würde da weniger Metaphern, nüchterne Sprache und ein klar strukturieres Metrum vorschlagen, ein freier Vers erzeugt hier meines Erachtens zu viel Freiheit.

 

So, ich eile jetzt zur nächsten Klausur, einen schönen Nachmittag wünsche ich euch,

Liebe Grüße, Kari

 

PS: Timo, eine Antwort auf deinen Post in der Moderation folgt eventuell morgen (obwohl ich nach 4-stündiger Klausur wahrscheinlich nicht mehr die Lust dazu habe) oder am Wochenende. Ist interessant die Sache :wink:

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Hi, also erstens hab ich nie geschrieben das man darüber gar nicht schreiben sollte sondern nicht unbedingt in Gedichtform und dann nicht mal in einem besonders Guten.

Und ich tendiere auch eher zu der Meinung das dieses Werk eine leicht rechte Art hat die ganze Sache darzustellen und seit mir nicht böse aber wie kann mann über etwas schreiben was man nur von Erzählungen aus der Schule und den Lehrbüchern kennt. Ich denke ihr seit alle noch viel zu Jung um wirklich zu wissen was damals Geschehen ist, der ein oder andere hat vieleicht noch Großeltern die darüber bescheid wissen und dann vieleicht auch darüber erzählen, aber ansonsten habt ihr keine Ahnung was in Auschwitz oder anderen KZ´s passiert ist.

Man sollte über dieses Thema offen und Ehrlich schreiben, nicht in Bildern die der Fantasie freien lauf lassen, man sollte darüber reden und es auf keinen Fall totschweigen und man sollte auf keinen Fall zulassen das soetwas noch einmal geschieht, aber darüber wirklich schreiben können nur Menschen die wissen wie furchtbar es war! Das ist meine Meinung und sorry zu der steh ich auch.

 

@ Timo zur Nazizeit wärst du nicht lange am Leben geblieben, wegen deiner doch sehr femininen Ausstrahlung und weil freie Meinungsäuserung in der Form nicht gerne gesehen war und sie hätten dir devinitiv die Haare abgeschnitten.

 

Alles Liebe

Angel

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was is 'n plötzlich los mit Allen hier, solche Äußerungen würden an andrer Stelle dieses Forum aus dem Schlamm hiefen.

(oder meine Drogen lassen nach.)

 

Angel Hut ab.

 

das Ding ist einfach stellt euch mal vor wie ein Mensch erschossen wird! Ich meine seid eurer Menschlichkeit bewusst

auch solcher von Eisessen, Fernschauen, sich mit Freunden treffen und dann im Gegesatz wie dieses Funkeln ausgelöscht wird

Zack und alles kppt ins Bedeutungslose. Der Mensch ist in diesem Winkel nicht Unantastbar, die Meere in deinen

Augen kann dir niemand nehmen, doch das Becken für das lebende Wasser zertrümmern, entstellen.

das ist ein Bild, das in mir furchtbares Schauern auslöst. Diese "Poesielosikeit" gilt meiner Meinung nach

der Platz in der Dichtung um solche Themenkomplexe

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Kann man solche Themenkomplexe wirklich in Poesie packen? Nein ich denke nicht und es sollte auch nicht sein. Poesie sollte zur Bildung und zur Unterhaltung dienen nicht um Schreckliches in schöne Form zu bringen.

Sumasa " still in ihren Kammern" soll das schreckliche am Narzistischen Verbrechen deutlich zeigen, tut es nicht, es zeigt nur das die Menschen dort still waren. Warum? Aus Angst oder weil sie Stumm waren? Ich weiß es, du auch? Kenst du die Denkweisen der damaligen Nazis? Ich schon! und wustest du das die Uniform der Waffen SS Teilweise Anthrazith farben war?

Ich habe nie gesagt das dein Gedicht verharmlosend oder anstösig ist, ich finde es einfach nicht richtig in welcher Art du darüber schreibst. Ich halte Gedichte über diese Ereignisse unpassend!

 

@ Timo, danke! Auch mir geht bei solchen Bildern ein Schauern durch den Körper und was noch schlimmer ist ich habe schon Menschen durch Gewalt sterben sehen.

 

An Alle nicht das ihr jetzt denkt ich bin schon so Alt als das ich das alles aus Erfahrung wüste, mein Uropa war schon im ersten Weltkrieg ein Nazionalsozialist und mein Opa wars im zweiten, ich bin mit diesem Wissen groß geworden und habe gelernt was die Waffen SS war und was die Nazis im 2 Weltkrieg wirklich verbrochen haben!

 

Alles Liebe

Angel

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Guten Abend,

 

Angel, ich verstehe ja, was du meinst, ganz sicherlich; und ich finde es auch in Ordnung, wenn du meinst, dass man darüber keine Gedichte verfassen soll. Gibt ja auch diese Sache von Adorno, ob man nach Auschwitz überhaupt noch Gedichte schreiben soll/kann. Wahrscheinlich ist es auch nicht klug, relativ neu/unbeteiligt in einem Forum zu sein und dann gleich es solch polarisierendes Gedicht einzustellen. Nur denke ich halt nicht, dass Gedichte nur schön sein sollen oder unterhaltsam. Ob dieses Gedicht jetzt wirklich nationalsozialistisches Gedankengut beinhaltet, vermag ich wohl nicht zu beurteilen.

 

Nur es ist halt so, dass unsere Generation ständig mit dieser Vergangenheit konfrontiert ist, obwohl sie selbst gar nichts mehr damit zu tun hat / nicht mehr viel weiß. Ist ja ständig so, wenn man im Ausland ist oder so, "aja, Österreich, das Land mit den Lederhosen und Wiener Schnitzel... und Hitler ist dort geboren." Ich denke, dass man auch den jüngeren Generationen eine Reflexion über diese ihnen kaum mehr greifbare, aber trotzdem existente Vergangenheit zugestehen sollte; wenn dies in Form von Gedichten passiert, finde ich es nicht schlimm. Irgendeine Verarbeitung des Themas ist besser als keine, so viele Leute gibt es heutzutage, die das alles ganz harmlos finden und sich von irgendwelchen Gruppen mitreißen lassen. Beschäftigung mit dem Thema finde ich gut.

 

Aber ich will nicht streiten, ich verstehe deinen Ansatz schon, Angel, und du sollst deine Meinung natürlich beibehalten :wink:

 

Liebe Grüße, Kari

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Hi Kari, danke für dein Verständniss, meine Meinung dazu werde ich auch nicht ändern.

Ich verstehe das auch die Jungen Leute mit diesem Thema immer wider konfrontiert werden, vorallem weil der Nazionalsozialismuß immer noch Existent ist und das nicht nur in Deutschland und Österreich, ich verstehe auch das ihr euch mit diesem Thema auseinandersetzen müßt um damit klar zu kommen, weil ihr genauso wie meine Generation damit weiter Leben müßt, was ich aber nicht verstehe wieso man das dann in Gedichtform macht. Um etwas in einem Gedicht oder in anderer Form zu verarbeiten sollte man Ahnung haben von was man schreibt und tut mir leid dieses Gefühl habe ich bei diesem Werk einfach nicht.

Ein Gedicht muß nicht nur schön sein, aber es sollte wenn schon mit so einem Titel versehen dann schon Aussagekräftiger und klarer im Verständniss sein.

Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema kann ich nur befürworten, aber dann bitte Sachlich und nicht verpackt in Bildern eines Gedichtes.

Wer Streitet hier, jeder hat eine andere Meinung und jeder darf sie äusern, wer damit probleme hat, hat pech gehabt :wink:

Alles Liebe

Angel

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Hallo,

 

um mich mal einzumischen: Ich muss ganz ehrlich sein - wenn die Überschrift nicht wäre, würde ich es gar nicht mit einem Konzentrationslager assoziieren, sondern eher allgemein sehen. Vielleicht als unmenschliche Situation in einem Gefängnis oder Kerker. Kriegsgefangene (s. erste Strophe). Vielleicht gerade deshalb kann ich die Aufregung nicht verstehen, aber streiten will ich darüber auch nicht. Ich gebe nur zu bedenken, dass es hier im Grunde nicht mehr "nur" um die Poesie geht, sondern eher um die Kunst im Allgemeinen. Man kann einen Film (Form der Kunst) über die Nazizeit oder die Zustände in einem KZ drehen, und es gibt viele sehr gute ("Nackt unter Wölfen", "Napola", etc.), wobei Nackt unter Wölfen ja auch ein Roman ist, bei Napola bin ich mir nicht sicher. Es gibt auch bestimmt schlechte Filme darüber. Auch wenn ein Gedicht sich als Kunstform von einem Film sehr unterscheidet, sollte man auch dort solche Themen bearbeiten können, sei es nun als Mahnung (s. Kugels Reihe in "Gesellschaft") oder was auch immer. Natürlich können diese Gedichte auch schlecht sein oder sehr gut - darüber sollte man lieber diskutieren als über sowas hier... aber ich muss gerade reden, ich beteilige mich ja gerade selbst daran. :mrgreen:

 

Kann man solche Themenkomplexe wirklich in Poesie packen? Nein ich denke nicht und es sollte auch nicht sein. Poesie sollte zur Bildung und zur Unterhaltung dienen nicht um Schreckliches in schöne Form zu bringen.

Damit würdest du bedeutende Anteile der Literatur (besonders des Expressionismus, aber auch noch viel mehr als das) in Frage stellen... und außerdem die entsprechende Rubrik hier im Forum. Ich denke schon, dass das geht. Die "Ästhetik des Hässlichen" - Wenn es sowas nicht gäbe, dann würde ich heute keine Gedichte schreiben und erst recht nicht hier im Forum meine Anwesenheit schreibenderweise kundgeben. (Was für ein Ausdruck! :mrgreen: )

 

Und auch wenn das jetzt vielleicht halbherzig wirkt: Zum Gedicht sage ich noch schnell, dass es mir gefällt. Zwar unruhig in gewissen sprachlichen Aspekten, die ich nur ungern als Stilmittel der "inneren Zerissenheit" oder Ähnlichem heranziehen würde - denn manchmal muss man meines Erachtens auch mal das Wort "Stilmittel" in der Schublade lassen, besonders als Autor - aber dennoch ein gelungenes Flair, finde ich.

 

liebe Grüße

flamme

PS: Wie gesagt, streiten will ich nicht, das war nur meine Meinung.

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wenn die Überschrift nicht wäre' date=' würde ich es gar nicht mit einem Konzentrationslager assoziieren, /quote'

 

das ist auch meine Sicht, deswegen könnte man dieses hier schon dieser Sache inhärent abwerten, oder als künsterischer Fehlgriff bezeichnen.

 

weiterhin. natürlich sollte Poesie eben auch solche Thematiken aufzeigen. Das Poesie ein Aufzeigendes ist, sprießt überall aus den Boden der Jahrh. der Kunst. Den Künster wieder als Prophet zu tranzendieren, wäre ja ein Unternehmen. Schließlich war dieses ein Bestanteil, wenn es auch um jeher "seelische Kriege" geht.

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