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sommergewitter im mai


Gast (Angevil)

Empfohlene Beiträge

sommergewitter im mai

 

der himmel weint

der himmel schreit

sommergewitter im mai

es bräuchte nur den einen sprung

und alles wäre vorbei

alle ängste

schmerzen

leiden

erlösung

 

erlösung?

diese plötzliche stille

keine ängste

keine leiden

aber auch keine liebe

kein glück

will ich nicht doch noch

meine träume leben?

ja

ich will

ich werde leben

 

vielleicht nur noch dies eine jahr

vielleicht noch viele mehr

bis der himmel weint

der himmel schreit

sommergewitter im mai

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Hallo (Und Willkommen!) Angevil,

 

eigentlich bin ich hier wegen unserer aktuellen Monatsblüte drauf gestoßen. Dein Werk passt hervorragend zum Thema und wenn du magst kannst du es ja noch einreichen :wink:

Doch zum Gedicht an sich:

 

Zu Beginn hab ich mich gefragt "Wieso gerade im Mai?" Mai ist weder der aktuelle Monat, noch gehört er kalendarisch zum Sommer, aber das ist ja eigentlich nicht schlimm. Nachdem ich dein Werk durchgegangen bin war ich aber immer noch ratlos, das fand ich etwas schade. In den blauen Dunst vermutet würde ich sagen das Gedicht ist vielleicht im Mai entstanden. Oder am Ende ist der Mai ganz wahllos gewählt?

 

Auf der technischen Seite hast du hier ein sehr freies Werk geschaffen. Was mir auffiel ist die durchgängige Kleinschreibung und der Verzicht auf Interpunktionen. Doch soviel ich hin und her analysiere finde ich keinen thematisch gebundenen Grund dafür :-k Ganz konsequent warst du auch nicht, sodass es im Endeffekt eher grammatikalische Stolperer als Stilmittel sind.

Das schließen mit dem Anfang und damit quasi für den Leser eine Brücke zurück finde ich sehr angenehm (und stelle auch selbst gern diesen Bezug her). Wobei es mir symmetrisch (also: der himmel weint - der himmel schreit - sommergewitter im mai ..... sommergewitter im mai - der himmel schrei - der himmel weint) sogar noch besser gefallen hätte.

Die Wiederholungen in der zweiten Strophe sagen mir nicht so zu, da wären neue Bilder schöner.

 

Inhaltlich stellt sich mir der Wandel von Lebensüberdruss zu einer bejahenden, hoffnungsvolleren Einstellung dar. Auch der Vergleich mit einem Sommergewitter erschließt sich mir und ich halte das für ein sehr gut gewähltes Bild, gerade in Kombination mit dem Verknüpfen von Anfang und Ende (vor dem Gewitter Sonne, im Anschluss daran auch wieder).

Letzendlich bleiben aber einige ungeklärte Fragen (an deren Klärung dir vielleicht nicht mal gelegen war):

- Weshalb leidet das LI?

- Was hat das mit dem Mai zu tun?

 

Mich persönlich würde noch interessieren, ob die Überschrift absichtlich als Paradoxon gewählt wurde oder nur der Meteorologe in mir zu pingelig ist :wink:

 

LG Torsul

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