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Das Leben


Gast (Nika)

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Hi, hatte diesen Text vor einem guten Jahr mal geschrieben.

Wollte mal horchen was Ihr davon haltet, da in meiner Altersgruppe keiner solche Texte von mir versteht

.. Schreibe eig. immer nur Songtexte....aber hatte eine Nacht dabei da überkam es mich und mir fiel sowas ein.....

Danke schonmal

 

 

 

Das Leben ist uns doch sehr einfach gegeben.

Man wird geboren, man lebt ein langes Leben und dann

muss man gehen.

Doch meist ist es komplizierter als es scheint.

Alles fängt mit der Geburt an.

Ein kleines, fröhliches Menschenleben wird geboren.

Der Stern erhellt die neue Luft.

Doch bald ist Rat gesucht, das Leben wird schwerer.

Man wird konfrontiert mit etlich, nie endend erscheinenden Aufgaben, die ein jener nicht gewachsen ist.

Emotionale, düstere Dinge kommen über das Leben, was vorher so erhellt im Blick des Himmelszeltes stand.

Oft beendet durch den Mord des eigenen Wohls und Lebens.

Doch auch oft gezähmt von der Gunst der Zufriedenheit und Geborgenheit in der Familie.

Einige Missetaten gewertet von großer Acht, zerfallen im Lied des Gehens und Stehens.

Das Gehen für den Ursprung und der Berührtheit emotiolaler Gefangenschaften.

Stehen, für die Wand, die man überwinden muss, um an Neue und bessere Gelegenheiten zu stoßen.

Ein neues Buch und damit Leben wird neu entstehen,

das die Erweiterung unserer Selbst nicht zu verbergen scheint und uns die gehobene Achtung von Stärke und Macht zurück gibt.

Die Kraft, nach den 100 Jahren überwundenen Schmerzen und erlebten Glücks,

den Tod ins Auge zu blicken, und ein Ende zu finden. Mit dem reinen Gewissen,

einen Wert und eine Bezeichnung im Alltag gehabt zu haben und dem Wissen,

das scheinbar unerreichte Glück, erreicht zu haben.

So wird ein kompliziertes Leben ein Ende finden,

und sogleich ein Neues entstehen!

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der Text an sich ist schon war.

Ich verstehe nur nicht wirklich, woran man den Songtext erkennt.

Ich selbst bin auch Musiker und wenn ich versuche, den Text in Gedanken zu singen,

bleiben mir die Worte immer nahezu im Hals stecken.

Es flutscht nicht wirklich, dadurch das es sich so wenig reimt.

 

Oder vielleicht sehe ich auch die Reime nicht?

Aber guter Text.

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@sidivoluntsidisplacet

 

Schreibe eig. immer nur Songtexte....aber hatte eine Nacht dabei da überkam es mich und mir fiel sowas ein.
Klar, oder? ;-)

 

 

Hallo Nika!

 

Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, dass es immer wieder Menschen gibt, die schon sehr früh im Leben sich ihm versuchen, in gedanklicher Tiefe hinzugeben, zu transzendieren oder das Metaphysische in ihm zu entdecken und zu (be)greifen. Ich finde das wirklich sehr gut. Natürlich merke ich Deinen Worten und wie Du versuchst, das Leben zu greifen, an, dass Du noch sehr jung bist, Du zwar siehst und erlebst, aber die Dinge in Dir noch nicht zu Dir finden. Das ist freilich eine nie endende Lebensaufgabe, daher verstehe meinen letzten Satz nicht als Kritik, nur als Erkennen.

 

Es ist gut, das Ganze sehen zu wollen u. zu versuchen, sich ihm künstlerisch zu nähern, denn Religion, Gott, Wakan Tanka - oder wie auch immer - ist nichts, was uns als System übergestülpt werden, sondern es ist etwas, was wir in uns selbst und jeder für sich entdecken sollte. Übergestülpte Religionssysteme sind für uns viel eher hinderlich, wenn wir uns Gott, oder wie man es auch immer nennen mag, entdecken wollen.

 

Doch bald ist Rat gesucht, das Leben wird schwerer

 

Vielmehr: Das Leben ist schwer. Doch das ist die Essenz, denn schwer ist nicht etwa schlecht, es ist unser Antrieb. Wir wählen es selbst so, weil wir nur so wachsen und überleben. Schwere ist tief.

 

Das meinte ich auch, als ich sagte, man merkt, dass Du jung bist. Aber nicht überheblich gemeint, denn uns allen geht es so. Manch ein Erwachsener hat die Schwere noch nicht gelernt zu erkennen, als das, was sie ist. Ich selbst versuche mich jeden Tag an ihr.

 

Auch hier:

Man wird konfrontiert mit etlich, nie endend erscheinenden Aufgaben, die ein jener nicht gewachsen ist.

 

Das Faszinierende ist, dass wir immer dem gewachsen sind, was uns widerfährt. Wir denken oft nur anders. Das Leben prüft den, der es erträgt.

 

Ein Beispiel:

 

Ein Freund von mir, der eine Persönlichkeitsstörung seit frühster Jugend hat und dadurch schon Selbstmordversuche hinter sich brachte (zum Glück erfolglos), hatte aber im Gegensatz zu mir ständig irgendwelches Glück. Sei es, wie ihm das Finanzielle zuflog, ein Job, die Familie ... Was ihm zerstört wurde, zerstörte er sich selbst immer wieder. Mir hingegen kam eine Widrigkeit nach der anderen in den Weg, so als wollte das Leben mit mir einen derben Scherz treiben. Aber ich dachte nie an Selbstmord, ich stand immer wieder auf, kämpfte neu und erkämpfte mir alles, was ich jetzt habe. In Unterhaltung mit einer Freundin, wo es genau darum ging, sagte sie zu mir: "Es war gut so, dass er das Glück in diesen anderen Dingen hatte, er hätte nicht ertragen, was du ertragen hast." Und da kam mir die tiefe Erkenntnis, wie gerecht das Leben ist, wie es seine Aufgaben, sein Schweres verteilt. Mit diesem Blick sah ich mich neu in meiner Umwelt um und erkannte das plötzlich überall. Das ist sehr faszinierend. Wir Menschen haben nur meist nicht den Blick dafür, weil wir viel zu sehr versuchen, in Glück und Unglück, gerecht oder ungerecht etc. zu unterteilen, und mit solcher Unterteilung eigentlich das Leben selbst ablehnen. Das heißt natürlich nicht, es geht allen gut, es heißt nur, das die Gerechtigkeit des Lebens anders ist als wir denken.

 

So wird ein kompliziertes Leben ein Ende finden,

und sogleich ein Neues entstehen!

 

Auch das finde ich schön, dass man, egal, wie jung man doch scheint, so etwas Transzendentes erkennt. Und wie man es im Zeitpunkt des Erkennens auch auffasst, ob tröstend oder nicht, es ist eine Erkenntnis, die im Leben reift, und je nachdem, wie man seine Aufnahmefähigkeit schult, wird man dadurch zu Tieferem, zu Schwere geführt.

 

Ich bin selbst z.B. immer wieder fasziniert, wenn ich das gleich folgende Werk von mir lese, das ich mit 18 Jahren schrieb. Wenn ich an meine Lebenssituation denke, was ich bis dahin alles mitgemacht hatte, ja, da erstaunt es mich geradezu, was da in mir für eine positive Ansicht und Kraft steckte. Damals war ich mir ihrer nicht in dem Maße bewusst, obwohl sie so klar auf der Hand lag. Natürlich habe ich, ähnlich wie Du, im rein Dichterischen gesehen, ins viel zu Große gegriffen. Später bin ich dann mehr bei mir und den kleinen Erfahrungen geblieben, da sie mehr bei einem selbst liegen und man durch sie erst ins Große vordringen kann, ohne irgendwie übertrieben oder unecht zu wirken. Das hat etwas von fliegen wollen, bevor man laufen kann. Dennoch: der Traum, das Ziel darf sein :-)

 

 

Der Traum vom Dasein

 

 

Das große Dunkel gleitet weit durch die endlose, lichtdurchbrochene Zeit.

Sieh, der Vogel dort – er wandelt durch Sphären und Gezeiten, Wind und Wetter.

Er spürt den träumerischen Tod im Herzen und er fliegt ...

Weit, weit fort.

Hinfort!

Ewiges, dunkles Universum schlägt zu!

Es greift nach mir, dem erschlagenen Stern.

Nebelwabernd zieht wüste Stille durch den Weltenraum ...

Doch dann erklingen Fanfaren und Posaunen!

Und es fliegt Pegasus durch Wälder von Sternen.

Es grünt und blüht das Leben allüberall in des Raumes prächtiger Fülle.

Leben.

Ich lebe!

Ist es ein unerforschter Traum, dies Leben?

Stimmen, Farben, Dämpfe, die Vielfalt ...

Überwältigend!

Ein Teil von allem, ein Teil des großen, dunklen, ewigen

Und doch lichtdurchbrochenen Universums.

 

© Sascha Besier

 

 

In diesem Sinne: Bleib weiter dran! :-)

 

LG

 

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