Zum Inhalt springen

Aspirin und Kaffee zum Frühstück


Ed Zend

Empfohlene Beiträge

  • Antworten 1
  • Erstellt
  • Letzter Kommentar

aktivste Mitglieder in diesem Thema

Beliebte Tage

aktivste Mitglieder in diesem Thema

Aspirin und Kaffee zum Frühstück

 

Er ist zu spät, wie immer, 20 Minuten, ohne Frühstück aus dem Haus, sein Magen knurrt, aber er hat nicht das Verlangen etwas zu essen, kein Elan etwas zu sich zu nehmen. Nur schnell beim Bäcker bei der S-Bahn-Station vorbei, ein Coffee-To-Go um die Aspirin runterzuspülen, vier sind es heute, aber die wirken nicht mehr. Schnell in die S-Bahn, Linie 3, er hebt sich am Becher fest, so wie viele Gestalten, die meisten kennt er vom Sehen, gesprochen hat er noch mit keiner, nach sechs Stationen raus, Endstation, der Kaffee ist leer. Er wirft ihn weg, im Mülleimer liegt noch der Becher von gestern. Die kurze Wärme des Kaffees ist schon verflogen. Sein Magen knurrt nicht mehr. Er läuft die selbe Straße runter, wie immer, in sein Büro, auf seinen Stuhl. Mittags hat er keinen Hunger, noch mal ein Kaffee und Aspirin dazu, er würgt einen Donut runter.

Punkt fünf aus dem Büro, schnell ein Sandwich, zum funktionieren. Zehn nach fünf in die S3,wie immer ist sie leer, fährt ja auch hier erst los, 3. Sitz links auf der linken Seite, im zweiten Abteil. Nach sieben Stationen raus, das Sandwichpapier wirft er weg, es liegt noch das von gestern im Müll.

Schnell noch einkaufen: Kaffee, Bier, ne Fertigpizza, noch in die Apotheke, der Wochenvorrat Aspirin. Eine Station zurück, die S-Bahn ist wie immer voll, er steht.

Heim, gleich vor den Fernseher, der Rollladen ist unten, es liegt Staub von Wochen auf ihm. Was im Fernseher kommt versinkt langsam im Nebel. Er schiebt die Pizza in den Ofen, vergisst sie, holt sie erst raus als sie schwarz ist, isst ein viertel, ihm wird schlecht, kotzt alles wieder raus, wirft den Rest in den Müll. Setzt sich wieder vor den Fernseher, ein Bierkronkorken gesellt sich zu jenen der letzten Wochen, von gestern, noch einer, noch viele. Die Nacht fließt in den Tag.

Am Morgen wieder 20 Minuten zu spät, schnell zum Frühstück einen Coffee To-Go bei der S-Bahn-Station um die fünf Aspirin runterzuspülen. Nach sechs Stationen aussteigen, er wirft den Becher in den Müll, der wurde geleert. Wie jeden Samstag. Morgen kommt kein Becher dazu, Wochenende. Da gibt’s dann Frühstück erst um halb fünf, Kaffee, Aspirin und Bier. Und am Montag, dann wieder Aspirin und Kaffee zum Frühstück, in der S-Bahn, irgendwo im zweiten Wagon.

© HDD

 

hmmmm...es liest sich irgendwie rasant doch ohne große Steigerung. Mir kommt der Film Trainspotting in den Sinn....

Das Thema und die krasse Existenzweise solcher Leute wie du sie beschreibst, gibt es sicherlich...vll. mehr als genug...

Ich hab mich auch an der Rechtschreibung gütlich getan

Nur sind mir vieeeel zu viele Kommas enthalten.

 

lg

Flo

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Community-Regeln
Datenschutzerklärung
Nutzungsbedingungen
Wir haben Cookies auf deinem Gerät platziert, um die Bedienung dieser Website zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist.