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Homo_Ingenuus

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Über Homo_Ingenuus

  • Geburtstag 30.04.1987

Autorenleben

  • Wohnort
    Die Welt
  • Lieblings Autoren / Dichter
    Hesse, Gibran, Gruen, etc.

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  1. Danke dir Fietje. Klingt besser ? Ist meist im Nachhinein so, daß bestimmte Unregelmäßigkeiten auffallen. Lg PS: Beim Verfassen meiner Werke achte ich weniger auf Versmaß, vielmehr lese ich es mit ureigener Betonung und sollte es "flüssig" von der Zunge gehen, dann ist`s schon recht ^^ Aber dennoch: wenn du versiert bist hinsichtlich Versmaß, du darfst es mir gerne aufschlüsseln und beschreiben. Da wäre ich dir dankbar für ?
  2. So siecht der Mensch in Geiselhaft Ertränkt in Infamie und Niedertracht Doch sieht sich niemals wieder frei Es regiert der Wahnsinn allerorten Tore, Narren vor den Pforten Die Wahrheit wird zur Ketzerei Zu Boden gingen Wert und Würde Wissen, Einsicht, nurmehr Last, ja Bürde In einer tief verkannten Welt Der Schande Schatten – lang und länger Und Melodien jener Rattenfänger Durchdringen gar das Himmelszelt Angst mäandert im Gedankengang Tanzt und windet sich zum Flötenklang Zur Angst gesellt sich Menschenhass Mit Gabeln, Fackeln, Knüppeln, Schreien Bilden sich Fronten - starre Reihen Blut soll fließen beim Aderlass Im Gleichschritt nun zur Depression Die Geister müd` - geknechtet schon Blind und stumm – bar jeder Worte „Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten. Manch einer glaubt, Herr über die anderen zu sein, und ist ein größerer Sklave als sie. " (Jean Jacques Rousseau)
  3. Homo_Ingenuus

    Der Prozess des Schweigens

    Hui, nach einer Ewigkeit bin ich wieder in diesen Gefilden... Schweigsam steht ein Mensch im Nebel , schweigsam ach, und ganz allein . Findet weder Wort noch Laute , noch den Sinn in seinem Sein . Sucht und trachtet nach der alten , unbeschwerten heilen Zeit , Sucht verlor`nes aufzuhalten , im Soge der Vergänglichkeit . Sieht sein Leben selbst entschwinden , Jahr um Jahr zerrinnt dahin , bis das Alter ihn umschließet und bis das Ende ihm Gewinn ...
  4. Ja, allerdings konnte ich mit deiner Erläuterung sogar viel anfangen. Wenn ich schrieb "Das Leben ist...", dann meinte ich, mit der Formulierung des Verses, das personifizierte und pure Leben, das sich dem Tode entgegenstellt.... Nehmen wir den weiten Kontext, außerhalb meiner Strophen (und das glaube ich, meintest du mit "Ich glaube ja fast alles..." -> dem dualen Prinzip zufolge war das "Leben" schon immer der Gegenspieler des "Todes", ferner gibt es ohne das eine das andere nicht. Das pure "Leben" ist sehr mächtig und ermöglicht zum Bleistift einem kleinen Löwenzahnsämling seinen Weg durch Asphalt... Natürlich ist in des Menschen "Alltagsleben" alles möglich - positives wie negatives....Aber das Thema würde echt den Rahmen sprengen... Im Werk, wie bereits Erwähnung fand, personifiziert sich das pure Leben dadurch, indem es den Unschuldigen "rettet", eben durch das "Rauben" der Rache, somit es dem Bösen nicht mehr möglich war, seine Exekution durchzuführen... Puuuh, ja, ich gebe zu, etwas sehr tiefe, philosophische Gedankengänge...solche dann noch in Zeilen zu fassen ist eben die Kunst des Poeten... Danke vielmals, Dir ebenfalls eine kreative Zeit...
  5. Danke dir, Berthold, DAS nenne ich einmal eine ausführliche und konstruktive Meinungsäußerung zu einem Werk, und ist demnentsprechend gerne von mir angenommen und verinnerlicht worden => mit "Sonne ... Staub ... Wind" war mir an einer Verstärkung bzw. einer vorhergehenden "Erschaffung" des Szenerie-Rahmens gelegen, aber du behälst Recht, wenn du sagst, es sei eher entbehrlich. => "Steht fluchend der Böse mit mürrischem Blick" : eine bessere Variante als mein Vers, wird übernommen, danke => Ja, das "zerrissene Stück vom Strick" ist jenes, welches sich um den Hals des Opfers "windet", das denke ich, passt so schon, dürfte verständlich sein, wenn man Vorstellungskraft besitzt. => Strophe 2: fällt nun unter meine Rubrik "Bearbeitung" ... Wobei "Das Leben wollt die Rache ihm rauben" eine Personifikation darstellt. Es ist ersichtlich, daß der Böse auf Rache aus ist, und den Tot des Opfers erstrebt. Aber das "Leben" ist ungleich stärker, eine Macht also, die - vermenschlicht - alle Racheversuche vereitelt, ... die Rache "raubt"....damit unmöglich macht... => Strophe 3 : auch hier lag mir (damals wahrscheinlich) daran, die Szenerie mit einfließen zu lassen. => Strophe 8: etwas aprupt, da gebe ich dir Recht.... ich meine, es war damals auch so in etwa mein erster Versuch einer kleinen "Ballade". Manches Mal achte ich nicht so sehr auf das Metrum, wenn sich das Gedicht m.E. (wenn auch mit ein wenig Übung) gut lesen lässt. Die Versanfänge, ob betont oder unbetont...ich weiß nicht, ob man das so sagen kann, aber: kann nicht jede Silbe eines Wortes in irgendeiner Art "betont" werden...oder eben nicht? An dieser Stelle nochmals meinen Dank für deine Mühe und Aufrichtigkeit, die in deinem, doch längeren, Kommentar steckt. Das bin ich nicht wirklich gewöhnt und war überrascht - freudig allemal Grüße zum Abend Ingenuus
  6. Homo_Ingenuus

    Im kleinen Beet

    Grüße dich, Berthold Die erste Strophe als Abschluss-Strophe einzusetzen - für dieses Gedicht eine wirklich gelungene Idee. Da ich mich selbst an Blumen und Blüten erfreuen kann, empfinde ich die Zeilen als kleine Wohltat am Abend, bringen sie mir doch das eigene bunte Blumenbeet in Gedanken. Du hälst die Silben konstant aufrecht und der Lesefluss ist meines Erachtens recht gut. Allerdings meine ich, wäre folgende Zeile -> "da wogt es rot und blau" auf diese Art ebenfalls schön zu lesen: -> "da wogt es rot, da wogt es blau" (dürfte dann in eine Anapher umgewandelt sein ) Auch der sinnreiche Spruch "Doch heute wird an Heut` gedacht" gibt dem Werk ein Stück mehr Gewichtigkeit. Summa summarum: gerne gelesen - gerne kommentiert!
  7. Homo_Ingenuus

    Entstehen und Vergehen

    Einst sah ich die Vögel singen So lieblich im schwindenden Tag Und wie erhoben in Lüften Dann die Reinheit begraben lag Einst hörte ich Gräser wachsen So stille in schwindender Nacht Als tief in schattiger Erde Das Elend aufs neue erwacht` Im ewigen Kreis erhebt sich Was zuletzt noch begraben war Und im wilden Lebensgange Das helle das dunkle gebar
  8. Homo_Ingenuus

    DING

    HA! Ich überlegte wirklich bis zur letzten Zeile und dann ward das DING "LEBEN" genannt....DAS....traf mich unvorbereitet Mir gefällt dein Werk und die Umsetzung , der Lesefluss ist durchweg flüssig, bis auf folgende Stelle (mein Empfinden): "Wie ein Auto ohne Bremsen und darunter eine tote Katze." Hier würde ich vllt. schreiben : "Wie ein Auto ohne Bremsen, darunter `ne tote Katze." Auch hier würde ich eine kleine Änderung vornehmen: "Manchmal besserts, manchmal wirds schlimmer." --> "Manchmal ist`s besser, manchmal wird`s schlimmer." Ansonsten ein sehr überzeugendes und gelungenes Werk, mit einer, liest man es unvoreingenommen, plötzlichen Pointe. Grüße zur Nacht Ingenuus
  9. Homo_Ingenuus

    Sein Reich

    "Ich entkam ihm aus der Tiefe, aus Feuer, Schmerz und Tod, entschlüpfte seinem Auge, das zu lang mir Qualen bot. Wir waren Blinde, Stumme, Taube, eine all-gebroch`ne lose Schar und irrten wie erlosch`ne Lichter ziellos hin zur Totenbahr`. Ein Schatten zierte die Gesichter, als zur Folterbank wir fanden, wo sie mit viehischem Genuss, Leiber auf die Bänke banden. Wie stockte mir des Blutes Fluss, die Haut nun fahl wie Pergament und bange wand ich mich vor ihm, dem Feuer aus den Händen rinnt. Ich flehte, musste niederknien im kalten Knochenstaub und Drecke, dachte weh, schloß dann die Augen und erwachte furchtsam so im Bette."
  10. Homo_Ingenuus

    Der Tränenvertilger

    Grüße dich, Wolkenwolf. Jetzt finde ich endlich ein wenig Zeit, um auf dein Werk eine angemessene Antwort zu finden, bzw. es mit einer solchen zu würdigen Obzwar mir die Intention verborgen bleibt, empfinde ich die verwendeten Bilder in sich verschlungen schön und im Gesamten überaus stimmig. => die erste Strophe: mir kommt spontan das Wort "Trost" in die Gedanken => die zweite Strophe: hier ist es "Zukunft" => die dritte Strophe: "Schmerz" Du hälst konstant die 9 Silben durch, an einer Stelle passte ich allerdings meinen Leserhythmus ganz leicht an: "Ein Wort in Zärtlichkeit verscharren, Willst du nur meine Gunst erlangen." --> hier das Wörtchen "nur" Summa summarum ein wundervolles, bildhaftes Werk mit tieferem Sinn: den du gerne erläutern darfst, bzw. die Intention, der poetische Grundgedanke dahinter. Grüße zur Nacht Ingenuus
  11. Hmhm, die letzte Strophe der Ballade war, vor allem diese beiden Zeilen, ein kleiner Knackpunkt des Werks, das erkanntest du richtig. Allerdings ist auch die gerade aktuelle Version lediglich temporär, sprich es wird von Zeit zu Zeit daran gefeilt (wie an eigentlich allen Werken, denn mit der Zeit kommt die Erfahrung, Verse und Rhythmen werden aus anderer Perspektive betrachtet). Du bist ziemlich auf Metren fixiert, kann das sein? Du darfst mir gerne Satzbau-Vorschläge machen, insofern es in deinem Bereich des Möglichen liegt. Konstruktive Kritik solcher Art nehme ich immer gerne an, wächst man ja gerade daran, nicht? (Mich irrititieren oft Kommentare, die zwar verbesserungswürdige Aspekte eines Werkes aufzeigen, aber dennoch keine Verbesserungsvorschläge bieten... nicht falsch verstehen: Ich will lernen )
  12. Ja, es sind wirklich Traumbilder, paradoxer Natur zwar, dennoch bildhaft schön das Wort "gold`ne" wirkt mit Apostroph, wie soll ich sagen, "altertümlicher", ästhetischer quasi. solche Apostrophe fügen sich des öfteren in meine Werke ein, sicherlich auch um die Silbenzahl stimmig zu halten, wenn notwendig, dennoch vorrangig der Ästhetik wegen. Dementsprechend weigere ich mich auch, "daß" mit "ss" zu schreiben. Einfach weil es mit scharfem s ästhetisch mehr Eindruck macht.... für mich. Egal. Das "mittig" ist hier als Adjektiv gemeint, und stimmt schon so, wie es da seht. Das schöne beim Lesen mancher Werke ist, daß man sie EBEN NICHT einfach so runter liest, EBEN WEIL der Inhalt komplexerer Natur ist. Ja, Dali malte recht eindrucksvolle Bilder...
  13. Ah, daher nahmst du die Zeit. Allerdings bezweifle ich die Vorgehensweise, sich wirklich ALLE nacheinander zu Gemüte zu führen, denn man könnte dazu neigen, so quasi "im Sturzflug" drüber zu gehen. Ich weiß nicht, ob in solchen Fällen evtl das Wesentliche auf der Strecke bleibt? Daher rührt auch das Schmunzeln meinerseits
  14. Danke. Woran genau, sagst du, ist die Anpassung des Satzbaus im zweiten Vers erkennbar? Was fiel dir beim Lesen noch auf? Welche Bilder, Emotionen kamen währenddessen? (Natürlich nur, wenn überhaupt) Passt das gewählte Bild zur Grundstimmung des Werks?
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