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Walther

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  1. Hi @Nesselröschen, danke fürs reinlesen und den kommentar dalassen. besinnl. adventstage! lg W. Hallo @Behutsalem, danke fürs reinlesen und besprechen! es gibt ja einen kompletten band mit sonetten. 🙂 und so einges mehr mittlerweise. meine autorenwebseiten sind reichlich bestückt. letztlich geht es bei diesem gedicht ein wenig darum, dass mit der herbsttrauer nicht überhandnehmen zu lassen. lg W.
  2. Walther

    Herbst. Elegisch.

    Herbst. Elegisch. Es tanzt der Herbstwind laut in allen Ecken Und bläst dazu zum Spaß die Flötentöne. Wenn’s Blütenträume gab, hey, sie verrecken. In Grau gewandet altert selbst das Schöne. Die Tropfen zählen auf den kalten Schreiben, Die Atemfahne nach den Winden hissen, Mit Schwermut sich die Lebenszeit vertreiben: Gedichte dieser Art sind so beschissen. Man möchte dieses Blatt sofort zerreißen! Doch da es nicht gedruckt wird, lässt man’s bleiben. Dass etwas nicht gedruckt wird, muss nichts heißen: Am besten hört man einfach auf zu schreiben. Der Rabe lässt die Walnuss jetzt gleich fallen. Man lächelt: Schnell wird sie zu Boden knallen.
  3. Walther

    Die Nudelverschwörung

    Die Nudelverschwörung Der Topf auf meinem Herd sagt seine Meinung Und bläst die heiße Luft in diesen Raum. Ich übe mich sehr kunstvoll in Verneinung. Das Wasser dort im Topf berührt es kaum. Warum les ich davon nichts in der Zeitung? Es ist nicht, wie man hört, von Relevanz. Doch wichtig sei die Nudelzubereitung. Dem folge ich, ich sag es, nicht so ganz. Von Relevanz dagegen sind Tomaten. Spaghetti gehen ohne sie recht schlecht. Vielleicht gelingen sie mit etwas Braten. Seit wann sind Relevanzen sachgerecht? Ich lese in der Zeitung von Verschwörung. Das sorgt in meiner Küche für Empörung!
  4. Ein Lied. Garstig. Auf, lass sie hungern, Putin, lass sie sterben, Sie wollen dir doch bloß den Spaß verderben. Lass sie in Kiew sich dem Arsch abfrieren Und ihre Kinder in dem Krankenhaus krepieren, Das du mit Mullah-Drohnen gern beschießt. Wie dich der Heldenmut der Nazis doch verdrießt! Als deine Horden kamen, hats niemand gefreut. Was haben deine Diener dir bloß eingebläut? Sie haben dir Potemkins Dorf neu aufgebaut! Und du hast dumm am Roten Platz geschaut. Die Drohung mit der Bombe ist in Mode. Die Reservisten bluten sich zu Tode. Du sitzt allein im Kreml, und dein Butler Bringt Kaviar und Krimsekt für „Herrn Putler“, Wenn die Soldatenmütter leise weinen, Dass Heldentod ein Glück sei, laut verneinen.
  5. Hi Thomkrates, danke fürs lesen und diskutieren. in der tat ist das eine mögliche essenz, die du formuierst. lg W.
  6. Kund. Getan. Man ruft sich etwas in Gedanken, Greift es, wägt es, legt es ab. Die Träume, die wie Efeu ranken, Versinken leis im Alltagstrab. Die Fensterscheiben sind beschlagen. Der Rabe knackt die Nuss durch Fall. Am Horizont verschwimmen Fragen. Die Zimmertür schließt sich durch Knall. Das Krause kräuselt sich. Das Glatte Ist nicht mehr glatt, nein, es ist rau. Der Kater flieht vor einer Ratte. Wohin, das weiß man nicht genau. Man sieht nicht, was die Bilder zeigen. Es bräche nur das eigne Herz. Im Zimmer herrscht betretnes Schweigen. Ein jeder fühlt den eignen Schmerz. Es regt sich etwas im Gewissen Und raspelt sich in Vordergrund. Zu lange hat man sich beschissen: Wer tut sich gern die Wahrheit kund.
  7. Walther

    Acht vom Mitte.l.maß

    Acht vom Mitte.l.maß. Auf jenem Platz, auf dem ich saß, Saß immer nur das Mittelmaß. Klaut man dem Mittelmaß ein L, Erkennt man mittemäßig schnell, Dass der, der diese Mitte maß, Mit einem dieser Mittel maß, Mit dem man nicht nur Mitte misst: Das nur, damit man's nicht vergisst.
  8. Walther

    Acht. Auf. Liebe.

    Acht. Auf. Liebe Erblickt das Auge diese Sonne, Erinnert es die Sommerwonne. Die Blume rührt an Herz und Seele, Die frau/man jenem anbefehle, Der den Beweis dem Liebsten schenkte Und so den Sinn aufs Schöne lenkte. Sag's nicht mit Worten, nein, mit Taten, Sei in der Liebe angeraten.
  9. Hi Marvin, wohl dem, der eine solche uhr nicht sein eigen nennt (meiner einer z.b.). danke fürs lesen und kommentieren! lg W.
  10. Glühwein. Kalter Kaffee. Acht. Ein falscher Griff zur Glühweinkanne Verführt mich in Sekundenspanne Durch das Verbrannt-zu-sein-Gefühl Ins Eisfach und an Wasserhähne, Wo ich den Ort zur Kühlung wähne. Zum Glück steht da die Kaffeetasse, Mit der ich es mir gut gehn lasse, Obwohl sie kalt ist, schal und kühl.
  11. Hey @Nesselröschen, der dichter dankt herzlich fürs lesen und die anmerkungen! lg W.
  12. Hi, der dichter dankt doppelt und dreifach! lg W.
  13. Rüde. Hose. Kaffee. Acht. Mein Smartphone weckt mich heute rüde. Ich will nicht aufstehn. Ich bin müde. Ich weiß, der Tag ist richtig wichtig, Doch all mein Mut ist null und nichtig. Geföhnt, gewaschen – jetzt die Hose. Sie geht nicht zu. Hing sie nicht lose Um Bauch und Bein? Wie kann das sein? Ich gieß mir einen Kaffee ein…
  14. Omelette. Kaffee. Acht. Frühmorgens wartet schon die Tasse. Die Nase sucht den Duft des Tages. Durch Flur und Küche wabert Vages. Bevor ich den Gedanken fasse, Ist schon das Wasser in der Kanne, Das Pulver wandert in den Brüher. Es riecht nach Glück, fast so wie früher. Heut gibt's Omelette. Wo ist die Pfanne?
  15. Pause Er legte still sein Pausenbrot Auf einen Stein gleich neben sich. Die Welt schien momentan im Lot. Das freute außerordentlich. Das kurze Aus-der-Hast-Entkommen Erleichterte ihn heute sehr. Er fühlte sich sehr mitgenommen. Da, wo der Mut saß, schien es leer. Er schloss die Augen und entspannte. Da fühlte er auf seiner Hand, Ein Etwas, das gleich wieder rannte. Er zweifelte fast am Verstand. Er sah weit vorn ein Mädchen rennen. Er dachte sich, da war wohl Not. In ihm schien etwas zu erkennen, Dass Hunger diese Zeit bedroht.
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