Zum Inhalt springen

Hase

Autorin
  • Gesamte Inhalte

    59
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Über Hase

  • Geburtstag 08.07.2005

Autorenleben

  • Lieblings Autoren / Dichter
    Peter Høeg, John Green, Fjodor M. Dostojewskij

Letzte Besucher des Profils

1.163 Profilaufrufe
  1. Hase

    Damals in Berlin

    Lieber @Carlos, vielen Dank für Dein Kompliment😊. Es stimmt, ich bin 16, aber ich bin nicht zweisprachig aufgewachsen. Ich habe einfach nur immer schon gerne geschrieben und ja, vielleicht habe ich auch Talent. Schreiben ist für mich die schönste Weise, Erinnerungen und Gedanken festzuhalten, damit sie nicht verloren gehen. Wie zum Beispiel den Urlaub in Berlin, als ich mit meiner Schwester zwischen den Blöcken des Holocaust-Denkmals Fangen spielte, ohne hinter ihnen etwas so Schreckliches zu vermuten. Ich denke Du hast recht, das Spiel liegt in der Natur der Kinder. Es ist das Heiligtum der Kindheit, mit dem Erwachsenwerden kommt einem die Fähigkeit zu spielen abhanden. Nur Kinder sind imstande, sich bedingungslos dem Impuls eines Momentes hinzugeben; nur für sie bleibt die Zeit stehen, wenn sie mit Leben füllen, was so sinnfrei und zwecklos scheint, dass man es als nicht real und ausgedacht bezeichnet- dabei ist doch genau das so wirklich, die völlige Hingabe an das Spiel, das nur für sich selbst existiert. Man mag den Blick der Kinder auf die Welt als naiv, unwissend oder primitiv bezeichnen, aber eigentlich ist er einfach nur Schönheit, weil er statt zu verlangen, in sich ruht. Viele Grüße, Hase
  2. Hase

    Damals in Berlin

    Du Kind Warst blind Als du spieltest Zwischen Grabmälern Dein Haar im Winde Sich verwehend Dein Lachen widerhallend In grauem Beton So tanztest du Zwischen Grabmälern Unwissend deines Handelns Blind Du Kind Andere Augen mögen sehen Wie Grausamkeit mit Schönheit Du beglichest Schreckliches Leid In Liebe ehrtest Als dein Lachen Das Schluchzen der Erinnerung Übertönte Und Blumen sprießen ließ Wo Hass einst wucherte Doch meine reuevollen Augen Sehen wie du Zwischen Grabmälern spieltest Blind Du Kind Das ich war Damals in Berlin Unter Sommersonne .
  3. Lieber @Jules V., den Schluss, den Du ziehst, finde ich sehr wahr und wichtig: Die Bestimmung eines jeden Menschen liegt darin, ungehemmt er selbst zu sein. Man selbst ist seine Bestimmung. Das mag simpel klingen, aber in einer so bunten und ständig urteilenden Welt voller Einflüsse, Erwartungen und festgelegter Strukturen ist es sicherlich sehr schwer, zu dem zu finden, was wir das "wahre Selbst" nennen. Ordnung und Struktur funktionieren umso besser, je mehr der einzelne ihnen seine Individualität unterordnet. Ich gebe Dir also durchaus recht. Dennoch finde ich diese Aussage: ziemlich "eitel" und schwierig (ohne das beleidigend zu meinen). Ich verstehe nicht ganz, wie man ohne Teilhabe am Berufsleben seinen Lebensunterhalt bestreiten sollte. Man muss ja schließlich irgendwie Geld verdienen, auch wenn man die Sinnhaftigkeit dieser Tatsache in Frage stellt, es ist nun mal so. Außerdem ist es doch ziemlich arrogant gegenüber Arbeitslosen, die alles für gute Bildung und einen gut bezahlten Job geben würden, zu sagen, man fühle sich von eben dem beeinträchtigt. Ich persönlich denke, die Kunst des Lebens besteht darin, sich zu gewissen Teilen den Strukturen unserer Welt zu fügen, ohne dabei sich selbst aus den Augen zu verlieren. Gerne gelesen, Viele Grüße, Hase
  4. Hase

    Gleitschirmflieger

    Hallo @gummibaum, Gefällt mir gut, Deine Version. Liest sich deutlich schöner (rhythmischer und es reimt sich im Gegensatz zu meinem Gedicht), und dennoch hat es denselben Nachhall, ruft dieselben Bilder und Gefühle hervor. Reimen ist meistens nicht so meins. Bei mir kämpfen dann irgendwie Reim und Inhalt miteinander - entweder der Inhalt hat den von mir erwünschten Sinn, ist aber in sehr gezwungen wirkende Reime gepresst, oder es reimt sich hübsch, ist aber total leer...deshalb nehme ich es mit der Form meistens nicht so genau. Dein Kommentar hat mich gefreut, LG Hase
  5. Hase

    Gleitschirmflieger

    Gleitschirmflieger Wie ein Tuch vom Winde aufgeblasen Hauchdünn glatt gewölbt Wie Seide Wellen schlagend Die im Lichte glänzen Federleicht so leer in Lüften schweben Mit nackten Füßen Baumwipfel streifen Und über Dächer wandern Als stiller Gast so ungesehen und flüchtig Frei tanzend im Himmelsblau Doch immer wissend Mit dem Winde muss man tanzen Nicht allein für sich Denn man ist nur zarter Hauch von Leben Der durch seine unsichtbaren Finger gleitet So machtlos getragen glücklich treibend In wildverwehten luftdurchströmten Bändern Tanze Himmelsflug und fliege Lebenstanz In sonnengewärmter Höhenkälte Von der Ferne nur fremder Schatten vor der Sonne.
  6. Hase

    Was ist Kunst?

    Ich denke es stimmt, dass Kunst unsere Werteordnung und überhaupt unsere Worte sprengt. Mit Worten entfernt man sich immer weiter von der Kunst als eigene Instanz und verliert sich in uferlosen Beschreibungen, statt sich ihrem Wesen zu nähern. Vielleicht ist das einzige Wort, das sich ihr nähert, Sehnsucht. Denn Sehnsucht ist in meinen Augen das schmerzliche Fehlen von etwas; eine Leere, die zu füllen man sich wünscht, doch das was sie füllen könnte, fehlt. Das ist auch Kunst: Ein Fehlen von Worten und einer eindeutigen Definition. Man weiß genau, was die Worte, nach denen man sucht, sagen sollen, welchen Sinn sie tragen sollen, doch man findet sie nicht. Man hat nur die Ahnung, das Gefühl, das Wissen. Ich glaube das ist es, was die Kunst für uns so reizvoll und anziehend macht. Schließlich haben wir Menschen (oder zumindest ist es bei mir so) stets das Bedürfnis, alles zu ordnen, zu durchblicken und zu ergründen, das Bedürfnis nach Gewissheit und Sicherheit. Aber genau das verwehrt uns die Kunst auf triumphierende, geheimnisvolle und doch charmante und liebenswürdige Weise. Sie lässt nicht zu, dass wir vollkommen verstehen und einordnen. Stattdessen lässt sie uns mittellos uns sehnsuchtsvoll lieben. Liebe Grüße, Hase
  7. Hase

    Was ist Kunst?

    Hallo in die Runde! Vielen Dank für Euer Feedback und die vielfältigen Gedanken zum Thema Kunst!! Ich entnehme Euren Beiträgen, dass es keinesfalls so einfach ist, Kunst zu definieren, wie ich mir das in meinem Gedicht vielleicht wünschte. Die Kunst ist ein unendlich weites Feld, eben weil es keine feste Definition gibt, sondern nur Millionen verschiedener Auffassungen. Was wiederum den Bezug zwischen Persönlichkeit und Kunst bestätigt. @Dionysos von Enno und @Joshua Coan, durch Eure Beiträge zieht sich, wenn ich Euch richtig verstehe, der Gedanke, dass Kunst eine Verbindung zwischen dem Innern eines Menschen und der Außenwelt ist. Kunst bedeutet, sich selbst ausschöpfen und im Vorgang des Schaffens entdecken, sodass das Kunstwerk ein Abbild der eigenen Person ist. Eine Übertragung des Abstrakten, Ungreifbaren ins Materialistische, die jedoch die Person des Künstlers vorbehält, weil sie lediglich abbilden kann, wie sich Geist und Wille im Material ausdrücken, nicht aber Geist und Willen selbst. Das bedeutet auch, dass dem Kunstwerk keine feste Bedeutung mehr innewohnt, sie wird mit jedem neuen Beobachter anders definiert. Das gefällt mir sehr; es steht in unserer Macht, ein Selbst zu formen; und gleichzeitig sind wir in gewisser Weise machtlos gegen das Selbst, das der Außenwelt präsentiert wird, weil es vorrangig nur ein Abdruck unseres Innern im Außen ist. Und liebe @Amadea, das sind sehr viele kluge Gedankengänge zum Begriff der Kunst, die ich auch nicht zerlegen möchte, sondern nur auf ein paar Aspekte eingehen, auch weil meine Herangehensweise an ein so schwer greifbares Thema eine andere ist. Ich bin da eher der Typ, der statt seine Hypothesen auf nachweisbaren Fakten zu begründen, lieber seiner Intuition folgt und versucht, das sehr abstrakte Thema zu "erspüren". Was ja keineswegs besser sein muss; es droht, sich von der Realität zu lösen. Du sagst, Kunst kann sehr wohl einem Zweck dienen, und wenn ich Deine Begründung lese, kann ich Dir da auch nicht widersprechen. Ich denke, es gibt verschiedene Arten von Kunst, die von mir beschriebene Art, und aber auch die Art, die zur ständigen Reflektion und Hinterfragung der Gegenwart dient. Eine Kunst, die blindem Gehorsam entgegenwirken will, indem sie Grenzen austestet, herausfordert, infragestellt und kritisiert. Dieser Meinung bin ich auch; ohne den Betrachter stirbt das Kunstwerk. Natürlich braucht es den Schaffenden, doch ohne denjenigen, der das Kunstwerk im Lichte seiner Persönlichkeit neu begreift, ist der Kunstprozess schnell zu Ende. Da hast Du recht, und obwohl es in meinem Gedicht so rüberkommt, bezweifle auch ich, ob es sich da noch um Kunst handelt. Konkret will ich dazu nichts sagen, weil ich es schlichtweg nicht weiß. Und um nun noch einen weiteren (ebenso wenig abschließenden) Definitionsversuch zu wagen: Vielleicht hast Du da recht @Carlos. Vielleicht ist Kunst das Aufbegehren des Menschen, im Gegensatz zum Tier dem ewigen, scheinbar sinnlosen Kreislauf von Leben und Sterben zu entkommen; der sehnliche Wunsch, sich abzusetzen und etwas zu schaffen, das mit weltlichen Prinzipien nicht greifbar ist und die Zeit überdauert. Vielleicht ist Kunst ein Hilfeschrei, vielleicht die Hochmut des Menschen, absichtlich undefinierbar. Und natürlich auch @Buchstabenenergie, @Arturo, @SalSeda und @Fan, vielen Dank für Eure Kommentare! MfG, Hase
  8. Hase

    Was ist Kunst?

    Was ist Kunst? Ich weiß es nicht. Aber ich denke: Kunst ist, was keinem übergeordneten Ziele dient, sondern nur um seiner Selbst Willen existiert. Kunst ist, was nicht Mittel, sondern Zweck ist. Was statt das Streben nur zu nähren, kurz das Streben ruhen lässt. Kunst ist, was Wert und Würde besitzt, ohne dass diese ihm von außen verliehen werden müssen. Kunst ist Forderung und Anspruch auf Geltung und Bedeutung. Kunst ist, was gegen Festlegung sich sträubt, was sich dem menschlichen Bewusstsein entzieht, obgleich aus ihm es entsprungen. Ich bin Kunst. und Du bist Kunst.
  9. Lieber Dionysos, das ist wirklich wunderschön. Jedes Wort mit Bedacht gewählt, sodass der Leser regelrecht aufgesogen wird und am Ende nicht mehr weiß wie ihm geschah. Besonders Deine so bildhafte Sprache gefällt mir sehr. Liebe Grüße, Hase
  10. Hi @Dionysos von Enno, Vielen Dank, freut mich sehr wenn es Dir gefällt!🙂Ich habe es geschrieben, weil ich wirklich jemanden kenne, der "zurückgekehrt ist", und finde seine Ausstrahlung sehr besonders. Man hat in seiner Gegenwart überhaupt nicht das Gefühl, eine Maske aufsetzen oder ständig über sein Verhalten nachdenken zu müssen, es ist als würde er einen jeden Moment neu zum ersten Mal sehen ohne nachtragend zu sein, man kann einfach SEIN. Wie Du sagst, er besitzt eben diese tiefe Dankbarkeit in Form von Gleichgültigkeit, weil er keinen Grund sieht mehr zu verlangen, als das Leben selbst. Liebe Grüße, Hase Und lieber @Carlos, Da magst Du recht haben, ich denke beinahe alles verblasst mit der Zeit. Wenn allerdings die einzige Chance noch mehr als drei Monate zu leben, eine OP ist, die nur in 8% der Fälle erfolgreich ist, und man dann zu den 8% gehört, dann dauert es glaube ich schon sehr lange, bis der Impuls verblasst. Und selbst wenn, bleibt noch die Erinnerung an das Leiden, oder gebliebene Krankheitssymptome, die einen das Leben wertschätzen lassen. Danke für Dein Feedback, LG, Hase
  11. Hase

    Der Zurückgekehrte

    Der Zurückgekehrte Er lacht Viel, mehr als andere und wenn er lacht Lässt er los gibt sich hin sein Lachen bebt Lebt hat sein eigenes Wesen er kann lachen Wie niemand sonst lachen kann. Wenn er mich ansieht Verlangt sein Blick nicht stellt keine Erwartungen Nimmt nur wahr, ohne Anspruch zu Erheben oder Stellung zu beziehen es ist Der Blick eines Zurückgekehrten. Er muss nie verzeihen weil Er nie beschuldigen wird er handelt in Einer Gleichgültigkeit die jedoch statt zu entwürdigen Bedingungslos liebt und alles sein lässt Was es ist die keinen Grund sieht zu Formen, verbiegen, umspülen, glatt zu schleifen es ist Die Gleichgültigkeit eines Zurückgekehrten. Zurückgekehrt Vom Rande eines Abgrundes, dessen Tiefen beinahe Jeden verschlucken der sich ihm nähert kaum einer Kehrt je zurück von dort doch er hat Hinabgeblickt ihm in die unbarmherzigen Augen gesehen DEM TOD Mittellos gelächelt und ihm dann triumphierend Den Rücken zugedreht. Seitdem weilt treu in seinem Atem Vollkommener Seelenfrieden Denn er weiß: Nichts das man im Leben Verlieren kann ist so wertvoll Wie das Leben selbst.
  12. Schööön, wirklich; wenn ich es lese, sehe ich darin die Geschichte zweier Menschen, von denen einer sich nach Zärtlichkeit und Liebe sehnt, und bereit ist, bedingungslos zu lieben und sich hinzugeben; und der andere dies in höchstem Maße zu schätzen weiß, aber eben auch weiß, dass er selbst derart wahre und tiefe Liebe nie erwidern könnte; weil er im Herzen rastlos und suchend ist, sich nicht so einfach mit einer kurzen Vollkommenheit zufriedengibt – und die Liebende deshalb verlässt. Um sie davor zu bewahren, ihre Liebe einem Menschen zu schenken, der ihrer nicht würdig ist. ...meine Interpretation. Viele Grüße, Hase
  13. Hase

    Feux de Tes Yeux

    Wunderschön @Carlos, ich hätte selbst keine bessere deutsche Version schreiben können! LG, Hase 🐇
  14. Hase

    Feux de Tes Yeux

    Feux de Tes Yeux Attention! Il est chaud, Le feux De mes yeux. Il va brûler ton cœur, Et te montrer l'enfer, Si tu lui prends l'air; L'origine d'sa lumière, Tu le trouverais jamais, Même si tu cherchais. Mon monde n'est pas le tien, Même si on tien dans les mains La même fleur, La même douleur. Ainsi, Mon ami, Je suis seule, Comme tu es seul. Toujours et à Jamais
  15. Gefällt mir sehr, es schafft so eine melancholische Atmosphäre; lässt den Friedhof als einen Ort erscheinen, an dem man sich, trotz der Tragik des Todes, gemeinsam an schöne Momente und vergangene Leben erinnern kann - mit einen wehmütigen Lächeln auf den Lippen. Und der Spruch am Ende: Amarte e estato facile, Dimenticarte impossible - heißt glaube ich so viel wie: Dich zu lieben war einfach, Dich nun zu vergessen unmöglich. ...wunderschön❤ LG, Hase
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Community-Regeln
Datenschutzerklärung
Nutzungsbedingungen
Wir haben Cookies auf deinem Gerät platziert, um die Bedienung dieser Website zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist.