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Lieblings Autoren / Dichter

  1. Herbert Kaiser

    Scherbenhaufen

    Scherbenhaufen Die Tage fallen in ein schwarzes Loch Mühsal trägt uns durch das Leben Die Geburt spannt uns ins Zeiten Joch Vergänglichkeit frisst unser Streben. Wozu des Alltags Müh und Plage Wenn Menschenwerk zu Staub zerrinnt? Hoffnung keimt im Leben vage Der Glaube nur noch feine Netze spinnt. Treibt uns der Wahn es könnte besser werden Oder die Angst es könnte bleiben wie es ist? Zersprungen ist der Sinn in tausend Scherben Ich sitze blutend mitten drin. © Herbert Kaiser
  2. Kerstin Mayer

    Erinnerung

    Erinnerung Einst war ich so glücklich im Garten, ich weiß nicht genau wo es war. Das Glück ließ dort nicht auf sich warten, ein Ort wie ich keinen mehr sah. Einst war ich so fröhlich zuhause, ich weiß nicht wo dieses Haus stand. Ich denke daran ohne Pause, weil ich kein Zuhause mehr fand. Einst konnte ich ohne Groll lieben, ich weiß nicht wie Er damals hieß. Wo ist diese Liebe geblieben, die still meine Seele verließ. Einst kannte ich nur schöne Zeiten, ich weiß nicht wie lang ist es her. Ganz langsam verblassen die Seiten, nun fällt mir das Lachen so schwer. © Kerstin Mayer 2021
  3. Amadea

    Du bist

    Spannend ist alles, was wir zwei erleben, roter Ballon mit viel Heißluft zum Schweben, bist auch der cock mir, und ich deine Hitch. Ich bin der Apfel, und du nur der Kitsch. Anti - dann pasti, wir sind Antipoden, sinkst für mich oft auf die Knie und den Boden, ich bin süß sauer, und manchmal erbost, werd ich zum Fallobst, bist du nicht bei Trost. Bist meine Krücke, mein Treppengeländer, Waschlappen, Schrauber, das Handtuch am Ständer, fahr auf dich ab, doch ich fahr nur bei Rot, du bist mein Halt - ich wär sonst längst tot.
  4. Oilenspiegel

    Herbstgedanken

    Durch die herbstbraunen Äcker streifen Den Hund laufen lassen An einem Traktorreifen vorbei Bunte Fetzen von allerhand Irgendwas liegen verstreut Und jemand, vielleicht ein Traktorist, Leerte seinen Autoaschenbecher am Wegrand, bei den Pappeln Vor mir eilt Max von Sydow in den Nebel Flieht mit energischen Schritten Wie ein Stift übers Autogramm Als müsse er mir diesen Zustand unterschreiben (aus 2009)
  5. Sekten gibt es viel auf Erden. Mit welcher kannst du selig werden? Versprochen wird dir manches Heil, man hält es als 'die Wahrheit' feil. Kommst du zum Pfahle nicht gekrochen, wirst du bei Harmagedon abgestochen. Jesus auf dem Schimmel reitet, er wird von Heerscharen begleitet. Die neue Ordnung bricht nun an, wo man die Löwen streicheln kann. Tod und Krankheit gibt's nicht mehr, Jehovas Zeugen freut das sehr. Wer an der Bibel interessiert, sich oft im Blätterwald verirrt. Was oft ein Sektenhirn ersonnen. das wird nicht allen gut bekommen. Kommst du den Brüdern mit Vernunft, scheiterst du an Glaubensbrunft. O glaube nicht an solchen Wahn, besinne dich, nimm Weisheit an.
  6. Carlolus

    Wunderlich blaue Blume

    Wunderlich blaue Blume fielst mir zu Füßen, als ich das Gras zu Haufen fügte. Dein Blütenkopf mit seinen hellen blauen Spitzen neigte zur Erde sich. Dein Stiel zerfetzt von einer Motorsense. Ich hob dich auf, trug dich ins Haus und stellte dich in ein Glas Wasser. Zwar weiß ich, deine Zeit zu Ende geht, noch weckt dein Farbenkleid Erinnerungen, an meinen Sommerhimmel, doch schmerzt mich zu erleben, wie du verwelkst und stirbst und dennoch mich erfreust mit deinem zauberhaften Blau. Mir scheint, als hättest du gewartet, um mir „Leb wohl!“ zu sagen.
  7. Fan

    Du geträumteste!

    Ein junges Pferd wohnt im Briefkasten gleich neben der Wolke aus Harmonie. Die es dir ins Kuvert steckte, weil dafür kein Porto fällig wird. Im Engelverteilzentrum.
  8. Verse ohne Sinn: Frosch im Hals Ich aß zu viel vom Badesalz, jetzt hab´ ich einen Frosch im Hals. Fast wär´ ich an dem Tier erstickt, das war natürlich ungeschickt. Ich seh´ des Nachts vor meinem Fenster nicht selten glotzende Gespenster. Vor Angst hab´ ich ´nen Frosch im Hals, dann ess ich lieber Badesalz! Ein Frosch blieb mir im Halse stecken bei dem Entfernen wilder Hecken. Denn als das Grün verschwunden war, saß nackig dort die Gundula. Die Gundula ist sehr betagt, drum ist sie nicht mehr sehr gefragt. Die Haut wirkt faltig jedenfalls, dem Frosch, dem graust es ebenfalls. Mein Chef, der schreit mit barschem Ton: „Ich kürze Ihnen Ihren Lohn!“ Denn ich schlief ein zur Mittagsschicht, so tat ich meine Arbeit nicht. Es fährt der Schreck mir in die Glieder, ein Frosch lässt sich im Halse nieder. Kein Wort kam über meine Lippen, ich drohte jäh vom Stuhl zu kippen. Den Frosch im Hals kennt Dr. Faust, als er so durch den Vorhang saust. Er hat den Eindruck jäh gewonnen: Das Drama hat noch nicht begonnen! Mephisto meinte: „Welch ein Trampel, der Faust braucht eine grüne Ampel damit er sich des Starts besinnt und immer weiß, wann es beginnt.“ Beim Reiseantritt merkt Frau Schmitt, sie hat ja gar kein Handy mit. Ein Frosch im Hals, der stört sie tüchtig, das Smart-Phone ist ihr lebenswichtig. Am Urlaubsort grad angekommen, hat sie den Koffer hergenommen. Das Handy, es ist nicht zu finden, der Frosch im Hals kann nicht verschwinden. Ein Bischof hält im Dom ´ne Predigt, doch hat sich diese schnell erledigt. Statt Skizzen, die den Text bekunden, hat er den Playboy vorgefunden. Ein Frosch im Hals war der Effekt, den Playboy hat er schnell versteckt. Er krächzt etwas von wahrer Liebe und von dem Laster schnöder Triebe. Ein Landwirt steht vor seiner Kuh, die macht seit langem nicht mehr „Muh“. Ein Rindvieh will sie nicht mehr sein, viel lieber wäre sie ein Schwein. Drum grunzt sie laut, quiekt allenthalben und will auch keine Kälber kalben. Das hat den Landwirt sehr erschreckt, worauf ein Frosch im Hals ihm steckt. Obwohl er seine Milchkuh liebt, die auch als Schwein noch Milch ihm gibt, muss sie zum Schlachthof jedenfalls, nun hat die Kuh den Frosch im Hals. Ein Frosch im Hals ist niemals nützlich, denn stockt der Atem, gilt grundsätzlich, wir sollten Ängste überwinden, statt sich mit ihnen abzufinden. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Bekloppt ist 88"
  9. Wie alt bin ich? Alt genug um den Unterschied zwischen Verliebtheit und der Chance nochmal die Liebe wachsen zu lassen zu erkennen.... Wie alt bin ich? Bin ich zu alt, um Worte der Zuneigung, vollkommener Übereinkunft zu erkennen, wenn die Worte "Ich liebe dich" an mein Ohr dringen.... Wie alt bin ich? Trotz der ersten winzigsten Fältchen um meine Augen – Zeichen von so vielen Nächten des Lachens und gelegentlich geweinter Tränen... Der erste Silberfaden in meinem Haar, als Zeichen von Liebesstreitigkeiten - Du küsst ihn mir einfach weg... Wie alt bin ich? Wenn Du mich umarmst und ich wieder jung werde - Auf der Straße der Liebe entlang, ein Liebeslied, das mir noch nie so schön geklungen.... Wie alt bin ich? Wenn es mir gelingt, dich heute glücklich zu machen, so ist es wohl das ideale Alter, im Hier, im Heute, im Jetzt und auch noch im Morgen.... © Uschi R. EineLiebeserklKeineFragedesAlters.mp4
  10. Joshua Coan

    Freudenfunken

    Ich zündle oft Ich zündle gern Wenn dein Haus in Flammen steht Ein Fünkchen Freude In meinem Herz aufgeht Die Feuerfee auf meiner Schulter lacht Hat ihren Spaß an den vielen Bränden Die ich mit ihr heimlich Entfacht Zu denen sie mich angestiftet Ich schwöre es, ich wollte es nicht Das das Feuer so viele Seelen vernichtet 🔥 Flammen, lodernd, lecken, heiß Mein Herz das Rast, es tropft der Schweiß Eure Leben durch mich dem Feuer gegeben Geläutert, erbeutet, getilgt und rein Wie der Phönix aus der Asche werde ich sein Ich, der Gott der tanzenden Flammen Ein Feuersturm, ein Feuerorkan, ein Hurricane! Geil, erfüllend, orgasmisch schön! Ich brenne für mein Himmelsreich Rote Wolken der Hölle gleich Bis ich irgendwann Dann selbst endlich Feuer fang Und die Hitze mich holt Wie es für mich bestimmt Und von mir selbst gewollt
  11. Darkjuls

    Was bleibt?

    Es ist mir nichts als Schweigen geblieben sind nur Träume tragen Not und Leiden mit sich im Reinen lebt es nicht mein Ich ziehe mich zurück von hier liegen rot lackierte Scherben spiegeln die Verzweiflung wider wächst die Angst zur Panik aus der ich doch entfliehen möchte einmal nur was Schönes träumen
  12. WF Heiko Thiele

    Ohne dich

    Die Sonne geht am Morgen auf auch ohne dich und ihren Lauf vollzieht sie jeden Tag auf ’s neu. Der Storch bleibt seiner Störchin treu. Auch ohne dich fällt weiß der Schnee, der Fisch schwimmt schillernd durch den See. Die Bäume wachsen in den Himmel; verlangt die Stute nach dem Schimmel. Selbst Bienen in den deutschen Fluren sind ohne dich auf Honigtouren, wie auch die Blumen selbst erblühen; sich aus der Puppe Falter mühen. Das Wasser fließt von seiner Quelle zum Meer, wenn es hat reich Gefälle, steigt ohne dich zum Firmament, wovon es sich als Regen trennt. Auch Mond und Sterne kreisen weiter, weit oberhalb der Himmelsleiter und sicherlich ganz tief im Innern wird ohne dich das Magma flimmern. Doch eines weiß ich ganz genau. Mir wird bei dem Gedanken flau. Mein Dasein wäre jämmerlich, wenn ich müßt’ leben ohne dich.
  13. Angie

    Herbstnetz

    Herbstnetz Spinnen weben mit langen Fäden, schmücken buntblättrigen Herbst mit taufangender Kunst früher Spinnentau verknüpft Gedankensplitter, ordnet Wort um Wort zu fragendem Denken … Wie es lockt und wirbt um mich herum: markige Sprüche, schmeichelnde Bilder in Dörfern und Städten, an Masten und Zäunen; sie tropfen ins Ohr, fallen ins Auge, spannen Bänder quer durch das Land: nimm meine Meinung trau meinem Gesicht gib mir deine Stimme ich bin für dich da - nur ich komm folge mir wer lässt sich fangen wer spinnt sich ein ins Netz trügerischer Klarheit und scheinbarer Alternativen Ich will nur einfach unbeirrt den Spuren Jesu folgen, den Menschen zugewandt, staunend die Farben der Schöpfung bewundern und dankbar sein für jeden Tag, den Er mir geschenkt
  14. Brich meinen Brustkorb mit dem Gewicht auf meinen Schultern, Erblinde meine Augen mit dem Hoffnungsschimmer in meinem Herzen, Zerreiß meine Haut mit blauen Rasierklingen auf deiner Zunge. Befrei dich von dem Gewicht, das da bin ich, Raub die Sterne, sodass der Himmel ist sternenlos. Gib mir Leid, Angst und Schmerzen, nachdem du mich nichtmehr brauchst. Verführ mich mit deinen braunen Augen, Ich lasse mir auch meinen letzten Atem rauben. Würdige mich keines Blickes mehr, Ist schon in Ordnung, irgendwann, so sagt man es doch.
  15. Buchstabenenergie

    Von Herzen

    Obgleich ich mich durch Kali-Yuga quäle, durchflutet Gottes Liebe meine Seele. Unbeirrt auf meinem Wege, widme ich mich der Beziehungspflege. Spaltung beherrscht das Land deswegen reich ich dir meine Hand als Verständnis Unterpfand. Der eine hetzt, der andere vernetzt, diese Gesellschaft ist zutiefst verletzt. Respektiert die Ängste jener Menschen, propagiert keine Zwänge von geistig geblendeten. Findet eure Mitte und lasst die Herzen schlagen, dies ist meine Bitte, ich seh uns sonst verzagen.
  16. Ikaros

    An der strömenden Zeit

    O Zeit – was ist Dein Sinn? Du schreitest immer weiter, mal sind wir traurig, mal sind wir heiter. Du ewig mächtiger Strom! Du fließt hinab zum fernen Meer, von unser aller Ursprung her. Jedes Wesen wird auf Dir getragen – Du gehörst zu unsren letzten Fragen. Was bedeutet Dein Fließen, was unser Fort- schreiten, dem wir nicht entrinnen? Wir sollten uns besinnen auf des Lebens Moment, auf des Schönen Firmament, an jedem Ufer, jedem Ort. Ist ewig alle Liebe? Schön wär’ es, wenn sie nicht verborgen bliebe. Sie möge fließen, zu jeder Zeit, sie möge sprießen in aller Wesenheit!
  17. Margarete

    Leben auf der Stasse

    in einem dunklen hinterhof wo müll und unrat liegen da konnte ein mensch für sich ein kleines plätzchen kriegen er hatte sich so viel versprochen das leben war zu ihm nicht gut all seine träume warn zerbrochen zum neuanfang, da fehlte es an mut die strasse ,wo er jetzt zuhause ist auf ihr begann sein neues leben er hat das alte dasein oft vermisst das konnt ihm keiner wiedergeben ein kleines glück ward ihm beschieden weil ein hund an seiner seite stand er war nicht mehr allein geblieben mit ihm er einen sinn im leben fand
  18. Herbert Kaiser

    Die Liebe zu dir

    Die Liebe zu dir Draußen scheint die Sonne Und sie lacht in mir Leben steigert sich zur Wonne Bin ich nur bei dir. Du bist wie Mond und Sterne In dir erstrahlt mein Ich Und weilst du in der Ferne Denk ich stets an dich. In deiner Aura lebe ich Und fühl mich pudelwohl Die Liebe lässt uns nicht im Stich Wenn ich auch einmal schmoll. Zur rechten Zeit nimmst du die Hand Die ich gern dir reiche Die Treue sei mein Unterpfand Dass ich niemals von dir weiche. Das Leben trägt uns mit sich fort Und es wird sich zeigen Ob auch jenseits diesem Ort Die Liebe krönt das Schweigen. © Herbert Kaiser
  19. Kerstin Mayer

    Im Stich gelassen

    Im Stich gelassen Du warst für mich wie ein Geschenk, ich liebte dich mal viel zu sehr. Doch wenn ich heute an dich denk, dann fällt mir diese Liebe schwer. Wir hatten Zeiten voller Glück, so unbeschwert war stets der Tag. Doch diese Zeit kommt nicht zurück, auch wenn ich dich noch immer mag. Der Alltag kehrte bei uns ein, genauso wie bei jedem Paar. Doch irgendwann war ich allein, ich weiß genau noch, wie es war. Die Sorgen kamen über mich, da warst du nicht mehr für mich da. Du ließest mich ganz schnell im Stich, du warst mir plötzlich nicht mehr nah. Ich fühlte mich so tief verletzt, da war ein Mensch, der mich bedroht. Ein Fremder, der mich täglich hetzt, ich fühlte mich in großer Not. Ich wurde lang verfolgt vom Pech, ich lag so viele Nächte wach. Der Fremde war so bös und frech, ich fühlte mich ganz klein und schwach. Ich hätte dich so sehr gebraucht, die Angst saß plötzlich in mir drin. Doch du bist einfach abgetaucht, nun merk ich erst, wie stark ich bin. Die Tränen stehn mir im Gesicht, ich fasse wieder neuen Mut. Auch wenn die Seele mir zerbricht, mir geht’s auch ohne dich ganz gut. © Kerstin Mayer 2021
  20. Sie kichern es von den Dächern des Ashram Die Affen aus ihren seligen Kehlen Balancieren das Dharma wählen den Regen Ich streichele meine Schenkel im Regen Schauern meiner Gedanken in kalten Versen und alles wird bersten wenn wir uns segnen (Wenn..) Du fängst mit deinen zarten Händen Tau von eisblauen Kanonieraugen Flößt mir ein aus Deiner Sehnsuchtschale Bemalst die schmale kleine Höhle mit deinen wohltuenden Ölen Wir kichern Liebeslieder aus seligen Kehlen Balancieren das Dharma Wählen den Regen Und wenn ich sage JA ist es wahr (und doch nicht wahr..) Und auf den Dächern des Ashram tanzen die Affen und gaffen Aus ihren Kehlen lachen sie das Dharma und ich spüre Dich in mir erschlaffen Und Du flüsterst "Du bist so wunderbar" Und ich sage nicht ja (denn es wäre nicht wahr)
  21. Zazaros

    Selbstzweifel

    Man könnte kotzen. Überall Liebe um einem herum. Die einzige Person die unberührt davon bleibt ist man selbst. Es brauch ja nur seine Zeit, so sagt man. Während die Hoffnung immer weiter schwindet, kommen die Selbstzweifel hoch. Das Gefühl nicht genug zu sein. Sei es als Freund, Mensch oder Entertainer. Selbstzweifel fühlen sich an wie ein heißes Messer das langsam in einem eindringt, ohne Vorwarnung oder Rücksicht. Wenn man Menschen um sich herum hat denen man alles anvertrauen kann, die eigenen Gefühle mit eingeschlossen, hat man das große Glück diese Selbstzweifel nicht mit sich allein herum zu tragen. Aber den Mut aufzubringen, die Frage zu stellen obwohl man die Wahrheit kennt ist reine Heuchlerei, es liegt wohl im Wesen der Menschen, das Gegenteil hören zu wollen. Es beruhigt uns. Anders ist es wenn es unbeantwortet bleibt, einfach im Raum zurückgelassen, die Intimität zu groß. Ignoriert zu werden bedeutet mit seinen Selbstzweifel allein gelassen zu werden. Man sieht jede Minute auf seinem Handy ob vielleicht ein Ja oder Nein als Antwort erscheint, denn eine Bestätigung seiner Selbstzweifel wäre weniger schmerzhaft gewesen als die Erkenntnis sich alleine mit ihnen herum zu schlagen. Das Messer bahnt sich seinen weg weiter und man erkennt das Problem. Das Gefühl allein zu sein. Dabei spielt es keine Rolle ob man von Freunden umgeben ist.
  22. Onegin

    Rote Äpfel

    Wieder mit roten Äpfeln Boskoop-Boule spielen auf den gesäuberten Pausenhöfen und der Ober reicht den Morgenkaffee durchs geöffnete Fenster ins Bett der Begonien Oh süßes Lächeln der Kandidatin wenn der Rundfunk von Regen und Dürre redet pfeife ich ein Liebeslied und kaufe Kartoffeln (fest kochend) und Ziegenkäse dann werf ich vier Euros den Tauben vor fünf Euros verstecke ich mühevoll unter dem Tischfuß Ich bin so müde Oh Donna Clara Ach der Ober hat niemand, der ihm ein Trinkgeld aufzählt
  23. Ralf T.

    Schatten der Nacht

    Schatten der Nacht Es wurde dunkel nach dem Abend, praktisch folgte dann die Nacht, da wuchs auf einmal riesig und erhaben, das was die Sonne tagsüber hatte in klein gebracht. Sichtbar wie eine Silhouette, was sich zumeist am Tag gebar, doch was sich nachts dann derart regte, das war riesengroß und der Nacht sehr nah. Ja hünenhaft, stieg es empor, in ihr, der Nacht, und das bevor die Geisterstunde der Selben schlug, visuell wie Lug und Trug,… …das heißt, man wollte es nicht wahrhaben, doch war es da, man sah es ja, so musste man dann auch erfragen, was es denn nun eigentlich war. Die Antwort war noch etwas offen, es gab kein Gerede und kein Geschwätz, doch durch den nächtlichen Schatten konnte man hoffen,… …es handelte sich um das Nachtschattengewächs. Und die Moral von der Geschicht‘: Erkennst du was im Dunkeln nicht was als großes Dunkel sehr entsetzt, sowie stets und ständig weiterwächst, hab keine Angst, die brauchst du nicht, denn es ist bloß ein Nachtschattengewächs. R. Trefflich am 21. September 2021
  24. Sophia

    Ein Treffen

    Begegnet sind wir uns fremd Auf der Suche nach sich Selbst Oder das was man Liebe nennt. Aufeinander argwöhnisch blickende Augen, Makel zu erkennen Doch bald ruhten die Blicke In sanftmütiges, so wie ich es nenne Denn die Augen sahen trügerisch das Außen Und es kam mir im Sinne Spüren mit dem Herzen muss ich Wichtig sei der Blick ins Innere. Ein kleiner Hauch von Zeit mit Dir Aufkeimende Lust, ein Anziehen, ein Brennen. Doch nur kurz war der Moment Weil wir abließen voneinander Den Frühling und den Sommer lang Und unsere Wege sich trennen. Dann eine Nachricht, ein Austausch von Sympathie und Verspieltheit, eine Gelegenheit für mehr. Auch dies war nicht von Dauer Bis man erneut sich verabschiedet Und eine Chance für immer verkennt.
  25. Elaine

    Casual Dating

    Schreibe mich an Und antworte mir niemals. Besuche mich wann du willst Und verschwinde genau so schnell wieder. Führ mich an die schönsten Orte Und zieh mich in den tiefsten Abgrund. Flüstre mir leise in Ohr Und sag mir, wie sehr du mich hasst. Zieh mich vorsichtig an dich heran Und beiß mir auf die Lippen. Leg sanft deine Hände um meinen Hals Und drück fest zu. Lass los oder lass mich gehen. Es ist mir egal.
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