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  1. Central Park ohne dich rastlos ohnmächtig nirgends ein Halt ach wie ich dich vermisse! Vor mir alles intakt rund der Teich umarmt meine Leere sine te mortuus sum
  2. Wie muss die Sprache denn beschaffen sein, in der ich dich beschreiben kann? Wie viele Worte wären dadurch mein? Wie viele fehlten mir selbst dann? Ich frag mich: welcher Klang der Worte trifft, wie sehr ich dir doch hingeneigt? Wer weiß, in welcher undenkbaren Schrift sich deine Schönheit deutlich zeigt? Nein, solche Sprache steht in keinem Buch, das je geschrieben werden kann. Darum erliege ich nicht dem Versuch und höre dich viel lieber an.
  3. noch einmal kann ich Momente erinnern da dein Lächeln in Worte wehte und Zeilen füllte noch einmal kann ich deine Wärme fühlen während schon Kühle über ein leeres Papier weht
  4. sofakatze

    anders

    da steht er wieder: stoppschildgleich, doch schwankend er winkt mir eifrig, fröhlich feixt sein mund ich grüße ihn zurück, ein wenig lächelnd und ein wenig traurig und ihm im geheimen dankend er ist der narrenkönig - nur sich selbst stets narrend in seinem grinsen liegt die schiefheit aller tage gleich einer wippe balancierend seine lage tarierend und so manchen spötter um sich scharend der mit dem finger deutet - für ihn ists ein winken wird er begafft, dann gafft er kerzengrad zurück und niemand ahnt, was ihm sein sinn, sein bisschen glück so denken manche, findet er im trinken sein blick, der friedgemütlich leute streift verfängt sich manchmal nur an straßenweite die frau am gehweg zerrt ihr kind zur seite das staunend, blickerwidernd, nach ihm greift ein letztes mal, die zeit hier war mir nur geliehn ich seh die häuser, gärten, allerweltsgesichter sie ziehn vorbei im schein der straßenlampenlichter vermissen werde ich nicht viel - nur ihn
  5. Schattenlicht

    Ungewissheit

    Ich hoffe auf etwas, das es nicht gibt. Ich glaube an etwas, das nicht existiert. Ich träume von etwas, ich kann es nicht sagen; ich fühle nur etwas, traue mich nicht, es zu wagen.
  6. einst jagten die wolken mich in deine arme dein singen erbebte die meeresgebirge du locktest mich in deine sturmtiefbezirke fischgründig dein lächeln, ich hoffte auf warme gezeiten - dein himmel, meerschwalbe, war ruh mein sinn blind gefangen in deinen gestirnen doch kalt rauscht dein fischblut, selbst niederste dirnen sind wärmere, treuere lieben als du nun sind deine lieder ins tiefe geflossen ich krümmte mich lange im sog deiner welle flieg endlich hinauf ins blendende helle azur wird von goldenen pfeilen durchschossen
  7. eiselfe

    Ich möchte ...

    Zu den Sternen möchte ich fliegen und meine Ängste besiegen, im hellen Lichterschein- einer von ihnen sein. Fühl' mich geborgen ganz ohne Sorgen in mitten der Sterne weit in der Ferne. Hier möchte ich bleiben - ganz ohne Leiden.
  8. Walther

    Stolz

    Stolz Es ist ein Tag aus jenem raren Holz, Das man nicht einfach so am Wegrand findet, Wenn man sich bückt und Schuhe bindet: In seinen Fasern und im Herz lebt Stolz. Der Ast hat sich den Stürmen nicht gebeugt. Hat sich dem Wind, der kam, gestellt, Und ist in seine Form zurückgeschnellt, Was er mit seinem graden Wuchs bezeugt. Der Tag, der allem trotzt und widersteht, Geht nun zur Nacht. Sie hat ihn umgebracht. Er spürte, dass sein Ende kommt, zu spät. Zur Mittagszeit hat er im Sonnenbad gelacht, Getanzt hat er, und wie die Zeit vergeht, Hat sie den Ast gebrochen und verweht.
  9. Der grauen Kanne fehlt bereits der Gießer, ihr Wasser plätschert munter aufs Geviert; noch recht gesittet trinkt die kleine Tanne, die nackte Erde aber, schmatzt und giert. Und in Gedanken bin ich mitgeflossen, hinein ins Dunkel, in die stille Tiefe; herausgeschält aus lauten, leeren Posen, der Welt so fern, als ob sie mir schon schliefe. Narzissengelb von tiefem Blau umschlossen. Die Amsel pfeift auf Silberklang im Säckel. Wie lange noch, dann wird mein Grab gegossen und mir tropft dunkles Wasser auf den Deckel.
  10. Gina

    der FAST perfekte Mann

    Ein fast perfekter Mann Siegessicher und locker ist sein Gang, seine Haare sind nur ein paar Millimeter lang, auf seiner Nase sitzt lässig eine Sonnenbrille und unbändig scheint sein Lebenswille, muskulös sein Körper, es passt seine Figur, dafür gibt es einen Ausdruck der heißt: Erotik pur. Dieser Adonis erregt sofort ungeteilte Aufmerksamkeit und glücklicherweise habe ich noch etwas Zeit. Ich setz mich auf eine Bank, beobachte ihn genau und denke mir, der wartet sicher auf seine Frau, jetzt steckt er sich eine Zigarette in den Mund, dann bückt er sich und streichelt einen Hund, ob der wohl ihm gehört, ich weiß es nicht, doch ja, ich glaube schon, weil er mit ihm spricht, jede Frau beneidet ihn, das konnte man sehen, denn alle lächeln ihn an, beim Vorübergehen. Geduldig wartet er, die Spannung steigt, als er plötzlich den Kopf zu Seite neigt, seine Sonnenbrille über die Haare schiebt, ja dieser Mann ist wirklich ein ganz starker Typ, jede Frau träumt sicher irgendwann, von so einem supertollen, perfektem Mann, doch nun werden meine Augen riesengroß, das kann doch nicht wahr sein, was macht er bloß? Er küsst einen unscheinbaren Mann und Händchen haltend gehen sie weiter sodann, ich sitze noch ein paar Minuten regungslos und stumm und irgendwie fühle ich mich kleinkariert und dumm, doch die Liebe ist eine unberechenbare Macht und sie hat zwei Männern das große Glück gebracht.
  11. Lichtsammlerin

    Nachtigall

    Ich hör keine Nachtigall singen in nächtlichen Stunden langsamer Zeit höre ich deine Schritte durch meinen Kopf spazieren du faltest die Hände ums Herz und verbirgst das Licht vor den Augen des Abends die graben in Erinnerung. Es gibt keine Sterne mehr. Kein Himmel darunter und dein Wort war Lüge. Ich lege mich zu dem Traum ins junge Grab da singt die Nachtigall und deine Schritte klingen vorüber.
  12. Letreo71

    Alle Jahre wieder

    Als sich zwei Furchtlose heimlich versammelten, da hörte ich, wie sie so etwas stammelten, dass sich der liebe Gott einmal empörte. Und wollt ihr wissen, was ihn störte? Nichts. Na ja, fast nichts, bis auf eine winzige Kleinigkeit. Dass seine Häschen fortan nichts mehr sammelten, stattdessen immerzu nur noch rammelten, wie die Blöden, die Verschrammelten. Und weil ihre Eier dabei so schrecklich bammelten und nur, damit sie auch ja nicht vergammelten, beschloss er kurzerhand: („Schande über Hasenland!“) sie abschneiden zu lassen. Ja ist denn das zu fassen, wie kann man so viel hassen? Ich bin zu Tränen gerührt. Hat da eben einer Rührei bestellt? Ich darf doch wohl bitten! Und als ob das alles nicht schon schlimm genug gewesen wäre, für die armen Osterhäschen, bei aller liebenswerten Ehre, mit den süßen Näschen... Nein! Er setze noch einen drauf, indem er dafür sorgte, dass diese nun, hoppelnder Weise und bitte schön leise, mit wedelndem Schwänzchen, als sei es ein Tänzchen, auf der grünen Wiese ihre Eier, Jahr für Jahr, (wie wunderbar) verteilen dürfen. Wie putzig ist das denn? Und damit das Ganze auch nicht sonderlich auffällt, (das Auge isst ja bekanntlich mit), werden diese hübsch bunt angemalt. Von Hand versteht sich, aber vorher werden sich noch ausgeblasen, von Mund natürlich. Arme Hasen!
  13. selbstentfremdet durch freizeit träumend vom hamsterrad rasselnd nach ketten zum stillstand gekommen wie die jungfrau zum kind unverschuldet befreit was fangen wir an
  14. Als Wahrheit und Lüge sich begegnen Als Wahrheit und Lüge sich begegnen, da fing es in den Augen an zu regnen, ein Kummer, der einen von innen ersticht, ein Herz, das aus Verzweiflung bricht. Du kannst niemanden ändern, der nicht sieht, der die Augen verschließt vor dem was geschieht. Du kannst niemanden ändern, der gerne in der Lüge lebt. Wie kann man dann erwarten, dass er ein Wort gegen den Lügner erhebt? Du kannst niemanden ändern, der nichts ändern will, denn aus Angst bleiben die meisten lieber still. Als die Wahrheit und Lüge sich begegnen, fing es in den Augen an zu regnen, ein Kummer, der einen von innen ersticht, ein Herz, das aus Verzweiflung bricht.
  15. Ein langer entsetzlicher Schrei erfüllte die Nacht mit Grauen. Rolf riss es aus dem Schlaf, er erstarrte. Der Krieger kannte sich mit Schreien aus, das Schlachtfeld war ihm nicht fremd, doch das war ein Schrei, den er zu Lebzeiten, bis zu jener Sekunde, nicht hörte. Sein linker Arm fasste instinktiv auf Igrid`s Bettseite, doch der Arm griff in die Leere. Diese Bewegung endete selten in der Leere und wurde meist mit einem Seufzer oder einem Tätscheln beantwortet. Er rief mehrmals ihren Namen. Wenn sein Weib sich erleichtern würde, hätte sie längst geantwortet, wie sie es in diesem Fall sonst auch immer tat. Doch Igrid reagierte nicht, das war neu. Die Turmwache rief keinen Alarm aus und die Dorfglocke schwieg. Ein starkes Unbehagen breitete sich in ihm aus und er versuchte, mit allen Sinnen in die Nacht zu fühlen. Die flackernde Kerze zeichnete seine Gesichtszüge fragend und entsetzt ab. Rolf verdrängte die Störgefühle und griff blind nach seinem Großschwert mit dem Namen Schnitt, es lag da, wo es immer lag. Er glitt unbewusst wie in Trance über die Klinge und ertastete die kleine Scharte, auch sie war da, wo sie schon immer war. Vorsichtig spielte er mit der Kerbe und überlegte. Das Erbstück verlieh ihm etwas Mut und die ersten klaren Gedanken bestimmten sein Handeln. Er löschte die Kerze und gewöhnte seine Augen an die Dunkelheit dann schaute Rolf mit ein paar Blicken aus den Spalten seiner Holzhütte. Norden, Westen, Süden und Osten er wusste genau, welche Felle zu bewegen waren, um die Spione freizulegen, es war nichts zu sehen. Für einen Angriff war es zu ruhig. Schleicher oder Meuchler waren es keine denn diese Nachtgestalten Morden leise und Rolf würde noch immer selig träumen. Rolf holte tief Luft und baute sich auf „ich bin ein Kämpfer der Roskarier und keine Rotznase also stehe deinen Mann“, entfuhr es ihm. Er zog geschwind sein Lederwams und die Lederhose an. Darüber befestigte er seinen Schwertgurt mit dem Großschwert Schnitt und sprach dabei unweigerlich den Schlachtruf seines Vaters „Mut trotz Angst, Mut trotzt Angst“. Beim Öffnen der Zirbeltür hebelte er sie etwas aus der Angel, um das Knarren zu umgehen, das sie stets beim Verlassen der Hütte von sich gab. Die Nacht war kühl und klar, der Wind in seiner Flanke trug den gewohnten Kieferduft des Waldes in sein Dorf. Er füllte seine Lunge mit der frischen kalten Nachtluft und atmete geräuschlos ein und aus. Seine Füße gruben sich in den feuchten Boden und er lauschte in die Ferne. Eine seltsame Stille beherrschte die Gegenwart. „Dieser Schrei ließ also nicht nur mich erschauern. Selbst die Tierwelt scheint geflohen zu sein oder verharrt still um das Entsetzen auszusitzen“, säuselte er kaum hörbar, nur um den Ohren etwas zukommen zu lassen. Darauf Pfiff er kurz den Jagdpfiff der Dorfmannen, um entdecktes Wild zu signalisieren, doch kein Pfiff antwortete. Er ließ den Blick Schweifen, es war keine Menschenseele zu sehen und kaum etwas zu hören, nur der Wind, der über die Palisaden streifte. Dann schlich er mit gekonnten Bewegungen, jede Deckung nutzend, zu der Unterkunft seines Waffenbruders Orno. Er legte das Ohr an die Holzwand und konnte nur den Wurm fressen hören. Durch die Spalten war auch nichts zu sehen. Einer Katze gleich lief er um die Hütte zu Orno´s Tür, öffnete sie und sah niemanden. Keine Frau, keine Kinder, nichts außer Stille. Rolf trat in die Hütte, ging zum Bett und fühlte, es war kalt. „Das ist ein Albtraum, wach auf“, flüsterte er. Für seinen Geschmack monologisierte er schon viel zu lang, er vermisste nun regelrecht seine Mitmenschen. Jetzt wollte er antworten, also gab er seine Deckung auf und rief laut nach seinen engsten Freunden und seinem Weib. Orno, Raeik, Rolo und Igrid. Ihre Namen hallten über den Dorfplatz, doch niemand antwortete. Der Roskarier rannte daraufhin von Hütte zu Hütte, von Stall zu Stall bis zu der Dorfhalle dem Hauptversammlungsort der kleinen Gemeinde. Er riss die Türen auf und tauchte immer weiter in ein Meer aus Panik. Niemand, kein Mann, keine Frau und kein Kind, ja selbst die Nutztiere waren verschwunden. Er rannte zur nördlichen Dorfgrenze, erklomm den Wachturm und drehte sich einmal um seine eigene Achse. Im Süden nahm er den Mond etwas greller wahr, doch das war unmöglich, denn der Mond war direkt über ihm also verlies er den Wachturm und rannte zum Südtor und dem dortigen Ausguck. Oben angekommen sah er das Licht genauer hinter einer Anhöhe. Nach dem angrenzenden Feld war eine Senke und dort war der bläuliche Schimmer zu sehen, der ihm sofort ins Auge fiel. Blitzschnell, endlich ein Ziel, einen Anhaltspunkt zu haben, rutschte er die Leiter hinab und rannte zu dem benachbarten Waldrand. Rolf war nicht nur Krieger, sondern auch ein guter Waldläufer und er wusste sich lautlos zu bewegen. Er schärfte seine Sinne und nutzte die Wildpfade, die ihn direkt zu der Anhöhe mit dem seltsamen Licht führten. Um so näher er kam, umso heller wurde es. Selbst der Wald schien heller zu werden „als hätten wir drei Vollmonde“, analysierte er. Er nahm sich ein Moment, um seinen Atem zu regulieren, schmierte dabei seine Haut mit feuchtem Morast ein, um seinen Eigengeruch zu überdecken. All dies lief automatisch ab. Anschließend verlies der Roskarier den Wald richtete sein Schwert gerade auf seinem Rücken aus und kroch in Bauchlage bis zum Feld. Dort angekommen tauchte Rolf in das Getreide ab. Vom Hafer gedeckt brachte das Feld ihn direkt an die erhellte Talsenke. Nun war es schwer, sich geräuschlos zu bewegen, auch einige kurze Halme wollten sich in sein Fleisch bohren was ihn mehrmals dazu zwang nicht aufzuschreien. Seinem Ziel näherkommend ignorierte der Krieger alle Unannehmlichkeiten und konzentrierte sich auf sein vorankommen. Das bläuliche Licht war kalt und es leuchtete ihm den Weg, er musste sich nur nach ihm orientieren. Nun mehr auf seine erzeugenden Geräusche achtend schlich er zu dem Feldrand, von dem er eine gute Sicht in die vor ihm liegende Senke hatte. Was Rolf in dem Becken erblickte, wusste er selbst nicht. Mit zugekniffenen Augen betrachtete er das leuchtende Silberblau. Es war eine seltsame pulsierende Kugel, die sich scheinbar zusammenzog und an Leuchtkraft verlor und dabei fast metallisch wirkte. Als sie sich wieder ausdehnte, gewann sie an Leuchtkraft „wie ein Stern, der auf die Erde fiel“, flüsterte der Waldläufer fast hypnotisch. Rolf spürte eine Mischung aus Erstaunen, Neugier und Furcht. Er beobachtete eine Weile das pulsierende Licht. Um so länger er den gefallenen Stern betrachtete, um so mehr vermag er zu sehen. Langsam nahm er Körpersilhouetten wahr, die geschäftig ihrem Nachtwerk nachgingen. Einige Gestalten schienen zu führen andere zu trotten und zu reagieren. Ein paar Umrisse erregten seine Aufmerksamkeit denn sie unterschieden sich deutlich von den bekannteren Konturen. Als die Lichtintensität erneut schwächer wurde, erkannte er auch ein Paar Dorfmannen, die im Gleichschritt in das Silberlicht trotteten. Neben ihnen auch Ziegen und andere Nutztiere aus dem Dorf alle in einem seltsamen Gleichschritt. Und da war auch Igrid, die sich wankend im Gleichschritt auf das Licht zubewegte. Glücklich zu wissen das Igrid lebt aber auch panisch, da er den Vorgang nicht einordnen konnte, verharrte Rolf. Einige Zeit verstrich, denn der letzte freie Dörfler überlegte minutenlang, was er tun soll, während er immer noch leicht verstört das Treiben beobachtete. Rolf erinnerte sich an die Geschichten, die von den ältesten in der Dorfhalle auf Bitten und Drängen der Kinder erzählt wurden. Geschichten voller sonderbarer Wesen, die vor langer Zeit lebten und allerlei Unheil verrichteten. Es gab diese eine Geschichte, in der eines Tages die Götter kommen würden und die auserwählten Menschen nach Naxus dem Götterstern bringen. Für ihn gab es keine andere Erklärung. „Das wahr keine Lagerfeuergeschichte sondern eine Prophezeiung unserer Vorfahren diese müssen die Götter sein“, stellte er fest. Rolf entschied zu handeln. Er nahm sein ungezogenes Schwert und hielt es mit beiden Händen nach oben, ging langsam auf den leuchtenden Stern zu und wiederholte dabei im ständigen Mantra die Worte seines Vaters dabei Igrid fest im Blick, „Mut trotz Angst, Mut trotzt Angst“. Der Stern war eine halbe Feldlänge von ihm entfernt. Anfangs ging er noch etwas zögerlich, doch um so näher Rolf dem Göttergefährt kam, umso leichter war es, sich zu bewegen. Er wusste instinktiv, dass die Götter seine Anwesenheit längst bemerkten.„Ihr habt mich vergessen“, rief er mit zitternder Stimme. „Bitte nehmt mich mit, ich bin der Einzige aus meinem Dorf, der zurückblieb“, ergänzte er voller Ehrfurcht. Einen Augenblick später wurde das Sternengefährt gleißend hell, und die ganze Umgebung flutete sich mit Licht. Rolf ging auf die Knie und huldigte diesen Moment. Das Licht war nicht schmerzhaft in seinen Augen, dennoch war es allgegenwärtig und erfüllte ihn mit Ruhe und der Vertrautheit des Mutterschoßes. Im nächsten Augenblick stand eine Wesenheit vor ihm, die sich aus dem grellen Schein schälte. Im gebrochenen Singsang übermittelte das Wesen, ohne zu sprechen. Die seltsame Rede entstand wie ein Gedanke hinter der Stirn. Die Götterzunge löste eine Gefühlswelle voller Ekstase in ihm aus. Sie gab zu verstehen, dass alles gut ist und alles nach einer Bestimmung abläuft. Rolf wollte sich nicht wehren und gab sich dem Gefühlsambrosia völlig hin. Ein Tanz der Sinne begleitet von wiederkehrenden Wellen aus purer Euphorie. Ein Rausch des Glücks, der ihn fesselte und völlig einnahm. Wäre da nicht seine Liebe in seinem Blickfeld gewesen, hätte Rolf sich dem Sinnestaumel völlig hingegeben. Rolf zwang sich dazu, sich mitzuteilen sich aufzubäumen und dem Singsang zu entziehen. „Gebt mir bitte meine Frau zurück oder nehmt mich mit“, rief er dem Lichtwesen zu. Erneut verstärkte sich der Singsang hinter seiner Stirn, doch diesmal widerstand Rolf und er zog sein Langschwert. Er schrie "gebt mir Igrid zurück" und schlug zu. Ein langer entsetzlicher Schrei erfasste die Umgebung und Rolf wurde es Schwarz vor Augen. Ein langes Schnappatmen, Rolf erwachte. Er war in seiner Hütte, schweißgebadet in seinem Bett neben ihm lag sein Weib. Er berührte sie und Igrid antwortete mit einem Seufzer. Rolfs Herz raste „war das wirklich nur ein Albtraum“, rätselte er, die Stirn in Falten gelegt. Noch einmal griff er zu Igrid und fühlte ihre warme Haut, schmiegte sich an sie und hielt sein Weib fest und er realisierte, das er auf der falschen Seite des Bettes lag. „Es war echt“, murmelte er. „Es war echt.“
  16. Lichtsammlerin

    Sag ihr:

    Wenn du sie findest irgendwo im Dunkel der Erinnerung - sag ihr: Ich bin da sag ihr: Sie ist nicht allein ich wiege ihren Schmerz in meinem Arm flüster Worte nur für uns sag ihr: Er ist fort sie bringen ihn weg er kann ihr nichts tun sag ihr: Das hört auf hat hier und jetzt ein Ende ich hole sie da raus sag ihr: Wenn ich könnte wären Berge schon versetzt und Zeit zurück gedreht sag mir, wenn sie groß geworden ist, sag mir bitte: Es wird gut - wir schaffen das gemeinsam.
  17. (ein Versuch in Blankversen) Im Kirschbaum sitzen wir am frühen Morgen und greifen nach den reifen, roten Früchten. Wenn du mit deinen Lippen mir die Kirschen mit unschuldsvollem Blick zu naschen gibst, dann schlägt mein Herz ein bisschen schneller und der Lerchensang verstummt und heller strahlt, so scheint es mir, die Sonne für uns beide. Zu schnell ist dieser schöne Tag vertändelt, die Abendnebel weben ihre Schleier, der Nächte Silberschwan erwacht und teilt die Wolken, spendet fahles Licht und lockt ein Käuzchen aus der Höhle, bald beginnt die Nachtigall zu schlagen, fern im Westen verglüht in Purpurpracht der goldne Adler. Nun sitzen wir im Wald auf weichem Moos, des kühlen Abendwindes Hauch treibt dich in meinen Arm, der liebend dich umfängt. Dein Bäuchlein, klagst du, tät ein bisschen weh; vielleicht hast du der Mutter Warnung in den Wind geschlagen, leichten Sinnes das Verbot missachtet, Wasser nach dem Naschen der zuckersüßen Kirschen zu genießen? Ach. leg doch deine warme Hand, mein Schatz, auf meinen Bauch und sicher schwinden die Gebrechen bald! Sei Samariter mir, erfüll mir meine Bitte, streichle sanft die Schmerzen weg und nimm als Hilfe die zweite Hand hinzu! Oh Gott, wie gut das tut! Erst keusch, dann forsch bewahre ich mein Lieb vor Qualen, küsse, wenn sie seufzt, den kirschenroten Mund und leiste auch noch weitre Liebesdienste unterm Dach des Buchenlaubs und wir vergessen Zeit und Raum, versäumen nicht, die Kirschenernte in höchsten Jubeltönen stets zu loben.
  18. Heute ist ein lichter Tag lauer Wind weht durch die Bäume was die Sonne bringen mag verraten all die Frühlingsträume Sonne strahlt vom Himmelsblau Krokus steckt sein Köpfchen raus überall wohin ich schau sieht es schon nach Frühling aus Schneeglöckchen gleich büschelweise dieser Anblick freut das Herz fröhlich fliegt dort eine Meise frühlingsleicht ist es im März All die graue Winterzeit die so kalt und dunkel war endlich fort das Herz wird weit Frühling ist's wie wunderbar
  19. Womit soll ich dich vergleichen, mein Engel... was ein Mist! Du, die du ein Wasserzeichen in meinen Träumen bist. "Du, die du" wie dumdidum. Das hält doch keiner aus. Liebste, nimm es mir nicht krumm! Mir gehn die Worte aus. Die Muse werd ich frusten müssen. Ich lass sie wieder frei. Sie soll dich zärtlich von mir küssen. Mir reicht sie nicht - verzeih!
  20. Grundbedürfnisbefriedigung Wenn dir als Kind viel Liebe ward gegeben, reicht es im besten Fall fürs ganze Leben, denn Mangel wirst du niemals wirklich leiden, du kannst im Grund dich an dir selber weiden, gefestigt bist du, grundbedürftig satt, Enttäuschungen bewirken kein Schachmatt. Wenn dich auch wer verschmäht in deinem Leben, dann kümmert es dich wenig, weil dir eben bedingungslose Liebe widerfahren, herzinnige Gefühle Usus waren, im Elternhaus ist alles dir begegnet, was stärkt und deine Lebenswege segnet. Um Liebe wirst verzweifelt du nicht flehen, defizitäre Zeiten überstehen, du weißt dich selbst genügend wertzuschätzen, verfängst dich kaum in ausgelegten Netzen, du brauchst viel weniger „gemocht zu werden“, schon gar nicht Gleichschritttrotten mit den Herden.
  21. Du batest mich mit Blicken, dich zu küssen. Was wenn wer davon erfährt? Der Augenblick wird wohl vergehen müssen, gleich, wie sehr er sich auch wehrt. Wir schauten beide in den sternverschneiten Himmel unsrer stillen Träume und tauschten unversehens Heimlichkeiten in dem Schutz der Tannenbäume. Wir hielten, dass uns nicht die Tränen kamen, Abschied, flüchtig wie der Wind. Wie lange dürfen Freunde sich umarmen, eh sie mehr als Freunde sind?
  22. Sehnsucht greift mich wie ein Wind, da sich schon die Wälder färben und die Tage kürzer sind. Dich zu lieben, heißt zu sterben. Gerne sterb ich immerzu wie das Jahr mit jeder Stunde. Dennoch komm ich nicht zur Ruh an des Grabes tiefem Grunde.
  23. Hugin So viel Gutes tust du mir du bist schlau und oft verwegen oftmals hab ich Angst vor dir und fürchte leis, du könntest reden nicht immer darfst du bei mir fliegen dann lasse ich die Türe zu dass die Vernunft kann doch noch siegen und ich mal schlauer bin, als du doch manchmal kannst du auch entwischen und das Gedachte ist gesagt müsst ich meinen Gram auftischen wär ich am Ende hochbetagt und wenn man hofft, dass man vergisst dann kommt im hohen Bogen egal, wie alt und grau man ist dein Bruder angeflogen Munin Wenn du kommst zu mir geflogen weiß ich, es ist nichts gelogen du bringst mir Trauer und auch Glück wie's dir beliebt, ins Herz zurück wenn schwarze Schwingen Träume tragen aus fast vergessnen, alten Tagen lässt du mich weinen, oder lachen doch keinen Fehler nochmal machen solang du Odin noch erzählst wie du mich lachen lässt und quälst hoff ich, dass du kommst nicht um ....Rabe der Erinnerung Anmerkung : Ein Beiname Odins ist Rabengott. Er hat zwei Raben, Hugin und Munin. Sie sind Brüder und jeden Morgen läßt er sie durch die Welt fliegen, damit sie ihm abends erzählen können, was sie alles gesehen und gehört haben. Hugin wird übersetzt mit "Gedanke" und Munin (hab ich auf dem Hals tätowiert) mit "Erinnerung". Odin sagt in der Edda : "Hugin und Munin müssen jeden Tag über die Erde fliegen. Ich fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt; Doch sorg ich mehr um Munin". Edda, Grimnismal (das Lied von Grimnir) Grimnir ist ein weiterer Beiname Odins und wird mit finsterer Zauberer übersetzt.
  24. Ich kann fühlen, wie es fließt das Blut dir durch die Schenkel schießt während du mich hältst gefangen unter dir...stillst mein Verlangen unermesslich, diese Gier beherrscht mich, ist das Tier in mir das leckt den Schweiß von deiner Haut wie Frost, der in der Sonne taut dein Körper glüht, dein Atem zittert an meinem Ohr...das Tier, es wittert den Höhepunkt, der alles schließt und sich nun warm in dir ergießt langsam öffnen sich die Hände die sich hielten, bis zum Ende ich bin das Tier in deinem Leben und bin dir ewig treu ergeben ich bin der Wolf und du die Beute doch manchmal ist es, so wie heute kampflos hab ich mich ergeben um dieses Wunder zu erleben ...zum tausendsten Mal ...für meine Frau !
  25. Die Blumen leuchten auf in neuem Glanz, seit wieder Freude wächst im Garten. Ich bind nun einen Blütenkranz, will nicht mehr länger warten, bis mir die Sonne tanzt. Ich hab dein Unkraut ausgerissen und Humor gepflanzt, Tor!

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