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Lieblings Autoren / Dichter

  1. tocoho

    Kleine grüne Oase

    Natur entschwindet für Geld und Gier, drum kämpfen wir im Jetzt und Hier. Ein Pflänzchen hier, ein Pflänzchen da, im Kleinen ist Natur noch da. Ob Garten, Balkon, Terrasse, Raum, wir halten fest an unserem Traum. Die grüne Oase um uns herum, erinnert uns *Der Mensch ist dumm* Zerstört was er zum leben braucht , ist der,der stehts sich selbst beklaut. Erinnern wir, die nach uns kommen . noch ist der Traum nicht ganz zerronnen. Und ist es auch ein Pflänzchen nur , so rettest du ein Stück Natur, für unsere Kinder die dann sehn. Die Welt im Grünen war soooo schön. tocoho 2019
  2. tocoho

    Perfekt

    Perfekt Bist du perfekt, dann geh ich fort und suche einen andern Ort. Such Menschen, die im Leben stehn und immer neue Wege gehn. Mal fallen sie hin, mal stehen sie auf so ist der Menschen Lebenslauf. Perfekt zu sein, ist leer und trist, weil nichts mehr zu erleben ist. Denk drüber nach,denn das macht Sinn wir alle einfach Menschen sind. tocoho Berlin 2019
  3. Der Regenwald brennt Es ist ein Wahnsinn,was geschieht *der Regenwald verbrennt* Die Flamme hoch gen Himmel schießt der Erde Kleid verglüht. Ob Tier, ob Mensch, ob Pflanzenwelt all das was uns am leben hält, im Feuer sich verliert Die Medien schwiegen, sagten nicht *der Regenwald verbrennt* Man hielt die Nachricht lang zurück der Regenwald zu wichtig ist, der Mensch braucht mehr als einen Baum, braucht grüne Zonen, grünen Raum kann so nur überleben. Warum schaun die Nationen weg *der Regenwald verbrennt* Politiker am grünen Tisch, aus aller Welt, beraten sich. wie immer, sich nicht einig sind, sich ignorieren, debattieren, sind ausserstande zu agieren. Die Welt muss handeln, jetzt sofort *die grüne Lunge retten* Wacht auf ihr Menschen allerorts, tragt diese Botschaft weit und fort, es muss sich ändern jedermann, die Menschheit doch nur leben kann, mit Sauerstoff zum atmen. tocoho Berlin 2019
  4. Auf deinem Brunnenrand beim Kornhaus Sitz' ich zuweilen müd' und matt Und erhoffe mir vom Wassergeist Ein bisschen Kraft für diesen Kampf. Kinderschreck warst du den Eltern, Man sagte damals: "Schau hinauf, Bist du nicht artig, frisst er dich." Erziehung ist ein Bösewicht! Mein Vater trägt ein schwarzes Loch In sich seit Kindertagen, jetzt frisst er seine Kinder auf, Dass es einem graust. Wenn meine Schwester anruft, Gähnt sie mich zuerst mal an. Wir möchten in die weite Welt, Doch sind nicht frei fürs Leben. Zwei Königskinder sandte man In diese Mördergrube, Verstehen kann die Menschheit nicht, Wer will, dass grosses Glück zerbricht? Auf deinem Brunnenrand beim Kornhaus Sitze ich und schmiede Pläne, Fallen musst du, das ist klar, Von diesem Sockel falschen Geistes, Zurück ins gute Leben. Und ich, ja ich, Will dereinst sagen: Ich war sein Sohn Und habe überlebt.
  5. Sternwanderer

    Das Parfum

    Das Parfum Alle Kraft entweicht dem Körper müde ist das greise Haupt längst ist Himmels Bett gerichtet und Todes Duft ist das Parfum auf der Haut. © Sternwanderer
  6. Josina

    Gedicht überarbeitet

    Gedicht - überarbeitet! In einige Gedichte spüre ich, leicht hinein lese sie entspannt bei einem Glas Wein., Mit Freude ich sehr viel Zeit beanspruche für schwierige Gedichte meine Schatzsuche Die Goldstücke noch im Verborgenen liegen, deshalb werde ich den Rilke auch immer lieben. Gedichte beschreiben Liebe, Hoffnung, Humor. Die Welt besehen in Worten die stechen hervor Die Geschichte lernt uns besondere Sorge Pflicht. Die Aussage des Wortes hat sehr viel Gewicht. Das Wort schafft Unruhe oder auch Vertrauen. Das Wort kann zerstörerisch sein oder aufbauen. Gedichte enthalten oft aussagekräftige Worte. Erzählen von Menschen und bedeutsame Orte. Gedichte können Fantasie oder Wahrheit enthalten Menschen erheitern berühren unterhalten---------oder zur Verzweiflung treiben Josina @G.J Gersberg Das Leben gibt Dir die Noten vor, das Komponieren liegt bei Dir
  7. Josina

    Elena aus Kasachstan

    Elena aus Kasachstan Sehr viele bittere Tränen sind damals geflossen wie in Trance erzählt mir Elena von dieser Zeit Vater von Beruf Wachmann er wurde erschossen Mutter flüchtete im Alkohol es gab oft Streit Damals in Kasachstan Mit vielen Männern hat die Mutter sehr oft gesoffen vernebelt von dem Alkohol wurde sie rüder Ich war damals fünf war sehr verschlossen Mutter bekam drei Söhne meine kleinen Brüder Damals in Kasachstan Wir Kinder hatten oft Hunger waren viel allein liefen zu den Nachbarn wurden nicht vertrieben Die Nachbarn gaben uns Brot kannten unsern Pein Kinder gehören zu der Mutter hatte die Behörde entschieden Damals in Kasachstan Elena spricht leise ich war erst zehn Wenn meine Mutter ihren Rausch ausschlief Ließ ich die Schultasche im Hausflur stehen Kühe melken Mutters Arbeit dann tat ich dies Damals in Kasachstan Meine Mutter lebt in der Nähe von mir die Brüder kommen so dann und wann wir haben doch nur diese eine Mutter Wissend dabei lächelnd schaut Elena mich an. Heute in Deutschland Josina Das Leben gibt Dir die Noten vor, das Komponieren liegt bei Dir
  8. alter Wein

    Am Rande der Gesellschaft

    Am Rande der Gesellschaft Am Gehsteig eine alte Frau, die Haare strähnig, lang und grau - sie sieht so müde aus, hat sie etwa kein zu Haus? Eine Junge, vielleicht 16 Jahr in der Hand das Handy, klar - schaut mich an mit stierem Blick, änderst du nun mein Geschick? Ein Frau mit Kinderwagen, zweites Kind am Arm getragen - schaut verzweifelt in die Welt, wer gibt mir ein bisschen Geld? Unter der Brücke mit einem Hund ein junger Mann, was ist der Grund? Hat er verloren seine Arbeit, sein Haus, kein Geld mehr - seine Frau warf ihn raus? Wie schnell kann es gehen, dass auch wir am „Rande“ stehen; einmal einen Fehler gemacht alles weg, eh man's gedacht. 16.05.19 © alterwein
  9. Elmar

    Trunkenheit

    Trunken sind die Trunkenbolde dennoch sind aus reinem Golde, ihre Becher die sie kippen, die sie setzen an die Lippen die geschwind hinab sie stürzen, um das Leben zu verkürzen und es dennoch auszukosten, bis das Licht erstrahlt im Osten. Davon werden sie dann trinken ohne darin zu versinken. Heben wird das Licht sie alle, bis sie stehn in jener Halle, da der Wahrheit Wein sie trinken und sie nüchtern niedersinken.
  10. Sternwanderer

    An Mutter Natur

    An Mutter Natur Du umarmst mich mit deiner Stärke Du hältst mich aufrecht mit deinem Mut Du lässt mich trotzen allen Widrigkeiten Nur deshalb lebe ich weiter! Dein Baum © Sternwanderer
  11. Frank Gehlert

    Der Hauch

    Durchdrungen sind all meine Zeilen Von jenem warmen Hauch von dir An feinen Fäden zart gewoben Erfasst mich schleichende Begier Die Muskeln zerren an den Sehnen Bewegen mich in deine Welt Muskeln pumpen Blut durch Venen Ein Hochgefühl das mich befällt Nun tanzen Töne durch die Ohren Bin von deinem Klang verzückt Schmeck den Hauch aus deinen Poren Wie macht mich dieser Duft verrückt Flammen züngeln durch mein Leben Ganz spontan durch dich entfacht Ich würd gar alles für dich geben Die Zungen streicheln sich nur sacht
  12. Sternwanderer

    Formlos

    Formlos Stimmen werden laut - ganz leis' in mir und gebannt höre ich zu - Sie erzählen Geschichten in prosaisch-lyrischer Norm als sie zu den Gedichten kommen kreieren sie 'ne freie Form Ich lasse sie gewähren dränge ihnen kein Muster auf und lasse meiner Fantasie in der Ideallinie ihren selbstbewussten Performancelauf denn Ich bin Ich und bin keiner formvollendeten Norm in der Pflicht DAS ist meine Freiheit oder etwa nicht? © Sternwanderer
  13. Ich war der Junge, Der im Endspiel am Turnier Verlegen keinen Elfer trat, Der Jüngling im Frack, Der nicht ans Steuer ging, An jenem glitzernden Sommertag Im Boot auf dem Maggiore, Verdammt nochmal der Knabe, Der stoisch sitzen blieb im Bus, Als du mich angelächelt hast Wie tausend Sonnen! Und nun steh' ich hier und bin der Held, Der die Schöpfung retten muss! (Doch ich sage danke, nein Und packe dich beim Schopf.)
  14. Leontin Rau

    Voyage Voyage

    Die Mittelmeersonne brennt Auf die Pinien-Rosmarin-Hügel, Cassis liegt längst hinter uns, Doch das Taxi fährt weiter und weiter. Wär' es nicht wahr, wär' es Kitsch, Doch Voyage Voyage findet jetzt Direkt einen Weg Vom Radio in die Seele. Ich sitze vorne, der Franzose fragt: "Tu es malade?" und ich werde traurig. Hinten regiert ein zierliches Mädchen Rothaarig sein kleines Prinzessinnenreich. Neben ihr ein Verehrer, Zuhause der Freund, Funkend die Funken einer Affäre - Und vorne bin ja noch ich! Ein Aufbruch, ein Wagnis, Voyage Voyage, Die Nacht vor der Reise Verbrachte ich wach, Und wär' ich nicht stocksteif, zitterte ich. Weg von der Mutter und die Geliebte Marseille Empfängt dich mit feuchter Wärme, St. Charles, der Tritt aus dem Zug, Und sofort ist klar, dass es gut ist. Das rothaarige Mädchen lässt sich von mir Beim Bikini-Kauf verlegen beraten, Und später am Strand empfängt es mein Kompliment Für seinen Hintern wie süsse Kirschen. Dies ist ein Anfang, doch der Weg ist noch weit Und das Mädchen geht einen ander'n, Voyage Voyage, ich bin schon gespannt, Wann dieses Lied wieder erklingt. Desireless - Voyage Voyage https://youtu.be/6PDmZnG8KsM
  15. Behutsalem

    Nachgefühl

    Sein Reigen zieht sich wie ein roter Faden und strickt das Muster der erlebten Zeit. Es währt nichts für die Ewigkeit, so bedacht, bewahrt es vor enormen Schaden. Vom Lackschuh übrig bleibt kein Glanz, der Glamour liegt abgebröselt am Parkett. Im Spiegelsaal bricht das am Tablett servierte Wort zum Scherbenmeerdilemma. Selbst ein Frack würd' sich jetzt nicht mehr lohnen. Zu Edelbitter ist der Werdegang, im Nachgefühl verstummt der Klang und tanzt den letzten Tanz der Emotionen.
  16. Noster

    Hamme

    Der Himmel taumelt und die Pfade schwingen schwer. Ein Fennwind fegt – ein Fauchen durch die Gräser, da zieht ein Braun – ein Grauen durch das Erdenmeer – den Strich und Schleifen hin zur weiten Weser. Mir schwanken Grund und alle Gründe Schritt für Schritt, im Herzen klingt es träge, klingt es trüber. Der Teufel singt ein Stück und ich, ich sinke mit auf bangem Gang zur Hamme und hinüber.
  17. Behutsalem

    Vermögend

    Ich verwühle mich in deinen Kleinigkeiten, in diesem unerschöpflich reichen Repertoire aus winzig kleinen, wohlgeformten Seelentropfen in das, was von Beginn an immer wertvoll an dir war. Es ist nicht jeder Tag mit dir der gleiche. Du fächelst so viel Kunterbunt in meine Welt. Und mit der Frischluft deiner Herzlichkeiten, verweht die Angst in mir, die mich gefangen hält. Du schreibst auf ganz besondre Weise mein Leben neu und gibst ihm wieder Sinn; und im Erlesen deiner inn'ren Werte begreife ich, wie reich ich durch dich bin.
  18. alter Wein

    Wolkenzug

    Wolkenzug Wolken zieh’n am Firmament - keiner ihren Ursprung kennt, lautlos immer weiter, die treuen Himmelsgleiter. Ich lieg‘ im Gras, den Blick nach oben, Gestalten werden schnell verschoben. Jetzt seh‘ ich einen Reiter, ein Kind läuft immer weiter. Von hinten kommt ein Krokodil, der "blaue See" ist sein Ziel. Auch ein paar Schwäne kann ich seh‘n am Himmelszelt spazieren geh‘n. Die Sonne löst das Wolkenkind, das Blau des Himmels Zutritt find. Die Lerche steigt mit frohem Schall hinauf in dieses Himmels All. Sind wirklich WIR der Erde Kern? glauben es - und wollen gern den Schöpfer oft vergessen! 21.11.2018 © alterwein
  19. Tiren

    Raureif

    Raureif Ich weiß was ich suche. Ich weiß was ich begehr, doch vor dem was ich finde fürcht' ich mich sehr So kommt's dass ich leide Bis es geschieht Ich will dass wir beide uns endlich finden Wann werd ich ausbrechen, meine Zeit rächen, die ich so sehr verschwendet, mir selber entwendet, alleine verbracht hab, nicht einmal gelacht hab, mich lange gequält, doch niemals geschält, meine Haut die mich bindet, und niemals verschwindet, als würde sie kleben, an ein einsames Leben?
  20. Behutsalem

    Liebeslied

    Liebeslied Oh, welch himmlisch Jubilieren: Es legt sich der Tag in unser Sein: der verträumt zum Licht geneigt sacht und gnädig uns begrüßt. Als würd‘ er seinen Schleier heben, der am Morgen tausilbern glänzt. Sein Odem, der uns Leben schenkt, kitzelt leicht an meinen Füßen. So atme ich den Morgen ein, frei gefühlte Lebenslust. Mit dir durch diesen Tag zu gehen, rührt wie ein warmer Seelengruß, den ich beherzt in deine Hände lege.
  21. Carly

    Unsere Masken

    Jeder hat eine Maske hinter der er sich versteckt niemand ist vollkommen frei innerhalb konstruierter Konventionen wir selbst sind längst vergessen vergessen wir uns selbst versuchen andere zu hintergehen hintergehen uns doch selbst Masken sind wie Schatten die uns vor dem Licht der Sonne verstecken lassen es sind unsere Masken, die wir tragen sehen das Licht nicht mehr doch hinter all dem hinter dem Schatten und der Maske ist unsere Menschlichkeit verborgen verborgen vor den Augen anderer unsere Augen sehen nicht mehr draußen bleibt uns die Welt verborgen und wir trauen uns nicht uns selbst wiederzufinden
  22. Leontin Rau

    Leben unter der Saugglocke

    Auf halbem Weg steckengeblieben, Die Enge brennt sich ein. Was nach aussen nicht zappeln kann, Verursacht im Innern ein Chaos. Getrennt vom ureigenen inneren Ton, Von der formgebenden Kraft der erdenden Wurzel, Erhält das Aussen ein grosses Gewicht Und einen verbiegenden giftigen Einfluss. So wächst du heran zu einem wandelnden Witz, Unfassbar und unverbindlich. Du schützt dich mit Wänden aus Glas. Ein Zaungast des Lebens, ich warte. Warten kann ein Mensch lange. Doch irgendwann bahnt sich das Leben den Weg. Was nicht strampeln konnte, Nicht gelacht, getanzt, gesündigt hat, Sieht man dir plötzlich an! Ein Körper, wie ein geprügelter Hund, Eine krumme gespannte Feder, ein Springkraut. Doch niemand kommt, berührt dich Und freut sich daran, was geschieht. Das Gesicht kriegst du wieder hin. Ein Buddha-Lächeln auf einem fleischgewordenen Notruf. Welches von beidem die Wahrheit ist? Jeder sieht sofort, dass etwas nicht stimmt. Das Leben bahnt sich weiter den Weg, Die mächtigen Ströme im engen Flussbett Versetzen dich lange in enorme Angst, Und auf der Flucht bist du letztlich vor dir. O Tapferkeit des Menschen! - ein gutes Stück Steht zum Glück auch mir davon zur Verfügung. Ich beginne zu wagen, sterbe dutzende Tode, Gebe auf, was die Seele zu sein scheint. Und in grosser Not zeigt sich dann, Dass mutiges Aufgeben sich lohnt, Die Planken des engen Flussbetts Waren dir lieb, aber hinderten dich. Manchmal bin ich jetzt schrecklich. Verströme die göttlichste Liebe Um im nächsten Moment dein Gesicht zu zerkratzen. Du siehst es mir nach. Denn ich kenne es nicht, Das Spiel mit Nähe und Abstand Mit sachter Abwehr und süssester Öffnung. Denn jahrelang war ich gleichförmig nett. Es ist mir ein Rätsel, wie ihr es anstellt, Euch trotz dieses Wechselstromes zu vertragen, ja lieben. Wahrscheinlich gerade deswegen? Ich weiss es nicht, aber forsche weiter, Forsche und wage, Beharrlich bis dass, Ja bis ich endlich mit euch bin, Ich auch.
  23. Leontin Rau

    Die Tessinerin

    Ein ferner Herbst mit Sommervögeln Zieht durch mein Erinnerungsland. Blätter, die von Bäumen segeln, Ein Baum, der seine Sehnsucht fand. Bibliothek, Caféteria und Bus, Wir begegnen uns nicht selten. Da ist der Mann, der handeln muss, Der schüchterne Knabe, uns trennen Welten: Ich kreise um ein düsteres Loch - Du frönst den wohligen Wonnen des Seins, Treffpunkt unmöglich - und ein flüsterndes Doch: Irgendwo sind wir zwei eins. Eines Nachts zeigst du mir deine Kleider im Traum, Stück für Stück und allerheilig, Purpurrot, ich atme kaum, Mein Herz schlägt hart und eilig. Weshalb nur war ich nicht bereit? - Das wissen nur die Götter. Was mir noch bleibt, ist Hoffnung, Zeit Und prächtiges Herbstwetter!
  24. Kein Stein bleibt ewig Stein. Auch er wird einst zu Staub. Kein edler Eichenbaum hält ewiglich sein Laub. Kein Wasser, kühl und klar, das nicht als Bach verrinnt. Kein Mensch bleibt alle Zeit ein unbeflecktes Kind. Wer bist du, der du sagst, die Welt blieb immer gleich? – Wer Bettler ist, bleibt arm, wer König ist, bleibt reich? Wer bist du, der du meinst, es bliebe alles stehen? Denn alles muss einmal entstehen und vergehen! Denn alles ist perfekt, wenn’s in die Ewigkeiten Bereit ist, ist befreit, mit frohem Mut zu schreiten! LG Cheti, vormals Mesochris
  25. Nach längerer Abstinenz habe ich mich in diesem Gedicht (zum zweiten Mal) mit dem skaldischen Versmaß "Dróttkvætt" auseinandergesetzt.: An die Nacht Rabenrufe loben Ruhig die dunkle Stunde, Wenn die Geister wandern, Wachend, schaurig lachend. Heiser heult im alten, Hundertjähr'gem Schlunde Waiser Haineswesen Wind, er lockt die Kindlein. Tränen, Tropfen hüpfen – Tanz im Mondesglanze – Armer Schimmer Erben Aus dem Sternenheere. Golden war ihr Garten; Grau nun, matt von Schatten. Lichter löscht die Nacht aus – Leben bringt ihr Klingen. Zwischen Zweig und Büschen Zeigen sich Gesichter Aller Zauberalben Oder wohl des Todes. Wild erstrahlt im Walde, Was wie Glutes Blute Hell den Hain bewohnet: Hauch der Meeresperlen. Pfeifend zieht am Pfade, Pferdgezogen, her die Kleine Kutsch im Matsche – Klamm von Wasserflammen. Trotz der tristen Lasten, Trällernd froh und gellend, Fährt der Droschkenführer, Für die Schwingen singend: »O du schöne Ahnin Aller weiten Zeiten, Welche alte Welten Wahrhaft schön bewahrten, Schütztest meinen Schatze Schon seit vielen Monden; Hieltst mit kühlen Hüllen Heiß, was lange pranget. Schätze sind den Schändern Schier Gold und Saphire, Nur des Neids (Ge)Schwüre, Nichts ist mehr im Herzen; Meines merkt die Sehnsucht – Marter, brennend Trennung! – Sehnsucht nach dem sanften, Süßen Mund der Wunder. « __________________________________________________________________________________________ Zur Erläuterung des Dróttkvætt-Versmaßes: -> Beginn einer betonten Silbe -> Stäbe (Stabreim) -> Binnenreime -> {Kenningar; ~Metaphern} An die Nacht Rabenrufe loben Ruhig die {dunkle Stunde, Wenn die Geister wandern,} Wachend, schaurig lachend. Heiser heult im alten, {Hundertjähr'gem Schlunde Waiser Haineswesen} Wind, er lockt die Kindlein. {Tränen, Tropfen hüpfen – Tanz im Mondesglanze –} Armer Schimmer Erben Aus dem Sternenheere. {Golden war ihr Garten;} Grau nun, matt von Schatten. Lichter löscht die Nacht aus – Leben bringt ihr Klingen. Zwischen Zweig und Büschen Zeigen sich Gesichter {Aller Zauberalben Oder wohl des Todes.} Wild erstrahlt im Walde, Was wie Glutes Blute Hell den Hain bewohnet: {Hauch der Meeresperlen.} Pfeifend zieht am Pfade, Pferdgezogen, her die Kleine Kutsch im Matsche – Klamm von {Wasserflammen.} Trotz der tristen Lasten, Trällernd froh und gellend, Fährt der Droschkenführer, Für die {Schwingen} singend: »O du schöne Ahnin {Aller weiten Zeiten, Welche alte Welten Wahrhaft schön bewahrten,} Schütztest meinen Schatze Schon seit vielen Monden; Hieltst mit {kühlen Hüllen} Heiß, was lange pranget. Schätze sind den Schändern Schier Gold und Saphire, Nur {des Neids (Ge)Schwüre,} Nichts ist mehr im Herzen; Meines merkt die Sehnsucht – Marter, brennend Trennung! – Sehnsucht nach dem {sanften, Süßen Mund der Wunder. «}
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