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  1. Der Alte mit dem Akkordeon saß auf einer Kiste, spielte - das Instrument gewohnt zwischen den Händen - leisen Musette vor gläsernen Wänden. Passanten schoben wie scheu sich vorbei. Unrasierte, Gutsituierte, Auf- und Abgeblühte, müßig wie getrieben, einige mit Groschenmitleid. Mit lächelnder Miene blieb eine Alte stehen, verlor wiegend sich in Wellen von hellen und dunklen Klängen aus längst versunkenen Tagen. Vielleicht im Frühling ersten Glücks mit Blütenduft und Bienensummen, mit heiterem Mädchenlachen. Der Alte sieht ihr zu. Unverhofft begegnen sich zwei Augenblicke. Sekundenlang im Lächeln gebannt, erschrickt sie - läuft hastig davon. Hinter den Runzeln hat er ein Mädchengesicht wahr genommen. Aufseufzend spielte er den Walzer hauchzart verklingend … zu Ende.
  2. Der Ogurbayzer, denkt sich och, bohr in die Tür, ich mir ein Loch; kann ich von drinnen, wunderschön, da draußen, auf das Chaos sehen. Er denkt dann gerne an die Zeit, als er geboren, doch ist die weit; da war die Umwelt, so noch nicht, hatte ein freundliches Gesicht. Da war nicht dieses große Singen, dass einem schier die Ohren klingen; da waren vier Jahreszeiten da; in Stille traut und wunderbar. Da war das Leben, noch bequem, man konnte in die Schule gehen; und sich am Freitag, ohne Reuen, noch auf das Wochenende freuen. Da fuhr man baden, mit dem Rad, hatte manch anderes, noch parat; das Fußball spielen fällt ihm ein, das fröhliche Zusammensein. Die Streiche, die man ausgeheckt, die Höhlen, wo man sich versteckt; mit kleinen Händen, selbst gebaut, da hat man sich, was zugetraut. Die Alten ließ man noch in Ruh, das Altklug sein, brach ein Tabu; man ließ sie ihrer Wege gehen, griff niemals ein, in ihr Geschehen. Man hatte, keine Lust dazu, natürlich sah man ihnen zu; bekam dabei, was für das Leben, sprich später, auf den Weg gegeben. Man konnte selbst, das sah man ein, nicht klüger, als die Henne sein; man hat stattdessen, noch gelernt, auch sich noch nicht, so weit entfernt. Man wollte nur, ganz ohne Fragen, der Alten Fahnen, weiter tragen; da war es noch, mal so gesehen, total entspannt, das Zeitgeschehen. Anders das Treiben, draußen jetzt, da fühlt man sich, total gehetzt; das ist ja nicht, zum mitansehen, wie die da, auf der Straße stehen. Man greift ein Pflaster, klebt im Nu, das Loch der Türe wieder zu; fühlt sich dann, ruhig, ganz befreit, behütet, wie zur Kindeszeit.
  3. Sternwanderer

    Im Bann der Träume

    Im Bann der Träume -* -* -* -* -* Träume in der Nacht -* -* -* sinken ganz sacht -* -* aufs taubenetzte Gras -* -* -* gebannt ich auf der Wiese sitz -* -* -* umtanzt von goldnem Funkellicht * das mir alles und nichts verspricht -* -* -* -* -* -* -* ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- von Liebe, Frieden, Seelenheil, auch ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- des Lebens Wahrheit, ohne Sonderteil -* -* -* -* -* --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- der Träumerei geb ich mich gerne hin --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- und hoff zu finden meines Lebens Sinn. -* -* -* -* -* -* © Sternwanderer
  4. Wenn auch einstmals klopfet an, Gevatter Tod, der sich besann, Dich höchstselbst zu holen heim, vielleicht bist längst ja schon allein...? So überlege doch nicht lang, geh' wehrlos mit den letzten Gang, sei fest im Tritt, Du bist befreit, von Daseins Selbstverständlichkeit, wohl möglich, dass es viel gegeben, in Deinem viel zu kurzen Leben, den Jahren, die Du auf der Welt, was vielen Leuten, nicht gefällt. Sei doch versichert, so wie Dir, geht es ganz vielen – ja auch mir! Sein Leben nicht umsonst zu leben, das ist's wonach die meisten streben. Wenn Du geblickt auf all die Zeit, voll Freude nur und Heiterkeit, glaub mir, es ist ein Top-Gebot, holt Dich dann ab Gevatter Tod... Fazit: Für jeden von uns heißt’s mal geh’n, wen es betrifft, wird vor uns seh’n, ob sie mit Krach oder ganz leise, wird kommen einstmals diese Reise! © Uschi R. Holtdichdannab.mp4
  5. Ich weiss, es schaut von weitem so aus, als ob ich tapfer nach vorne stürm’ Im Irrgarten in die Mitte lauf’ Und den Feind mit bloßen Händen erwürg’, Aber in Wahrheit steh’ ich still Und meine Seele blieb ohne Fang Ich weiss, dass ich irgendwen lieben will Aber auch niemanden zu lieben verlang Die Tage sind eben kurz und die Nächte lang Ich weiss, manchmal ist mein Lächeln falsch, Aber die Bürde ist dann einfach zu schwer Ich bin heut’ ein Künstler - wie schon damals, Doch dass ich was zu sagen hab’, ist schon lange her Deshalb schweig’ ich lieber vor mich hin Und hör’ der Nachtigalls einsamen Gesang Ich hab’ oft bestreitet, wer ich wirklich bin, Vielleicht find’ ich mich selbst ja irgendwann Bis dahin sind die Tage kurz und die Nächte lang Ich weiss, das stille Wasser ist nicht schuld, Aber manchmal ertrag’ ich nicht, was ich darin seh’ Ich steinige es in meiner Ungeduld Und ertränk’ mich danach im schmutzigen See Ich weiss, dass da noch and’re sind, Im Akt der Güte brech’ ich denn Damm, Dass jeder sich seine Freiheit nimmt - Vielleicht bin ich ja morgen dran Die Tage sind eben kurz und die Nächte lang Ich weiss, ich bin nicht immer allein, Aber ich hab’ zu viele verloren Manche wollten nicht mehr mit mir einsam sein And’re wurden neugeboren Ich seh’ wie du ein and’res Herz bestellst - Mit Hingabe siehst du sie an Ich sag dann immer zu mir selbst, Dass ja auch ich mich zu übersehen begann Die Tage sind eben kurz und die Nächte lang Ich weiss, irgendwann find’ ich vielleicht jemanden, Oder ich bin einfach für was and’res geboren Wann kam mir nur die Bestimmung abhanden? Wann habˋ ich mir zu lieben abgeschworen? Vom letzten Versuch getrieben, hoch zu fliegen, Lieg’ ich tot am unt’ren Ende vom Hang Alles was ich seh’ sind Geier und Fliegen - Ich bleib liegen ohne Drang Die Tage sind eben kurz und die Nächte lang Ich weiss, ich bin ein Pessimist Der schreibt, was er selbst nicht versteht Es ist nur eine Vorbeugung, falls man mich vergisst Und plötzlich niemand mehr neben mir steht Deshalb geh’ ich lieber vor allen and’ren, Umarme jeden als frierender Mann Im Dunkeln geh ich dann auf den Strassen wandern Und hinterfrage, weshalb ich mich im Spinnennetz verfang’ Die Tage sind eben kurz und die Nächte lang Ich weiss, irgendwann wird man nicht mehr nässer Auch wenn die Engel weiter auf mich weinen Alle sagen mir, bald werde es besser Aber ich weiss nicht mal, was sie damit meinen Ich nick dann einfach und glaub’, ich sei verrückt Halt’ verzweifelt den eig’nen Körper stramm, Doch die Melodie hat mich schon lange erdrückt, In den Nachtigalls Gesängen Bann Die Tage sind eben kurz und die Nächte lang Ich weiss, vermutlich liest keiner dies’ Gedicht Das Augenmerk spielt eben nur bei Scheinwerfern Und falls doch, versteht man die Bedeutung nicht Oder fängt sich ab dem Licht an zu nerven Vielleicht verlang’ ich auch einfach zu viel Wie von der Nachtigall, die nie für mich alleine sang Vielleicht ist das nur ein obligates Spiel, Aber ich spiel kein Spiel, das ich nicht gewinnen kann Die Tage sind eben kurz und die Nächte lang
  6. Oilenspiegel

    Technikgeschichte

    Ein Traum von einem ... Das spiegelt nicht die Sonne in Metallicteilchen. Das nennt sich ehrlich dunkelblau. Das macht nicht elektronisch leise „klick!“, das rummst gehörig, wenn die Tür zuschlägt. Das jault gehässig in den Ohren, du startest mit Gefühl und angespannten Muskeln. Das ebnet längst nicht wolkengleich die Löcher aus, die du bei sechzig nicht umschiffen kannst. Das säuselt nicht aus zwölf versteckten Boxen. Das brummt und trommelt selber mit. Das gaukelt nicht totale Sicherheit. Das zeigt dir deine Endlichkeit. Das heißt nicht Wagen. Es ist nur AutoMobil. (aus 2010)
  7. rth01

    Liebe ist ein Roman

    Liebe braucht Zeit, Liebe verlangt, Liebe tut weh. Doch wenn sie wahrhaftig ist, gibt Liebe zurück. Liebe hält an, Liebe gibt Kraft, Liebe ist nie auf den ersten Blick.
  8. Margarete

    der einsame see

    ich sitz an seinem ufer und schau den wellen zu die leise drüber eilen ohn rast und ohne ruh und bei dem spiel der wellen denk ich so gern an dich und frage mich im stillen ob du auch denkst an mich? ich sende mit den wolken die wandern über mir dir viele tausend grüsse wünscht mir, du wärest hier
  9. Amadea

    Dunkel wars, denn es war finster

    Fest im Birkenhain und finster steht im Unterholz ein Ginster. Sichtschutz bietet er für Gangster. Alle sind heut' mit dem Hengst da. Plötzlich geben sie die Sporen. Silvervalley scheint verloren. Silbern scheint der Mond und helle, Gold winkt heute auf die schnelle. Peng, sie flüchten und sie johlen, jemand hat das Gold gestohlen. Weiter geht es dort am Fluss lang Hufgeklapper, wilder Mustang. Großes Fest im Hain am Ginster. Dunkel wars, denn es war finster. Plötzlich stoppt ein Mann mit Kappe und entsetzlich großer Klappe diesen Haufen wilder Reiter. ,,Halt, so kommen wir nicht weiter! Only one way, one Dairäktschen! Please, nochmal Mustang zwei auf Position drei uuuund Äktschen!"
  10. Federtanz

    Vergebung in Klammern

    Ein paar Gedanken und Gefühle beim Wäsche aufhängen Eine Frau bin ich die dir die Wäsche wäscht die nassen endloslangen Leinentücher hängen wie meine zu junge Haut an meiner Seele und wollen trocknen wie die tränen einer Frau die dir die Wäsche wäscht und Gott weiss von dieser Schuld sag aber nicht ich sei schmutzig nein ich trage kein blutiges Hemd habe keinen getötet ausser mich selbst Hinter jeder Falte Wut Einsamkeit Liebe Schuld Unschuld eine Klammer die uns hält
  11. janosch

    Glitzernde Tränen

    Mein Blick ist leer Dein Glas ist voll Du tanzt am Abgrund Würdevoll. Ich will mich finden Such nach Gold So fand ich dich Ungewollt. Im Wasser glänzt Was tief verborgen Dort willst du sein Wohlgeborgen. Ich weine Und die Stadt Wirft feine Lichter In Die Nacht.
  12. Ms. April

    Wenigstens eine Nuance.

    Gefangen in Gedanken, verspüre kein Verlangen, keine Lust auf das Klavier, ich will doch nur hinfort hier. Darf nicht sein wie alle Freunde, ist egal was ich versäume, meine Gesundheit sich wehrt, die Welt mir den Rücken kehrt. Muss Türen absperren, muss Dinge abklären, muss selbst verzichten, Freunde berichten. Werde nun vom Schicksal bestimmt, hatte den Berg doch erst erklimmt, ich bitte um eine Chance, wenigstens eine Nuance.
  13. Melda-Sabine Fischer

    Hä...?

    Hä…? Beim Reden, da entfährt uns jäh, in unsren Sätzen oft ein „Äh…“. Auch macht ein „Mhm…“ und auch ein „Hä...?“ den Dialog zuweilen zäh. Ein „Nee...!“ kann man im Rheinland hören, es gibt auch jene, die drauf schwören, dass man mit „Woll…?“, ganz ungeniert, beim Satzaufbau zum Schluss brilliert. Ein „Wat…?“ geht auch, wenn man erfragt, was hat der Mensch mir grad gesagt. Und auch ein „Odr...?“, das hat Reiz bei einem Redner aus der Schweiz. Der Linguist fragt sich entsetzt, warum man Sprache so verletzt. Er forscht in seinem Sprachlabor, das Ganze kommt ihm Spanisch vor. Doch findet er sehr schnell heraus, dies sieht nach Füllstoff-Hülsen aus, die man beim Sprechen sinnvoll nützt und so das Hirn beim Denken stützt. Es gibt auch „halt…“ in manchem Satz, auch dieses sucht sich seinen Platz, wenn konzentriert man sich besinnt, wie man die Wortwahl weiterspinnt. Es geht auch „Weißte...?“ gut am Ende, damit erzeugt man dann behände für einen Fakt die Qualität, damit´s auch jeder Depp versteht. „Nicht wahr…?“ ist drum genauso nützlich, denn diese Hülse dient grundsätzlich dem selben Zweck wie dieses „Weißte...?“ als Zusatz, der das Wissen speiste. „Aha…“ wär´ hier noch zu erwähnen, das hört sehr häufig man von jenen, die scheinbar Interesse zeigen, doch wünschten sie, du würdest schweigen. „Nicht möglich…“ stößt ins gleiche Horn, man sagt`s am Schluss und niemals vorn. Man zeigt damit dem Sprecher an, dass man ihm das nicht glauben kann. Ich will mich jetzt mitnichten zieren, auch mal ein Beispiel anzuführen. Wohl dem, der ein Exempel hat, der Leser fragt jetzt sicher: „Wat...?“ Ludmilla, 16, trieb es bunt! Der Frauenarzt, er tut ihr kund, dass er ein Embryo erspäh´, es folgte ein verdutztes „Hä…?“ Das Outing quälte sie unsäglich, ihr Lehrer rief abrupt: „Nicht möglich!“ Ihr Bruder, den´s nicht int´ressierte, die Nachricht mit „Aha“ quittierte. Die Eltern reagierten: „Nee...!“, man denkt an Enkel, die in spe recht wild durch einen Essraum toben, der Umstand ist nicht recht zu loben. Die junge Mutter ist ´ne Dreiste, erklärt den Sachverhalt mit „Weißte…?“, plus viermal „halt“ in ihren Sätzen, der Eltern Schreck folgt ein Entsetzen. So sei es stetig unser Streben, sich gutem Satzbau hinzugeben. Doch kann es auch Verzweiflung bringen, wenn wir akut um Worte ringen. „Woll…?“ @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben - Bekloppt ist 88"
  14. Dreizehn verstummte Gestalten bei Nacht Ein kaltes Herz dazwischen Das ihre Schemen zu Menschen macht Und du stehst daneben und blickst sie nur an Weil dein Fragen ihr Schweigen nicht brechen kann Wenn du zu leise bist Dreizehn verregnete Hochsommernächte Eine wohliges Ohnmachtsgefühl Für die launenhaften Wettermächte Und du sitzt am Fenster und blickst in das Prasseln Und lässt sie dein liebliches Lächeln vermasseln Wenn du zu leise bist Auch ich will den Dämmen das Brechen verwehren Auch ich will den Fluten das Steigen erschweren Auch ich bin verloren wenn ich in ihnen schwimme Bitte schenk mir deine Stimme Weil ich zu leise bin Dreizehn vertrocknete Fensterbankpflanzen Ein gekipptes Fenster daneben Lässt den Wind ihre Blätter zu Boden tanzen Und du sitzt daneben und gießt sie nicht Obwohl ihr Anblick dein zaghaftes Herz zerbricht Wenn du zu leise bist Dreizehn verschlossene Wohnzimmertüren Ein kalte Stille auf dem Flur Lässt dich die fehlende Offenheit spüren Weil sie dort sind und trotzdem dein Klopfen verdrängen Und dein Dasein nicht ausreicht um Mauern zu sprengen Wenn du zu leise bist Auch ich stehe hier und ich rufe seit Tagen Auch ich kann die Gleichgültig nicht ertragen Auch ich bin gefesselt an lieblose Orte Bitte schenk mir deine Worte Weil ich zu leise bin Dreizehn verdrießliche Alltagsgesichter Mit dem Rücken zur Wand Im Schatten ihrer trüben Nachttischlichter Du funkelst sie mit zornigen Augen an Weil dein Funkeln die Schatten nicht ausleuchten kann Wenn du zu leise bist Dreizehn Flaggen am Fahnenmast Flattern um die Wette Weil die Farbe der Welt nicht zur Fahne passt Und die Flaggen haben ihren Nutzen verkannt Deshalb stehst du allein und verachtest dein Land Das zu leise ist Auch ich will Toleranz und Hoffnung zurück Deshalb stehe ich hier und versuche mein Glück Auch ich bin gefesselt und spüre den Schmerz Bitte schenk mir dein Herz Weil ich zu leise bin
  15. Nachts reden Ich wollte schweigen doch ich denke so hörst du mich nicht also frage ich dich und du hörst mir zu ich würfle bald hörbar ein paar Worte fallen deine Augen zählen die Gefühle auch die verschatteten an den glattgeschliffenen Seiten und an einem Punkt hören wir auf uns zuzuhören und zu sehen vergeblich suchen die Nachbarn nach uns doch wir sind verschwunden Du küsst meine jungen Tränen und eine dunkle Locke landet an deinem Mund
  16. S c h l a n g e n s a u r i e r 13 Der Orbit voller Müll Raumschiffe räumen auf Der Schlangensaurier macht A L L E S
  17. Kerstin Mayer

    Fremde Seele

    Fremde Seele Die Nacht ist kalt und voller Sterne, ich fühl mich so allein. Mein Blick schweift weithin in die Ferne, trink wieder zu viel Wein. Ich hab ein Loch in meiner Seele, nur Leere tief in mir. Das Glück, das ich mir manchmal stehle, ist lang schon nicht mehr hier. Ich möcht so gerne etwas fühlen, doch ich bin tot und leer. Ich sitze zwischen allen Stühlen, mir ist das Herz so schwer. Ein fremder Mensch in meinem Spiegel, weiß nicht mehr wer ich bin. Ein kranker Geist mit Brief und Siegel, ein Leben ohne Sinn. © Kerstin Mayer 2021
  18. Perry

    am ende der nacht

    erstaunlich wie du jeden tag neues ersinnst es gelassen an die wand pinnst doch was passiert wenn dir nichts mehr einfällt wirst du dann vor anker gehen und abends am tresen stehen längst hast du dich sattgesehen an lockigen haaren und tollen figuren greifst öfter nach den würfeln spielst um dein leben der tod wirft hohe zahlen doch du rettest dich mit einem pasch auf dem nachhauseweg fallen dir kastanien vor die füße zeigen ungeniert ihre blöße du greifst nach dem dunklen gold fädelst es zu einer kette und hängst sie der morgenröte um den hals
  19. Amadea

    Wölfin verrissen

    war ein Six- Pack kaufen hab mir ne Wölfin gelaufen bin noch ganz wund im Schritt musste ich dringend pissen hat mich das Biest voll gebissen - nur Mist von sich gegeben hab ich ungelogen blitzschnell ihr gehörig das Fell über die Ohren gezogen war blabla wischi auch waschi verdreckt hab ich darob und soeben den ganzen Haufen verrissen - in den Reizwolf gesteckt. Hab noch viel Harm bin nicht ganz fit wegen der Gase (Problem mit Reizdarm und - Sprechblase) hab ich einfach leicht angewinkelt ihr mal gehörig ans Bein gepinkelt jetzt sind wir quitt! - kann nun in Ruhe weitersaufen Prost Männer!
  20. Melda-Sabine Fischer

    Das Auge isst mit...

    Das Auge isst mit Ein Teller, der sehr schön verziert und den man dir zum Mahl serviert, der fördert deinen Appetit. Das Auge, weiß man, das isst mit! Wer nur den Fraß aus Tüten frisst, erfährt nie, wie es wirklich ist, wenn man die Speisen dekoriert. Das Auge fühlt sich ausrangiert. Es zwingt abrupt ´ne kalte Platte, kredenzt mit einer toten Ratte, dir kreischend ein „Igitt“ heraus, das Ganze ist kein Augenschmaus. Die Pflaumen scheinen reif und süß, sie sind die Krönung des Menüs. Doch hat Gewürm sich drin verirrt, da hat dein Auge sich geirrt. Ein Krokodil am fernen Nil, das glotzt nur blöd und tut nicht viel. Es schaut sich um nach ´nem Tourist, weil es zu gern Touristen frisst. Dort weilte auch Hans-Gerd, mein Schwager, doch schien er dem Reptil zu mager als er beherzt ans Ufer tritt. Auch Kroko-Augen fressen mit. Es hofft im Bachlauf eine Kröte, dass baldigst sich ein Festmahl böte. Ein Heuschreck hüpft besonders kühn am Bach herum in sattem Grün. Die Kröte meint: „Dich fress ich nicht, du hast ein scheußliches Gesicht“, worauf der Heuschreck weiter schritt. Auch Krötenaugen essen mit!“ Du kaufst ein Auto, schön poliert, das man als „neu“ dir präsentiert, doch in der Tat war es ein Wrack, da war dein Auge nicht auf Zack. Ein Mädel wandelt dir voraus, von hinten sieht sie knackig aus, der erste Eindruck war gewaltig, nur wirkt von vorne sie recht faltig. Dein Lustgefühl versinkt ins Koma, denn jene Maid war deine Oma. Verschwunden ist dein Appetit, dein Auge isst jetzt nicht mehr mit. Du buchst zu einem hohen Preise nach Montenegro eine Reise. Die Unterkunft scheint superschick, zumindest auf den ersten Blick. Das Auge aß begeistert mit, bis eine Maus durchs Zimmer schritt und auf dem Bett, das war der Haken, lustwandelten die Kakerlaken. Die Optik ist an sich sehr wichtig, doch manchmal täuscht sie uns auch tüchtig. Es trügt uns oft der schöne Schein, dann fällt auch mal das Auge rein. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 6 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben - Neue Albernheiten"
  21. Diana Tauhwetter

    Papiersoldaten

    Papiersoldaten Stramm und starr, so steh’n sie da. Fein aufgereiht in Reih‘ und Glied im fremden Stahlregal-Gebiet, dem Hinterausgang doch recht nah. Verstaubt, vergilbt, verblasst, vergessen, und dennoch warten sie auf ihre Kür. Sie machen ewig Rast entlang der Tür, so wie es gilt als angemessen. Lieblos sind sie abgestellt, hinfort ins allerletzte Eck, mitsamt des knitternden Gepäcks, das faltig aus dem Innern quellt. Die schwarzen Mäntel einst so glanzvoll, sind heute nur noch grau und bleich. Das grelle Licht hat sie durchweicht. und Tinte ziert das Protokoll. Das einst‘ge Weiß der glatten Körper, ist heute gelblich und geknickt, da es zu oft die Sonne hat erblickt. Ja, Helios mag Zerfall befördern! Und auch die silbrig-glänzend Hebel, der zwei Ringe an jed‘ Stück, wurd‘n längst nicht mehr gedrückt. - Zurück vom General zum Feldwebel. Ja, ohne Sinn und ohne Zweck steh’n sie da und warten, mit beschrifteten Standarten, als dass der Reißwolf an ihn’n leckt. Brauchen tut sie keiner mehr, doch wegwerfen wär‘ ein Vergeh’n. denn vielleicht hat man was überseh’n, was von Bedeutung wiegt so schwer. Drum steh’n sie einfach nur so da und fristen ihre sinnlose Präsenz dahin bis zur Büro-Demenz. Tag für Tag für Tag. Sie warten auf ein letztes Mal, dass sie werden noch gebraucht. Doch die Zeit, sie ist verbraucht. Und so steh’n sie stumm im Saal. Aber halt! Auf der Frontseite da unten, befindet sich ein rundes Loch, das so leer ist immer noch, doch gefüllt kann werden ab sofort mit kunterbunten Blumenstielen, die freudig dann umspielen diesen tristen Aktenort. Rote Nelken mögen nie verwelken, und stattdessen Sinn verleih’n in den schier endlosen Reih’n. Von Papiersoldaten.
  22. Perry

    stapellauf

    habe landkarten studiert um den passenden ort zu finden letztlich lande ich immer an der küste eines wellenden meers hisse meinen hut als weiße fahne für die letzte kapitulation auf dem schreibtisch stapeln sich zettel voller randnotizen zu alten geschichten mit neuen ausgängen erdacht auf dem markt der täglichen eitelkeiten geschrieben bei nächtlichen gelagen unter der sonne des spätsommertags halte ich ausschau nach klingenden freudefunken von sektgläsern in den tag gestreut bis schwerer wein in bauchigen karaffen den abend einläutet
  23. LisaN

    Meiner missratenen Muse

    Es kann wohl nicht Erato sein, die mich so zärtlich küsst, wenn ich Gedichte konzipier, sie rhythmisch aufbau’n müsst. Das muss ’ne andre Muse sein, die alles längst vergaß, die jambisch und trochäisch nicht mehr misst der Verse Maß. Doch hab’ ich ihr schon längst verzieh’n. Mir reicht die Phantasie, mit der sie mich doch kussbeschert. -Ein Rilke werd ich nie! Der Gärtner kennt der Rosen Art, gärtnert qualifiziert. Mir reicht`s, der Rose Duft zu spühr’n und dass sie existiert. ©Lisa Nic
  24. Ikaros

    Aus dem Eisenrund

    Es steht sehr fest auf feurig’ Grund, das wunderbare Eisenrund! Am Anfang waren Hitze, viele Mühen, das Holz im Feuer war am Glühen. Der Welten Anfänge sind zischend heiß, das Kochen aber hat sein Preis! Es dampft schnell, heiß das Fett, gebrutzelt wird fürs Festbankett. Gewachsen fern im iberischen Land, so schweben Reis und Safran rauf in unsre Hand. Vergessen wir nicht weißen chilenischen Wein, denn er verkörpert unser aller Sein. Es garen teure Muscheln, etwas Fisch, geladen wird, gedeckt der große Tisch! Die Schöpfung wird der Glut enthoben, wir wollen unsren Chefkoch gerne loben! Doch Kaninchen Karl gehörte nicht zum edlen Kreis, der brutzelte im Safran und im Reis. Er hüpft wie sonst an uns vorbei und hofft auf etwas Grünzeug nebenbei. Wir streicheln unser Lamatier am Kopf, doch spuckt es wieder in Pfanne und Topf! Der Koch erhebt sein Glas mit süßen Wein, zur Paella fehlt ihm noch der Reim! Die Pfanne wird nun angerichtet, das Lama aber wurde nicht erdichtet. Hier oben in den Anden schließt sich unser Kreis, trotz Lamatier schöpft jeder seinen Reis!
  25. Darkjuls

    Von Haus zu Haus

    Komm wir bauen eine Brücke wie ein unsichtbares Band eine Mensch gefüllte Lücke reichen wir uns unsre Hand Wir gehen von der Synagoge und der Kirche zur Moschee pilgern diesen Weg als Bote vereint in der Toleranzidee Jeder mag das Seine finden ganz gleich in welcher Religion friedvoll allen Hoffnung künden uns einen Glauben und Vision
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