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  1. der große Adler u. die kleine Maus Wenn die großen Adler in die Ferne fliegen, können auch kleine Mäuse Sehnsucht kriegen, so laufen auch sie über Berge und Täler, denn in die Ferne reisen möchte jeder, doch der Adler, der hoch am Himmel schwebt, den der Wind über alle Hindernisse hebt, der wird die kleinen Mäuse niemals verstehen, die mit ihren Füßchen so fest am Boden stehen, der Adler kreist hoch oben am Himmelszelt, ganz weit weg von der kleinen Mäusewelt, doch die kleine Maus ist glücklich und zufrieden, denn auch sie kann Zukunftspläne schmieden, doch erblickt sie der Adler, lässt er sich fallen und hat die kleine Maus schon in ihren Krallen, ihre Reise war kurz und trotzdem wunderschön, konnte sie die Welt auch einmal von oben sehen.
  2. zoe

    Mut

    Mut ist, der Stimme des Herzens zu folgen
  3. Carry

    Winter Abschied

    Winter will einfach nicht weichen wild weht Wind die weißen Sterne kalte Schicht auf Buchen Eichen Frühling schaut noch aus der Ferne Zu des Frostgesellen Treiben doch kann er nicht ewig bleiben Zart im Schnee die Glöckchen klingen im Wiesengrün vom Eis befreit zur Sonne sich die Vögel schwingen frisch auf mein Frühling sei bereit Warte süchtig auf dein Treiben gerne kannst du ewig bleiben
  4. Lichtsammlerin

    Heilung

    Die Hände ausgestreckt Heilung suchend. Den Schmerz zu fassen die Wunde durchdringen mit Lebenskraft. Ins Dunkel gehen wo die Trauer wohnt. Die Augen waschen mit dem Salz genommener Unschuld klarer sehen. Das Herz befreien sanft berühren als wär es ein verletztes Tier. Heilung suchend - die schläft tief in dir.
  5. früher sammelte ich süßes im mondschein jede sternschnuppe trug einen anderen namen verklang manches lachen auch viel zu schnell jetzt ist es zu spät um unterm sternenzelt zu träumen der himmel leuchtet nicht mehr die turteltauben leben längst im alltagsgrau das ende vor augen verdunkelt sich die sonne fordert bei der letzten tour über feld und flur ihren tribut für den übermut der gefühle
  6. Anonyma

    Abschiedsbesuch

    Abschiedsbesuch Bejahrtes Haus am Rand der Metropole, erzähle mir von dir, von alten Tagen, von frischem Putz, von Jugend, Wohlbehagen, vom Ofenrohr, von Holz und Eierkohle. Jetzt bröckeln deine Mauern, Ziegel fehlen und deine blinden Fensteraugen glotzen ins Nichts, um meiner Gegenwart zu trotzen, du willst mir die Missachtung nicht verhehlen. Im Garten wachsen Disteln, Kletten, Rosen, was einst gezähmt, ist lange Zeit verwildert, es wichen die Mimosen Herbstzeitlosen. Und auf dem Boden, vor der Tür, die Matte: Verblasste Schrift zeigt offen, ungemildert mit 'Will' und 'en', was fehlt und was sie hatte.
  7. Elmar

    Intuitiv

    Was jenseits allen Sinnes, darüber will ich sinnen zugunsten des Gewinnes, der über allen Stimmen und über allem Raunen dem gilt, der wie ein Kind das Dasein kann bestaunen: Unfassbar wie der Wind scheint es uns nur zu streifen? sucht es uns auszublasen? Wie möcht ich dich begreifen in Maß und Übermaßen. Dann stünde alles offen und selbst was fest verriegelt eröffnet‘ sich dem Hoffen, wodurch es ward besiegelt, schon lang vor allen Zeiten, wo alles einst begann, fernab von allem Streiten steh ich in deinem Bann.
  8. zoe

    Aphorismus

    Wer loslässt, gewinnt
  9. Es ist nun an der Zeit dies ist deine Welt nun liegt es an dir ob du dein Land bestellst ob du ein Haus dir baust und hohe Zäune ziehst um deine kleine Heimat wohin du immer fliehst Es ist nun an der Zeit dies ist deine Reise finde zu dir selbst auf deine Art und Weise bewahre alles Alte sei offen, für das Neue vergiss nie, wo du herkommst halt deiner Sippe Treue denn Familie... das ist Heimat ...mein Sohn !
  10. Wir sind vom selben Stern, hab' dich noch immer -, mehr als gern, brauchst mich nur so anzusehen dieses Gefühl wird nie vergehen. Zusammen können wir weinen und lachen, das Feuer in unserem Herzen stets neu entfachen. Wir sind vom selben Stern, hab' dich noch immer- mehr als gern, kann in deine Seele sehen, ohne Worte, dich verstehen. In meinen Träumen kann ich alles erleben, auch auf der Milchstrasse mit dir schweben. Bin ich irgendwann- von dir so fern, schau' zum Himmel, denke daran wir bleiben für immer- vom selben Stern.
  11. "So einfach wie du dir das denkst, ist es nicht. Du verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Wach' endlich auf! Eine gemeinsame Zukunft ist eine Illusion!" "Und Du bist die Meisterin der Schwarzmalerei. Anstatt die Möglichkeiten zu sehen, versteckst du dich hinter deinem Zukunfts-Pessimismus." Beide in ihren eigenen Welten lebend, fragt er sich: "Was ist wohl diese Realität?"
  12. An der Himmelspforte Ein Mann trat vor die Himmelspforte, dem Petrus fehlten fast die Worte, er sagt´ zu ihm: “Mein Sohn, du hier? Für Sünder gibts hier kein Quartier, hier dürfen nur die Guten landen, die Bösen in der Hölle stranden!“ „Ist mir ganz recht, denn in der Hölle genieß ich Orgien in Völle, was soll ich denn im Paradies, erscheint mir fast als ein Verlies, man wird beäugt von allen Seiten, das will mir keine Freud´ bereiten!“ Als Petrus dieses hat vernommen, ist ein Gedanke ihm gekommen: „Ich würde dich ja gern begleiten, doch ich muss unsren Himmel leiten, ich gebe zu, Gutsein macht trist, weil Schabernack man hier vermisst!“
  13. Mit siebzehn wollt ich alles wissen wie Mädchen sind und wie sie küssen ist denn die Mad mit goldnem Haar auch blond in ihrem Schritt sogar ? Die Frage hat mich lang beschäftigt so war die Neugier übermächtig dann war die Eine mir gewogen hab sie im dunkeln ausgezogen Schmulen wollt ich mit 'nem Licht doch ich fand die Haarpracht nicht wie war ich da total frustriert denn sie war untenrum rasiert
  14. Nur der Moment zählt Durch den Nebel etwas sehen, wird uns niemals je gelingen, ruht ein Blick am „Lang -Vorbei“, weil „Moment des Damals“ sei zu präsent, wir rückwärtsgehen. Schauen wir nur auf das „Morgen“, so wie auf das „ferne Gestern“, wird verschmäht der „Augenblick“. Gehen Blicke stets zurück, bleibt ein „Jetzt“ für uns verborgen. Im „Vorüber“ nicht verharrt, zugewandt der „Gegenwart“, spüren wir erst den „Moment“, den ein „Atemzug“ benennt, wahres „Dasein“ offenbart.
  15. Lichtsammlerin

    Falsch herum

    Manche Dinge sind wie sie sind, aber bekanntlich kommt es manchmal auf die Perspektive an. Die Sprüche auf den Teekarten sind häufig alles- oder nichtssagend, aber dieses hat mich doch sehr amüsiert: Das Leben ist kein Problem, sondern eine Wirklichkeit, der es sich zu stellen gilt. Tja, was soll ich sagen.. ich wusste schon immer, dass die Wirklichkeit ein Problem hat.
  16. Nach der Nacht, in der alle Fragen verschwanden, in der sich, Herzen und Händen verbanden, erwache ich neben Dir. Eng umschlungen, nackt, warm, so halte ich dich, träumend in meinem Arm. Durch die Vorhänge, bricht sachte das Licht, wir beide wissen, dass ein neuer Tag anbricht. Doch ich bin noch nicht bereit, mich zu lösen, aus der innigen Umarmung, aus unserer intimen Zweisamkeit. Dennoch treten wir dem Tag entgegen, ein Jeder von uns auf seinen Wegen, bis wir uns wieder zueinander legen.
  17. Wenn ich dich im Traume seh nahe bei den Uferweiden spüre ich erneut dies Weh wollte doch nicht mehr so leiden denn im sanftem Frühlingswind blühen auf den Wiesen dort Tausendschönchen und ich find Veilchenträume immerfort
  18. Mit der Liebe fliegen Es fliegen die Schmetterlinge im Bauch und Herzklopfen bekommt man auch, die weichen Knie kommen noch dazu und ein kleines Feuer brennt im Nu, aus den Augen sprühen die Sterne und der Alltag rückt in weite Ferne, der Boden beginnt zu schwanken, ein Schleier legt sich über die Gedanken, durch den Kopf sausen die roten Blitze und es glühen die Wangen vor Hitze, die Wirklichkeit hat das Spiel verloren, denn nun wurde die Liebe geboren, sie hat alle Schranken niedergerissen, ohne Rücksicht auf dein Gewissen, die Wogen der Liebe treiben dich an, weil diese Kraft nichts mehr stoppen kann, die Schwerkraft der Erde wird aufgehoben, Barrieren werden einfach weggeschoben, denn mit der Liebe kann man fliegen, deshalb wird die Liebe immer siegen.
  19. Dunkles Vergnügen Kein Vanillen Duft liegt in der Luft Bei Kerzenschein trittst du ein Dienerin in meinem Reich Ich bin dein Herr doch sind wir gleich Gefesselt durch die Beine, mir zu Füßen Willig und bereit, für jede kleinste Sünde zu büßen Gebückt und dienlich wie ein Möbelstück Unterwürfig, niemals Unterdrückt Versklaven will ich nicht, sondern dich erlösen Von tief versteckten Leiden, und finsteren Dämonen Deine unschuldige Seele in meiner Hand Forme ich mit Herz, Strenge und Verstand Wie eine Nuss knacke ich dich Und beschütze das was drinnen ist An meiner Leine wirst du erregt Spürst meine Kraft die sich auf dich überträgt Mit Leib und Seele, Kälte und Hitze Treib ich deine Begierde auf die Spitze Im dunklen Paradies, dein Leid zerbricht Ich zieh dich hoch, zurück ins Licht So nehme ich demütig an, deine Lust und Verlangen Sperre dich ein, doch niemals bist du gefangen Spiel der Liebe und Schmerzen Dein Herr ist der Diener deines Herzen
  20. Sonnensterne tanzen auf kobaltblauem Meer spiegelnd sich in deinen Augen haarfeine Blitze deiner Berührung tauchen meine Seele in Regenbogenlicht schwingend im Rhythmus alter Liebeslieder und mein Herz pocht sich tanzend in deine Arme in unseren Küssen schmecken wir den Himmel wandern durch märchenhaftes Schattenland und kommen an am Ufer Geborgenheit
  21. Feurig glüht ein Kupfermond über felsigem Strand und nachtblaue Meereswogen umspülen meine Füsse singen unaufhörlich ihr monotones Lied Frühlingsbunte Träume schillernd regenbogenfarben verweh`n ausgesetzt dem Spiel des Windes und Erdenschwere sinkt in meine Seele tief Freund meines Herzens Krieger des Lichts male mir Leichtigkeit in Hände und Füsse aus Blei Male mir Leichtigkeit auf lahme Flügel Male mir Licht und mein Herz wird frei
  22. Unterm Mandelbäumchen seufzt Enrico, wartet auf Estrella, seine Schöne. Lockend klingen Mandolinentöne, seine Stimme schmalzt: "O sole mio, bella Donna, spring von dem Balkon! Lass uns beide fliehn in bessre Lande, cara mia, lauf mit mir davon, spute dich, in Tonis Ristorante feiern die Verliebten Valentinos Namenstag. Jeder darf heut trinken, essen, was er mag: Roten Wein von sonnenglutverwöhnten Lagen, Pasta, Pizza, Gnocchi für den leeren Magen. Aus den Boxen Pavarotti, auf den Tellern Antipasto, für die Gurgel Ramazzotti und für mich 'ne Pizza Tonno! Pollo, Carne, Capricciosa, Parmaschinken, Pizza Funghi, Tagliatelle fantasia, Stagione, Calamari - musikalisch schon die Namen der Gerichte - und dann kamen Tortellini alla Roma, handgeformt von Tonis Mamma. Niemals malte Tintoretto solche wunderhübschen Nabel, auch der Michel Angelo führte nie mit seiner Gabel solche Nabelchen zum Schnabel. An der zarten Mädchenlende spürt Estrella Knabenhände. Ihr Enrico sucht mit Fleiß - der Estrella wirds ganz heiß - zu den Klängen von Bellini bei der Donna Tortellini, - findet eins und sein Tenor jubelt laut und alles singt im Chor: "Hörst du die Töne, Estrella? Man tanzt Tarantella, berauschende Musik bringt dir der Liebe höchstes Glück! Juckt es dich nicht in den Füßen, die Nacht zu versüßen, wenn hell das Tambourin erklingt und alles singt: Mamma mia, Mamma mia, küss con molte fantasia Tortellini von Estrella!"
  23. Die kleine Geschichte vom Mädchen Hilflosigkeit Plötzlich stand ich zwischen zwei hohen Mauern und wusste nicht, wie ich hierher gekommen war. Auch nicht wo ich bis eben gewesen war oder wo ich hin wollte. In meinem Kopf existierte kein Davor und kein Danach, nur die Mauern auf beiden Seiten von mir. So weit ich blicken konnte gab es dort nichts anderes. Es war weder dunkel noch hell, doch ich konnte gut sehen und überrascht stelle ich fest, dass ich keinen Schatten warf. Aus der Ferne hörte ich ein seltsames Geräusch, wie ein Klopfen auf Sand. Ich ging langsam darauf zu, anfangs sehr unsicher, weil alles so fremd war. Aber dieser Ort vermittelte mir, dass ich keine Angst haben muss und die Mauern schienen mich nicht einzuschließen, sondern vor der Welt dahinter zu schützen. Auch war mir, als würde an diesem Ort keine Zeit zu existieren. Nach einer Weile sah ich ein Stück vor mir eine Gestalt, die sitzend an die Mauer gelehnt fast mir dieser zu verschmelzen schien. Mit der linken Hand klopfte sie einen gleichmäßigen Takt auf den Boden und ich erkannte, dass es sich um das Geräusch handelte, welches ich zuvor gehört hatte.. Ich ging noch ein paar Schritte näher, aber die Gestalt beachtete mich nicht. Nun konnte ich sehen, dass es sich um ein Mädchen handelte, doch ihr Gesicht wirkte sehr erwachsen mit ruhigen Augen und einem wissenden Blick. Ich kannte dieses Mädchen, aber ich wusste nicht woher. Ich wollte bei ihr bleiben und so setzte ich mich an die Mauer ihr gegenüber, schwieg eine Weile und schaute ihr einfach nur zu. „Wer bist du? Und wo sind wir hier?“ fragte ich schließlich. Auch jetzt sah sie mich nicht an, und ich begriff, dass es ihr unmöglich war sich zu bewegen. Mit Ausnahme ihrer linken Hand, die noch immer einen Takt klopfte. Ihre Stimme war leise als sie antwortete, aber klar und melodisch: „Ich bin die Hilflosigkeit. Aber dies ist nur ein Spiegel, kein wirklicher Ort. Ich freue mich, dass du zu mir gekommen bist.“ Ich verstand nicht genau was sie meinte, aber die Vorstellung in einem Spiegel zu sein behagte mir gar nicht. Ein Spiegel wovon? Als hätte sie mein stummes Fragen gehört, sprach die Hilflosigkeit weiter: „Es ist ein Spiegel deiner Handlungsmöglichkeit und Macht. Aber denk nicht darüber nach wo oder warum dieser Ort ist, du wirst nur eine Weile hier bleiben.“ „Heißt das, ich kann wieder zurück?“ fragte ich dann doch, „aber zurück wohin? Und welche Macht, hier sind nur die Mauern, was könnte ich schon tun? Und was machst du hier?“ überstürzte ich die Hilflosigkeit mit einer Frage nach der anderen. „Der Reihe nach“ begann diese, „Ja, du wirst zurückkehren, wenn die Zeit gekommen ist. Wohin kann ich dir nicht sagen, denn du würdest hier bleiben wollen, und das geht nicht. Welche Macht du besitzt, liegt genau zwischen diesen Mauern, sie sind dein momentanes Wirken auf die Welt. Sie zeigen alles, was du tun kannst. Auf die Frage, was ich hier tue, gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze lautet: Nichts. Die etwas längere: Es ist meine Aufgabe, das Tun zu unterbinden. Ebenso, diesen Ort für dich zu wahren und dich her zu rufen, wenn es nötig ist. Du bist wegen mir hier und ich wegen dir. Ich sorge dafür, dass deine Ohnmacht eine Gestalt erhält, die du nicht zu fürchten brauchst, denn sonst würdest du Angst vor ihr haben und versuchen dagegen anzukämpfen. Ich selbst aber bin nur ein Spiegelbild deiner.“ Wir schwiegen eine ganze Weile, ich wusste auch nicht, was ich hätte sagen sollen. Ich fühlte mich ein wenig verraten, wollte nicht hier sein und mich meiner eigenen Hilflosigkeit preisgegeben. Sie klopfte noch immer mit der Hand auf den Boden, stur und gleichmäßig. „Warum tust du das?“ fragte ich zunehmend irritiert. Tap tap tap tap tap tap tap. Ich zählte sieben Klopfer ehe sie antwortete: „Es gibt hier keine Zeit, du bist in einer Welt zwischen dem Davor und Danach. Doch außerhalb dieses Orts verstreicht mit jedem Klopfen eine Sekunde. Ich zeige damit die Zeit an, die zwischen dem Davor und Danach vergeht. Symbolisch sozusagen.“ „Und in welche Zeit werde ich zurückkehren?“ „Weißt du das denn nicht?“ fragte die Hilflosigkeit. „Die Zeit kennt nur eine Richtung. Du kommst aus dem Davor und gehst ins Danach, anders geht es nicht.“ Das Klopfen schien kurz langsamer zu werden, ging dann aber beständig weiter. „Es ist bald soweit.“ sagte sie leise. Eine seltsame Mischung aus Angst und Erleichterung überkam mich. Ich wollte fort von diesem Ort und fürchtete mich zugleich ihn zu verlassen. Nein, ich fürchtete mich vor diesem Danach und der Welt hinter den Mauern. „Was passiert, wenn ich im Danach bin? Werde ich mich wieder erinnern? Werde ich... ich sein?“ fragte ich ein wenig ängstlich. „Was passiert wirst du selbst entscheiden und ja, du wirst dich erinnern. Und du wirst du sein, aber doch verändert. Einmal diesen Ort betreten, wirst du ihn nicht als derselbe Mensch verlassen, das ist unumgänglich.“ sagte die Hilflosigkeit mit zunehmend verblassender Stimme. Ich stand auf, denn die Mauern schienen sich langsam aufzulösen und erschrocken stellte ich fest, dass ich wieder den Hauch eines Schattens warf. „Werde ich hierher zurückkehren?“ flüsterte ich und spürte gleichzeitig wie die Welt außerhalb nach mir griff. Ein Nebel schien Konturen und Geräusche einzuhüllen, auch das Klopfen wurde immer dumpfer. „Ich hoffe nicht.“ hauchte die Hilflosigkeit noch, dann verschlang der Nebel sie und die Mauern. Ich blinzelte und der Nebel löste sich langsam auf, die Hilflosigkeit und die Mauern waren verschwunden. Ich war im Danach.
  24. tocoho

    Abendessen

    Sitzt die Familie schön beim Mahl. nachdem der Tag erfolgreich war, die Glotze läuft und im TV, läuft wieder mal die Tagesschau. Bericht, das Flüchtlingsboote sinken, ach bitte Schatz, reich mal den Schinken, ein Sturm zerstörte Häuser sehr, schieb noch mal Brot und Butter her. ein Flugzeug brannte, alle tot, das Schnitzel lecker und schön groß. Ich schau mir meine Kinder an, sind dick, recht faul, die Handys an. sie schaun wie ich die Tagesschau. doch folgen den Berichten kaum, sie nörgeln rum, wolln Pudding essen, wer hat die letzte Wurst gegessen? Die Münder voll, sie geben Ruh, die Polizei schlug heute zu, von Terrorismus wird gesprochen, das spielen sie doch schon seid Wochen auf der Konsole nebenan, das Obst mag essen, wer noch kann. Die Tagesschau heut nervt uns so, wir zappen um auf eine Show, zufrieden die Familie ist, dazu gibts Limmo, Bier und Chips, *** Das fremde Leid erreicht uns nicht, solange es uns selbst, nicht trifft. tocoho Berlin 2020
  25. - wind, umschließe meine mitte sehnsucht, sehnsucht, fühle ich führe meine schwachen schritte wieder in das sonnenlicht lass, was war, die alte zeit in die leere fremde fließen sehnsucht, sehnsucht, ewigkeit soll der frost für immer schließen draußen dunsten matte wälder wehmut legt sich auf den see sterne werden immer älter schmerzverziert erstrahlt der schnee wind, umschließe meine wangen küss das wunde herz gesund wehe mich aus bittrem bangen in das zarte erdenrund sehnsucht liegt in meiner mitte liebe, liebe, spüre ich, sieh doch meine schwachen schritte wollen und vermissen dich. keiner kann das wieder richten reue tanzt im bleigewand schwer bin ich von den gewichten ich versink im sehnsuchtssand. schau: was war das wird nie werden sollte einfach nicht geschehn seltsam ist es hier auf erden diesmal winkt kein wiedersehn -

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