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  1. Hoch oben, in den rauen Bergen fernab von Möwen und von Zwergen malt sie ihre weißen Bilder heilt vom Leid geplagte Pilger barfuß tanzt sie um die Flammen Wölfe liegen dicht beisammen sie wärmen ihre nassen Felle an ihrer kleinen Feuerstelle sie sucht den Vater auf der Reise in die Totenwelt und leise erzählt sie ihm von ihrer Rache wer jetzt Farbautis Sohn bewache und daß sie Njörd alleine ließ als der am Meer das Heim ihr wies die Sehnsucht kam nach nur neun Tagen mit Wölfen durch die Wälder jagen und zu tanzen in den Bergen wo Nordlichter den Schnee rot färben wo Lagerfeuer Brennholz bricht und sie mit ihrem Vater spricht Anmerkung : Skadi ist nicht nur die Göttin des Winters und der Jagd, sondern auch der Rache. Farbauti ist Lokis Vater. Weil Balder durch Loki getötet wird, verwandeln die Götter einen Sohn Lokis in einen Wolf, der daraufhin seinen Bruder zerfleischt. Mit den Sehnen und Gedärmen seines eigenen Sohnes wird Loki an einen Fels gebunden. Skadi platziert über ihn eine Schlange, deren Gift, aus ihrem Maul, auf Loki tropft. Seine Frau Sigyn fängt das Gift in einer Schale auf (deswegen gilt sie als die personifizierte Treue der Ehefrau). Ist die Schale voll und Sigyn muß sie leeren, fallen Tropfen auf Lokis Gesicht, der vor Schmerz brüllt, was jedesmal ein Erdbeben zufolge hat. Dort liegt er, bis er sich zu Ragnarökk (Weltenende) befreien kann und gegen die Götter in den Krieg zieht.
  2. Netflix, putzen, Blumen gießen... Dieses Osterfest wird ärgerlich. Denn aus Langeweile könnte ich den Osterhasen glatt erschießen. Maßlos werd ich mich betrinken; dann verstecke ich das Klopapier und die Eier, bunt bemalt, vor mir. Finde sie erst, wenn sie stinken. Und ich schreib dir eine Karte, denn ich wäre dir so gerne nah. Doch aufgrund der Ansteckungsgefahr werfe ich sie weg und warte.
  3. Hayk

    Die Chance

    Die schnöde Angst beschleicht der Menschen Herzen, sie fürchten sich vor Krankheit, frühem Tod. Auch mir ists keinesfalls zumut zum Scherzen, ich weiß um Siechtum, kenne ihre Not. Das Gottvertrauen geht ganz rasch in Binsen, mit Klopapier versucht er sich zu schützen; die Maske vorm Gesicht verbirgt mein Grinsen - was soll der ganze Kram uns wirklich nützen? Nur einer, Baldur, geht mit stolzen Schritten den Götterpfad entlang und zaubert Farben, verwandelt die Natur und hört mein Bitten: Lass uns, o Gott, im Jammertal nicht darben! Der Frühlingsgott erhört mein stilles Flehen, im Wiesengrund erblüht ein blaues Veilchen. Die Hoffnung soll uns also nicht vergehen, nun warte du, o Mensch, ein kleines Weilchen! Bewahre ganz gelassen die Balance, verlass dich auf die Kräfte der Natur ergreife mutig und beherzt die Chance zum Sinneswandel - seis ein bisschen nur! Baldur: Germanischer Frühlingsgott
  4. Mit der Liebe Liebe die bis in die Ewigkeit reicht, einem Feuerwerk der Gefühle gleicht, wahre Liebe die jeden Sturm überlebt, die mit dir über den Wolken schwebt, Liebe die jeden Berg bezwingt, die Hingabe und Erfüllung bringt, Liebe die viele Geheimnisse in sich birgt, Liebe die ewig lebt und niemals stirbt.
  5. Um das „Googlen“ zu ersparen, sind hier einige Begriffserläuterungen. „Römer“ – Ruhmesbecher, geschliffene Weingläser „Orpheus“ – Sänger der griechischen Mythologie, hier als allgemeine Anrede für einen Sänger „Hayastan“ - Armenien in der Landessprache „Ararat“ – der heilige Berg der Armenier, von ihnen „Masis“ (Mutterberg) genannt, „Degen“ + „Klingen“ – pars pro toto für Schwertträger „Barde“ – Sänger „kaukasische Gipfel“ – Gipfel/Berge des Kaukasus im Norden Armeniens „Sevan“ – der in ca. 2000 m hoch liegende sehr große Süßwassersee nördlich von Jerevan „Khatchkare“ – im Siedlungsgebiet der Armenier „Kreuzsteine“ (Steinmetzarbeiten) „Obsidian“ – ein gläsernes Mineral, der auch zu Schmuck verarbeitet wird „Ikonen“ – Heiligenbilder (eigtl. der orthodoxen Kirche); Armenier sind armenisch-apostolisch „Gajané“ – ein sehr beliebter Mädchenname in Armenien (der berühmte Säbeltanz stammt aus der gleichnamigen Ballettmusik von Aram Khatchaturian) „Aprikosen“ – die „armenische Pflaume“, eine saftige, gold-orangene Frucht, die in Armenien kultiviert wurde „schwarzer See“, „Schwarzes Meer“ – bis dahin dehnte sich westwärts das Königreich Hayastan aus „Sayat“ – berühmter armenischer Dichter „Selene“ – für Mond (griech. Göttin des Mondes) „Erebuni“ – die Festung, die Eriwan (Yerevan), der Hauptstadt Armeniens den Namen gab „Masis“ – der große Ararat „Sis“ – der kleine Ararat „Mesrop“ – Mönch und „Erfinder“ der armenischen Schrift; Bibelübersetzung 1000 Jahre vor Luther „Gedse Hayastan“ – Es lebe Armenien „Hay“ – Selbstbezeichnung der Armenier „Komitas“ – berühmter Komponist, insbes. Kirchenmusik Gajané 1. Freunde, vernehmet Geschichten aus uralten Tagen, denkt an die Zeiten der Ritter und bildschönen Frauen! Setzt euch im Kreis um ein Feuer und lauschet den Sagen, lasst uns vergnüglich beim Weine Vergangenes schauen. 2. Es kreisen die Römer in männlicher Runde, noch jung ist der Abend und freudig begrüßen drei Ritter den Barden in dämmriger Stunde. – Der greift in die Saiten, und alle genießen vor lodernden Scheiten die Lieder des Sängers. 3. „Uns begeistert, Orpheus, deiner Leier Klang“, spricht der düstre Ritter Sieghard Eichenwald, „sagt uns Stand und Namen, letzten Aufenthalt!“ „Es nennt mich jedermann Orlando Vogelsang, ich lebte sieben Jahr im fernen Hayastan.“ 4. „Wir begehren mehr zu wissen, gebt Bescheid!“, nimmt der Degen Gunter Flammenherz das Wort, „sprecht, was trieb vom heilgen Ararat euch fort?“ „Es war, ihr edlen Klingen, Qual und Liebesleid, und nimmer führt ein Weg für mich zu ihrem Herz.“ 5. „Stimme, Sänger, neu die Leier, lass dein Lied Kunde bringen, mach die Dame uns bekannt! Sing von ihr und auch dem fernen, fremden Land!“, fordert weinbeseligt Heinrich Erlenried, „gebt Orlanden, Freunde, ein gefülltes Glas!“ 6. Der Barde ergreift den geschliffenen, vollen Pokal: „Sei willkommen, flüssige Traube und lös mir die Zunge, benetze die Seele, du himmlischer Tropfen und stärke die Lunge, mein Lied, von der Leier begleitet, es fülle den Saal! 7. Nun höret, geadelte Degen, die Mär meines Lebens: Mein sonnenverwöhntes, gebirgiges Land an der Flanke kaukasischer, Himmel berührender, schneeiger Gipfel, gesegnet mit fruchtender Fülle in grünenden Tälern und reizenden Mädchen mit lockenden, glutenden Augen, du locktest gewaltig den Jüngling vom heimischen Herde. Im Sevan betrachtet die Wölbung des Himmels gefällig die eigene Bläue im spiegelnden, fischreichen Wasser. Khatchkare an Wegen bezeugen den christlichen Glauben, Obsidian glänzt auch in Kirchen und schmückt die Ikonen, und Flammen der Kerzen begleiten die stillen Gebete.“ 8. „Wann, Orlando, singt ihr endlich uns das Lied von jener Schönen, eures Herzens Königin?“, unterbricht der finstre Sieghard grob des Sängers frohen Jubel. 9. Feurig auch ist Gunters Rede: „Wortreich habt ihr uns verkündet alle Reize dieses Landes. Lasst mit Tönen eurer Leier Minnesang für uns erklingen!“ 10. Heinrich selbst, der sanfte Degen, spricht zum Barden diese Worte: „Male, wortgewandter Dichter, Bilder unsern innren Augen von der Fürstin aller Weiber!“ 11. „Gescholten habt ihr Recken mich und nicht bemerkt, dass alle Worte meines Mundes Lobgesang für Gajané nur sind und reine Minne war`n. 12. Es trübt sich des Sevans von Sayat besungene Klarheit, wenn je ihrer leuchtenden Augen Gefunkel verlischt. Obsidian, schimmernder Zeuge vulkanischer Kräfte, - der Glanz ihrer küssenden Lippen ist tausendfach schöner! Ihr Atem verströmt die betörenden Düfte der Narde, noch süßeren, lieblichren Hauch werden mächtige Götter den Rosen elysischer Felder mitnichten entlocken. Die blendende Helle des schneereichen Gipfels des Masis erbleicht vor der Pracht ihres Busens und hüllt sich in Wolken. Die samtweiche Haut ist gewiss Aprikosen vergleichbar, und seidige Locken verführen zu zärtlichen Spielen, die steinernen, stummen Khatchkare besingen die Liebe.“ 13. Orlando schweigt und träumend sinkt des Sängers Blick in fast erloschnen Feuers letzte rote Glut. Besonnen spricht mit leiser Stimme Sieghard dies: 14. „Fürwahr, ihr habt mit eurer Mär mein hartes Herz zutiefst berührt. Ich reite morgen an den schwarzen See, ihr seid es, der mich zu ihr führt. Mein Ziel ist sie zu finden – Gajané.“ 15. „Von Gajané verträumt nur sinnen, verbieten mir mein Stolz und Ritterehr`. Der Beste soll das Weib gewinnen, ich folge euch zum großen Schwarzen Meer.“, so lauten Ritter Gunters wackre Worte. 16. „Ich, Heinrich, Ritter Erlenried, verkünde: Zum edlen Wettstreit tret ich gerne an! Fürs schönste Weib begeh ich jede Sünde, das Abenteuer ziert den tapfren Mann. Lasst uns nun ruh`n und alle Kräfte sammeln.“ 17. Beschlossen ist der kühn-verwegne Plan: Zu viert gehts morgen los ins ferne Hayastan! 18. „Sattle, Knappe, säume nicht, im Stall die schwarze Stute!“, schallt im ersten Morgenlicht Sieghards Stimme, und der gute Knecht des kühnen Kämpen tut wie ihm befohlen. 19. „Rüste mir das rote Ross, den Renner will ich reiten, schneller als ein Pfeilgeschoss überwindets alle Weiten.“ Wie der Ritter es befiehlt, wird in Eil das Pferd gezäumt. 20. „Himmelherrgott, her zu mir!, spürest sonst die Rute!“, Heinrich rufts aus dem Quartier, „Bring herbei die Schimmelstute, hole Schild und Lanze, reich mir auch mein Wappen!“ 21. „Orlando, sagt uns, Musenkind, wie wollt ihr uns begleiten? Auf den Flügeln der Musik ist nicht gut zu reiten!“ 22. „Der Poesie gelinde Winde, die zart der Leier Saiten rühren, sie wehn als West und führen uns zu dem schönen Kinde.“ 23. Auf den Rücken der Rösser beginnt die beschwerliche Reise; in das östliche Land ist der Weg leicht mit Hilfe der Sonne zu finden. Sie bezeichnet das lockende Ziel in der frühesten Stunde des Morgens, wenn sie golden die Gipfel der fernen Gebirge bestrahlt. In den Nächten beschirmt der gestirnte, unendliche Himmel die Ritter. Wie die Wochen vergehen, erzählt die sich wandelnde Scheibe des Mondes. Als das Rund der Selene sich dreimal erneuert, erspähen die Degen die Gestade des Meeres und rastend bedenken die Recken die weitere Reise. 24. „Lasst uns rasch ein hölzern Schiff erbauen, Segel setzen, dann dem Wind vertrauen. Übers Meer und nimmer achtend der Gefahren Führt der kurze Weg zum Ziel, wir sparen Zeit und morgen werden wir das andre Ufer schauen.“, schlägt der Recke Erlenried den andern vor. 25. „Schneller werde ich auf längren Wegen über Land den Fuß des Ararat erreichen. Fester Sitz im Sattel ist nicht zu vergleichen einer Fahrt im Schiff, und zu verwegen scheint der kühne Plan, auf schwanker Wellen Flur zu fahren.“, widerspricht der Degen Sieghard seinem Freund. 26. Ritter Gunter hat bisher geschwiegen, fragend wandern zu Orlando seine Blicke: „Könnten wir verbinden unsere Geschicke, auf den Flügeln Eurer Lieder fliegen?“ 27.„Auf des Kranichs gefiederten Schwingen ist nur Platz für Poeten, die singen. Ihr, geadelte Klinge, müsst reiten, oder Sieghard im Schiffe begleiten!“ 28. Über dem Feuer am Spieße gebraten, wartet die gestern geschossene Sau hungriger Mägen willkommene Speise zu werden. Würziger Wein aus den zinnernen Bechern schmeckt zu der Mahlzeit und stärkt unsre Recken. Satt und zufrieden, betrunken in Maßen, fassen die vier den Beschluss, den Orlando verkündet: 29. „Reitet ihr, Sieghard, den Pfad, der das Ufer des Meeres umsäumt. Gunter und Heinrich, ihr werdet die Fluten des Meeres im Schiffe durchqueren. Kümmert euch nicht um den Sänger Orlando, den tragen die Musen ans Ziel!“ 30. Sechsmal rast der Sonnenwagen seinen Weg von Ost nach Westen. Glücklich finden dann die Degen, schlummernd unterm Maulbeerbaume, ihren Barden an dem abgesprochnen Platze. 31. „Der Sattel zwischen Sis und Masis, er weist den Weg nach Erebuni. Auf Noahs Spuren, seid gewiss, da finden wir, ihr Klingen, - sie!“ 32. Aus felsigem Grunde wächst die Feste Erebuni, des Königs gewaltige Feste, empor. Wolken berühren die Zinnen der Mauern, der hochragende Bergfried in Palastes Mitte beschattet am Morgen den Weg zum eisenbeschlagenen Tor aus Eichenbohlen. Davor das schimmernde Wasser der schützenden Wehr; mit steilem Hang verrichten die Berge im Norden den gleichen Dienst für den Frieden im Lande. Wimpel schmücken alle Zinnen, feurige Lanzen der Sonne lassen flammend das Wappen des Herrschers erglänzen. Das Strahlen verkündet: Des Königs Gemahlin, die Tochter Gajané, der Herrscher selbst weilen in der Festung. 33. Aus der Ebne, aus der Täler Enge, aus den Wäldern, von den Bergeshöhn strömt herbei die bunte Menschenmenge, auf den Beinen scheint das ganze Land; feierlich gekleidet, prächtig anzusehn, webet sie den Weg zum farbenfrohen Band. 34. Trompetensilber schmettert froh Willkommen! Des Königs Herold nimmt danach das Wort: “Ihr Ritter habt in aller Welt vernommen: Die Feste Erebuni ist der Ort, des Königspaares Tochter zu bekommen, als Sieger geht mit Gajané ihr fort. Ihr Edlen, lasst den Wettstreit bald beginnen, es gilt, das Herz der Schönsten zu gewinnen!“ 35. Tapfere Ritter, Gajané bin ich und heiße unsere Gäste gern willkommen. Ringt um meine Huld und gewiss ist euch die Tochter des Königs. 36. „Mütterchen Russland ist unsere Heimat, weit war der Weg in das Land Hayastan. Nerze und Zobel sind Grüße des eisigen Nordens, ewige Freundschaft versichert euch Väterchen Zar!“ 37. „Tausend Jahre sollt ihr leben!, wünscht der Tenno, unser Kaiser, Seide soll euch immerdar umschmeicheln, eurer Haut mit sanftem Streicheln Nippons Neigung stets beweisen!“ 38. „Auf Kamelen kamen wir geritten, hundert Tage dauert unsre Reise, fremd sind uns des Landes Sitten, doch erfreut die Art und Weise eures Umgangs mit uns Wüstensöhnen! Eure Schönheit lässt sich nicht verschönen, nehmt das Gold, die Edelsteine, schenkt sie euren Knechten, euren Pferden, dass geschmückt sie eures Glanzes würdig werden!“ 39. „Am Vater Rhein, an dessen Hängen Reben in dicht gedrängten Reihen duftend blühen, erreichte uns die sagenhafte Kunde von deiner Schönheit, Gajané, und hierher geleitet von Orlando und den Sternen, betraten wir mit heilgen Schaudern gestern das Land am Ararat, auf dessen Gipfel die Arche Noah erste Hoffnungsstrahlen aus Farbenspiel des Regenbogens trafen. Ach, könnte Gott sein Bündnis mit den Menschen erneuern mit Symbolen schönrer Bildung! Allein die Brauen deiner braunen Augen, sie ließen stets uns Jahves Gnade sehen." 40. Gott erteile seinen Segen, jedem werde er zuteil! Zwietracht soll sich nimmer regen, niemand treibe einen Keil zwischen euch, ihr Herrn, fechtet fair, und fern sein euch Trug und listge Tücken. Sieg und Ruhm solln euch beglücken! 41. Todverachtend fingen diese Bestie unsre Krieger, Mann und Weib und Kind verschlang ihr nimmersatter Schlund. Rettet Hayastan, befreit das Land vom wilden Tiger,- Euer Wappen zeigt ein Flammenherz auf rotem Grund. Gott mit euch! - Und Schwertes Schärfe küren euch zum Sieger! 42. Der Zwinger der Burg ist die große Arena, die Bestie, befreit von geschmiedeten Fesseln, erstürmt mit gewaltigem Sprung das Geviert, den Menschen erstarrt in den Adern das Blut. Die Attacke des Tigers erwartend, hat der Ritter geschwind mit der Rechten aus der Scheide den Degen gezogen, und er richtet die Spitze der Klinge auf das Herz des gefährlichen Raubtiers. Enger zieht der Tiger seine Kreise, faucht und droht mit scharfem Zahn, duckt sich sprungbereit und – greift den Ritter an. Die scharfe Klinge schwirrt und teilt die Luft, ein Gott, so scheint es, führt die Hand des Kämpfers; das Herz des Mordtiers trifft der Stahl der Waffe. Hoch spritzt das Blut, es reißt im Todeskampfe der Bestie Tatze eine tiefe Wunde, vermischtes Blut versickert bald im Sande, ein letzter Blick des todgeweihten Ritters gilt Gajane und seine Lippen flüstern: „Ich liege hier, geliebtes Weib und habe nur eine Bitte, Gajané: Versüße mit einem Kuss den Tod, bevor ich sterbe.“ 43. „Wir haben den Helden mit trauernden Sinnen drei Tage geehrt und das flammende Herz im Wappen des Ritters zum ewgen Gedenken mit lauterem Erze vergoldet. Orlando morgen, heute Erlenried, sie werden das Turnier beenden. Ich rufe Ritter Heinrich auf, er soll dem Urteil Gajanés sich stellen.“ 44. „In schwarzer Trauer war bis gestern ich versunken, des Freundes Tod beweinte ich zutiefst erschüttert. An fremden Ufers Rand, geheimnisvoll umwittert von Nebeln, hat aus Lethes Fluten er getrunken. Wir kommen vom Wasser, wir gehen zum Wasser, in Wellen verläuft unser Leben. Wir schöpfen und trinken und sehen im Wasser Vergangnes, das Heute und kommende Zeiten. Ich sah in dem Meere die Tochter des Königs, berührte die Seele der schönen Prinzessin und freite die Fürstin, gewiss ihrer Liebe. Die Erlen am Ufer, das Ried an den Rändern der plätschernden Bäche, sie schmücken das Wappen der Nixen und Ritter, sie wohnen im Wasser, sie leben am Wasser und kennen die Zukunft, das Heute und Gestern. Ich sehe uns beide, wir sind wie das Wasser, die Wellen der Liebe, sie tragen uns beide." 45. Erlenried verbeugt sich tief, Schweigen herrscht und kaum verstanden hat die rätselhafte Rede irgendeiner aus der Menge. 46. Trompetenschall von Felsen widerhallt, der Herold ruft den Degen Eichenwald: „Dein Wappen zeugt von Erdverbundenheit, mach dich bereit zum dritten edlen Streit!“ 47. Schneller als Augen zu schauen vermögen, fliegt aus der Scheide das funkelnde Schwert, fährt wie der Blitz in die Äste der Eiche, - Sieghards gewaltige, wuchtige Streiche lassen vom ehemals stolzen Gewächs nur den enthaupteten Torso des Baumes. Diesen bearbeitet Eichenwalds Klinge, staunend betrachten das Werk seiner Hände gaffendes Volk und die Großen des Hofes, sehen doch alle, wie wundersam Sieghard seinen geheimsten Gedanken Gestalt gibt. Prächtig gebildet aus leblosem Holze hat die Prinzessin in kürzester Zeit dank der gestaltenden Kräfte des Ritters eine gemaserte Schwester gefunden. 48. Ich sage Dank den Edelsten des Erdenrunds! Der Tod des Heinrich Flammenherz betrübt mich sehr, er hat dem Land am Ararat mit seinem Mut die bange Furcht vor Feinden jeder Art verscheucht. Er wird ab heut genannt „Der Held von Hayastan“. Ihr Edlen habt mit blankem Schwert und reinem Sinn, Verstand und Mut um meine Gunst und Huld gekämpft, - 49. Gefochten hat noch nicht Orlando Vogelsang. Geduld bitt ich mir aus, im ersten Morgenlicht geb ich bekannt, für wen mein Herz in Liebe brennt. 50. Mit der scheidenden Sonne beginnt das Geraschel der Blätter im Baum, und Gezwitscher der Vögel ist bald für die Lauschenden schönste Musik. 51. Mit freundlichen Worten begrüßt der König die Gäste und winkt dem eifrigen Schenken Bescheid, die Gläser der Recken zu füllen. 52. „Es lebe Armenien!“, ergreift der Nestor der Runde, Graf von Werfelstein, das Wort und „Gedse Hayastan!“, erschallts im Chor. 53. Dem Gesandten des Zaren gebührt vor den andern, dem Gebot aller höfischen Sitte entsprechend, mit gehörigem Spruch einen Toast zu verkünden. „Ich habe“, so ruft er mit tönender Stimme, „in Ani die eintausend Kirchen gesehen. Der Herrgott beschütze das Land und die Menschen! Erhebt von den Sitzen euch, lasset uns trinken den goldfarbnen Cognac aus edelsten Reben, die Noah einst pflanzte am heiligen Masis und dankend der Gnade des Himmels gedenken!“ 54. „Wir haben“, spricht des Tennos würdevoller Mandarin, im Lande Nippon Sitten, die den euren ähneln: Der Gast, der unter unsren Dächern weilt, geborgen ist er und darf sich sicher sein des Schutzes seines Wirtes. In euren Herzen ist die Tugend, Gäste, lieben Freunden gleich, mit Wärme offen zu empfangen, längst Bedürfnis aller Hay. Der dritte Trunk, er sei gewidmet der Menschlichkeit, die ich erfahren hab in euren Mauern!“ 55. Mesrops Eisenschrift, ihr Brüder, macht` die Bibel uns bekannt. Khutchaks Verse, Sayats Lieder klingen bis ins Morgenland, Komitas Choräle hallen wider von des Atlas Felsenwand. Klein ist euer Land, doch groß das Erbe aller. Schenke! Mach die vierte Kerbe, füll das Glas mit Saft der Reben! Hayastan, hoch sollst du leben!“ 56. „Ihr habt mit Wortgewalt und hohem Sinn das Land in hellsten Farben schön gemalt. Ihr habt versäumt, das Beste zu erwähnen: Wir sahn in die Augen der Frauen hinein, in tiefschwarze, braune und blaue, - dem Meere vergleichen die Dichter Armeniens die Augen mit Recht, wie wir meinen und alles erzählen. Der fünfte und letzte der Lobesgesänge, er gilt den Frauen und Mädchen des gastlichen Landes! 57. In Erwartung des kommenden Tages Wird das Gastmahl beendet zur Mitte der Nacht. Die gesättigten, trunkenen Ritter und das Gesinde des Königs begeben zu Bett sich und schlafen. 58. „Orlando“, spricht der Herold, kaum gehorcht die schwere Zunge, „komm herbei, du Tugendbold, erfreu uns mit der Kraft der Lunge!“ 59. Dem Nachtigallenschlag zu lauschen, begab ich mich aufs freie Feld, ich hörte Liebesworte tauschen, es waren die schönsten von der Welt. Villon, du lobst die süßen Küsse der schönen Frauen von Paris, Villon, du großer Bruder, wisse: Auf dieser Welt ist nichts so süß wie Nachtigalls Geflüster mit den Rosen; sie küssten sich und tauschten ihre Ringe, ach, könnt ich Gajané so kosen, mir Hörn und Sehn, das Singen selbst verginge! Ich hörte kaum, wie sie mit leisen Schritten, die Liebste, zu mir kam. Als sie mich zärtlich in die Arme nahm, erfüllt ein Gott mir meine größte Bitten. Es hat um sie ein großer Kampf getobt, verzeiht, ihr Herrn, dass ich dem Streit entsage, vergesst, ich bitt!, die Mühsal dieser Tage: Wir haben, Gajané und ich, uns diese Nacht verlobt. Epilog 60. Liebe geduldige Leser und –innen, ich danke! Eure Geduld ist unendlich und großer Respekt ist meine Verbeugung vor allen Poeten des Forums! Hab ich nur hundert, nur fünfzig, nur zwanzig, nur sieben weibliche Leser gewonnen und mäßig begeistert, leiste ich gerne Verzicht auf die männlichen User, schlägt doch mein goldiges Herz nur den reizenden Damen. Schluss jetzt und – Amen!
  6. Zwischen meinen Zwischenräumen tummelte sich allerlei, nicht in meinen kühnsten Träumen dacht ich, dass es wichtig sei. Just mein Zahnarzt war begeistert, hat geplant, sehr motiviert, schnell die Lücken zugekleistert und in Aktien investiert. Später baute er ein Häuschen, war sehr früh schon pensioniert, auch daheim sein kleines Mäuschen hatte davon profitiert. Zwischen meinen Zwischenräumen, ja, ich hatte keinen Schimmer, nicht in meinen kühnsten Träumen - fanden sie das Bernsteinzimmer.
  7. Am offenen Fenster sitzend mein Blick geht ins Leere. Ich versuche mich zu erinnern, wie der Frühling riecht - die ersten Tulpen und Freesien, das zarte Grün überall, der frisch gemähte Rasen. Aber meine Erinnerungen verblassen, langsam mit der Zeit - jeden Tag etwas mehr ...
  8. Lena D.

    In mir die Welt

    Mit Sonne im Herzen im Meer aus Gedanken besuche ich Schiffe die damals versanken In der Seele die Vögel frei fliegen hin und her Vor den Augen die Sterne kommen immer näher Danke dir Leben Schicksal komm ruhig her
  9. feinslieb sagst du und suchst in meinen augen die lust die grad das grün in bäume treibt ich seh in dir die heimliche verzweiflung weil dir mein herz und mund dies schuldig bleibt dies lied das immer ich gesungen den blick der deine lust erweckt wenn wir vom frühling ganz bezwungen aus niederen gemächern war’n befreit nun sitze ich in meinem käfig und singe leise nur das klagelied und fühle deine stummen tränen wie deine sehnsucht auch die meinen sieht
  10. Ich lieg hier rum und frier mich ab, es ist so schrecklich kalt im Grab, warum hab ich denn wieder keine Jacke an. Sie müsste auch nicht modisch sein nur Daunen drin und nicht zu klein ich bin da eigentlich gar nicht so wählerisch. Weshalb sind Gräber nicht beheizt, verstehe nicht wofür man geizt, es könnte hier so manches sehr viel besser sein. Am Zimmerservice haperts auch, ich esse so gern Schweinebauch, doch nicht wenn der von dicken fetten Maden ist. Zu trinken gibt es Regenbräu, nur abgestanden und nicht neu, weil's viel zu langsam durch die kalte Erde sackt. Kein Lichtlein strahlt zu mir hinein, wie wünscht ich mir jetzt Kerzenschein, hier unten sieht es wirklich ziemlich trostlos aus. Warum hat man mir nicht erzählt, wie sehr sich ein Leiche quält, dann wär ich doch nicht einfach so gegangen. Das ist verflixt, ich bin gekränkt, weil jeder doch an sich nur denkt, sonst würd es sowas doch nicht ständig geben. Dass jemand ohne Jacke geht, vielleicht ist es noch nicht zu spät und du, du kannst dir schnell noch eine holen... (Melodie hab ich im Kopf)
  11. Anbei der Versuch einer Vertonung des bekannten Rilkegedichtes: Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm, und ich kreise jahrtausendelang; und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang. Idee, Gesang und Gitarre: Elmar Vogel, Oberstimme: Cosima Vogel
  12. Maskiert Karneval ist längst vergangen, doch so mancher ist maskiert, keine Maske - lässt uns bangen, Überlebenschance riskiert! Wie sind Masken nur zu kriegen, müssen wir sie selber nähen? Wie nur diese Pest besiegen, wie das Virus überstehen? Russisches Roulette, fürwahr! Obere Gesellschaftsschichten nichts entbehren - dies scheint klar, deren Himmel wird sich lichten. Ärzte stehn für sie parat, die ein Mittel ihnen spritzen, dann trifft es sie nicht so hart, wie ´ne Grippe sie´s ausschwitzen. Alle Menschen sind zwar gleich, nur sind manche gleicher, eben, Schere zwischen Arm und Reich, sie entscheidet über Leben!
  13. ein stäubchen pracht im schimmer nacht in dem ein silberfunken loht ein warmes glühn, ein sanftes grün ein golddurchwirktes rot ein blumenkind im seidenwind ein blau ins grau geprägt ein leiser klang, ein luftgesang ein flügel, der dich trägt
  14. sofakatze

    anders

    da steht er wieder: stoppschildgleich, doch schwankend er winkt mir eifrig, fröhlich feixt sein mund ich grüße ihn zurück, ein wenig lächelnd und ein wenig traurig und ihm im geheimen dankend er ist der narrenkönig - nur sich selbst stets narrend in seinem grinsen liegt die schiefheit aller tage gleich einer wippe balancierend seine lage tarierend und so manchen spötter um sich scharend der mit dem finger deutet - für ihn ists ein winken wird er begafft, dann gafft er kerzengrad zurück und niemand ahnt, was ihm sein sinn, sein bisschen glück so denken manche, findet er im trinken sein blick, der friedgemütlich leute streift verfängt sich manchmal nur an straßenweite die frau am gehweg zerrt ihr kind zur seite das staunend, blickerwidernd, nach ihm greift ein letztes mal, die zeit hier war mir nur geliehn ich seh die häuser, gärten, allerweltsgesichter sie ziehn vorbei im schein der straßenlampenlichter vermissen werde ich nicht viel - nur ihn
  15. myminds

    der Tod

    Der Tod. Langsam kommt er Viel zu schnell steht er vor dir All deine Angst kommt in diesem Augenblick zusammen Doch weichen kannst du nicht Hilflos ausgeliefert Bereust du viel Suchst die Wahrheit Doch kannst in der Dunkelheit nichts sehen Mit einem letzten Atemzug verlässt du die Welt Willst vieles mitnehmen Doch alles entrinnt wie Sand Gibt es Hoffnung? Ich weiss es nicht
  16. Endlich bin ich dich los Wie Bauch-Fett hast du jahrelang an mir gehangen, wie oft ging ich dabei, verzweifelt in die Knie? Ausgemergelt, an deinem Krankenbett gefangen, schien für mich die Sonne in deiner Hölle nie. Wie eine Zecke hast du dich an mir fest gebissen, hast die Luft zum Atmen mir genommen. Aus Trotz hast du ins Laken uriniert und geschissen, ja, dein Gift, das hab` ich abbekommen. Zu einmal lebenslänglich hast du mich erbarmungslos verurteilt, deine vorgetäuschte Angst vor dem Alleinsein, die hast du nie beurteilt. Keinen Dank, im Gegenteil – Häme und wahrlich, nie ein liebes Wort, nur in Gehässigkeit und Bosheit, Selbsthass und Ichsucht hast du dich verbohrt. Tausend mal wollt` ich dich vergiften, so wie eine Ratte, ich habe mich gehasst, weil ich den Mumm nicht dazu hatte. An einer Gräte bist du nun jämmerlich erstickt, dein Lieblingsfisch, der war es, der hat dich heut` gefickt. Ich bin dich los, doch Angst hält mich schon längst gefangen, kann ich denn mein Leben, noch einmal neu anfangen? Ich weiß doch gar nicht, wie das geht, ob sich noch Willen in mir regt? Nur sich klammern, wie ein Parasit am Wirt, wurde mir Tag ein Tag aus, stets als Muster vorgelebt, bitte Herr, sorg` dafür, dass das nicht weiter vor mir schwebt und dass das vor meinem Tode in mir stirbt. Ansonsten nehme ich den Strick und lauf ` aus diesem Leben weg. Martin Heide
  17. Es wurde wohl auf der Welt noch nie ein Wort so oft gleichzeitig ausgesprochen Mit ihm bezeichnet man sonst was Könige auf dem Kopf tragen Auch die Queen hat so eine Genauso heißt die Monarchie in Spanien Das Virus selbst fühlt sich schon wichtiger als Krebs Macht ein Nickerchen auf der Fith Avenue Schlummert auf der Champs Elysee Es ist Zeit dieses Wort nicht mehr in den Mund zu nehmen Ich fange damit an!
  18. Aus der erweiterten Empfehlung der Geschichte der Zeit hat der Entschluss sich zu bewegen dich sichtlich erfreut, es sind die unerforschten Gegenden, die uns faszinieren, genau deshalb möchte ich gerne meinen Schmerz reflektieren. Um den Kern zu studieren braucht es Inspiration, die gesellschaftlichen Normen schwingen zu monoton. Es geht um autonome Wertschätzung, ich will meine Flügel spreizen, auf das dicke Pferd setzen, in Richtung Süden reiten. Unbeschwerte Zielformulierung ist das Gütesiegel, außerplanmäßiger Feinschliff, der die Zukunft spiegelt, ich bin unerreichbar für Resignation, erfahre vertikale Gleichheit durch Gravitation, wenn ein Vogel seine Sehnsucht nach Erdung mit den Wolken teilt, der Maulwurf überlegt, warum für ihn nicht die Sonne scheint, dann können sich die Gegensätze wieder vereinen, Wunden sich verschließen und Gedanken verheilen. Ich bin mein Geschenk und ich darf mich zerteilen. Nichts gehört niemandem, alles ist meins. Alles ist eins, atme ein, wir sind klein, impertinent bewirkt die Lässigkeit den Spielfluss des Seins, dieser Moment ist mein Freund, klingt wie flüssiges Gold, ehrlich unentbehrlich überzeugend gewollt, aus dem Brunnen meiner Zuversicht schöpfe ich Freiheit, also hör zu, wenn der Zufall spricht, ein kryptisches Highlight. Schön, das ihr dabei seid, alleine wärs ein Schuss ins Blaue, ich liebe es zu zweit, ich bin eine Turteltaube grün denkt lenkt lieber links in Richtung retroanthrazit, Ehrlichkeit gewinnt an Gewicht durch Phantasie rhythmisch klingt der Westwind nach neuer Melodie, wird lyrisch unterschätzt voller Melancholie unsere Seelen sind verbunden durch galaktischen Tanz, theoretisch darfst du fühlen, was du praktisch schon kannst. Im eigentlichen Sinne wäre Zukunft gern Vergangenheit, schweigende Verstimmung schreit nach mehr Gelassenheit, der Schlaf verfolgt die Einsamkeit erwachender Erlebnisfilme, unbewusst erzeugt mein Geist die Farben des gemalten Bildes, im Umkehrschluss entwickelt sich ein positives Defizit weil Zärtlichkeit im Überfluss mit Liebe durch die Decke fliegt, ich raste aus vor Leichtigkeit und transformier zum Zeppelin, Endorphine Therapie entführend aus der Lethargie. Philosophie agiert mit Diplomatie, indikativ erlebst du dich als Musik, mein Teich erscheint im Relativ als Spiegel der Entfaltung, ein Selbstbild malt die Symphonie als Trieb der Arterhaltung. Es ist wahr, ich bin ein Mensch, eigenständig und grundgeerdet, universgelenkt aus dem Kreis jener Ursprungssterne, der Kosmos eines Anfangs entspringt aus meiner Hand, ich bin dimensionsgeteilt als Vermittler der Wand. Dahinter liegt verborgen die gemeinschaftliche Formel, unser Licht vertreibt entsorgend die selbstkreierten Sorgen, das Monster einvernehmlich entzweifelt und geheilt, jene Demonstration wirft durch Kerze allen Scheins deine Schönheit des Schattens, die Perle der Dunkelheit, Entfernung eines querverwebten Netzes aus Traurigkeit, die lustige Verletzung der sympathischen Spinne erzeugt die Narben, an die ich mich immer gerne erinner, ab hier wird’s ab sofort immer schöner statt schlimmer, entkomm der Sterblichkeit durch Worte meiner inneren Stimme, in der oasenreiche Wüste mit geschmeidigen Kakteen, winkt die förmliche Begrüßung nach der Ewigkeit des Wiedersehens. Klare Sicht ist phasenweise fortschrittlich und unentbehrlich, tosende Vorhersehung verhält sich leider ungefährlich, ganzheitlicher Rhythmus in Halbwertszeit getimed, die Spaltung des Hormons lässt mich glücklich verzeihen. Ich trinke Lava aus der Sonnenquelle, surfe auf der Gammawelle, atme atomarisches Vulkangestein und spalte Grenzen, hergeschickt zum Zeichen setzen, wärme mich an Reibungsflächen, will Verrücktes neu bedenken, seichte Kurven steiler lenken, Morgenröte fließt aus meinen Augen Richtung Illusion mein Herzschlag pumpt die Kernfusion, du siehst mich durch dein Teleskop. Ich schreibe in die Atmosphäre, was uns vereint, ich bin ein Geschenk und du brauchst mich nicht teilen, kosmische Belehrung, die dich stilvoll erreicht, Dreifaltigkeit entsteht durch 5-2, Vergänglichkeit ist relativ, alles ist eins, alles ist meins, ich atme aus, wir sind klein, steh auf dem Klimax des Reims, bin aus dem Zwiespalt befreit, impertinent bewirkt die Lässigkeit den Spielfluss des Seins. Der Entschluss sich zu bewegen hat dich sichtlich erfreut, aus der erweiterten Empfehlung der Geschichte der Zeit.
  19. panini

    amor und psyche

    Ein Verstand wie ein Moloch Entzieht Energie Wo alle Worte harren Wo die Grammatik Zeit erschafft Wo die Träume singen Und hilflos um Frieden ringen Wo der Mensch sich ist Ohne zu sein Ein Verehrer der Wahrheit Ein Gegner des Scheins Dieser Moloch ist das Ich Das aus Erfahrung spricht Und nun noch mehr Worte ans Licht rückt Das von Dunkelheit Umschlungen Alle Versprechen bricht
  20. Du batest mich mit Blicken, dich zu küssen. Was wenn wer davon erfährt? Der Augenblick wird wohl vergehen müssen, gleich, wie sehr er sich auch wehrt. Wir schauten beide in den sternverschneiten Himmel unsrer stillen Träume und tauschten unversehens Heimlichkeiten in dem Schutz der Tannenbäume. Wir hielten, dass uns nicht die Tränen kamen, Abschied, flüchtig wie der Wind. Wie lange dürfen Freunde sich umarmen, eh sie mehr als Freunde sind?
  21. die Poesie der Physik verdichtet deine Beschaffenheit lyrische Töne schreiben deine Gedanken Herzensmusik spielt deine Bilder in dir spricht die Sprache aller in dir sieht das Auge aller in dir denkt der Verstand aller du bist zuhause in dir
  22. Elfriede ergriff einst in Reda zwecks Dichten beherzt zu 'ner Feda, da kam ein Verlega und kaufte per Meta nicht's Machwerk - Elfriede samt Feda! (Doofe Pollen! Aber für ein bisschen Quatsch reicht's bei mir immer noch aus. )
  23. sofakatze

    sternschnuppe

    heute nacht sind mir die sterne schnuppe ich wünsche mir - nichts als im glanz deiner augen mit schimmernder bahn zu verglühn
  24. Hallo Mitbewohner, ich wollte in meinem Leben immer schon mal etwas puristisches machen, ein Lied ohne großen Schnörkel. Das hört sich jetzt vielleicht einfach an, aber ich habe zehn Jahre auf den richtigen Einfall gewartet. Der erste Gedanke, wenn man die Musik hört, wird wahrscheinlich sein, das kenn ich doch. Richtig, die Akkordfolge ist so simpel, das sie wahrscheinlich schon zigtausend Fach verwendet wurde. Aber es ist wie beim Schreiben, es kommt auf die Komposition an. Ich habe an dem Gesang, oder eher Sprechgesang, keinerlei Nachbearbeitung vorgenommen. Es ist also genauso krumm und out of time, wie ich es ins Mikro gesungen habe. Das hat mich doch einiges an Überwindung gekostet! Denn erstens, mag ich den Klang meiner Stimme nicht und zweitens, da ich kein Sänger bin, treffe ich auch nicht jeden Ton. Aber „no risk, no fun“ Wer mag, kann es sich gerne einmal anhören und es darf wie immer gemeckert werden. grüßend Freiform https://youtu.be/6ZdOxeWMYkg Pur oder on the rocks Suche manchmal die Zweisamkeit geh in eine Bar und singe ein Lied hoffe das du dann auch dort sitzt und es dich zu mir rüber zieht Ich bestell zwei Gläser Whisky am besten pur oder on the rocks wir lassen die Zeit verstreichen die Jukebox läuft around the clock Komm doch mit mir Baby oder fühlst du dich nicht allein in dieser Nacht kann ich dirs geben ich hab noch einen Schein Komm doch mit mir Baby ich weiß du bist morgen früh weg für mich warst du die Erlösung für andre bist du nur Dreck Später gehen wir dann ins Hotel in die Suite der einsamen Herzen ich bringe dich erst in Stimmung mit meinen frivolen Scherzen Ich weiß du willst mich nicht lieben du willst einfach nur mein Geld aber vorher werd dich entführen aus deiner Gefühlswelt Komm doch mit mir Baby oder fühlst du dich nicht allein in dieser Nacht kann ich dirs geben ich hab noch einen Schein Komm doch mit mir Baby ich weiß du bist morgen früh weg für mich warst du die Erlösung für andre bist du nur Dreck Als ich morgens früh aufwach liegst du immer noch neben mir ich frag dich warum du nicht gehst du sagst es war so schön mit dir
  25. Elmar

    Schrödingers Katze

    Als ich geboren wurde erwachte die Welt. Sie schließt ihre Augen mit mir. Jeder meiner Wimpernschläge eine Belichtung der Wirklichkeit. In der Dunkelkammer der Möglichkeiten schlummert, was das Licht nur enthüllt.

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