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  1. Carolus

    Die Anderen

    Die Anderen treiben Nägel in die Herzen der Rosen, zerreiben Tränen mit ihren Stiefeln, füllen im Keller Fässer mit Explosivem, legen Lunte und Feuerzeug bereit. Brandstifter sind sie. Längst brennt das Dach der Welt. Sie kümmert es nicht, wenn Regen aus Glut und Asche auf das gemeinsame Haus niederprasselt. Aus dem Dunkel kommen sie, Geschöpfe, Werkzeuge einer Macht, die aus der selben Lebensquelle schöpft, wie jene, die ihnen widerstehen. Sagt nicht Laotse, das Schöne sei ohne Hässliches, das Gute nicht ohne Böses erfahrbar? Was macht jene zu Helfern menschlicher Hölle? Sie kennen nur Wahrheiten, die sie selbst erfinden, sie lügen, verführen,. täuschen, betrügen Menschen, bis Massen ihnen verfallen. Ihr Gift versuchen sie mit List gleich Viren in Herz und Hirn zu streuen, damit ein letzter Rest an Menschlichkeit zugrunde geht. Ist ihr Erfolg Teil unseres Versagens? Haben wir dem Dunkel in ihnen und in uns zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt? Jedenfalls ist Mensch werden, sein und bleiben schwieriger als wir jemals angenommen hatten.
  2. Transformation Weißt du, was dich unwiderstehlich drängt, deinen Armen Flügel, dem Körper das Gewicht von Vögeln zu verleihen, um federleicht dich zu erheben zum Tanz in göttergleichem Feuer? Weißt du, welche Kraft dein Herz entflammt, die dich alles fühlen, dich spüren lässt, wie eine Woge dich über Grenzen schleudert in einen endlosen Raum, wo du im Äther unbegrenzter Freiheit surfen kannst? Ahnst du, dass jene Kraft des Tanzes, von einer höheren in dir geweckt, den Augenblick der Liebe dir erschließt, wo du, in andrem Sein neu geboren, dankend dich im Licht erhebst als Wesen, das unsterblich?
  3. Carolus

    Zwischen Nacht und Morgen

    Zwischen Nacht und Morgen Noch deckt ein schwarzer Vorhang aus nächtlichem Vergessen die Szenerie des Alltags vieler Arbeitnehmer. Lichtlos stumme Straßenlampen. Nur eine schwankt im Wind, streut diffuses Licht über Pfützen. Das Stückchen Fahrbahn, ein Flickenteppich aus Schatten und Lichtreflexen, verliert sich im Dunkel. Urplötzlich Scheinwerferlicht: Nahegelegenes, grell angestrahlt. Eine Weile noch das Rot des Rücklichts. Einige Fenster schon mit Licht. Jetzt diktiert der Uhrzeiger den Tagesablauf. Heißes zuerst statt Herzenswärme. Draußen vor der Tür: Der Duft des Sommers verflüchtigt sich im herben Geruch kühlen Herbsttags.
  4. Carolus

    Herzenswunsch

    Herzenswunsch Komm, reich mir deinen Pfirsichmund und küsse meine Seele! Auf steppentrockner Sommerflur sei Regen! Hinterlasse eine Spur von frisch erwachtem Leben. Dort öffnen zarte Blüten ihre Blätter, verbreiten einen herbstlich süßen Duft. Wie gerne wäre ich die Luft, die deinen Körper Nacht und Tag umgibt die deinen Atem spürt und deine Haut wie meine eigne liebt. Komm, lass uns unsere Seelen wie zwei Sonnenstrahlen Hand in Hand durch`s Wolkendunkel unsrer Tage gehen, bis wir am Horizont ein andres Ufer sehen.
  5. Der Weg zum andren Leben Jenseits der Stürme unsrer Zeit, befreit für Augenblicke, regt machtvoll sich die Kraft des unerfüllten Lebens. Erwacht zerreißt sie das Netz aus Konventionen und Gewohnheit, dehnt weit die schützende Haut. Die Arme breiten ihre Schwingen aus und schweben, gelöst von Erdenschwere, über Zurückgebliebenes, wo Tage, Wochen, Jahre geblüht, und welk in der Erinnerung versunken. Angezogen vom Licht gleitet die Kraft auf Wellen von Energie. Hingerissen von der Glut allen Lebens, erfährt sie jenes „Wandle dich und werde neu!“ Und wie ein Phönix steigt sie aus der Asche auf, gestärkt für ein Dasein, das sich in einem fort verzehrt und neu sich bildet.
  6. Carolus

    Beipackblatt für Liebe

    Beipackblatt für Liebe Wenn in deinem Herbst das Salz der Jahre aufgezehrt, getrocknet die heimlichen Tränen und du keinem die Schuld gegeben, warum dich dein Verlangen nach Zartheit und Umarmen immer tiefer In das Leben trieb, wirst du vielleicht begreifen: Mit deinen Seelendefiziten solltest du erwachsen werden, dich an ihnen reiben, um endlich zu dir selbst zu kommen, denn jenseits des Ichs beginnt, was Liebe in deinem Leben bewirken kann. Am Ende deiner Tage wird das Schicksal deine Liebe auf die Waage legen und prüfen, ob du an ihr gescheitert oder ein liebenswerter Mensch geworden.
  7. Carolus

    Impression

    Impression… im Garten von Cézanne am frühen Nachmittag. Mild und lau die Luft. Verschlafen erlahmt ein Windhauch am Zaun. Wasserspinnen im Teich ruhen lustlos. Fast unbemerkt schwanken Schilfrohrkolben. Ein wenig dämmert, träumt der Maler. Im Halbschlaf prüft er die Wirkung von Farben und Licht hinter seinen Augenlidern, mischt im Geist ein Dutzend Frühlingsgrün auf der Palette, setzt Weiß von Kirschenblüten daneben, fügt noch ein gewisses Rot von Tulpenkelchen hinzu. Das Blau des Himmels wird er dem Augenblick überlassen. Ungewollt hebt er das rechte Augenlid, seufzt. Im Blick die Blüte einer jungen Frau auf einem Veloped. Schon ist sie vorüber. Eindruck wie Bild aber leuchten vollendet auf der Leinwand seiner Seele.
  8. Selbstgespräch eines Sprinterfahrers Wer hört noch meinen Schrei? Die Flüche! Wer sieht, wie meine Wut sich Bahn bricht? Könnt alles hier, diesen Tisch, den Stuhl da, den Schrank kurz und klein schlagen. Jawohl, einfach kurz und klein, danach anstecken! Was aber dann? Was jetzt? Um 21 Uhr, erschöpft. ausgelaugt. Reicht nur für eine Flasche Bier. Dann einfach weg. Alles vergessen. Bist du mit 26 Jahren fix und fertig? Am Ende, wenn jede Anstrengung umsonst? Sturmklingeln, Paket vor die Tür, noch die Unterschrift und weiter, sonst ist die Tour am Abend nicht zu Ende. Das alles für einen Lohn, der vorne und hinten nicht reicht. Manchmal trete ich unterwegs das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Dann heult der Motor auf für mich. Könnt ohne Skrupel den Wagen an den nächsten Baum fahren. Nein, verdammt noch mal: So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt! Ich mach jetzt die Kiste aus. Was die da reden? Haben die eine Ahnung, wie es mir geht?
  9. der krug der zeit daraus du trinkst wird leerer füllen wird er sich mit unendlichkeit sobald du seinen grund erreichst die leere kann dich nicht mehr ängstigen niemals wieder wirst du durstig sein
  10. Carolus

    Lieber Amadeus,

    Lieber Amadeus, ob meine Zeilen nach mehr als zwei Jahrhunderten Dich erreichen können, weiß ich nicht, vielleicht doch, denn schließlich ist alles mit Allem im zeitlosen All verbunden, weit über das Ableben unserer leiblichen Kokonhülle hinaus. Nicht umhin kann ich, Deine zeitlosen Kompositionen mit den ausdrucksvollsten Tönen virtuoser Opernsänger zu lobpreisen. Dein Zauber ist`s, der meine Seele öffnet, mir tausend Facetten und Nuancen überschäumender Freude und schmerzerfüllter Trauer aufzeigt. Zu einem beflügelnden Menuett tanze ich einen Frühlingsstrauß bunter Gemütsregungen, schmecke hinschmelzend den Jubel zweier Geigen, der Viola und des Cellos. Unerwartet leuchtest Du mit einem Male in die Schattenwelt meiner Seele, wissend um menschliche Zerbrechlichkeit, weckst in ihr Gefühle von Mutlosigkeit, von abgrundtiefem Verlassensein. Wer verlieh Dir die Fähigkeit, mich wie ein Dämon an der Hand zu nehmen, mich aus finstrem Abgrund hin zum Licht zu führen? Wer hat Dir die göttliche Gabe geschenkt, in Tönen statt in Worten zu fühlen, zu denken? Amadeus, freu Dich über mein Dankeschön! Wisse, was Worte kaum vermögen: Deine Musik erfüllt mich mit Leben. Reicher fühle ich mich, glücklicher, seit ich begonnen habe sie zu lieben.
  11. Carolus

    Zärtliches Erwachen

    Zärtliches Erwachen Sanfte Töne, erstem Morgenlicht entlockt, schweben über dem Erwachenden. Klänge einer windumspielten Harfe begleiten schlaftrunkene Augen. Auf dem Ausflug in eine taufrische Region proben Vögel den Anfang ihrer Tagesmelodie. Rasch zerfließen Nebelschatten unter Sonnenfingern. Befreit von dunklen Hüllen stellen sich Bäume, Wiesen, Häuser auf. Schon färbt die Hüterin des Lichts die Wolken zuerst in rosaroter, allmählich in ginstergelber Farbe ein. In letzterer ist längst mein Stern versunken. Erneut wird er mir leuchten in wunderreicher Nacht, wenn Venus mir am Himmel wieder huldvoll lächelt.
  12. Gast

    Lebenserfahrung

    Von der Brennessel solle ich mich fernhalten lernte ich als Kind Sie brenne furchtbar und rufe Jucken hervor Und ich erinnere mich dass ich geradezu wimmerte als ich Bekanntschaft mit dir schloss irgendwann als Kind Brennessel du ungepflegtes Gestrüpp heut schreckt dein Brennen mich gar nicht mehr Ich weiß nun wie ich dich zu greifen hab Und eine liebe Hexe zeigte mir dass du Tee bist und ein gutes gesundes Kraut in jedem frühsommerlichen Salat Spendest mir Vitamine und bist den Raupen der Tagpfauenaugen Nahrung. Wem schenke ich nur ein Sträußchen von dir? 🦉
  13. Carolus

    Wetterfahnen auf Sturm

    Wetterfahnen auf Sturm… In Nächten ohne Sternenlicht starke Winde rütteln an Gebäuden, schütteln Bäume, reißen weg, was nicht gesichert. Wilder wüten Böen auf der See, peitschen Winde vorwärts, treiben tonnenschwere Last ungebrochen hin zum Land. Hier und da ein Licht auf und nieder tanzt. Schiffe, unterwegs mit Menschen, mühen sich, Wassermauern zu durchstoßen. Am fernem Land ein Licht aufblitzt, weist sichren Weg zum Hafen. Für Augenblicke fühlt es sich an, als ob man kurz vor eigner Haustür stünde. Gleich jenem Licht erhellt die Liebe deinen Weg in finstren Zeiten. Vertraust du ihr, bewahrst sie deine Seele vor Untergang, vor Dunkelheit und Leiden.
  14. Gast

    Kein Gedicht

    Verortung als Kind wollte ich immer bei den Indianern sein die Cowboys fand ich doof ich wusste, dass ich am Ende sterben muss das war mir egal wahrscheinlich hat mich Uwe immer erschossen aber die Kugeln pfiffen ja nur so um mich herum als Kind lernte ich Loi, den Vietnamesen, kennen ich war zu jung, um unsere Welten erkennen und verstehen zu können aber seine Gegenwart tat mir immer gut er saß so brav auf der Familiencouch er sprach so zart, so zerbrechlich er lernte in unserer DDR einen Beruf für den Aufbau seines sozialistischen Landes nach dem Krieg gegen die US-Aggressoren er war gern bei uns zu Gast, hatte ich das Gefühl als wir einmal ihn besuchten im Wohnheim für die vietnamesischen Vertragsarbeiter stellte ich erstaunend fest dass es auch vietnamesische Frauen gibt sie sangen sanfte Lieder zur Gitarre und lächelten viel und hatten so wunderschöne lange schwarze Haare "das sind ja fast Indianer" dachte ich, das Kind auch ein Mädchen mit Downsyndrom kam eine Weile regelmäßig zu uns wir aßen und machten Spaziergänge und aßen und spielten und brachten sie am Abend heim es war schön, sie lachen zu sehen meine Eltern machten wohl nicht alles falsch aber die wenigen Male dass mir in meiner Kindheit fremde Menschen mit dunkler Haut und bunten Kleidern und krausen Haaren begegneten, ließen mich doch zum Gaffer werden Mutti - Vati - was ist das für ein Mensch? ich weiß nicht was sie antworteten ich kann mich nicht erinnern dass jemand bei uns "Neger" sagte wahrscheinlich "Afrikaner" auch "Fidschis" gab es in meiner Kindheit nicht wir wussten dass es Vietnamesen waren mit ihnen hatten wir Freundschaft geschlossen später kamen Algerier in die Stadt das gab Krach Messerstechereien um Mädchen, Frauen die waren oft laut und FRECH und FAUL UNDANKBAR SIND DIE hörte ich die Leute sagen DIE SOLLEN IHRE DRECKIGEN FINGER VON UNSEREN FRAUEN LASSEN! hörte ich Deutsche sagen ich fand sie interessant und wild ein bisschen wie Apachen und machte einen Bogen um sie grad weit genug um ihre brennenden Augen noch zu sehen als die Chinesen kamen die Angolaner die Cubaner war ich schon mit anderen Dingen beschäftigt als neugierig durch die Stadt zu laufen ich wusste es gibt sie wahrscheinlich würden sie irgendwann auch nicht mehr da sein wie meine Vietnamesen und wie die Algerier 1990 fielen Grenzen
  15. Carolus

    Dem Tango hingegeben

    Dem Tango hingegeben wirbeln Im Spannungsfeld der Tanzenden die dürstenden Körper von Weib und Mann, hasten vorwärts, drehen Kurven, wenden sich, ein Zickzack folgt. kurzes Innehalten und weiter. Wieder umfassen beide einander, lassen tanzend im Augenblick Unerwartetes im Licht aufblitzen. Augen werfen Flammen, setzen Sehnsüchte in Brand, springen über, drängen zum Umarmen, schmiegen sich an, lassen los. Vom Verlangen gefesselt, loten sie Haut und Wärme aus, tauchen, atemlos, außer sich, in den „Kleinen Tod“, in das Glück ihrer hundertzwanzig Minuten. Nach der Rückkehr in Drangsale ihrer Alltagsmühle erinnern sich zwei Seelen, stemmen sich trotzig gegen niederdrückende Schwermut, träumen von jenen Augenblicken, die beiden die Lust am Leben erhalten.
  16. Carolus

    Alles, was du brauchst,

    Alles, was du brauchst, ist jene ungeheuerliche Kraft, die Äther und Atem bewegt, den Körper bis in die letzte Zelle durchdringt, ist jene unfassbare Macht, die tief in uns neue Glut entfacht und Flammen hell nach oben treibt, ist jener unberechenbare Wind, der zart und wild auf offnes Erdreich trifft, zerstört und streichelt, wie es ihm gefällt. Mit einem Male kann Gewohntes schal und hohl erscheinen, im inneren Feuer zu Asche verglüht. Träumend, schlafend, lachend oder weinend räumst du Ballast und Müll abgelebter Zeiten aus der Seele, beginnst von Neuem, durchdrungen von jener Kraft, mit der du „Berge versetzen“ könntest.
  17. Gast

    vom Unaussprechlichen

    Da lass ich mich am Abend von Neil Young bejaulen und plötzlich wird mir irgendwie bewusst, dass dein Leiden mein eigenes Sterbenwollen nach hinten geschoben hat. Ich erzähle dir aus meiner schattigen Ecke vom Licht des Lebens und glaube sogar daran. Aber alle Lichtschalter klappern nutzlos. Der Atem geht immer öfter bewusst durch den Körper. Angespannt lausche ich in die Zellen hinein. Was teilt sich noch, was zappelt, was stirbt ab? Ganz selbstverständlich stelle ich die innere Uhr auf Erwachen. Tag für Tag. Für dich für dich und die Neugier in mir. 🦉
  18. Carolus

    Zwei Sonnen

    Zwei Sonnen treten in meinen Morgen ein: Lächelnd und greifbar nah die eine, strahlend und fern die andre, spürbar auf meiner Haut. Empfindungen, durchtränkt von Seligkeit, sprudeln ans Tageslicht: Strahlend Erhebendes, Göttergleiches. In stillem Einvernehmen wagen wir den ersten Pas à Deux. Doch alle Gestik, alles Drehen, Wenden, Winden, Wirbeln reicht nicht hin, Gefühltes im Tanz restlos auszudrücken. Bald weiß ich nicht mehr, wer und wo ich bin. Alles wird Musik, erfüllt mich mit Dankbarkeit. Zusammen überfliegen wir die schönsten Plätze unserer Erinnerung, steigen auf zu Höhen, wo Freisein und Heimat für jeden zu Hause. Zumute ist uns, als setzten wir einen Fuß auf die Erde eines unbekannten Landes, wo einst die Götter zu Hause. Ihren leeren Himmel beleben wir mit Sternen, gefüllt mit unseren Sehnsüchten nach liebendem Einssein mit allem, was ist.
  19. Carolus

    leben mit ihr

    leben mit ihr ihr lächeln mein täglich brot ihre umarmung meine butter honig ihr Kuss
  20. Carolus

    Beim Gang in einen Sommermorgen

    Beim Gang in einen Sommermorgen nur wahrnehmen - die Düfte nach dem Regen, - die frische Kühle auf der Haut - die Vielfalt von Grünem - die Geräusche von Steinen und Wurzeln - das Gezwitscher der Waldvögel - das Handzarte windbewegter Gräser - die Walderdbeeren auf der Zunge nur fühlen, spüren, riechen, hören und schmecken, was ist. Dasein im unbewussten Sein einmaliger Augenblicke, frei von der Knechtschaft der Gedanken, ist Eins-sein mit allem!
  21. Gast

    mit der Familie

    1968 oder so Wir mussten früh aufbrechen da schlief ich sicher noch im Fahrradkörbchen ein Kissen vor mir auf dem Lenker Unter der Hirschledernen die Strumpfhose darunter Gänsehaut Morgenkühle Bahnfahrt mit Fahrrädern und Eimern und leeren Konservendosen Im Rucksack Pakete mit Broten Ich mochte besonders die mit Spiegelei Zwei Thermosflaschen mit Tee Dann Halt auf einem kleinen Flämingbahnhof Morgendämmerung Fröstelndes Eindringen in den Wald Suche nach einem guten Stück Aber wir kannten unsere Stellen Die Vögel sangen Spechte klopften Alles hatte seinen Widerhall Beeren trommelten leise in die Dosen eine viertel, eine halbe Stunde sammeln dann in einen Eimer schütten Langsam wird alles blau die Finger die Hosen die Hemden die Lippen die Zungen Langsam werden die Eimer voll Es gibt eine wundersame Geschichte von mir da kann ich höchstens drei gewesen sein Ich bin beim Sammeln verloren gegangen Wir haben sie gern erzählt im Familienkreis Immer wenn es später Blaubeertorte gab irgendwo
  22. „Verflucht“ scheint mir der Anfang dieses wirren Säkulums , als ob die unbeglichnen Rechnungen, von einer Generation zur nächsten angehäuft, jetzt uns den Atem zum freien Leben drosselten. Hat jemals eine überirdische Gewalt Länder, Menschen, Kontinente zu Hungersnot und Elend gezwungen? Sorgte sich je die Mehrzahl der Satten um das Wohlergehen derer, die auf Suppenküchen angewiesen? Das Schicksal unserer Natur, das Bild, den Zustand dieser Welt formt jeder von uns mit als Täter, Opfer oder Richter. Sein Handeln fließt tagtäglich ins abschließende Urteil ein. Noch sind wir auf Bewährung hier, um ein rechtes Maß zu finden und Antwort auf die Fragen: Was hab ich dazu beigetragen, dass Leben sich noch in Zukunft lohnt? Wie weit bin schuldlos schuldig ich und werde es?.
  23. Gast

    Beim Flanieren

    Quer durch den Park ein Stück der alten Stadtmauer Immer gehe ich seit Jahren schon auf der östlichen Seite entlang Dort wo der Sportkäfig steht und die jungen Leute den Sommer feiern und aus dem düsteren Schatten alter Platanen und Kastanien und Linden und Eichen heimlich sehr besondere Kräuter gehandelt werden ... ist es lebendig und laut und angenehm Warum gehe ich nie westlich der Mauer frage ich mich und lenke meine Schritte dorthin und entdecke kaum fünfzig Meter entfernt eine andere Welt An streng rechtwinklig ausgerichteten Tischen des Teehäuschen-Biergartens sitzt mehrheitlich verdrossen das urdeutsche Publikum das nie die paar Schritte nach drüben gehen wird hoffe ich
  24. Gast

    Zur Familienfeier kommt ...

    Festgelegt auf Käsetorte kommst du froherwartet anmarschiert Trägst vorn deine Käsetorte lächelst siegessicher vor dich hin und stellst deine Käsetorte auf den frisch gedeckten Tisch – Doch was ist das was ist passiert Verwirrung allenthalben Wieso weshalb warum riecht denn der gut gebräunte Käsekuchen auf dem frisch gedeckten Tisch irgendwie nun nicht sehr lecker nach nicht ganz frisch gefang'nem Fisch? Im Internet entdeckt: Neues Rezept, noch nie probiert, etwas abenteuerlich, mit lieben Grüßen – aus Schweden. Na logisch! Käsekuchen mit Fisch – das ist wikingerisch!
  25. Über Wesentliches Eine schöpferische Einheit bilden Körper, Geist und Seele in jedem Menschenleben. Erkrankt ein Teil der Dreiheit, leiden die beiden anderen, helfen auf dem Weg zur Heilung, heißen ihn willkommen. Sind Seele und Geist erkrankt, trifft es den Körper schwer. Letztlich kann nur der Schnitter diese Drei zertrennen, entzieht er Seele und Geist das Wohnrecht beim Hingang des Körpers. Die Frage bleibt offen: Wohin gehen Seele und Geist, wenn der Körper nicht mehr "lebt"?
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