Zum Inhalt springen

Poeten durchsuchen

Zeige Ergebnisse für die Stichwörter "'märchen'".

  • Suche mithilfe von Stichwörtern

    Trenne mehrere Stichwörter mit Kommata voneinander
  • Suche Inhalte eines Autors

Inhaltstyp


Forum

  • Gedichte
    • Experimentelles und Wortspieldichtung
    • Feiertage
    • Flora und Fauna
    • Freundschaft
    • Gedanken
    • Herzensangelegenheiten
    • Hoffnungsschimmer
    • Humor & Satire
    • Fremdsprachige und Mundartgedichte
    • Mythenreich, Religion und Fantasiewelten
    • Philosophisches
    • Politisches und Gesellschaftliches
    • Schattenwelt
    • Sinnestanz
    • Weisheiten
    • Weitere
  • Besondere Gedichtformen
    • Japanische Formen
    • Hexameter und Distichen
  • Prosa
    • Aphorismen und Zitate
    • Aufsätze, Sachliches, Ernstes
    • Fantasy und Science Fiction
    • Kinder und Jugend
    • Krimi, Horror und Gruseliges
    • Kurzgeschichten
    • Märchen, Fabeln, Mythen und Sagen
    • Romane, Novellen etc.
    • Satire, Jux und Tollerei
    • sonstige Texte
    • unendliche Geschichten
    • Archiv
  • Dramatik
    • Theaterstücke
    • Rollenspiele
  • Hörbares, Sichtbares, Minimalistisches oder Experimentelles
    • Cartoons und Karikaturen
    • Songtexte
  • Gemeinschaft
    • Entrée
    • Wohnzimmer
    • Schulzimmer
    • Spielzimmer
    • Bibliothek
    • Keller
  • Wettbewerbe, Veröffentlichungen und Termine
    • Die Feder des Monats
    • Ausschreibungen und Wettbewerbe
    • Buchveröffentlichungen unserer Mitglieder
    • Lesungen - unserer Mitglieder
  • Tolkien Fanclub's Tolkien & Jackson
  • Tolkien Fanclub's Gedankenspiele
  • Tolkien Fanclub's Fragen & Antworten
  • Die Wälder des Dionysos's Dionysische Elegien (Literarisches, Musikalisches)
  • Claudis Rumpelkammer's Lieblingsgedichte

Blogs

  • Querfeldein - Briefe eines Vergessenen
  • Ein Wort folgt aufs andere
  • Freiform - Mit Vorsicht zu genießen !
  • Worte aus der Stille
  • panini
  • Tagebuch aus der Selbstquarantäne
  • Sonja Pistracher
  • Meine Reise durch Südindien
  • Es ist noch Buchstabensuppe da...
  • Behutsames in Wort und Bild
  • Jesus der Heiler
  • ding ding
  • Online-Lesungen (Gedichte)
  • Eine schamanische Reise...
  • Die Wälder des Dionysos's Dionysische Delirien (Sonstiges)

competitions

  • nur Chaos um uns herum
  • am Meer
  • Angst

Finde Suchtreffer ...

Suchtreffer enthalten ...


Erstellungsdatum

  • Beginn

    Ende


Zuletzt aktualisiert

  • Beginn

    Ende


Suchtreffer filtern nach ...

Benutzer seit

  • Beginn

    Ende


Gruppe


Copyright / Quellenangabe Profilfoto


Wohnort


Lieblings Autoren / Dichter

9 Ergebnisse gefunden

  1. WF Heiko Thiele

    Der Froschkönig

    Auf einem Berg stand einst ein Schloß. Der König ritt mit seinem Roß tagtäglich für zwei Stunden aus und kam dann froh gelaunt nach Haus. Die Tochter, welche tausend schön, sah man derweil spazieren geh‘n. Hat auch das Schloß gar viel zu bieten, wird Saal und Flur von ihr gemieden. Viel lieber geht sie in das Tal, wo leise rauscht ein Wasserfall. Ein Garten ist dort angelegt, worin sie ihre Schönheit pflegt. Weit, zwischen angelegten Steinen, sieht man die Blumen Blüten zeigen. Es wachsen hier die Hyazinthen und Margeriten schön weit hinten. Auch Strauch und Baum gedeihen prächtig. Der Garten wär heut hitverdächtig. Besonders jener alte Brunnen, an dem die Honigbienen summen. Gerade dort an dieser Stelle, an jener kühlen Wasserquelle, springt sie so gerne hin und her und läuft mitunter kreuz und quer. Dabei wirft mit galanter Hand die goldne Kugel, die sie fand am letzten Tag vor Wochenschluß, sie in die Luft mit einem Kuß und fängt im schnellen Elfenlauf sie wieder ohne Mühe auf. Ein Lied hat sie auf ihren Lippen. Dazu, scheint‘s, Blumenstengel wippen. Doch plötzlich, grad beim Ausfallschritt, kommt sie unachtsam aus dem Tritt. Kann sich gerade noch so halten. Der Ball rollt über Mauerspalten zwischen trocknen und grünen nassen Steinen, die den Born umfassen. Er rollt und rollt; es ist zu hoffen, daß sein Geläuf nach außen offen. Zum Unglück neigt sich seine Bahn der Mitte zu. Man kann es ahn‘, was bald darauf ins Wasser fällt: Prinzessins Ball, den niemand hält. Noch ehe sie sich recht versieht, die Kugel in die Tiefe zieht. Ihr ähneln jene bitt‘ren Tränen, die fallen, weil das Mädchen grämend und sehr verzweifelnd an dem Rand der Quelle ihren Sitzplatz fand. Um Hilfe flehend, groß die Not, als ginge es um Leben – Tod. Da plätschert es erneut am Ufer. Erscheint gar Rettung jetzt dem Rufer? Doch ist es eine Kröte nur, ein Frosch aus Mutters Frohnatur. Obgleich hier „nur“ nicht angebracht, denn Fröschlein fragt das Fräulein sacht, was wohl für Trauer sei der Grund. Sie wirke auf ihn ganz gesund. Es fehle ihr zwar nichts am Leibe, doch hofft sie, daß nicht übertreibe sie ihr Unglück in diesen Stunden. „Mein golden Ball ist dort verschwunden.“ „Was, liebe Königstochter, fein, ist, wenn ich hole ihn, dann mein?“ „Dir soll, das werde ich beschwören, all das, was du willst, dann gehören.“ „So sei, wenn ich es recht bedenke, die Zeit für mich an dieser Tränke, alsbald vorbei. Denn mir als Lohn, erbitt ich, daß bei dir ich wohn, daß ich an deinem Mittagstische mir manchen dicken Brummer fische, daß ich in deinem Bettchen schlafe, (Undank vergilt man dir mit Strafe.) und daß ich dann zum guten Schluß von dir bekomme einen Kuß.“ Zwar ist der Wunsch absonderlich, doch denkt Prinzesschen nur an sich. Denkt nur daran, den Ball zu halten in ihren Händen. ‚Schon beim alten wird es dann bleiben‘, denkt sich Frau. „Ist gut. So sei es. Doch nun schau, die Kugel mir alsbald zu bringen, damit ich wieder lustig singen und tanzen kann zu meiner Freude. Es gab genügend Tränen heute!“ Schon sprang hinab ins kühlte Feuchte der Schwimmer schnell, weil es ihm deuchte, zu erlangen des Glückes Sterne weit außerhalb von der Zisterne. Genau so schnell erschien er wieder. Die Kugel hielten seine Glieder ganz fest, damit sie nicht entrann und er den Lohn empfangen kann. Doch diesen Fakt hat unterdessen die Königstochter längst vergessen. Sie greift sich ihren Lieblingsschatz und eilt zum Schloß. Ist für die Katz, des Frosches Hilfe und Bemühen? Muß er den kürzeren draus ziehen? Das ist nicht das, was er gewollt. Daß Tatkraft sie mit Undank zollt. Drum springt er auf Amphibienart die Straße lang und die ist hart und weit und so wird’s Abend, als er ankommt. Sie sich labend am Tisch bei Brot und Wein und Vater. Der Frosch macht draußen ein Theater. Er klopft gar heftig an das Tor. Kommt sich dabei echt einsam vor. „Was mag da draußen vor sich gehen?“ will bald der König es verstehen. Dann meldet man ihm den Verhalt, indes es weiter kracht und schallt. „Nun, Tochter, was hast du zu sagen? Hat er das Recht, hier anzuklagen?“ Unter des Vaters strengem Blick kann die Maid nicht mehr zurück. Die Wahrheit muß sie eingestehen und bald den Frosch am Tische sehen. „Was du dem Helfer hast versprochen, wird niemals hier von dir gebrochen!“ verkündet streng des Königs Macht. Das Schloß sich einstellt für die Nacht. Obwohl das Mädchen es nicht will, er darf ins Zimmer. So ist still. Er springt so gar ins Bettchen rein. Die Maid, sie schreit: „Das darf nicht sein!“ Und als er spitzt gar seinen Mund, wird es dem Königskind zu bunt. Mit ihrer letzten Willenskraft sie es geradeso noch schafft zu packen des Frosches feuchte Hand und wirft ihn schaudernd an die Wand. Die Welt scheint sich ins Nichts zu heben und nichts scheint dies zu überleben. Ein Blitz erstrahlt, der Donner grollt – das Mädchen unters Bettchen rollt. Doch als das Chaos sich verzogen, als wohl vorbei der Hölle Wogen, da traut sich vor der Dame Blick zu sehen all das Mißgeschick. Mitnichten ist die Wand hinüber. Auch liegt kein Mensch im hohen Fieber. Vielmehr sie einen Prinzen schaut, den sie nicht sah, bevor es laut. Mit einem höfisch leisem Lachen, hilft er ihr auf und in die Sachen, die sie zum Schlafe weggelegt. Zur Tür kommt Vater reingefegt. „Mein König, sei er Vater mir. Hier steht ein Mensch, der vorher Tier. Ein böser Zauber hat mein Land und mich durch diesen Fluch gebannt. Die Jungfrau hier hat mich befreit. So halt ich um die Hand an heut, auf daß wir beide glücklich werden und keine Trauer mehr auf Erden.“ Das Mädchen, das alsbald zur Frau, erkannte ihre Chance genau. Sie folgte ihrem Ehemann im kutschenförmigen Gespann. Sein Kutscher, der ein treuer Knabe, saß obenauf und meint die Nabe, die da wohl bricht, wie mancher glaubt, hält zweifellos, ist gut verschraubt. Entgegen sei zersprungen jetzt, was Heinrich jahrelang entsetzt. Was ihn im dunklen Naß gebunden, das sei mit einem mal verschwunden. So glücklich sind nun alle drei. Auch kommt die Dienerschaft herbei und feiern, was für eine Freude, wenn sie nicht tot sind, wohl noch heute. [2009] (Aus meinem Zyklus "Verse aus dem Märchenwald", worin ich die bekanntesten Grimm'schen Märchen in gleicher Gedichtsvorm verarbeitet habe.)
  2. Empfehlung: Vollbildmodus wählen Frau Holle.mp4
  3. J.W.Waldeck

    Atemlose Melodien

    Atemlose Melodien Muschelklirren einer Gedenkschatulle: eingerollte Raupenträume Lebensfunken verheilter Wunde milchsüße Glasmalerei Tränenleben, federleicht... Schneewittchen, märchenhaft vergiftet im Marmorkleid gefühlskalter Schneehaut bloß seine unberührte Brust bebt sacht vor blauen Nebelwäldern der Untergänge Sonnenblut erscheinen Eisblumen: gehauchte Geistertränen Ikonen blasser Mädchenseelen sie weinen auf Strahlenfenstern: ihr Tanz erblüht, wie Zauberschwäne liebevolle Hälse ineinander flechten mit schweigenden Schwingen die Musik träumender Wimpern so unerhört vertraut das kein Tod sie lässt vergessen im ewigen Schwinden gereifter Seelenhauch . © j.w.waldeck 2010
  4. Létranger

    Hänsel und Gretel

    Hänsel und Gretel, heute mal anders erzählt: Zwei faule Teenager wollten von der Welt etwas sehen und liefen aus dem Elternhaus davon, um ihr Glück in der Welt zu suchen. Sie fanden Zuflucht bei einer warmherzigen, tüchtigen Witwe. Dort fanden sie Arbeit in der Backstube in "Lieses Knusperhäuschen". Doch ging es nicht lange gut: Denn Hans blieb faul und aß sich dick am Süßen, sah leider bald schon nicht mehr zu den Füßen, die schlaue Gretel aber, skrupelfrei, trat in den Streik und der Gewerkschaft bei. Und nicht nur das - die Beiden wurden gierig bedienten sich, es war ja nicht so schwierig, nicht nur am Tresen, nein auch in der Kasse, die Liese sahs beim Holen ihrer Tasse. Urplötzlich stand sie hinter diesen Dieben, die hattens wirklich viel zu weit getrieben sie wählte 1 1 O am Telefon, man hört von weitem die Sirenen schon, die Liese schrie und trieb sie in die Enge, und in dem turbulenten Handgemenge hat Liese sich am Ofen bös verbrannt, doch statt zu helfen sind sie fort gerannt. Nach Flucht und Ärger kamen sie zur Ruhe, nun aber drückten die Gewissensschuhe. Erst kam die Einsicht, dann auch das Bereuen, sIe wollten künftig Arbeit nicht mehr scheuen. Nun kehrten die Beiden mit guten Vorsätzen ins Elternhaus zurück, hatten ein Menge wieder gut zu machen, Schulden zu begleichen; doch sie wurden herzlich empfangen und liebevoll wieder in die Familie aufgenommen. Und dieses Happyend, das macht nun froh, denn man verzeiht den Kindern sowieso. Und die Moral von der Geschichte, die sparn wir auf für andere Gedichte. (ein Gemeinschaftswerk von Gewitterhexe und L'étranger)
  5. Zaubersee

    Echo

    im wald da gibt es eine stelle wenn ich dort rufe oder singe dann schwillt wie eine welle die stimme und ich klinge als ob der himmel gläsern weit vibrierend mit mir sänge und eine weit entfernte zeit mich in ein märchen fänge. C. Mara Krovecs / Zaubersee / zwischenwelt/ 2019
  6. Umweltmärchen Erster Akt der kleine Schmalzmolch hebt die Rotznase bei schwerem Sommerregen bibbert er rutscht patzig herab an Omas Schmalzglase welches bereits halb leer… fast schwarz zittern Tropfen zeichnen auf Scheiben ein kosmisches Mosaik ein rhythmisches Klopfen als spräche zu ihm ferne Musik auf silbernen Spinnweben hinterm Uhrmacherschrank wiegt sich der hundsgemeine Flackerfleck wie immer jagt er andren einen Schreck als weiß sein Wachsgesicht hinabwankt koppschussallah kalbsgulasch! schriekt er wie eine gespießte Ratte wir übersetzen: was machst denn da? ich höre eine neue Sprache umpste der Schmalzmolch gerade sie erzählt von einem geheimen Ort hier im vergess‘nen Unkendorf denn Unkendorf liegt im mythischen Osten wo Orte und Landschaften verrosten die Kinder in die laute Weststadt ziehn die Menschen dunklem Sturm entfliehn indes Fachwerkhäuser zerfallen erlangen sie Gesichter und Falten und Knorpelzwerge und Wurzelzopfler kriechen aus warmer Regenerde humpelnde Alte stricken hinter Staubfenstern indes sie schöner Jugend gedenken da sie an heiße Liebe glaubten ihren Lehrern blind vertrauten die erzählten bis die Kreide brach von gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt und bekamen dicke Pensionen für ihre gesponnenen Lügenvisionen doch ohne Geld und Studium blieben sie in kleinen Kammern und entkamen nie tranken oder schenkten sich zu Weihnachten einen kleinen Apfelstrudel selbst gebacken mit ihnen hielten’s nicht mal Freunde aus welche Autos besaßen von privilegierten Eltern sie vermochten sich hinfort bewegen und Arbeit finden in finanzierten Welten aus dunklen Winkeln starrten Knopfaugen die Mauerkitzler und Ritzenspitzler schraubten an ihren Wegen und Verstecken denn sie lieben das Rieseln und Necken horch! wie der kleine Krümel fällt und noch ‘nen kleineren Krümel hält den er zart küsst bevor beide zerplatzen es hieß: sie wurden erwachsen… draußen weint das ehrwürdige Brunnenrad früher liebkosten es fleißige Hände schaufelten seine Tränen aus tiefem Grab und dankten für die kühlende Spende auf seinen schwarzen Rippen hocken fremde Sippen die krächzend abrocken und spreizen ihre Totenflügel und lobpreisen der Menschen Übel welche sie nähren und wilde Sippen mehren dann lachen die Krähen ohne Sorgen auf ewigen dunklen und seltsamen Müllbergen wo Geräte liegen einst gepriesen als Höhepunkt von Morgen der kleine Schmalzmolch schleckt genüsslich seine Klumpnase duftet süßlich vom alten Lebkuchen unter den Schrank gerutscht den er als kleines Kissen nutzt ach die schönen Sachen welche herumliegen! sie strahlen einen überirdischen Frieden und durch den Staub und durch ewigen Zeitvertreib erlangen sie seltsame Persönlichkeit draußen rieselt durch die Rostrinne mit gehässigem Gluckern vorbei an einer Warzenspinne mit dickem weißem Unglückskreuz ein Tropftrapps und klatscht recht eklig herab fängt sich an einem Traubenblatt dessen Reben das Speisekammerfenster umschmeicheln dann beginnt er gierig zu speicheln und rutscht in den Salat paar Köter kläffen in der Ferne blinken erste verschlafene Sterne treibt ein frischer Nachtwind die Heere wilder Tropfen über die sieben Meere dann brennen die Öllampen im kleinen Munkelort denn Strom und Geschäfte sind längst fort alle auf einem Haufen schuften in der Stinkestadt wo Hitze herrscht und jeder Pflichten hat auf halb verfall‘nen Schildern scheinen Insekten zu wildern die sich aufregende Dinge erzählen denn sie hocken lange auf knorrigen Briefkastenpfählen bis Stare herabflitzen und manche erwischen wie sie dreist im Regen glitzern planschen mit dunkelhaarigen Wangen und aus Wassertropfen kristalline Zukünfte lesen denn Magie entsteht unverfälscht in verlassenen Wesen . wird laufend fortgesetzt… © j.w.waldeck 02.08.2006
  7. Das Märchen vom fleißigen Gartenzwerg Im Garten stand ein Zwerg, vom Opa einst vererbt, von lieblicher Gestalt, lackiert in Bunt und schon sehr alt. Versuchte wer ihn nachts zu stehlen, war er zu schwer, ihn mitzunehmen. Man fand ihn morgens öfters schon am Boden liegend, aus Beton, bewegungslos im Garten, nicht leicht für einen Dieb zu tragen. Sein Schwergewicht war schon was wert, der Dieb hat ihn nicht mehr begehrt. Es war einmal der Besitzer ermattet und konnte die Gartenarbeit nicht tun. Er hatte sich eine Pause gestattet, sich hingelegt, um auszuruh‘n. Nach einer Weile wurde er wach, und schaute gleich im Garten nach. Die Arbeit war getan, da fing er sich zu wundern an. In mondheller Nacht wurde er munter, geweckt von einem lauten Rumpler. Er schaute vom Balkon zum Garten hinunter und sah den Zwerg aus Beton sehr fleißig in den Beeten das Unkraut jäten. Das warf er in einen Kübel und fuhr ihn mit der Schiebekarre im Licht der Straßenlaterne hinüber zum Komposthaufen. Er harkte und zupfte, er grub und rupfte, er gartelte und radelte das Unkraut hinter das Haus und kippte es aus. Es dauerte nicht lange, nahm er eine Kanne und goss das Gemüse mit Wasser vom Regenfass, lief über die Wiese, bewässerte Blumen und Gras. Am Morgen stand der Zwerg im Garten als Schmuckstück auf dem Ehrenplatz, mit beiden Händen hielt er den Spaten. Der Zwerg war ein edler Schatz, der Garten gepflegt, wie ein Park. © Kastanienblüte
  8. Es war einmal ein einsamer Bauer, der Tag und Nacht auf dem Feld arbeitete, um sich und seine Familie zu ernähren. Weil er so viel zu tun hatte, vergaß er sogar nach Hause zu gehen, um zu essen. Seine Frau kam ihm aufs Feld nach und brachte ihm eine Jause: „Das sagt mir doch der Hausverstand, Du musst etwas essen- mach mal Pause“. „Ja natürlich, liebe Frau“ sprach der Bauer. Hungrig setzte sich der Bauer ins Gras und fing zu essen an, während sich seine Frau wieder auf den Heimweg machte. Als er gerade genüsslich vom Wasser trank und sich dachte „das belebt die Sinne“, fing sich unter ihm der Boden zu bewegen an. Der Bauer erschrak fürchterlich. Eine klebrige braune Gestalt kroch zwischen den Ackerfurchen heraus und fragte „Alles Müller oder was? Warum schaust denn so?“ Der Bauer meinte: „Nein, ich heiße nicht Müller und merk Dir, von meiner Jause kriegst Du nichts, denn ich bin doch nicht blöd Mann“ und machte ein paar schnelle Schritte rückwärts. Schon fiel er rücklings auf den Boden und das Brot flog in hohem Bogen davon. Kichernd kroch dieses unansehnliche Wesen flink und behände zur Stelle, wo das Brot gelandet war und schnappte es sich. Der Bauer rappelte sich hoch und stürzt sich auf die Kreatur. Nie war es so wertvoll wie heute, dieses Brot. Der Bauer verfehlte jedoch sein Ziel, weil dieses Erdmanderl bereits drauf und dran war, mit dem Brot im Erdreich zu verschwinden, während es hämisch lachend rief „Geiz ist geil alter Bauer!“ Das ließ sich dieser aber nicht sagen, denn er war immer fleißig, gerecht und fair gewesen. Er packte die Kreatur am Schopf und rief „weg mit dem Speck – der gehört mir“ und schnappte sich den Inhalt des Brotes, der sofort in seinem Mund verschwand. In den nun offenen Mund des Wesens stopfte er das Brot und sagte: „Da, iss was G´scheits!“ Verblüfft und schmatzend saßen nun beide nebeneinander und ohne zu diskutieren, packte der Bauer ein Schokoladenstück aus, wahrscheinlich die längste Praline der Welt und teilte diese in zwei gleiche Hälften. Erstaunt machte das erdige braune Wesen den Mund weit auf, während dem Bauer ein Körpergeruch entgegenschlug, der ihn fast umwarf. „Du Schreckgespenst Du, kauf Dir Rexona – das lässt Dich nie im Stich und verleiht Dir Flügel“. Dankbar schmiegte sich das Wesen an den Bauern und mit ihm die klebrige Erde. Der Bauer dachte sich: „Es ist verdammt hart, der Beste zu sein“ und schlang seinen Arm um die Kreatur. Das war der Moment, dass dem Bauern die Augen aus dem Kopf fielen. Die Kreatur löste sich auf und der Bauer rief: „Im Falle eines Falles klebt Uhu wirklich alles“. Im gleichen Moment gab es einen Knall, ein Leuchten, ein Dampfen, ein Pfauchen und Brausen. Dem Bauer schwindelte. Die Kreatur verschwand schon wieder im Erdreich und rief noch: „Ich heiße Bipa-Möbelix und kost fast nix, nur ein Brot, das ich mag, bitte jeden zweiten Tag“ und schon war sie verschwunden. „Alles liebe, Bipa“ rief ihm der Bauer nach. Währenddessen fingen die gerade noch gesäten Pflanzenkörner zu wachsen an, trieben aus, trugen sofort Früchte und dies blieb nun für immer so. Erfreut sagte der Bauer: „Nicht mehr spar, alles da, da, da“. Er rief seine Familie und dachte sich „herrlich, weil sie es sich wert sind“. Und so lebten alle für immer glücklich und zufrieden. Quintessenz daraus: Die Werbung dringt in unser Unterbewusstsein, ob wir es wollen oder nicht.
  9. Schneewittchen starrt wütend in finsterer Nacht auf sieben verlotterte Zwerge. Sie haben erneut in die Betten gemacht, ihr stehen die Haare zu Berge. Sie haben gesoffen und kotzten sich voll, Schneewittchen ist sauer und platzt fast vor Groll, ihr Leben ist ganz schön beschissen. Sie kocht einen Eintopf aus Eisenhutkraut und lässt alle Zwerge probieren. Kaum haben die Sieben ein wenig gekaut, beginnen sie röchelnd zu stieren. Nach ein paar Minuten ist alles vorbei, Schneewittchen ist happy dank tödlichem Brei, jetzt kann sie sich endlich verpissen. Sie rafft das Geschmeide, die Zwerge sind reich, und wendet sich eilig gen Norden. Da schaut sie nach hinten, erschrickt und wird bleich, es ist nicht so einfach, zu morden. Die Zwerge, sie leben und nähern sich schnell, verschleppen Schneewittchen ins nächste Bordell, und ganz ohne schlechtes Gewissen. Doch da schellt der Wecker, Schneewittchen erwacht, schon schreien die Zwerge nach Futter. Jetzt ist in der Holden ein Zweifel erwacht, sie hadert „Bin ich ihre Mutter?“ Sie kocht einen Eintopf aus Eisenhutkraut, es wurde auch Zeit, dass sie sich mal traut, sich endlich zu emanzipieren.
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Community-Regeln
Datenschutzerklärung
Nutzungsbedingungen
Wir haben Cookies auf deinem Gerät platziert, um die Bedienung dieser Website zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist.