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Hallo Freunde,

aus diesem Gedicht möchte ich gerne ein Theaterstück erschaffen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Bildsprache durchgehend funktioniert und die Message beim Leser ankommt.
Auch würde ich mich über Tipps und Anregungen freuen, um hier oder da etwas umzubasteln, damit gewisse Passagen bildhafter (vorstellbarer) und sprachlich melodischer werden.

Ideen, wie man das ganze auf einer Bühne mit Schauspielern darstellen könnte, gibt es zwar schon ansatzweise, aber auch hier darf gerne inspiriert werden was das Zeug hält.

Bin dankbar für jede Hilfe, jeden Rat, jedes feedback!

 

 

Gesang der lahmen Flügel;

Eine Ode an den Phoenix

 

 

Erster Akt; Himmelsballett

 

Erste Szene;  Das Wort

 

 

Am fernen Horizont,

bei morgenroter Gischt,

da fliegt ein Wesen mit erhabener Figur,

verwirbelt tänzelnd und leicht,

alle Farben des Lichts,

in geheimnisvoll geschwungener Gravur.

 

Verwirbelt alle Farben dieser Szene,

so bedeutend und andächtig schön.

So schnell war Sie da,

so schnell wieder fort

und im fernen Morgenrot bleibt

nur ihr stummes Wort zu sehen.

 

Ein Anderer sitzt auf einem starken Ast,

an das Sitzen hat er sich gewöhnt.

Mit bebender Sehnsucht,

in eichener Krone,

dem Himmelsbalett zu zusehen.

 

Mit bebender Sehnsucht,

in eichener Krone,

dem Himmelsbalett zu zusehen.

 

___

 

Zweite Szene;  Rad der Gewohnheit

 

 

Er schläft schon so lang,

denkt die Flügel wären lahm,

doch ihm war nicht bewusst,

dass ihm irgendwas fehlt.

 

Denn er hat nicht gewusst,

niemand hats ihm gezeigt,

wie man fliegt

und so bleibt er bequem.

 

So vergeht Tag für Tag,

etwas quält, etwas nagt,

er findet hier doch keine Ruh'

- mit Augen so groß wie sein Herz

In der Tat,

schaut er jeden Morgen Ihr zu.

 

Mit Augen so groß wie sein Herz

in der Tat,

schaut er jeden Morgen Ihr zu.

 

__

 

Dritte Szene; Baum der Erkenntnis

 

Wie man sich bettet so schläft man auch

in einem Schlosse aus purpurnem Samt

und im Lichte des silbernen Mondenscheins

liegt er müd' auf den Flügeln und träumt:

 

Jeden Abend muss

die Sonne einmal sterben.

Jeder Morgen ist ne neue Geburt.

Und im Singsang des frühesten Vogels

liegt die Hoffnung, der Beginn und der Mut.

 

So wirst du nun endlich ein Held für dich sein,

denn darin liegt dein tiefstes Bestreben,

in den himmlischen Tanz mit einzugehen,

darin fliegt dein geliebtes Wesen.

 

So wirst du nun endlich ein Held für dich sein,

auf jedes Nehmen folgt gleichsam ein Geben,

jeder Verlust birgt einen Gewinn,

so läutet die Stimme des Lebens.

 

So wirst du nun endlich ein Held für dich sein,

nun streck Ihr die Flügel entgegen,

flieg zum Horizont hin, zu Ihr

und lebe dein tänzelndes Leben.

 

 

 

Es ist an der Zeit,

denn es ist Zeit geworden,

im Zeichen des Sterns

dämmert für dich nun der Morgen.

 

Und so höre der Winde,

ermunternde Gespenste,

erhöre das Rauschen der Bäume.

Flüsternd verwehen sie

geschwind deine Ängste,

Früchte tragen Träume.

___

 

Zweiter Akt; Himmelsduett

 

Erste Szene;  Erwachen

 

Ein Gesang aus goldener Kehle,

wie ein kraftvoll bebendes Wiehern.

Klirrend erzittert die Welt in dem Klang,

aus schlafzerzausten Federn.

 

Die Sonne geht auf

und der Wind zieht herauf

und er hat

so schöne blaue Flügel!

Am Horizont spritzt mit tosendem Schlag

die Gischt in den roten Nebel.

 

Der Ast der knarzt und die Blätter die rauschen,

hier ist alles so voller Leben!

Wird er sich nun in plötzlicher Mut

und Erkenntnis dem Winde hingeben?

 

Der Sehnsucht erhabener Wille

brennt stark in Ihm,

gleich einer eichenen Glut

und so lässt er nun los,

seinen hölzernen Thron,

wie destillierter Geist aus dem Sud.

 

Und fliegt hinaus wie in Zeiten zuvor,

sein verliebtes Gedankengut.

 

 

Ja Sehnsucht ist Erfüllung zugleich,

der Wille bündelt Kraft zur Tat

und seine Flügel sind so blütenreich

gesprossen aus edler Saat.

 

___

 

Dritte Szene;  Zeit für Helden

 

 

Da bricht er nun

aus dichtem Geäst,

ohne zurück zu sehen,

um mit erhobenen Herzen

aus eichener Krone

ins Himmelsduett einzugehen.

 

Um mit erhobenem Herzen

aus eichener Glut

ins Himmelsduett einzugehen.

 

 

In gleitendem Flug

spaltet er wie ein Pfeile

über den Wipfeln der Wälder die Lüfte,

frei wie ein Vogel

in freudiger Eile,

nähert er sich sodann schon der Küste.

 

Flieg meine Eule,

mache Wind, mache Wind!

Auf dem Ozean kann man nicht landen.

Man wird im Stillen ganz leis untergehen

und ist für immer abhanden.

 

 

Er blinzelt nochmal mit den Flügeln,

um seiner geliebten geschwind nah zu stehen.

___

 

 

Dritter Akt; Der Gehängte im Spiegel

 

Erste Szene;  Stirb und Werde

 

(Begrüßung)

 

Du hast es geschafft,

du hast mich gufunden,

du hast mich gehört

und dich überwunden,

 

flüstert sanft Sie ihm zu.

 

Du allein warst erwählt mich zu sehen.

Unser Ziel ist erreicht

und es nahen die Stunden,

voll Kummer und voller Verstehen,

doch die Zeit ist nun reif,

 

Ich muss jetzt gehen...

 

 

Nach dieser Art Warnung

um einen Kuss Sie noch bat,

in einer Umarmung

aus Freude und Schmerz

 

und als er sie küsste,

so lieblich und zart,

ward Sie plötzlich ganz schwer,

ward Sie plötzlich ganz schwer

und ganz hart.

 

Versteinert ward Sie,

vom Kopf bis zum Fuße,

versteinert ihr strahlender Blick

 

Die schönste Skulptur,

im Zauber Medusas,

geschaffen aus einem Stück.

 

Ein verzweifelter Schrei

erstickt Seine Kehle

und kläglich erzittert sein Leib.

 

Schmerzlich hält er an Ihr fest, wie

in größter Dichtkunst Erbe

und stürzt mit der Geliebten zu zweit,

in einem Akt aus 'Stirb und Werde' !

 

In einem Akt aus 'Stirb und Werde'.

 

___

 

Zweite Szene;  In der Ruhe liegt die Kraft

 

 

Wasser ist schon alt und weise,

es besänftigt und beseitigt

jedwede Störung

in wellenem Kreise

 

und gibt hiervon Kund,

in Linien voll Schönheit,

vollendet und rund.

Gemahnt an ewig fließenden Quell,

wie eine Brust,

die sich hebt und die sich senkt,

ohne Klag und ohne Gebell.

 

Bald wiegt es sich wieder in stillem Gedenk.

Unbeeindruckt von jeglich Gewimmel,

spiegelt sich auf ruhiger See

der Morgenrote Himmel.

 

Das Wasser ward geschüttelt

und unbewegt ist alles,

wie zuvor.

___

 

Dritte Szene;  Ebbe und Flut,

oder der König im Narren

 

 

Der Zauber der Liebe dies Wesen zu retten,

ward gewandelt in Stärke und Mut,

da sah er die Wahrheit in allen Facetten,

in diesem tiefen Atemzug. (sprengt ketten)

 

In diesem Moment wurd Ihm klar,

es ward weder Täuschung noch Trug,

das Wesen war er selbst gewesen -

 

seine Träume, sein Sehnen,

sein Geist wards gewesen,

sein Herz aus eichener Glut

 

und so wurd aus der Ebbe

seiner selbst nun

erhabene steigende Flut.

 

Seine Träume, sein Sehnen,

sein Selbst wards gewesen,

sein Herz aus eichener Glut

 

und so wurd aus der Ebbe

seiner Selbst nun

erhabene steigende Flut.

 

 

 

___

 

Vierte Szene; Lausche mit dem Herz

 

 

Die Sonne geht auf

und der Wind zieht herauf

und er hat

so schöne blaue Flügel!

Um ihn herum spritzt mit tosendem Schlag,

die Gischt in den roten Nebel.

 

Da fliegt nun ein Wesen mit erhabener Figur

und verwirbelt tänzelnd und leicht,

alle Farben des Lichts

in geschwungener Gravur

die seinem Traume in allem gleicht. (ändern?)

 

Verwirbelt alle Farben dieser Szene,

so bedeutend und andächtig schön.

So schnell war er da,

so schnell wieder fort

und im fernen Morgenrot

bleibt nur seine Gravur zu sehen.

 

So fliegt er nun jeden Morgen dar

und verkünd' seinen Ruf in die Ferne,

für alle Wesen die hören und sehen

unterm hellen Morgensterne.

 

___

 

Fünfte Szene;  Neue Samen,

neue Früchte

 

 

Ein Anderer sitzt auf einem hohen Berg,

an die Härte hat er sich gewöhnt,

mit bebender Sehnsucht

auf steinernem Fels,

dem Himmelsbalett zu zusehen.

 

Ein anderer klettert auf den höchsten Baum,

um das erhabene Wesen zu sehen.

Er beschloss bei sich selbst nun

einen Weg zu finden

und die Eiche,

 

sie fing an zu blühen.

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Hallo AbraKadabra,

 

willkommen bei den Poeten..

Zunächst einmal: Es ist völlig ausreichend einen Text einmal einzustellen, und nicht dreimal unter anderem Titel. Es wäre gut, wenn du die anderen Beiträge dementsprechend entfernen würdest, damit nicht andere Werke untergehen.

Dann würde ich dir raten, die Szenen / Akte einzelnd zu veröffentlichen, dann mögen auch mehr Leser alles lesen, als bei dieser Länge..

Inhaltlich schreibst du sehr bildhaft,  manchmal wiederholen sich jedoch ganze Strophen, was durchaus ein stilistisches Mittel sein kann, mir hier jedoch unpassend erscheint.

Auch erkenne ich keinen klaren roten Faden,, keinen Zusammenhang oder Ziel worauf die Worte hinwirken. Vielleicht müsste ich dafür mehrmals alles lesen - aber das war mir zu lang.

Mehr weiß ich im Moment nicht dazu zu sagen,  vielleicht kannst du dennoch etwas damit anfangen..

 

Liebe Grüße, Lichtsammlerin

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