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Letzte Nacht, da träumte mir

die Würfel wär'n gefallen

und du drehtest einfach mal

das Glück auf reingefallen.

 

Sie lägen da, unter dem Tisch,

mit ihren dunklen Augen,

als wüssten sie, die beste Zahl

wird fortan nichts mehr taugen.

 

Heute Nacht, da seh ich dich

im Nebelgrau verschwinden,

ich geb den Würfeln einen Tritt,

du kannst sie nicht mehr finden.

 

Kein Jokerblatt ersetzt mir mein

verlorenes Gefühl.

Ich hab kein Ass im Ärmel, ach,

Liebe ist kein Spiel.

 

(ich wünsche mir ausdrücklich Kritik, aber es darf kann auch so jeder seinen größeren und kleineren Senf dazu geben 💙)

 

 

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Letzte Nacht, da träumte mir die Würfel wär'n gefallen und du drehtest einfach mal das Glück auf reingefallen.   Sie lägen da, unter dem Tisch, mit ihren dunklen Augen,

Hallo @Liara Die Würfel sind gefallen - Liebe ist kein Spiel - Gott würfelt nicht Sehr passende Redensarten/ geflügelte Wörter zu der Redewendung die  Liebe ist kein Spiel. finde ich ge

Alea iacta est: Rubicon transeundum. Tja, jetzt musst du den Rubikon überqueren, liebe Liara. 🦊

Hallo @Liara

Die Würfel sind gefallen - Liebe ist kein Spiel - Gott würfelt nicht

Sehr passende Redensarten/ geflügelte Wörter zu der Redewendung die  Liebe ist kein Spiel.

finde ich gelungen.

Trotzdem liegt in dem dichten Aufeinanderfallen der Phrasen noch eine Schicht, und darunter wieder eine.

Im Traum, des Nachts: Sagt man nicht Träume sind Botschaften aus dem Unterbewußtsein? Dann liegt hier eine Warnung oder auch eine  Ahnung, dass was schief läuft? Angst davor, dass es zu spät ist, dass man verliert oder wieder mal verliert (jemanden den man liebt).

 

Enttäuschte Liebe tut so weh. Ach das tiefe Herzeleid, ja das kommt raus aber auch durch den Tritt an die Würfel: die Wut,(die ja der erste Schritt nach dem Leiden zur Heilung darstellt).

 

Eine Ambivalenz lese ich auch raus: Einerseits ein aktives Mitmachen des LI das zur Trennung führt  andererseits auch das Ausgeliefert sein weil LD eine Endgültigkeit geschaffen hat. 

 

Die Glückspielmetaphern sind gute Darsteller der unterschiedlichen Emotionen und fächern die ganze Bandbreite was da im LI abgeht gut auf.

 

Liebe Grüße

Sali

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Liebe Liara,

 

jedes Spiel hat einmal ein Ende, sei es gut oder schlecht gewesen.

Wenn es vorbei ist und sich nichts mehr ändern lässt, dann ist das sehr schmerzhaft.

 

Ich finde du hast es auf eine sehr originelle Weise verdichtet.

Gerne gelesen.

 

Liebe Grüße

Carry

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Liebe Sali,

 

dankeschön für deinen ausführlichen Kommentar. Du hast meine Intentionen zu diesem Gedicht ziemlich gut erfasst. Ja, der Tritt - es ist aber auch ärgerlich, wenn das LI schon wieder ... immer diese Glücksritter, denen man begegnet.

 

Lieber Carlos,

 

da gibt es keinen Fluss, den ich überqueren könnte, oder meintest du, dass das LI den Rubikon überschreiten sollte. Aber es gib keine Entscheidung mehr zu treffen, denn die Würfel sind bereits gefallen. Lieben Danke für deinen Kommentar.

 

Liebe Carry,

 

so sieht es aus. Ein Ende ist meist schmerzhaft, aber wie heißt es so schön: Lieber ein Ende mit schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Danke auch dir, für das Dalassen deiner netten Worte.

 

Liebe Grüße

Liara

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Hi Liara.

 

das ist ein sehr guter Text in Bezug auf Thema und Inhalt.

 

Der Text ist metrisch geformt, jedenfalls hatte ich spontan diesen Eindruck nach dem ersten beiden Versen, spätestens, nach dem  du in "wärn" die Kürzung verwendet hast, um die alternierende  Betonung zu erhalten. 

 

Er geht mit seinem Metrum aber auf eine Weise um, die nicht erkennen lässt, ob du es damit ernst nimmst. Es wirkt ein wenig halbgar in dieser Beziehung.

 

Was ich meine, ist die regellose Mischung aus betonten und unbetonten Versen, und der ohne Not daktylische Eingangsvers in die zweite Strophe.

 

Ich an deiner Stelle würde nur den Eingangsvers ins Gedicht trochäisch schreiben, den Rest unbetont/jambisch beginnen. Den konsequenten Wechsel zwischen drei- und vierhebigen Versen würde ich beibehalten, den Eingangsvers in die Strophe 2 umschreiben, z.B.: "dort unterm Tische lägen sie".

 

Grüße von Lé.

 

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Hey Lé,

erst einmal Dank für dein anfängliches Lob.

 

Was die Hebungen betrifft, vermute ich, dass ich manches anders betone als du, wobei es nicht hundert Prozent sauber ist, was ich aber wusste.

Sie lägen da, unter dem Tisch,

xXxX XxxX

bei "unterm" hätte ich zwar den Daktylus weg, liest sich aber trotzdem komisch. Wenn ich noch ein "so" vor das "unterm" stelle, stimmt der Rhythmus, verliert aber der Text. Auch dein metrisch korrekter Vorschlag macht mich nicht so wirklich glücklich. Mal sehen, vielleicht sprudeln noch andere Ideen.

 

Ich mache mir Gedanken dazu und zum Gesamtmetrum.

 

Liebe Grüße und danke

Liara

 

 

 

bearbeitet von Liara
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Hi Liara,

 

Sie lägen da, unter dem Tisch,

xXxX XxxX

Man kann das so lesen, mit Hebungsprall, und wenn man das tut, ist alles in Ordnung.

 

Das "da" ist aber keine Silbe, die man zwangsläufig betonen müsste. Deshalb ist die andere Lesart:

xXxxXxxX, was nicht so gelegen käme.

 

Wie gesagt, das kann man auch lassen ...

 

In die Anfangsbetonungen etwas System zu bringen, schiene mir eigentlich nicht schwer.

 

Die Frage ist ja eigentlich, soll mans metrisch schreiben (wo du sehr nah dran bist), oder lässt man dem Gaul die Zügel los, und nutzt die entstehende Freiheit sehr gut aus ...

 

LG Lé.

 

 

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Hi Lé,

 

ja mir war schon klar, wie du das gelesen hast, so zu lesen kam mir gar nicht in den Sinn. Die Anfangsbetonungen schau ich mir nochmal durch, bei "letzte Nacht" und "heute Nacht" bleiben sie

auf jeden Fall.

 

LG Liara

 

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hi ihr zwei,

vielleicht ist es nicht schlecht, wenn sich mehr Leute zum Leserhythmus äußern und wie es ihnen damit geht,

deswegen möchte ich euch mal kurz schildern wie es sich für mich liest:

 

Bis auf das "und" im 3. Vers durchwegs flüssig,

am "und" bin ich beim 1. Lesen hängen geblieben, habe es noch ein paarmal gelesen dann wirds etwas besser aber nicht ganz flockig.

 

Etwas anderes als  "ach"  ist mir nicht eingefallen dazu,  das lese ich seufzend und betont also flüssig weiter...

hat aber halt auch den Haken, dass damit die Prominens des 1. Wortes "Letzte" in V 1 und "heute" im 3. wegfällt..... ein Dilemma.

 

Bei den Enjambements ist mir hier aufgefallen, dass mein Hirn das letzte Wort automatisch an den Anfang der nächsten Zeile setzt (falls das von Interesse ist) und das lässt den Text auch flüssig,

 

merkwürdigerweise ergänzt sich beim Lesen automatisch, also wie von selbst, der vorletzte Vers

um ein Wort,

zu:

Ich hab kein Ass im Ärmel mehr

Anscheinend fehlt meinem Rhythmus da einfach ein Wort

 

Hoffe meine Zeugenaussagen tragen zur Klärung des Falles bei

 

Seid lieb gegrüßt

Sali

 

bearbeitet von SalSeda
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1.)

"sie lägen reglos unterm Tisch"? Wäre das eine Option für ein besseres Metrum in Stophe 2?

 

2.)

Du schreibst:

 

Kein Jokerblatt ersetzt mir mein

verlorenes Gefühl.

Ich hab kein Ass im Ärmel,

ach, Liebe ist kein Spiel.

 

Hier entstünde vllt. noch ein schönerer Rhythmus, wenn du den "ach"-Seufzer noch mit in Vers 3 übernimmst

 

ein Jokerblatt ersetzt mir mein

verlorenes Gefühl.

Ich hab kein Ass im Ärmel, ach,

die Liebe ist kein Spiel.

 

 

Ansonsten liebe Liara,

 

schöne Übertragung/Darstellung der Situation ins Bild der gefallenen Würfel, an denen das LD herummanipuliert.

 

LG

RIta

bearbeitet von Rita Lin
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Huch, @Rita Lin, verzeih mir bitte. Deine Nachricht habe ich vollkommen übersehen. Ich bin untröstlich.

Deine Idee mit dem "ach" habe ich gerne übernommen. Die gefällt mir richtig gut. Dankeschön.

 

Ich wünsche dir einen besonders schönen Tag für meinen Lapsus.

Liebe Grüße

Liara

 

Danke auch an alle netten Liker dort oben: @alter Wein, @Josina, @Margarete, @Gina und @Lina. Lasst es euch heute gutgehen. 🌻

 

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