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Sommernacht

Das Verdunkeln des Himmels
So langsam und sanft
Das Verglühen des Leuchtens
Zwar niemals ganz
Durchbrochen von Wind
Diese warme Luft
Und jede Wolke bekommt
Einen hauchenden Kuss

Und plötzlich
Eine wispernde Stimme
Hält mich fest
Ihr Rauschen, ihr Flüstern
Ein eisiger Test?
Die Kühle, die Klarheit
Sie lösen sich auf
Alles verschwindet
In einem einzigen
Rausch

Es packt mich, es zerrt mich
Ich falle so tief
Ein letzter hoffender Blick
Doch das ist nur naiv
Ich bin haltlos, verloren
Ich verliere mich selbst
In zu starken Armen
In denen du mich hältst

Der Mond, am anderen Ende dieser bitterkalten Nacht
Er leuchtet so schön und doch fühle ich mich von ihm
Verlacht.

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Sommernacht Das Verdunkeln des Himmels So langsam und sanft Das Verglühen des Leuchtens Zwar niemals ganz Durchbrochen von Wind Diese warme Luft Und jede Wolke bekommt Einen hauchende

Hallo Carlos,  erstmal ein Dankeschön für dein Kompliment 🙂 Zu deiner Frage, nein, ich bin ganz langweilig aus Deutschland...  Ich erzähle dir aber gerne (und allen, die es interessiert), warum

Hallo Lima, so heißt ja die Hauptstadt von Perú... Bist du von dort? Dein Gedicht gefällt mir. 🦊

Hallo Carlos, 
erstmal ein Dankeschön für dein Kompliment 🙂
Zu deiner Frage, nein, ich bin ganz langweilig aus Deutschland... 

Ich erzähle dir aber gerne (und allen, die es interessiert), warum ich mich hier so nenne.
Es gibt eine Legende, dass die antiken Musen/ Göttinnen in ihrer Dichterwerkstatt eine Feile (=Lima) benutzten, um die Gedanken zu schaffen, mit denen sie die antiken Dichter inspirierten. Einer meiner Lieblingsdichter, ein italienischer Romantiker, Giacomo Leopardi, hat in einem seiner Gedichte ("Scherzo", veröffentlicht im Gedichtzyklus "Canti") diese Legende aufgegriffen, um zum damalig verbreiteten strengen Klassizismus Stellung zu nehmen: In seinem Gedicht ist die Lima der Musen stumpf geworden und sie erklären einem Dichterlehring, dass nun ohne Lima gedichtet wird. Eigentlich geht es in seinem Gedicht darum, dass Italien nur durch die Befreiung der antiken Lima zu neuem Glanz geführt wird, denn so zu dichten wie in der Antike ist in der Moderne nicht mehr möglich und braucht neue Mittel. Ich habe diesen Gedanken für mich umgewandelt, mich sozusagen selbst zur neuen Lima/ Feile erklärt, weil ich denke, dass es die antike Lima zwar nicht mehr gibt, aber jeder Dichter seine Inspiration in sich selbst finden kann und seine eigene Feile ist. 

Lima ist heute noch das italienische/ spanische/ portugiesische Wort für Feile. Auf Latein steht es neben "Feile" auch für "künstlerische Ausarbeitung". 

Die Erklärung passt insofern zu diesem Gedicht hier, weil ich mit dem Gedicht eine sehr persönliche Erfahrung, die in einer bestimmten Sommernacht passiert ist, verarbeitet habe. 

Viele Grüße 
 

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Buona sera signorina,

lange hatte ich nichts von Leopardi gehört, wie schön, dass du dich für ausländische Lyrik interessierst. 

Spanisch ist meine Muttersprache, von daher wusste ich, was Lima bedeutet, habe aber nicht daran gedacht. 

Schön, dich hier bei uns im Forum zu haben.

🦊

 

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Liebe @Lima,

 

während ich dein Gedicht gerade gelesen habe, kam ein Lied im Radio, das perfekt zu der Stimmung deines Gedichts gepasst hat (leider wurde der Titel nicht genannt). Ich kann deine beschriebenen Gefühle sehr gut nachempfinden. Sehr schön geschrieben!

 

Liebe Grüße

Lina

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Danke Lina!! Wie schade, dass der Titel nicht genannt wurde. 



Ich bin irgendwie mit den ersten 4 Versen nicht ganz zufrieden...
Falls also jemand einen Verbesserungsvorschlag hat, der inhaltlich in dieselbe Richtung geht, gerne her damit 🙂

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Am 5.5.2021 um 22:13 schrieb Lina:

 

Meinst du diesen?

 

Liebe @Lina, danke für deine Nachfrage.
Ich meine den ganzen Anfang: 

Das Verdunkeln des Himmels
So langsam und sanft
Das Verglühen des Leuchtens
Zwar niemals ganz


damit bin ich nicht ganz zufrieden... 

Ich hab noch eine andere Version dafür, vielleicht ist die doch besser, aber auch mit der bin ich nicht ganz zufrieden:

Der Himmel wird dunkler
Ganz langsam und sanft
Das letzte Licht verschwindet
Doch niemals ganz


Ich finde den Einstieg ein wenig holprig... so oder so... und das ärgert mich, weil ich auch finde, dass das Gedicht einen ab Zeile 5 richtig mitnehmen kann, wenn man sich darauf einlässt. Aber die ersten 4.... puh, ich saß da schon so lange dran, aber ich bin einfach nicht zufrieden, weiß aber auch nicht, was ich suche. 


Liebe @LuluN, dankeschön für dein Kommentar. Ja stimmt, es ist emotional. Vielleicht fehlt mir am Anfang auch die Emotion, vielleicht ist es das. 

Vielleicht komm ich mit dem Gedanken jetzt schon weiter, danke euch. 
Das Gedicht ist mir wichtig, ich wäre irgendwann gerne ganz zufrieden damit 🙂

 

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