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Übersetzung eines sowjetischen Songs


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Mein treuer Freund fliegt in die fernen Weiten,

Der Wind der Heimat segnet sein Geschick.

Vom blauen Nebel angehaucht entgleiten

Das traute Heim, der grüne Hof, ihr zarter Blick.

 

Er schlägt sich tapfer in den vielen Schlachten,

Rastlos im Kampf, mit einem Wunsch allein -

Soll die geliebte Stadt nur friedlich schlafen

Und Träume schauen, und grün im Frühling sein.

 

Bald soll er heil nach Hause wiederkehren,

Der Wind der Heimat trag' ihn fern vom Krieg.

Den schönsten Gruß bereitet ihm zu Ehren,

Das traute Heim, der grüne Hof, ihr froher Blick.

 

***

 

Ich möchte mich von dem nahligenden Vorwurf der Verherrlichung bzw. Romantisierung der Kriegsthematik distanzieren und erkläre, dass ich keinesfalls zu den Liebhabern sowjetischer Kriegsmythologie zähle, zumal sie nach meinem Geschmack der nationalsozialistischen in nichts nachsteht und einen ebenso stark ausgeprägten Propagandacharakter hat. Es hat sich einfach so ergeben, dass ich mich an der Übersetzung eben dieses Stückes beteiligt habe und darin gegen einen anderen Autor antrete. Bitte um Kritik jeder Art.

 

Hier ein Link zum russischsprachigen Original auf YouTube (ab dem Zeitstempel 0:50):

 

 

bearbeitet von dgitaurus
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Mein treuer Freund fliegt in die fernen Weiten, Der Wind der Heimat segnet sein Geschick. Vom blauen Nebel angehaucht entgleiten Das traute Heim, der grüne Hof, ihr zarter Blick.  

Mir gefällt diese Übersetzung besser als jene von VValentin.  Ich hätte noch eine Idee, weiß aber nicht, ob eine Übersetzung es zuließe:   Der Wind der Heimat segnet sein Geschick.

Mir gefällt diese Übersetzung besser als jene von VValentin. 

Ich hätte noch eine Idee, weiß aber nicht, ob eine Übersetzung es zuließe:

 

Der Wind der Heimat segnet sein Geschick.

Vom blauen Nebel angehaucht entgleiten

Sein trautes Heim, der grüne Hof, ihr zarter Blick.

 

Er schlägt sich tapfer in den vielen Schlachten,

Rastlos im Kampf mit einem Wunsch allein -

Soll die geliebte Stadt nur friedlich schlafen

Und Träume schauen, und grün im Frühling sein.

 

Bald soll er heil nach Hause wiederkehren,

Der Wind der Heimat trag' ihn fern vom Krieg.

Den schönsten Gruß bereitet ihm zu Ehren,

Das traute Heim, der grüne Hof, ihr froher Blick.

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vor einer Stunde schrieb Fietje Butenlänner:

Ich hätte noch eine Idee, weiß aber nicht, ob eine Übersetzung es zuließe: ihr zarter Blick,  ihr froher Blick

Eine gute Idee, die ich direkt übernehmen will 🙂 Das Original meint es im selben Sinne.

bearbeitet von dgitaurus
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Hallo digitaurus,

ich spreche und verstehe kein russisch und die wenigen Russen, die ich kenne, beherrschen Gott sei Dank die deutsche Sprache.

Über die Qualität der Übersetzung kann ich also nichts sagen.

Aber dass dieses Lied so ein bisschen Wehmut vermittelt und auch etwas von der russischen Seele transportiert, das darf ich schon sagen.

Und noch eine Bemerkung zu Deinem "Vorwort": Im Zweiten Weltkrieg, den Adolf Hitler vom Zaun gebrochen hat,

Über die Zahl der Kriegstoten in der UdSSR gibt es unterschiedliche Angaben. Einigermaßen realistisch ist wohl die Angabe, dass 7 Millionen Zivilisten und 20 Millionen Soldaten umgekommen sind. Diese ungeheuerliche Zahl hat ihren Grund nicht in der sowjetischen Propaganda, sondern bei dem Großmachtwahn der Nazis. 

Das russische Lied - ich sehe da keine Kriegsverherrlichung, eher ein bisschen Wehmut, viel Heimatliebe und den Wunsch, das eigene Land gegen die Aggressoren zu verteidigen.

Liebe Grüße,

Hayk

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vor 17 Stunden schrieb Hayk:

Das russische Lied - ich sehe da keine Kriegsverherrlichung

Lieber Hayk, danke für die warmen Worte an mich als Übersetzer. Den Rest Deines Beitrages betreffend, möchte ich als ehemaliger Sowjetbürger vorschlagen, den Regimewechsel in Russland abzuwarten, bevor man an alten sowjetischen Mythen rüttele. Aus deutscher Aufarbeitungserfahrung lässt sich universell die reinigende Wirkung der reuenden Grundhaltung gewinnen. An Sowjetunion und Russland darf man hingegen die Folgen der gegenteiligen Grundhaltung studieren. Seit neulich ist der freie kulturhistorische Diskurs zum Thema des zweiten Weltkrieges in Russland offiziell unter strafrechtliche Verfolgung gestellt. Ebenso wurde die Frist für die Geheimhaltung der Kriegs- und Vorkriegsarchive um weitere 25 Jahre verlängert. Unter diesen Umständen lässt sich leider keine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema führen. Deshalb lasse ich Deinen Beitrag in diesem Teil unkommentiert, in ut vitare.

bearbeitet von dgitaurus
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