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   Erwachen im Nebel


Langsam treten Schatten
aus dem grauen Nebellicht.
Eine Weile muss das Auge warten,
bis Unbekanntes gelangt in Sicht.

 

Blätter, Zweige, Stamm und Äste
es dem Blick enthüllt
und mein Bild von einer Birke
sich mit voller Schönheit füllt.

 

Zart zerfließend taut die Nacht
ins Gras. Frühe Vögel
hüpfen über Zweige,
zwitschern Melodienspaß,

 

spüren, dass die Sonne
bald das Milchlicht bricht.
Hinter jener Birke treten
weitre Bäume in Erscheinung, 

 

sammeln sich zum Morgenkreis,
danken still in Andacht,
während erste Sonnenstrahlen
graues Weiß durchbrechen.

 

Berührt steh ich und reihe mich 
in ihre Freude ein, verweil in Glück
und Seligkeit noch einen Augenblick, 
bevor mein Tag in einer andren Welt abfährt.

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Erwachen im Nebel Langsam treten Schatten aus dem grauen Nebellicht. Eine Weile muss das Auge warten, bis Unbekanntes gelangt in Sicht.   Blätter, Zweige, Stamm und Äste es dem

Salve Carolus!  Anfänglich reimst du, in der ersten und in der zweiten Strophe, kaum in der dritten. In der vierten Strophe, und das ist was ich an deiner Lyrik bewundere, schickst du den Re

Sei mir herzlich gegrüßt, Carlos!   "Anfänglich reimst du, in der ersten und in der zweiten Strophe, kaum in der dritten...."   Du siehst das völlig richtig. Die ersten drei Stroph

Salve Carolus! 

Anfänglich reimst du, in der ersten und in der zweiten Strophe, kaum in der dritten.

In der vierten Strophe, und das ist was ich an deiner Lyrik bewundere, schickst du den Reimzwang zum Teufel 😈 und sagst weiter, souverän und überzeugend, was Du sagen willst. 

Ich glaube, du hast eine Birke gesehen und bleibst dabei.

Ich gratuliere.

LG 

Carlos

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Sei mir herzlich gegrüßt, Carlos!

 

"Anfänglich reimst du, in der ersten und in der zweiten Strophe, kaum in der dritten...."

 

Du siehst das völlig richtig. Die ersten drei Strophen enthalten eine Einführung in das Thema "Erwachen", ein Aufzeigen der Atmosphäre, eine Art Vorspiel oder auch "Expedition", um darauf zum eigentlichen Kern zu gelangen.

 

Irgendwie fand ich die ersten beiden Strophen passabel, aber nicht umwerfend, aber zu brav und konventionell. Aber um den Übergang vom Gereimten zum Ungereimten nicht zu krass zu gestalten, fügte ich an das ursprüngliche "zwitschern Melodien" noch das Wort Spaß an, also "Melodienspaß".

 

Was inhaltlich folgt, ist das eigentliche Anliegen: das zweifache Erwachen der Natur und des Menschen, wobei letzterer den Bruch zwischen der Natur und seiner Welt deutlich spürt. ("bevor mein Tag in einer andren Welt abfährt.").

Übrigens, die Birke hab ich tatsächlich gesehen.

 

Herzlichen Dank, auch für "Ich gratuliere." Das ermutigt ungemein.

 

Carolus

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