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Empfehlungen

Empfehlungen aus der gesamten Community, von Autoren und Lesern handverlesen.

Begegnung
 
Die nackte Schnecke auf Wanderschaft
trifft eine mit Haus auf dem Rücken
das findet sie ganz fabelhaft
ist außer sich vor Entzücken
 
verehrte Frau Hausbesitzerin
sagt sie ehrfurchtsvoll
wie sehr ich auf Sie neidisch bin
die Idee mit dem Haus ist toll
 
unheimlich stark
so unabhängig
dazu autark
und geländegängig
 
ach Gnädigste, sprach die Weinbergschnecke
was reden Sie denn da so dumm!
mein Leben lang, bis ich verrecke
lauf ich mit diesem Buckel rum...
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Frühling
 
Wenn wundersame Düfte schweben,
die Luft erfüllt von süßem Reiz,
beginnt der Frühling neu sein Leben,
an Boten kennt er keinen Geiz.
 
Die Sonne küsst die Haut ganz leise,
so zärtlich, wie die Liebe einst,
auf diese wunderbare Weise,
dass du vor Glück zu bersten meinst.
 
Du, Sonnenstrahl, trag mich hinauf,
ins schäfchenweiße Wolkenmeer.
Ein Bett der Rosen nimmt mich auf,
oh Frühling, deine Wiederkehr!
 
 
by Marion Baccarra
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von grünen Trieben
eng umschlungen
den Phallus tief
in deiner Erde
im Takt der Hufe
wilder Pferde
den Elfen tot
ein Lied gesungen
tanz' ich barfuß
dir den Reigen
als wenn ich selbst
geschlachtet hätte
an blutgeweihter
Opferstätte
nur um dir
den Wolf zu zeigen
 
...bevor du ihn
gebären wirst
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jeden Morgen um sieben
fährt mein Nachbar ins Büro
der Klempner kommt dann um halb acht
und repariert das Klo...oder so
 
seine Alte öffnet ihm
ein volles Sektglas in der Hand
aufgestylt im Negligee 
zieht sie den Fisch gierig an Land
 
jeden Morgen um halb acht
öffne ich das erste Bier
am Fenster...mit dem letzten Schluck
zieht der Klempner die Haustür
 
 
 
wieder hinter sich zu
und fährt zum ersten Kunden
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Ein Regentropfen
mit seiner Anmut 
der schimmernd gefällt
bricht sich 
im Licht der Welt,
die sich darin spiegelt,
Phantasie beflügelt,
sodass er es schafft,
eine Botschaft zu nähren
vom Ursprung
der himmlischen Sphären.
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trhafnhaB renie nenoixelfeR
-Von mir für Dich-
 
 
Blicke ich zur Fensterscheibe,
schweifen doch all die Gedanken
weit entfernt von meinem Leibe,
um mir neue Kraft zu tanken.
 
Wie in einem Wechselspiele
drohe ich mich zu verlieren.
Augen zittern ohne Ziele,
um Momente zu fixieren.
 
Zwischen grellem Licht gefangen
neben schwarzen Silhouetten
ist die Ruhe lang vergangen,
um mich in die Bahn zu betten.
 
 
 
© by black, 05.03.2009
 
 
 
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Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mich dazu herunterlasse mal etwas "für" etwas speziell zu schreiben...
Aber es hat mir Spaß gemacht und das Ergebnis gefällt mir relativ gut, dafür dass ich an die Sache mit der Stimmung rangegangen war: "Ach was für ein Scheiss..."
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Verweise:
Resonanz meines Seelengeflechts (Reflexionen meiner Seelenbleibe)
 
 
Bei Verweisen in Kommentaren anderer werde ich mich bemühen, diese stets dieser Liste beizufügen.
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Vor der Höllenpforte
 
Es war sehr ruhig an jenem Tage
Wo ich mich fand am Höllentor
Nicht unerwartet kam die Lage
Und Satan selbst trat nun hervor
 
Bescheiden schwankte er herüber
Ich kannte seinen scharfen Blick
Mein irdisch Leben war vorüber
Und meine Seele hing am Strick
 
Doch das zu Unrecht, will ich meinen
Versprach er mir doch Ruhm und Geld
Erfolg im Leben hatt' ich keinen
Und Amors Pfeil hat mich verfehlt
 
Er hatte mir sein Wort gegeben
Doch galt mir nun sein arger Spott
Er sprach zu mir: "So ist das Leben
Ich bin der Teufel und nicht Gott"
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Winter
 
Ich bin die kalte, klirrende Kruste
Eisige Kälte in silberner Seide
Ich bin der fauchende Hauch
von Frost
Die wattige, wabernde Wolke
Die wonnevolle Woge
aus Stille…
und Leere…
Ich bin die zischende Gischt
aus Weiß und Schaum
Und die grausigen Flausen
Wettergewaltiger Winde
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Romantik
 
 
ein Gitarrenspieler am Ufer
rostige Tonnen im Brackwasser
die Nachtigall singt ihr Abendlied
vor dem Fenster der alten Fabrik
 
 
zwei Ratten lieben sich im Vollmondschein
lustvoll
begleitet vom leisen Rauschen
des trüben Abwasserkanals
 
 
die glutrote Sonne versinkt
zwischen Blechcontainern und rußigen Kaminen
der Gitarrenspieler sitzt am Ufer
und betrachtet sein Spiegelbild im Dunkeln
 
 
© by TEP, 18.09.2009
 
 
 
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für T.B. der mich in einem Jahr mehr geprägt hat und Vorbild war als andere in einem ganzen Leben
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for all those who died

my soul
burns through my fingers
let all the strings sing
for all those who died

my love and my heart
bring them some notes
into their darkness
and let their souls fly

 
 
 
Eine E-Gitarren Soloimprovisation
 
 
 
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Die endlose Leine
 
geboren als Freier
unter den Sternen...
umgeben von Geiern,
die ihn in Scherben
zu zerreißen bereit sind.
 
sein leben, ein Kampf
gegen die Alle...
er wurde nicht schwach,
aber die Krallen,
sie stachen ihn blind.
 
die endlose Leine -
für viele die Freiheit.
für ihn war es keine
und weg zu der Wahrheit,
flog er mit dem Wind.
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In helles Licht getaucht erschien das Zimmer,
und Schnurren drang zufrieden an mein Ohr,
ich lauschte ihm gespannt das tat ich immer,
und sah zu meiner Katze dann empor.
 
Ich ging zu ihr sie lag am Kratzbaum droben,
und schaute mich aus goldnen Augen an,
sogleich hatte sie sich dann auch erhoben,
die Anmut zog mich rasch in einen Bann.
 
Ihr Sprung war sanft, sie strich um meine Füße,
miauzte schnell und ging mit leisem Schritt,
ich sah ihr nach, sie schwänzelte mit Süße,
und forderte mich auf „na los, komm mit!“
 
Dann stoppte sie, hier schien das Ziel zu warten,
und ihr Miauen sang “ich brauche dich“,
doch ganz entgeistert musste ich erraten,
nicht knuddeln, nur zum füttern braucht sie mich!
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eine Raupe dick und klein
frisst sich durch jeden Blätterhalm
auch die Blüten hübsch und fein
mampft sie in sich hinein
bis sie dick und fett
hinab fällt in den Dreck
mit letzter Kraft
schafft sie sich ein Blättergrab
sie denkt sich nur
ihr ist so schlecht
hast übertrieben so ist´s Recht
und legt sich hübsch zum sterben hin
wird doch aus ihr ein Schmetterling
:wink:
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Wie wiegen die Gräser im Wind
singen klingen trauter Klang
spielend am Felde entlang
läufst du und fühlst noch wie ein Kind
 
spielend am Felde vorbei
ins rauschende Bächlein geschaut
und droben künden Vöglein laut
du wie sie bist vogelfrei
 
wenn die Hoffnung nimmer wär
wie wär der Wind verklungen
rauschend übers Wiesenmeer
 
ins Bächlein bist gesprungen
lachend tanzend kreuz und quer
von Lebenskraft durchdrungen.
 
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Die Erde lehrte dich zu stehen,
Geduldig wie ein Fels zu sehen,
Mit dem Geiste zu erkennen,
Wie viele dich vom Ziel noch trennen.
 
Im Wasser steht die Theorie
Von Taktik, List und Fantasie.
Alles Wissen der Gezeiten
Wird dich auf dem Weg geleiten.
 
Die Esse knackt, das Feuer kreischt,
Wenn Theorie der Praxis weicht.
Der Weg des Schwertes ist zu gehen,
Um auch die Flammen zu verstehen.
 
Das stete Flüstern tief im Wind
Dir heimlich ein Geheimnis spinnt.
So öffne weit dein Himmelszelt,
Empfang das Wissen jeder Welt.
 
Von schwacher Dunkelheit umhüllt
Die Leere jeden Winkel füllt.
Trau deinem Herz und sei spontan.
Der Weg des Kriegers geht voran.
 
 
Zu Ehren Miyamoto Musashis, dessen Lehren unvergessen sind...
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Behutsam tritt der Morgen in die Nacht,
und aus der Dämmerung hebt sich der Wald,
ein Rabe krächzt, der neue Tag erwacht,
Konturen finden langsam einen Halt.
 
Die Eiche reckt sich knorrig in das Grau,
nah über ihr der volle Mond, schon bleich,
ein Fuchs schleicht heimlich noch in seinen Bau,
und dunkle Schatten fliehen in ihr Reich.
 
Lasierend steigt in dunstigem Gewand
ein Nebel in das sanft erweckte Bunt,
verwischt den Mond mit kunstgeübter Hand,
der still vergeht im blassen, blauen Grund.
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Teil I.
 
Du bist kein Stern, der nur für mich vom Himmel fiel
Du bist kein Engel, keine Lösung, kein Ventil
Du bist die Ketten, die den Dreiköpfigen bannen
Die mit vielen anderen Wundern einen Wolkenwolf ersannen.
 
Du bist das Blut im Rausch in jeder meiner Hand.
Du bist der Flöte Klang, du raubst mir den Verstand.
Du bist der Winkel tief im Heckenlabyrinth.
Du bist die Wut in mir, die Stürme und der Wind.
 
Wir sind fantastisch, wenn wir über Wolken jagen.
Wir sind das Licht, der Blitz, des tiefen Donners Klagen.
Wir sind der Schrei des Nebels, der Gezeiten Kind.
Wir sind wie Wölfe, wenn wir eng beisammen sind.
 
 
Teil II.
 
Ich bin das Chlorophyll in jedem Birkenblatt.
Ich bin die Sonnenglut, an Mondes Glanze statt.
Ich bin das Tintenblau auf farblosem Papier.
Ich bin in deiner Stirn und deiner Seele Gier.
 
Mein Name gleicht dem Heulen in der Nacht.
Mein Wesen liegt in deiner Stille Macht.
Mein Ruf halt über weiße Wolken schwer.
Mein Körper ist ein Sturm und niemals leer.
 
Gemeinsam gleichen wir dem Birkenhain.
Zusammen blendet uns der Sterne Schein.
Vereint sind wir wie Verse tief im Fleisch,
Überm Himmel nahezu den Wölfen gleich.
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Gleich wie zehnfache Messer und Klingen
Schneiden Finger durch leeres Papier,
Lassen Feder und Tinte besingen,
Jene Schandmaid der Sieben: Die Gier.
 
Bei der Gnade der Schlange der Meere,
Bei dem Schöpfer von Eisen und Hut.
Überlass mir, was ich stolz begehre
Und zum Dank schenke ich dir mein Blut.
 
Der Tod gibt mir flammendes Leben,
Fremde Lungen gebieten den Hauch.
Lass den Quell in der Brust mir erbeben,
Weil ich deine Kraft zum Atmen brauch.
 
Gleich wie zehnfache Herzen und Hände
Treibt mich dein Glanz, deine Anmut voran,
Spaltet all jene zwängenden Wände,
Zieht mich in deinen magischen Bann.
 
 
 
Bin jederzeit erfreut über Fragen und Kritik.
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Corazon,
du gehst deinen Weg,
doch sag mir
wohin,
geboren zu sterben
ist das wirklich der Sinn?
 
 
Ich gehe ins Dunkel,
nicht ins gleissende Licht,
doch auf dem Weg dorthin
verirre ich mich.
 
 
Du wurdest nicht geboren
um glücklich zu sein,
des Menschen Ziel: Ist Kinder zu zeugen,
sonst bleibt er allein.
 
 
Ich bleibe allein,
da hilft mir kein Kind,
denn auch das ist allein,
wie wir alle es sind.
 
 
Aus dir spricht Verzweiflung,
wo ist dein Mut?
Kämpf um dein Leben,
sonst geht es nicht gut.
 
 
Nichts ist so,
wie es dir manchmal erscheint,
ich wurde wiedergeboren,
darum hab ich geweint.
 
_________________________
 
 
Corazon,
du wurdest
dreimal wiedergeboren,
doch wo warst du vorher
wo gingst du
verloren?
 
 
Vor meiner ersten Geburt,
du fragst wo ich war?
In einem Raum ohne Zeit,
es ist nicht darstellbar.
 
 
Jede Wiedergeburt
ist ein Tropfen von Zeit,
der reicht für ein Leben,
nicht für die Ewigkeit.
 
 
Was bringt dir dieser Tropfen,
wird er zu einem Quell,
bleibst du im Dunkel?
Oder wird es gleissend hell?
 
Ich bleibe im Schatten,
gehe niemals ins Licht,
mein Leben, meine Seele,
beides ist reiner Verzicht.
 
 
Nichts ist so,
wie es dir manchmal erscheint,
ich wurde wiedergeboren,
aber nicht wiedervereint
 
 
mit dem, was ich liebe,
mit dem, was ich verlor,
bei jeder Wiedergeburt
trage ich Trauerflor.
 
_________________________
 
 
Corazon, woher weisst du,
du wurdest wiedergeboren?
Ging deine Seele
nicht jedesmal verloren?
 
 
Meine Seele lebt ewig
sie vergisst mich nicht,
sie erinnert sich ans Dunkel
und auch ans Licht
 
 
Jede Wiedergeburt liess mir
Schmerzen und Pein,
und wiedergeboren heisst
auch immer: allein zu sein.
 
 
Meine Wiedergeburten
wurden gemeisselt in Stein,
er trennt noch heute
die Wahrheit vom Schein.
 
_________________________
 
 
Der Zyklus ist beendet
was bleibt ist das Licht,
durchdringend das Dunkel,
das mich zerbricht.
 
 
Es kann mir nicht helfen,
der Tod ist mir Gemahl,
was er mir jetzt bringt:
Das Ende der Qual.
 
 
Wiedergeboren,
was war der Sinn?
Ein Mensch zu sein,
der ich nicht bin?
 
 
Fragen ohne Antwort -
so heisst das Spiel.
Ich habe es verloren,
doch es bedeutet nicht viel.
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Verbotene Liebe,
 
Zwei Socken in gewissem Rahmen
im Wäschekorb sich näher kamen.
 
Die eine gelb, die andre blau
und beide wussten sie genau,
sie würden niemals je ein Paar,
weil jede andersartig war.
 
Drum nutzten sie den Waschvorgang
um sich für eine Stunde lang
einmal richtig zu verknoten.
Doch ihre Liebe war verboten.
 
Zum Trocknen wieder hingen sie,
die eine da, die and're hie,
auf langer Wäscheleine
getrennt im Sonnenscheine.
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Kennst du das Land
wo die Bäume
immer grün
 
die Rosen
ohne Dornen blüh`n
 
Sphärenklang
im Goldorange
der Sonne
schwingt
 
die Fülle
des Lebens
die Seele
durchdringt
 
Kennst du das Land
wo jeder Hunger
jeder Durst
gestillt
das Herz
vor Freude
überquillt
 
wo jede Angst
und jede Traurigkeit
der Hoffnung
und dem Frieden
weichen
 
Kennst du das Land
dahin, dahin
will ich
mit meiner Sehnsucht
zieh`n.... 
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Das Stiefmütterchen
Auf der Terrasse ganz aus Stein
da keimte einst ein Blümelein
in schmaler sandig Fuge,
für‘s Dasein gab ihm die Natur
eine karge Mitgift nur,
doch wuchs es Zug um Zuge.
 
Es trotzte Staub und Trockenheit
und wuchs trotz aller Widrigkeit
mit heiterem Gemüte
und brachte es am Ende gar
als es genug gewachsen war
zu einer stolzen Blüte.
 
Voll Anmut stand das Blümelein
und blühte gelb im Pflasterstein
als Wunder der Natur,
bis dann ein Mensch mit Unbedacht
das schöne Blümlein umgebracht
mit einem Tritte nur.
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Vor mir liegt 'ne Nebelbank
Darin der Weg verschwindet
Letzte Brücke hinter mir
Die an Vernunft mich bindet
 
Nasse Spur benetzt das Holz
Lustvolle Tränen flossen
Beißend scharf und ölig schön
Ich hab Benzin vergossen
 
Zweifel lässt mich inne halten
Das Feuerzeug schon in der Hand
Flamme lockt mich, zynisch tanzend
Komm lege diesen letzten Brand
 
Blick nochmal zum andren Ufer
Die Wirklichkeit war nicht genug
Das morsche Holz es lodert heiß
Verzehrt in wildem Funkenflug
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"Seit zweitausend Jahren
ist das mein Stück Land
Hab manch einem hier
schon die Scheune verbrannt
der über mich lachte
und nicht an mich glaubte
sich Frechheiten und
noch andres erlaubte
Endlich glaubt einer
dass es mich gibt
doch leider ists einer
der nur im Bett liegt
Von all diesen Herren 
der Faulste bist du !"
 
Während er schimpft
wichst er meinen Schuh
 
"Das Gras ist zu hoch
der Hund ist zu fett
Das Haus bräuchte Farbe
und du liegst im Bett
Wenigstens hast du
in christlicher Zeit
das Grundstück den
Göttern und Elfen geweiht
Morgen ist Donnerstag
da hab ich frei
vergess nicht mein
Bier und den Haferbrei
Wir wollen doch
sicherlich Freunde werden
so laß nicht im Herz
deinen Kobold sterben 
...und denk immer dran
Das Grundstück ist meins !"
 
Er reicht mir die Hand
 
"Mein Name ist Heinz !"
 
 
 
 
 
Anmerkung :
Den Geisterglauben gab es schon immer.
Zu den Hausgeistern, die einem in Haus und Hof zur Hand gehen, wenn man ihnen wohlgesonnen ist, zählt der Kobold.
Heinz ist einer von mehreren überlieferten Namen für einen solchen Gesellen.
Verärgert man sie, oder versucht sie gar zu vertreiben, können sie auch anders.
Das geht von Pech, über Krankheit, sogar bis zum Tod der Hausbewohner.
Es gibt Sagen von Familien, die vor ihrem Hausgeist flüchten wollten, jedoch war er der Erste, der auf der gepackten Kutsche saß und ungesehen mit in das neue Heim gezogen ist.
In heidnischer Zeit war der Donnerstag der Sonntag. Er ist dem Gewittergott Thor geweiht, der in Deutschland Donar hieß, was Donner bedeutet. Dieser Tag ist ebenfalls überliefert, um seinem Hausgeist z.B. Haferflocken und Bier zu kredenzen.
 
Mein Sohn heißt Bjorn Donar...😍
 
 
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