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der löwe

 

in stein gemeißelt steht er starr

und blickt - die sonne im gesicht -

der sonne nach, wie jedes jahr,

doch findet er sie nicht.

 

sein blick verstarb im stein

so stolzer augen und verschwand.

gefährlich stand er stets allein,

uns drohend steinern zugewandt.

 

auch jetzt, im dünnen silberlicht,

umspielt der wind sein haar,

doch kalter stein bewegt sich nicht

und niemand bleibt ihm nah.

 

da küsst ich ihn, als ich ihn sah.

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  • 2 Wochen später...
  • Antworten 4
  • Erstellt
  • Letzter Kommentar

aktivste Mitglieder in diesem Thema

ach welch ungerechtigkeit, dass sich noch keiner mit dem text hier auseinander gesetzt hat. ich muss dir mein lob aussprechen. einwandfreier roter faden und inhaltlich würde ich es fast schon in "hoffnungsschimmer" versetzen...

 

nur die vielen wortwiederholungen finde ich teilweise ... überreizt, aber es lässt sich dennoch wunderbar lesen.

 

lg alex

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ich danke euch beiden. - ein gedicht ist niemals perfekt oder angel?

ich werde niemals ein perfektes gedicht schreiben können.

für den augenblick ist es manchmal für mich persönlich perfekt,

weil ich genau meine gedanken einfange und mich so perfekt in das

gedicht reinversetzen kann, in seinen klang, in seine worte,

in sein schweben und es in mir widerhallt. so war es bei diesem hier.

black raziel du kannst dir den ersten stein zum fels umdenken,

oder den vierten, wenn du magst. so entwickelt das gedicht aber

eine weniger starke eigenmelodie. es wäre ein leichtes für mich

die form und die melodie aufzulockern, aber dann passt es für mich nicht

mehr. vlt in ein paar jahren.

lg

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  • 2 Jahre später...

...jetzt habe ich mal in Deinen Gedichten rumgestöbert,

um auch mal was zu einem zu sagen.

Von diesem hier reizte mich schon der Titel,

weil ich mich fragte, ob es eine Verwandtschaft

zu William Blake's "Tiger, Tiger" gibt ,

aber was ich dann las, hat mir noch besser gefallen,

als wenn es so gewesen wäre.

Warum ?

Weil ich als Kind einen steinernen Löwen liebte.

Mein "Lieblingsplatz" da, wo ich bis zum sechsten Lebensjahr aufgewachsen bin,

war eine Wiese, auf der so ein Ding stand,

mein Papa "musste" mit mir immer wieder dort hin...

und ich hab mich liebend gerne drauf gesetzt.

Eines der beiden Löwenaugen war "weg",

vom nagenden Zahn der Zeit abgeschliffen wahrscheinlich.

Ich sehe also hier "meinen Löwen"

( der, als ich vor ca. 3 Jahren mal zufällig an der Stelle vorbeilief,

tatsächlich immer noch da stand, allerdings sah er traurig aus...

gut, nach über 30 Jahren konnte ich ja nichtmal erwarten, dass es

"ihn" noch gibt ), und denke, dass Du es warst,

der ein schönes Gedicht "für ihn" geschrieben hat -

weil ich Schnarchsack gar nicht auf die Idee kam.

Herzlichen Dank dafür,

erst Recht für den Kuss, den er Dir entlockte...

auch wenn es wahrscheinlich ein ganz anderer Steinlöwe ist

und Du meinen ( Freiburg Littenweiler, an der PH ) niemals gesehen hast ( ? )...

 

LG

Rupert

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