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Angie

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  1. Angie

    Heilig

    Heilig die Nachricht: das kleine Beständige siegt übers flüchtige Große Weihnachten
  2. Ein kleiner Tisch mitten in der Atelierwerkstatt. Unzählige bunte Klekse auf der Tischplatte. Farbpaletten, Pinsel in verschiedenen Größen, Spachtel und Papierfetzen stapeln sich. An einer Ecke sitzt Sabrina auf dem Drehhocker. Sie schaut auf das kleine schwarz-weiß Bild vor sich. Das erste Bild von dem kleinen Leben, das in ihr wächst. Sabrina seufzt. Wie sollte sie das ihrem Sebastian beibringen? „Ich bin noch nicht bereit für ein Kind“, hatte der gesagt. „Überleg doch mal, wir sind beide selbständig. Und Künstler noch dazu. Bis wir auf dem Markt Fuß gefasst haben, dass wir Kindern ein sorgenfreies Zuhause geben können, hm, das dauert sicher noch ein paar Jahre. Lass uns noch warten.“ Gerade gestern hatten sie wieder miteinander diskutiert. Ihr Sebastian! Am liebsten war er mit ihr oder seinen Kumpels unterwegs. Fast immer gut drauf und hatte einen unbändigen Hunger nach neuen Eindrücken. Sabrina grinst: da waren sie beide sich total ähnlich, dem Hunger nach neuen Eindrücken, nach Inspiration, nach Entdeckung! Was sicher auch an ihrem Beruf lag: Grafik, Malerei, Skulptur - das war ihre gemeinsame Leidenschaft. „Künstler brauchen neue Eindrücke“, denkt sie. Und schaut auf buntbeklecksten Tisch. Und auf das Foto. Ein neuer Eindruck auf dem alten Tisch - und was für einer. Sabrina steht auf. Klemmt das Foto links oben an die Staffelei. Zieht den Pinsel großflächig über das Papier. Schwarz, weiß, grau überträgt sie das Foto auf die Leinwand. Tritt drei Schritte zurück, kneift ein Auge zu, hält den Kopf ein wenig schief. Entschlossen greift sie zur Farbe. Rot, blau, gelb, grün, lila, rosa in immer neuen Mischungen und Kombinationen übermalt sie die schwarz-weißen Konturen. Wieder und wieder taucht der Pinsel in die Farbe, wischt der Spachtel Formen ineinander, betrachtet Sabrina das Entstehende aus der Entfernung, malt hier und da etwas nach. Es dämmert schon als sie sich schließlich zufrieden mit dem Handrücken über die Stirn wischt. „So viel zu neuen Eindrücken“, murmelt sie vor sich hin. „Hi Süße“, Sebastian drückt ihr einen Kuss auf die Backe. „Fleißig gewesen?“ Sabrina deutet auf die Staffelei: „Heihei! Wie cool ist das denn?!“ Sebastian betrachtet das Bild aus der Ferne. „Hat Schwung, find` ich. Und Dynamik. Und Freude. Spricht mich an. Können wir für die nächste Ausstellung nehmen oder?“ Sabrina zeigt wieder auf die Staffelei - nach links oben. „Das ist ne Gemeinschaftsproduktion, glaub ich mit Ausstellung live und in Farbe“ „Hä?“ macht Sebastian. Er geht näher an das Bild. Sieht das Foto, das oben klemmt. Nimmt es ab. Schaut es an. Schaut zu Sabrina. „Du meinst `ne Ausstellung hier? Zwischen Farben und Spachteln und Pinseln und Leinwänden?“ Sabrina schluckt: „so ähnlich“ Sebastian schweigt. Er betrachtet das große Bild. Dann lächelt er, nein, er strahlt: „Das wird dynamisch und schwungvoll“ Und nimmt seine Sabrina und tanzt mit ihr durch die Werkstatt.
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  3. Angie

    Der Advent

    Der Advent lümmelt sich lustlos im Bett. Die Vorhänge sind zugezogen. Dunkel ist`s im Zimmer. Grau im Dezember draußen. Der Advent ist schlecht gelaunt. Wozu aufsteh`n? Wozu von der Sehnsucht und der Hoffnung erzählen, dass ein Licht kommen wird – ganz sicher, ganz gewiss? „Naiv, weltfremd“ nannten das die Menschen und verdrehten müde die Augen. „Sieh doch“, sagen sie, „Finsternis regiert die Welt“: „Krieg und Tod, Gewalt und Elend, Angst und Lüge …“ „Was redest du da von lichtvoller Hoffnung? Es gibt nichts Helles mehr.“ Dann schüttelten sie den Kopf, zuckten mit den Schultern, manche seufzten und alle gingen sie weiter durch ihre graue Wirklichkeit. „Finsternis regiert die Welt“, murmelt der Advent ins Kissen. Ja, das hatte schon der Prophet Jesaja vorher gesagt. „Finsternis regiert die Welt“ „Finsternis …“ MO - MENT! Der Advent stutzt und setzt sich auf. Wie war das noch? Dieser Satz ging doch weiter… Der Advent schlägt die Decke zurück. Und kramt das alte Buch unterm Bett hervor: Das mit den Gedanken der Menschen vor seiner Zeit: Und schlägt bei Jesaja nach: „Finsternis regiert die Welt und Dunkel die Völker, aber über dir geht Gott auf und sein Glanz erscheint über dir.“ Das wars! Aber über dir! Glanz aus Gott. Das ist die Botschaft. Das ist MEINE Botschaft, denkt der Advent. Wie mein Name sagt: Advent - Ankunft. Ankunft von der Botschaft dieser Gegenkraft. Gegen das Dunkle, gegen die Finsternis. Beharrlich immer weiter durch die wechselnden Zeiten leuchtet Gottes Glanz an - gegen alles, was mich runter ziehen will, was mir die Laune verdirbt, was mir Angst ins Gemüt pflanzt, was meine Gedanken kreisen lässt, was mich klein macht, was mir einreden will, dass eh alles keinen Zweck hat … Der Glanz Gottes …, der Advent schaut auf das alte Buch, So viele Geschichten von Menschen, die den Lichtspuren Gottes gefolgt waren. Entschlossen zieht er die Vorhänge zurück: Das Dezembergrau schien auf ihn zu warten. Es war Zeit, neue Lichtspuren zu legen. Und davon zu singen und zu sagen, dass Gottes Glanz ein Gesicht bekommen hatte: im Kind in der Krippe. Und dass Gott in diesem Kind alle empfängt: die Frommen und die nicht Frommen, die Hungrigen und Satten, Kinder und Erwachsene. Bedürftige und Zufriedene, Kranke und Gesunde, traurig Gestimmte und Fröhliche, mich und alle anderen auch. Der Advent zieht die Türe hinter sich zu. Stapft mutig durchs Dezembergrau Verteilt seine Lieder, die Düfte und den Kerzenschein, vor allem die Botschaft von Gottes Geburt in der Welt, unter den Menschen, wird nicht müde, zu erzählen, dass Frieden und Gerechtigkeit möglich sind. Weil die Zukunft Gott gehört. Manchmal war zu spüren wie Klänge und Worte etwas zum Schwingen brachten. Und Menschen aufhorchten und neue Wege fanden. Wie Gottes Glanz in ihnen auf leuchtete und ihre Herzen hell und licht wurden. Manche ließen ihre Sorgen und Ängste zurück, suchten die Nähe der anderen und setzten gemeinsam ganz vorsichtig - Schritt für Schritt - ihre Füße auf den Weg des Friedens und der Gerechtigkeit. Neue Lichtspuren entstanden Und kündeten vom Glanz aus Gott: dass Sein Heil die ganze Welt umfasst: Die sichtbare und die unsichtbare. Die analoge und digitale: das Zeitliche und Ewige. Dass Liebe und Güte möglich sind, Versöhnung keine Utopie bleiben muss. Zufrieden schaute der Advent auf die neuen Spuren: „Geht doch“, brummte er. Und kehrte nach Hause zurück und träumte noch lange von diesem Wort: „Über dir geht Gott auf und sein Glanz erscheint über dir.“
  4. Angie

    Advent

    Advent Advent, kein Lichtlein brennt. Christkind klopft vergeblich an die Tür`, der schöne Schmuck: nur leere Zier. Niemand wartet hier an diesem Ort auf Neuschöpfung durch Gottes Wort. Alles soll beim Alten bleiben Licht im Dunkeln ist zu meiden. Sonst könnt sich nämlich offenbaren das eine oder andere Versagen in Sachen Freundlichkeit und Toleranz, zur Wahrheit hält man gern Distanz. Glanz und Ehre, Ruhm und Macht sucht man im Großen mit Bedacht, das schwache, kleine bleibt ein Joker und Spielball im Interessenpoker. Weihnachten feiern mit allen Sinnen, das Gute können wir später beginnen Ach Gott, vom Himmel komm hernieder, fahr` in Herz und Kopf und müde Glieder. Rüttle auf und mach mich wach, Dein Feuerwort in mir entfach` von Güte, Freude, Lust am Leben, mit Glauben nach der Liebe streben, die du in uns`re Welt gebracht in Bethlehem zur Heil`gen Nacht.
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  5. Ihr Lieben, vielen Danke für Eure Rückmeldungen! @horstgrosse2@RosaJa, es könnte - um die Worte "rund" zu machen, noch ein Schlusssatz hin, hm .... aber eigentlich wollte ich es offen lassen ... ich denke nochmal dran rum @Wannoviusder November kann ja auch sehr stimmungsvoll sein mit seinen verschiedenen Grautönen, finde ich. Liebe Grüße!
  6. Während der Worte Wut tosend um sich schlägt, taumelt im Sturm die Sehnsucht heran, durchglüht Morgenrot die dunkle Nacht
  7. Angie

    Tägliche Nachrichten

    Verheißungsvoll glitzert die Nacht silberfarbene Punkte leuchten im Halbrund vom Himmel zur Erde Feuerwerk glühender Zerstörung frisst sich durchs Land vergiftet Herz und Denken Menschlichliebe bis zur Unkenntlichkeit entstellt sinniert von Rache und Vergeltungsschlägen Meine Sehnsucht seufzt voll Hoffnung: Frieden auf Erden
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  8. Mein Herz klopft im Takt der untergehenden Sonne Gefährtin Nacht Das Lied meiner Seele malt dir Feuerflammen ins Dunkel Kühle streichelt sanft des Lebens Hitze Gedanken mondbeschienen schmiegen sich in Wolkenschleier hinein Gefährtin Nacht Im Traum bringst du Segen
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  9. Lieber Stephan, ja, ich kann verstehen, dass Du bestimmte Erinnerungen lieber missen würdest. Und doch denke ich, dass alles Leben umfassend bei Gott aufgehoben ist. Liebe Grüße Angie
  10. Das Leben zerrinnt zwischen den mächtigen Fingern der Zeit, tropft Erinnerungen in die Seele Glasperlen gleich Von unsichtbaren Händen auf Bänder gefädelt schweben sie durch Raum und Traum küssen dir längst vergang'ne Augenblicke wach Neues Leben- Ewigkeit
  11. Angie

    Frohnatur

    Hallo! Richtig schön, ich wünsch` es Dir! Liebe Grüße Angie
  12. Lieber Stephan, vielen Dank für dne Kommentar und den Hinweis auf den Fehler. Es sollte "lugt" heißen :). LG Angie
  13. Angie

    Der Zukunft Glück

    Verzweiflung klebt sich auf Autobahnen fest Brodelnd köcheln Lügen Hass zu unverdaulicher Masse Stimmen wie Blätterrauschen küssen Träume wach Um die Ecke lugt verschmitzt der Zukunft Glück
  14. Angie

    Ohnmacht

    Die Seele zerfliesst in dünnen Rinnsalen fetzt Schreie ins Nirgendwo Gedanken taumelt zwischen Hoffnungsruinen verirren sich Jenseits tasten Melodien durch nebelgraue Gegenwart klingende Lichtpunkte berühren dich Segen
  15. Ach, wunderbar! Sich träumend aneinander schmiegen... Wünsche in Muschelschalen aus Meer schicken... so schöne Bilder!! Liebe Grüße Angie
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