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  • 23 Thema für die Feder #2

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  • Heutige Geburtstage

    1. Sadboy
      Sadboy
      (20 Jahre alt)
  • die aktivsten Themen der letzten 3 Tage

  • die letzten 20 Kommentare

    • Womit oder mit wem verbindet uns diese Brücke?  Ich möchte gerne ein wenig philosophieren liebe Donna.
    • Da mir doch glatt der Sommernachtstraum in den Sinn.   Das kommt davon, wenn aus alten Gletschern noch viel ältre Wasser plätschern. Und wenn Robben robben wie auch Reiher reihern, dann fliegen Fliegen und Vögel ...   LG Heiko
    • Wenn Lärchen-Pärchen und Weiden leiden, weil Buchen fluchend die Eschen verdreschen, müssen Fichten schlichten.   Wenn Birken bewirken, dass Kiefern liefern, was Platanen planen, müssen Erlen-Perlen und Eichen weichen.   Wenn Tannen spannen und Zedern federn, weil Linden-Rinden sich an Eiben reiben …   können nur noch Elfen helfen.   © Hima  
    • Wirklich sehr sehr schön und hoffnungsvoll geschrieben. Es menschelt und das mag ich. Liebe Grüße Ilona 
    • Oft grase ich das Forum nur nach solchen ab! Ich wundere mich auch darüber, dass das schwülstige Zeug immer in der gleichen Mehrheit bleibt. In den Kunststoffelfenbeintürmen bleibt man eben ganz bei sich und seinen Gelüsten ... da kann draußen passieren, was will.   Das mit Corona ist ein kleines Missverständnis. Ich meinte, dass Corona nach wie vor die Aufmerksamkeit No. 1 hat, und dahinter, quasi im Schatten, einige versuchen, unerkannt die Waffen scharf zu machen. Aber das wird auch von Tag zu Tag undurchsichtiger für einen Normalsterblichen. Vor dreißig Jahren hätte ich noch gesagt: "Meinst du, die Russen wollen Krieg?". Aber ein paar, die Krieg wollen, finden sich überall. Und überall müssten dann die anderen laut werden und die Wahnsinnigen in die Schranken weisen. Aber es gibt ja kaum noch jemanden, der/die fähig ist, etwas dazu zu sagen. Scheint es mir. Oje.
    • Hallo Ferdi,   ich bin erfreut, denn ich lese stark antikisierende Verse, die heute eigentlich kaum einer schreibt. 🙂 Wenn ich das richtig begutachtet habe, folgt den Jamben im ersten Teil des Verses ein Antispast. Zumindest habe ich das für mich  mal so eingeteilt. Der Antispast also ein  sechzeitiger Versfuß, in dem Versfuß und Wortfuß übereinstimmen sollen. Das geschieht hier auch, bis auf V3 und Vers 6. Ich kann nicht behaupten, dass  mich das nicht Erfüllen dieser Vorgabe, irgendwie stören würde.  Ungewöhnlich sind diese Verse. Der Antispast bremst nicht nur stark ab, sondern nimmt den mitschwingenden  Irrsinn gelungen auf.   Der Titel (Ableger XXx) will sich nicht so richtig anschließen.     Ein Schlachter steht, das Schlachtmesser xXxX xXXx Zwar in der Hand, doch bleibt's reglos, xXxX xXXx Mit weiten Augen tagträumend: xXxXx XXx Er sieht sich selbst als Schlachtmesser, xXxX xXXx Der Waffen Zahl, des Heers Größe, xXxX xXXx Wie oft ein Krieger stirbt, misst er xXxXx XXx - Und grinst?! Der Mann erwacht besser xX xXxXXx     LG, Mi
    • Werter Marcel, der Text, dein Poem, strahlt Authentizität aus: aus der Straße, in Gedenken all jener, die dort leben müssen, oder wollen, ruft und singt jemand! Kalt ist es im Januar, zu kalt für ein würdevolles Leben auf der Straße! Jemand, einer, eine, könnte mir dort draußen entgegenstürzen und sich erstickend über mich legen. Ach, sag ich, ich bin ja nicht draußen. >>Sucht nicht nach mir in euerer Not<<, nein, ich suche nicht nach dieser lyrischen Figur: Li. Ich stehe vor diesem. Jedenfalls fühlt es sich so an!  In Sachen poetologischer Technik gefiele mir ein steter, betonter Verseingang besser, was keine Kritik darstellen möchte.    Wehrhaft wie ein Haus will ich sein! Ein Fundament im mächtigen Fels,   . . ..   ~ meterdick Palisaden vor den Mauern. . . .. ..  ~ Doch! ich zerfalle in stumpfen Winkeln....   Wie geschrieben, es soll keine Verbesserung darstellen, aber vlt. dienet es zu Inspiration?   gerne gelesen und ein paar Gedanken dagelassen   Lg  . . . . . . . . .    . . . fietje butenlänner        
    • ...an Jahren schon gereift, trotzdem nicht jeden Sinn begreift. So gänzlich wertbefreit dazu, ließ ihn das Reimen keine Ruh.   Wenn Selbiger, beginnt zu dichten, sei es dahingestellt mitnichten, was ihm so kommt aus seiner Feder, es hilft ja nichts, kann halt nicht jeder.   Selbst wenn er glaubt er wär Poet, nur weil er schreibt gar manch Pamphlet, wobei der Ehre wär zuviel, denn selbst dazu fehlt's ihm an Stil.   Den hat man nämlich oder auch nicht und dies selbst auch im Kurzgedicht und schreibt alsdann so fröhlich weiter meint wohl dabei, er wäre heiter,   würd eingehn dann in die Analen, mit Zeilenwörtern nur zu prahlen. Bedenk oh Mensch, dies ohne List - dass jeder Mensch nur Menschlein ist.   © Uschi R. text/bild   EinMensch_mp3cut.net_.mp4
    • ©Donna H. 2022                                                      
    • Hi @Oilenspiegel, danke, dass du dieses gedicht überhaupt zur kenntnis nimmst. es ist interessant, wie sehr das kleine liebesgedichtchen leserinnen und leser anzieht und dieses ungelesen dahindümpelt. wer will schlechte nachrichten hören. wer will sich seine seele beschweren (lassen). ob Corona die waffen scharf macht? vielleicht. ich glaube eher, es ist der kampf um die macht auf diesem planeten. in diesem fall will ein despot wiedergewählt werden, dessen eine waffe, nämlich erdgas und erdöl, rasch an bedeutung verlieren wird. das wird seine position sehr stark schmälern. auftrumpfen kann er nur noch jetzt. bald kann nur er nur noch mit waffen drohen. und eine weile später nicht einmal mehr damit. eine sehr schwierige gemengelage und daher sehr gefährlich. und, ja, der krieg als mittel der politik ist auf den tisch zurückgekehrt. er wird so rasch nicht wieder verschwinden. mir geht es aber in meinem gedicht mehr darum zu zeigen, dass bereits die drohung mit gewalt über die angst als transportmittel real gefühlte gewalt ist. das übersehen wir. lg W.  
    • Jeder Zentimeter meines Körper sehnte sich nach einer Berührung von dir. Mir hab ich sie so sanft und warm vorgestellt, so nah und in die ferne führend, so zart. Doch wie die Schönheit des Mondes für Blinde konnte ich sie mir nicht in dem Ausmaß vorstellen. Auf die erste, folgte die zweite, die dritte, zehnte und die tausendste. und dann irgendwann Stopp. Und nun sehnt sich jeder Zentimeter meiner erblindeten Seele nach einer (vor-)letzten Berührung von dir.
    • Es bewegt mich auch. Ich bin Verweigerer. War bereit, dafür in den Knast zu gehen. Das war in der DDR. Und noch mal im neuen Großdeutschland. Glück gehabt. Irgendwie um alles herumgekommen. Nicht eingefahren, nicht gedient. Dann wurden die Neonazis diese alltägliche Landplage. Mein Pazifismus bröckelte. Als damals Grüner gegen die Jugoslawienkrieg-Teilnahme gestimmt. Zu jeder erreichbaren Friedensdemo gezogen. Selbst welche angezettelt. Wirklicher Krieg war mir immer fern. Ich dachte, das bliebe so. Doch es kommt immer näher. Obwohl ich langsam alt genug bin, einfach nur Opfer zu werden, wenn was passiert. Aber da sind meine Kinder. Und überhaupt. Unsere guten Träume. Unsere geschundene Erde. Ihre letzte Chance droht zu verglühen.   Es lässt mich schmerzen, dass alles so ruhig bleibt. Keine Friedensbewegung, die schon mal mahnt. Keine Intellektuellen, die besorgt ihre Gedanken in Mikrofone sprechen. Keine Kirche, die was Passendes predigt. Keine Partei, die ihre hammerhart friedliche Politik betont. Kein John Lennon. Kein "Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin!" Im Schatten von Corona werden Waffen scharf gemacht.    
    • .         Schwerhinwandelnd kommt (ihm drückt die Schultern Geheimes) ...Zum Ende das Gedicht und sagt ......Nichts dann; und niemand, der's hört.         .
    • Hi Carlos, es ist Friesenplatt, in Holland kommt man notfalls auch damit zurecht...   jemme' Platt is tämlig dicht an unse Platt, dünkt mi. Is ja og jümmer so'n Sok mit de Grammatik, ik bün dor neer bi Klaus Groth, anner sünd bi Reuter or no wieder wech.   Danke liebe Josina, es freut mich sehr, dass Plattdeutsch noch bei dir lebendig ist. kloog'e Gærns - plietsch'e Deern de Finja.   Ich habe den Text noch nachpoliert.. Düwel ~ Teufel ~ tüüwel - da die Kinder ja kein Deutsch können, immitieren sie dieses: Tüüüwel statt Teufel, eigentlich: Düüwel op platt Anmerkungen bzgl des lat. æ habe ich in die Fußnote gesetzt.   Vielen Dank  hi, ich glaube genau an dieser Stelle muss die Szene stoppen, alles weitere denke sich ein Leser... Vlt. findest du jetzt eine Botschaft?   der Chrischschan z.B. kennst du den?   Vielen Dank     😂 Dat segg man, dat segg man.... jo!   Lg  . . . . . . . . . . . . ..    fietje
    • Lieber Joshua,   du hast natürlich recht, alles hängt miteinander zusammen.   Aber die Auswirkungen des Ausbruchs auf La Palma waren dennoch, global gesehen, so minimal, dass es wirklich nicht ins Gewicht fiel. Der Ausstoß an Gasen und vulkanischer Asche war regional (und wirklich begrenzt auf die 10% von La Palma, die betroffen waren) zeitweise richtig schlimm. Nur - es war ein wirklich kleiner Ausbruch. Auch wenn die Bilder spektakulär waren. Und die dabei freigesetzte Energie sowie die Menge an Auswurfsmaterial waren schlichtweg zu gering, als dass das weitere und/oder spätere Auswirkungen gehabt hätte, die anderswo auf dem Planeten zu verspüren gewesen wären.   Es gibt gravierende Unterschiede bei Vulkanen (ja, ich habe dabei viel über Vulkanismus und auch über geologische Prozesse dazugelernt). Und auch diverse unterschiedliche Arten von Eruptionen. Damit wirklich von globalen Auswirkungen gesprochen werden kann, hätte es sowohl ein weit größerer Vulkan als auch eine weit stärkere und andere Art des Ausbruchs sein müssen. Der Vulkan auf La Palma war zunächst als VEI 2 (Vulkanexplosivitätsindex) eingestuft worden. Dass er dann auf 3 hochgestuft wurde, hing nicht mit der Stärke der Eruptionen (der Explosivität) als solche zusammen, sondern mit der insgesamt ausgeworfenen Materialmenge. Es ist ein bisschen kompliziert und würde hier zu weit führen, aber es gibt sowohl innerhalb dieser Skala als auch außerhalb von ihr noch eine Menge anderer Kriterien und eine weitere Skala.    Da gab und gibt es ganz andere Kaliber. Große Vulkane, mit plinischen Ausbrüchen. Dann knallts, und zwar mächtig. Und dann wird es global.    Und natürlich gibt es da auch noch die Supervulkane. Der Yellowstone beispielsweise. Der ist ultra-plinianisch. Wenn der richtig, d. h. mit voller Wucht, hochgehen sollte, dann - ich sags mal so. Als das letzte Mal eine Naturkatastrophe solchen Ausmaßes stattfand, starben die Dinosaurier aus ... und nicht nur die. Derartige Ereignisse werden als die 'Big Five', die 'Großen Fünf' bezeichnet. Die hatten Massenaussterben zur Folge. Und - da können auch keine 100 Atombomben mithalten. Wirklich nicht. Aber, wie dem auch sei: Das Leben überlebte diese Katastrophen. Und regenerierte sich. Allerdings brauchte es dazu auch lange.   Es ist wiederum unsere Hochmut, die uns glauben lässt, wir hätten die Macht, die allen anderen Katastrophen überlegen ist. Dass wir alleine die Größten sind, dass wir alleine es schaffen können, alles auszulöschen.   Von dieser Vorstellung müssen wir uns dringend verabschieden. Denn auch aus dieser Vorstellung heraus spricht unser Hochmut.    Das macht unser Handeln nicht weniger falsch, bitte mich hier nicht missverstehen! Es ist falsch. Denn wir können bedenken, was wir tun. Vulkane oder Asteroiden aus dem All nicht.    LG,   Anonyma    P.S.: Und ich wollte eigentlich aufhören. Müsste eigentlich aufhören ... ach, egal, sei's drum. Dann esse ich eben heute später ...   
    • Liebe Melda  Ich habe mich köstlich über deinen Maler amüsiert.  Ja Handwerker sind schon eine eigene Kategorie. Liebe Grüße Ilona 
    • Da fällt mir noch was ein! In einer Talkshow hat ein Bergsteiger erzählt, wie er im Himalaya Bergsteigen war, zu der Zeit als der Irakkrieg stattfand und die Ölfelder gebrannt haben. Oben auf dem Berg ist ihm aufgefallen, dass das Eis einen schmierigen Beigeschmack hatte....  Und wir hatten vor einem Jahr einen schönen Saharasandhimmel. Alles ist miteinander verbunden. Auf die eine oder andere Weise. Mücken sind zwar lästig, aber wenn sie verschwinden, haben die Fische keine Larven und Eier mehr zum essen. Usw.... Der ganze Planet ist ein atmendes fühlendes Wesen. Und der Mensch wird zu einem bösartigen Tumor.    Und um nicht zuletzt zu vergessen wie empfindlich diese Erde doch ist: ca.100 Atombomben reichen um das Sonnenlicht global für Jahrzehnte verschwinden zu lassen. 🙂  Aber anderes Thema.    ✌️ JC
    • Köstlich 👏 - aber man kann die poetischen Einfälle auch nicht mit Alkohol oder Joints erzwingen. Papier und Bleistift weglegen und Päuschen machen. Die Muse wird Dich irgendwann wieder küssen, lieber @Kurt Knecht.   Liebe Grüße von Melda-Sabine
    • Liebe Lichtsammlerin,   ich freue mich auch sehr, dich wieder zu lesen!      Wo Licht ist, ist auch Schatten. Aber es gibt Schatten eben auch nicht ohne Licht. Ich denke, ich werde, als ein 'Gegengewicht', demnächst ein positiveres Gedicht von mir einstellen. Das braucht nur noch ein bisschen Feinschliff, denn ich schrieb es bereits vor mehreren Monaten und finde jetzt, dass es da noch das eine und andere zu verbessern gibt. (Geht mir immer so, wenn ich ältere Werke von mir lese.) Aber es ist auf jeden Fall ganz anders als dieses hier.      Ich teile deine Abneigung gegenüber hierarchischen Strukturen. Und daher ist es zum Glück so, dass wir Menschen nichts an Naturgesetzen 'drehen' oder an ihnen 'herumwerkeln können. Sonst würden es (zu) viele tatsächlich tun. Erinnert mich an einen Politiker, der mal von Wissenschaftlern darauf hingewiesen wurde, dass es Naturgesetze gibt und der daraufhin meinte, warum man diese dann nicht einfach ändern würde? Jaja, das lässt zwar zum einen auf Arroganz schließen, aber zum zweiten (und vor allem) auf, ich nenne das mal so, intellektuelle Fähigkeiten ...     Das hast du sehr, sehr gut erfasst. Das 'Wiederholung ist Verstärkung'-Prinzip. Ich wollte 'Intensität' und diese braucht 'Raum', deshalb sind die Verse länger. Und ich brauchte den 'Raum' auch noch für anderes.    Beton, Asphalt und Menschen. Zum einen in dieser Reihenfolge. Zum anderen symbolisiert das die Stadt. Und genau um Natur und um Stadt geht es auch dabei:   Die Sonne brennt seit Wochen Der Regen strömt seit Tagen Der Sturm, er tobt seit Stunden   Immer kürzer - und immer gewaltiger. Naturgewalten.   auf Häuserreihen nieder, auf Häusermeere nieder, reißt Häuserwelten nieder,   Umgekehrte Reihenfolge. Kleinstadt, Großstadt, Weltstadt. Und immer weniger entgegenzusetzen ...   brennen, strömen, toben - und (nieder)reißen.   Wird immer schlimmer. Denn wir Menschen werden immer mehr und immer schlimmer. Immer mehr, immer größer (unsere Städte). Aber: Die Naturgewalten ebenfalls ...     Ich kann sie auch nicht permanent schreiben, aber ab und zu sitze ich da und verfasse ein solches Werk. Weil ich auch immer wieder zweifle. Und manchmal auch fast verzweifle. Inspiration für dieses Gedicht war eine Reihe von Videodokumentationen. Das wollte einfach aus mir heraus und so entstanden diese Zeilen.   Dennoch: Ich gebe die Hoffnung auch nicht auf. Denn auch meine Hoffnung liegt in der bitteren Einsicht - mit der Betonung auf Einsicht. Meine Lebenserfahrung sagt, dass es oft nur auf diese Art zur Einsicht führt: Wenn wir so ordentlich eins auf den Deckel bekommen, dass uns die Ohren klingeln und uns gar nichts anders übrig bleibt, als zu kuschen und den Kopf einzuziehen. So lange die Möglichkeit vorhanden ist, etwas 'kleinzureden' oder sich herauszureden oder wegzuschauen, so lange wird das getan. Wird es dann zu spät sein? Nein. Das Leben auf der Erde hat schon so viele Katastrophen überstanden, da wird auch die Katastrophe Mensch nicht dazu fähig sein, es restlos auszulöschen. Aber irgendwann wird es soweit sein, dass die Menschen der Zukunft nicht mehr so werden leben können, wie es heute noch der Fall ist. Aber das muss nichts Schlechtes sein. Ganz im Gegenteil. Weißt du, wir Menschen sind keine Spezialisten, nichts Besonderes, auch wenn das viele anders sehen. Wir sind 'Allrounder', sind 'Hans Dampf in allen Gassen'. Deshalb sind wir noch da und der Neandertaler nicht. Das ist der wirkliche Grund. Wir sind deshalb so anpassungsfähig. Kommen nirgendwo perfekt, aber überall irgendwie zurecht. Und das werden wir auch in Zukunft.  Was mich persönlich schmerzt, ist Folgendes: Wir könnten uns das Ganze sparen. Und damit allen anderen Lebensformen auch. Wenn wir nur endlich mal damit aufhören würden, wie ein Kind trotzig mit dem Fuß auf den Boden zu stampfen und zu schreien: Nein! Ich will nicht zur Schule gehen! Ich will im Kindergarten bleiben und weiter spielen!  Weil die Welt von zu vielen Menschen als der persönliche Spielplatz betrachtet wird. Da sitzen die meisten Menschen im Sandkasten, backen mit Förmchen, buddeln mit Schäufelchen und Eimerchen, werfen mit Sand nach den anderen Kindern, streiten sich und kratzen sich dabei und ziehen sich an den Haaren, hauen dem anderen Kind das Schäufelchen auf den Kopf, versuchen anderen das Buddelspielzeug zu klauen und rennen zu Mami (obwohl das heutzutage der Papi ist, aber das ist egal), um sich darüber zu beschweren, dass andere Kindchen mit ihnen genau das Gleiche machen wie sie mit ihnen ...   Ich fürchte, wir müssen am Kragen gepackt und in die Schule gesteckt werden - ob wir das wollen oder nicht. Wie heißt es so treffend: Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt! Und ich glaube, Mutter Natur ist gerade dabei, uns eine Moralpredigt zu halten und uns in die Schule zu stecken - der Ernst des Lebens wartet. Dass wir bei ihm ankommen und mit den Kinderspielchen aufhören.     Liebe Lichtsammlerin, ich glaube, dass wir keinen Neuanfang brauchen. Sondern endlich echten Fortschritt - der Menschheit selbst, inneren Fortschritt. Keinen äußeren, technologischen. Das sind nur unsere Spielzeuge. Zeit, dass wir sie aus der Hand legen und zur Schule gehen.   Um uns endlich auf den Weg zu machen. Auf den Weg zum Erwachsensein. Genau, wie du sagst: Wir müssen lernen, Verantwortung nicht ständig von uns zu weisen, sondern sie zu übernehmen. Lernen, zu verstehen, was Verantwortung ist. Damit wir ihr gerecht werden können.    Psychologen sagen gerne, dass man sich nur für sich selbst verantwortlich fühlen soll. Und genau das ist die Wurzel der Probleme, dieses Denken. Die 'Ich-AG' als individuelles Allheilmittel. Das bei Milliarden von Menschen das Leben auf dieser Welt, die Gesamtheit, unter Überdosierung leiden lässt. Es ist das Denken eines Kindes, dieses egozentrische Weltbild. Davon müssen wir weg.      Liebe Lichtsammlerin. Ich glaube, dass wir uns wirklich von den Vorstellungen von Demut und Hochmut verabschieden müssen. Von Dienen und Herrschen. Ich glaube, dass wir erst dann begreifen können, was wir wirklich sind: Ein Teil des Ganzen. Und jedes Teil, jedes, ist gleichwertig - denn, aus der Perspektive des Ganzen betrachtet, ist das Ganze nicht ganz, wenn irgendein Teil fehlt ... daher ist jedes realiter gleich wichtig. Gleichgewicht. Und Natur.    LG,   Anonyma   ________________________________________________________________________   Hallo, Joshua,     Lieber Joshua, wir verursachen ihn nicht, das ist ein weit verbreiteter Irrtum bzw. Denkfehler. Aber wir beschleunigen ihn. Und das ist schlecht. Sehr schlecht. Denn, ohne unser Zutun würde der Wandel langsam genug vonstatten gehen, dass das Leben und somit auch wir ausreichend Zeit hätten, sich entsprechend anzupassen und darauf einzustellen. Komplexe Systeme. Wir pumpen da zu viel zusätzliche Energie hinein und das führt zu einer expandierenden Beschleunigung. Immer schneller - und wir werden da nicht mehr hinterherkommen. Alles, was wir jetzt noch tun könnten, wäre, unsere Energiezufuhr so drastisch, wirklich dramatisch zu reduzieren, dass sich die Veränderungen nicht weiter beschleunigen. Dann könnten wir es schaffen, gerade noch genug Zeit zu gewinnen, um das Schlimmste zu verhindern: Zu verhindern, dass es eskaliert und die nächste Eiszeit so viel schneller kommt, als wir fähig sind, uns irgendwie darauf vorzubereiten. In den Medien ist immer nur die Rede vom Eis an den Polen. Und viel zu selten wird der Golfstrom erwähnt. Dieser hat sich bereits verlangsamt. Und wenn er stoppt, dann wird die nächste Eiszeit herangaloppieren wie ein Rennpferd. Denn er ist es, der dafür sorgt, dass es hier in Europa so angenehme Temperaturen gibt.  Wir leben aktuell nicht in einer Warmzeit, sondern lediglich in einer Zwischeneiszeit. Eine recht kurze (in globalen Zeitmaßstäben betrachtet) Periode zwischen zwei Eiszeiten. Und gerade arbeiten wir eifrig daran, die nächste so schnell herbeizuholen, wie es nur geht.  Was auch immer die Politiker reden - es muss endlich etwas getan werden. Viel muss getan werden, wirklich viel, es sind drastische Maßnahmen notwendig, denn der Prozess ist bereits viel zu weit fortgeschritten. Für Herumlavieren und das Denken an künftige Wahlen ist keine Zeit mehr.   Sonst ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass uns Menschen schon sehr bald der Arsch wirklich auf Grundeis gehen wird ... wortwörtlich. Leider glaube ich, dass genau das geschehen wird. Weil eben kaum jemand sich mit weniger zufriedengeben will. Weil eben so viele, zu viele nichts anderes wollen, als immer mehr. Immer mehr Bequemlichkeit, immer mehr Luxus. Weil zu viele Menschen das gleiche Motto haben: Nach mir die Sintflut! Hauptsache, ich habs gut, was oder wer nach mir kommt, ist mir egal. Weil zu viele Menschen die Schuld und die Verantwortung auf andere abschieben: Die sollen zuerst, die sind ja schließlich schuld, die machen ja viel mehr kaputt als ich und verbrauchen viel mehr als ich und ich. Und ich. Und nach mir die Sintflut! Da beißt sich die Katze bildschön selbst in den Schwanz und beschwert sich, dass er wehtut.     Ich verfolgte die Liveübertragung des Vulkanausbruchs auf La Palma. Ein ganz kleiner Vulkan, strombolianischer Ausbruch, auf einer kleinen Insel, der wiederum nur ca. 10% der Insel betraf. Und - nix. Nix zu machen. Außer der Lava und den Gasemissionen aus dem Weg zu gehen. Und abzuwarten und zu hoffen, dass es schnellstmöglich wieder aufhört. Tat es eher nicht, der Vulkan war 86 Tage am Ausbrechen. Global ohne Bedeutung, aber lokal? Da sah es etwas anders aus. Menschen verloren alles, ihre Häuser, ihr Hab und Gut, ihre Geschäfte, ihre Plantagen, ihre Fabriken ... und konnten absolut gar nichts dagegen tun.   Glücklicherweise kostete es keine Menschenleben, da die zuständigen Stellen rasch und unbürokratisch reagierten, die Bewohner des betroffenen Gebietes rechtzeitig evakuierten und auch danach mit Absperrungen und ausreichend Polizeipräsenz dafür sorgten, dass sich keine schaulustigen Touristen oder unvorsichtige Anwohner in Gefahr bringen konnten.    Und in Sachen Naturkatastrophen globaler Ausmaße, da werden wir nichts anderes tun können. Nur werden dann natürlich sehr, sehr viel mehr Menschen fliehen müssen. Nur, apropo globales Ausmaß: Wohin? Und: Wenn ein Wo gefunden wird - wie viele werden da Platz haben? Wird nicht so einfach sein, wie auf La Palma. Da wird es nicht ausreichen, ein paar hundert Leute für ein paar Wochen in Hotels und Pensionen unterzubringen. Da werden Milliarden von Menschen woanders hin müssen - und das dauerhaft. Ja, ich glaube, ich muss da nichts weiter erklären ...     Hochmut ist kein unersetzbarer Begriff. Ich wählte ihn zwar bewusst, aber er ist hier nicht in Stein gemeißelt. Und, wie du sicher weißt, stören mich Verstöße gegen *Lach* Matrix-Metrik-Gesetze nicht bzw. bei mir selbst schon, aber das ist etwas anderes.    Ich persönlich denke allerdings nicht, dass ein Formbruch nötig ist. Aber ich werde über den Begriff 'Hochmut' noch einmal gründlich nachdenken und mich auf die Suche nach möglichen, passenden Alternativen machen. Vielleicht hast du ja auch einen Vorschlag?   Das Gedicht schrieb ich vor mehreren Monaten und ich habe es noch einmal überarbeitet. Ich gebe dir allerdings recht, nachdem du mich (berechtigt!) darauf aufmerksam gemacht hast, dass ich Hochmut nicht hinschreiben muss, da das Gedicht bereits insgesamt von ihr berichtet. Also - danke dafür!   Und natürlich auch fürs Lesen und für deinen Kommentar!    LG,   Anoyma     __________________________________________________________________________   Lieber Fietje,     ähm - welcher Vers ist 'speziell platziert'? Ich sehe keinen und ich habe auch keinen anders platziert ... meinst du vielleicht den Titel? Ich war mal so frech und habe mir ein Sprichwort als solchen genommen.  Ansonsten weiß ich wirklich nicht ... ? *Kopfkratz*   Mir geht es wie dir. Ich sitze hier und antworte. Und dabei rasen die Minuten, rechts unten am Bildschirm, in der Ecke, vor sich hin. Nach meinen Antworten hier muss ich erst mal pausieren. Aber ich werde heute Abend auf jeden Fall noch Kommentare schreiben. Ich komme auch zeitlich einfach nicht hinterher ... und dabei würde ich auch so gerne so vieles kommentieren ...     Eben. Darauf ging ich in meiner Antwort an Joshua bereits näher ein. Es werden zu viele sein, viel zu viele, die nach Schutz und Obdach suchen werden ...    Und der Planet ist so klein ... ist er wirklich. Ein klitzekleiner Punkt, im Hinterhof einer kleinen Galaxie, irgendwo im Universum ... er ist endlich. Und alles, was wir haben. Tja, und was machen wir, statt ihn zu hüten und zu hegen und zu pflegen, statt behutsam und vorsichtig mit ihm umzugehen, damit wir ihn nicht kaputtmachen?    Ach so, ja. Genau. Wir suchen uns einfach einen anderen! Mars, erdähnliche Planeten, Supererden! Wir werden einen finden! Auch wenn keiner da ist, jedenfalls nicht in erreichbarer Nähe, werden wir das trotzdem - weil wir ja schließlich wir sind! Wir müssen nicht damit aufhören, uns selbst Märchen zu erzählen. Wir müssen nur endlich damit aufhören, an sie zu glauben.   Danke für deinen Kommentar und ganz besonders für dein 'hervorragend'.  Jetzt habe ich zwar rote Ohren, aber ich freue mich natürlich!   LG,   Anonyma   _________________________________________________________________________     Hallo, Gaukelwort,     das macht doch nichts. Ich freue mich über jede Rückmeldung.  (Aber ich wünsche dir natürlich, dass du wieder mehr Zeit hast. Zeitdruck ist nie schön.)     Damit sprichst du mir tatsächlich 'aus der Seele', denn genau das ist der Grund, warum ich so gerne experimentiere.      Das würde mich natürlich sehr freuen. Und wenn du etwas abkupfern möchtest - nur zu! Das ist ein wirkliches (und großes) Kompliment, für das ich mich daher noch einmal extra bei dir bedanken möchte.      Das würde mich wirklich interessieren! Du kannst mir ja auch einfach eine PN schicken, wenn es dir deine Zeit wieder erlaubt. Dann schaue ich sehr gerne bei dir im entsprechenden Thema vorbei.     LG,   Anonyma  
    • Ode an den Malerberuf: „Der Pinselquäler“   Der Hass des Malers: „Ein Gerinnsel“, wenn er nicht richtig schwingt den Pinsel. Dann tropft es schon mal aufs Parkett, was weder nützlich, noch sehr nett.   Ein Maler deckt, wenn er auf Trab, das, wo‘s drauf kleckern kann, gut ab, zieht noch die Möbel von der Wand und pinselt so mit leichter Hand.   Ein Maler fährt ´nen Kastenwagen, um Eimer nicht zu Fuß zu tragen. Der Kastenwagen -ein Mercedes- erspart ihm Zeit, da nicht per pedes.   Der Malermeister Oskar Klexel verputzt und streicht gekonnt im Wechsel. Mit Putz und Farbe, ohne Hemmung, sorgt er für gute Wärmedämmung.   Mit Nackenschweiß, geduldig-zäh, am Hals ein Handtuch aus Frottee, hat er sein Handwerk stets gemeistert und manche krumme Wand verkleistert.   Rufst Du ihn an, um ihn zu buchen, so kannst Du dieses gern versuchen. Er meldet sich without Gewinsel: „Wer da? - Hier ich! - Der Mann mit Pinsel!“   So tat es auch die Witwe Gütlich, die über 80 und meist friedlich. Sie fragte höflich bei ihm an, ob er bei ihr mal pinseln kann.   Denn just bei ihr im Boudoir                                       ist’s nicht so vornehm, wie‘s mal war. In den Tapeten steckt der Muff, drum riecht es streng wie in ´nem Puff.   Der Klexel macht gleich ´nen Termin und fährt zur Witwe Gütlich hin, betrachtet sich besagte Wände und klatscht vor Freude in die Hände.   „Ach, gute Frau“, so ruft er munter, „das, was dort klebt muss vorher runter. Mit Pinseln ist es nicht getan, ich fang erst mit dem Abriss an.   5-lagig pappt der Wandbehang auf diesen Mauern wohl schon lang. Erst wird gespachtelt, das kann dauern. Ich glätte fix die alten Mauern.“   So spachtelt zum Verbraucherschutz er im Rekord den Wandverputz. Auch sonst ist unser Klexel fix, doch ohne Kaffee da geht nix…,   …der viel zu süß -was nicht verdrießt- aus seiner Thermoskanne fließt. Die Brühe treibt‘s aus allen Winkeln, drum muss der Klexel öfter pinkeln.   Auch Zigaretten sind sein Laster, schlecht für die Lunge und den Zaster. Er macht oft Pause, um zu rauchen. Beim Pinseln kann man sehr schlecht schmauchen.   Und von dem vielen Knien, Bücken kann’s auch schon mal im Rücken zwicken. Er lernte kennen, live am Leibe, den Schmerz des Band‘s und seiner Scheibe.   Die Gütlich meint: „Mein guter Mann, nun halten Sie sich aber ran. Ich werde nicht -ob Ihrer Qualen- auch noch die Pausen mit bezahlen.“   Der Meister spricht: „Nur keine Sorgen, ich werde fertig wohl bis morgen. Der Wandbehang wird noch geklebt, dafür ist´s heute schon zu spät.“   Gesagt, getan, er hat’s gehalten, was er versprochen dieser Alten. Das macht der Gütlich Riesenspaß; auf Klexel da ist halt Verlass.   @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
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