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Engelsschwingen


Torsul

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Engelsschwingen

 

 

Berauscht vom Glück, von Freiheit getrieben,

gleiten sanft die weißen Engelsschwingen,

welch’ seufzend sich dem Licht verschrieben,

mit zartem Schlag die Luft durchdringen.

 

Der Anblick dieser Leichtsamkeit,

verzückt mein Aug und auch das Herz,

mit Mensch gewordner Einfachheit,

stiehlst du die Sorg und auch den Schmerz.

 

Freudesrausch verklingt mit guter Tat,

welch frohe Schwingen in Ketten legt,

vergiftet von des Herzens Rat,

der erst in dies Gefängnis trägt.

 

Seh dich in deiner Sucht gefangen,

hör auch nicht mehr die sanften Schwingen,

noch fordernd Ruf nach Glücksverlangen,

die Qual zerreißt, bringt mich zum springen.

 

Spreng doch die Ketten, weißer Engel!

Tauch deine Flügel in das reine Licht!

Ich bitte dich, flieg frei am Himmel,

verzück mein Wesen wie zuvor,

verdamm das Übel, das dich bricht

und stürz dich in das Glücksgetümmel,

die Freiheit ruft, schwing dich empor!

 

 

N.J.B. 20.01.2008

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öhm.. Danke

Ich habe gerade von einem Bekannten seine Deutungsweise für dieses Gedicht gehört, die interessanterweise an einem markanten Punkt von der von mir beabsichtigten Aussage abweicht. Deshalb würden mich mal andere Interpretationen interessieren. Deshalb mal die Frage welche Aussage für euch hier ersichtlich ist, was ist das Problem des lyrischen Ichs??

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hmm ja zum Teil.. aber ich hab bemerkt das ich die Frage sehr blöd formuliert habe. Wenn ich nicht direkt danach frage hat iwie keiner den Punkt angesprochen den ich meine :?

 

Speziell in Strophe 3. Nimmt das lyrische Ich den Engel gefangen um sich besser an seinem Anblick zu ergötzen (und lässt in später wieder frei, weil es bemerkt das der Engel unglücklich ist) oder ist es der Engel selbst, der sich in ein Gefängnis verstrickt?

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Das ist ausbaufaehig, weil die Erfuellung der ersten beiden Zeilen wird kontrastiert von einem untypischen Wortspiel. Wenn das Herz ein Rat gibt wird meistens der Verstand vergiftet und umgekehrt. Aber da ein Engel ja nicht unbedingt für Verstand und Ratio steht gehts in der Strophe auseinander. Es ist mit dieser Strophe keine klare Trennung von Engel und lyrischem Ich nachvollziehbar.

 

LG RS

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und wir diese Trennung klarer wenn man die Strophe im Kontext der anderen betrachtet? Wenn nicht, gibt es vielleicht einen Weg das zu ändern ohne die 3. zusehr umzuschreiben oder soll ich diesen Effekt vielleicht sogar bewusst so stehen lassen um mehrere Deutungen zuzulassen? Im Ursprünglichen Sinne sollte Strophe 3 den Engel beschreiben.

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Hi Torsul, ich interpretiere es als Sehnsucht, aber nicht nur beim lyr. ich, sondern auch die Sehnsucht des Engels- der sich meiner Ansicht nach selbst gefangen hält.

Ich finde Vokals Rat die dritte Strofe betreffend ganz gut- du könntest "mit guter Tat" auch weglassen ohne die Strofe dadurch zu sehr zu verändern.

 

Alles Liebe

Angel

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Mhhh "mit guter tat" einfach weglassen kann ich nicht. Das bringt mir die Metrik zusehr durcheinander, auch die 2. Zeile, welche sich ja direkt auf die "Tat" bezieht.

Der Ratschlag mit der Elegie, meinst du da einfach "guter tat" durch "Elegie" ersetzen? Das würde aber die Aussage verändern.

Die 3. Strophe sollte beschreiben wie der Engel sich aus Gutmütigkeit, beziehungsweise aus Liebe in seiner Freiheit beschneidet.

Vielleicht lass ich es wirklich so, es kann ja jeder drin sehen was er mag

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