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Frust


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Frust

 

Schaust du aus dem Fenster raus?

Wünschst dir gar nicht hier zu sein?

Sondern jetzt im schnellsten Lauf,

Aus der Schale auszukeim'?

 

Willst an Stränden Wellen lauschen.

Wandern auf der ganzen Welt.

In fernen Ländern fliegend rauschen,

Tief hinein ins Himmelszelt.

 

Aber du sitzt hier allein,

Wartest bis es fünfmal schlägt.

Dass du dann in grösster Eil'.

Zuhause dich zu schlafen legst.

 

Ist die Woch' endlich geschafft,

Weisst du, dass die nächste folgt.

Der Alltag lenkt, es ist vollbracht,

Du bist ein Teil des Arbeitsvolk'.

 

-Aiko

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Hallo Aiko,

 

herzlich willkommen in der Poeten-WG.

 

Zum Einstieg kredenzt du eine Portion 'Frust'. - Studentenalltag,

nehme ich an.

 

Was Reim und Rhythmus betrifft, knirscht es noch an einigen Stellen

('auszukeim', zum Beispiel, hast du arg kupiert. Autsch.)

 

'In fernen Ländern fliegend rauschen' will m.E. auch nicht so recht

passen.

 

Aiko, schau dich um, lese, schreibe, kommentiere ... und fühl dich hier

wohl.

 

Ich habe dein Gedicht gern gelesen.

 

LG

Berthold

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Hallo Aiko,

 

auch von mir ein herzliches Willkommen in der Poeten-WG.

 

Ich spüre hier an einigen Stellen dein Sprachgefühl, aber - ähnlich wie Berthold - auch sehr deutlich Stellen wo es knirscht. Mal eher inhaltlich:

Aus der Schale auszukeim'?

Das ist kein Bild, das zu mir spricht.

 

Mal wahrscheinlich durch Nachlässigkeit:

In fernen Ländern fliegend rauschen

Das ergäbe mehr Sinn, hieße es "in ferne_ Länder fliegend rauschen". Oder hier:

Zuhause dich zu schlafen legst

Wäre besser: "dich zuhause schlafen legst". Wobei: Wer kommt heim, nur um sich schlafen zu legen? So ganz ohne Pause. Das ist auch inhaltlich ein wenig unscharf.

 

Insgesamt ein interessantes Thema, aber um den Text genießen zu können, dürftest Du gerne noch 1- 3 Runden der Überarbeitung drehen.

Aber nur nicht den Mut verlieren, die ersten Schritte sind immer die schwersten.

 

Viel Spaß noch!

 

Ruedi

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Hallo Zusammen,

 

 

Vielen Dank für das Willkommenheissen und die Rückmeldungen. Ich habe mir eure Gedanken zu Herzen genommen und das Gedicht überarbeitet. Weitere Rückmeldungen/Kritk sind erwünscht.

 

Ich erlaube mir gewisse Verse/Strophen näher zu erläutern, so dass ihr meine Gedankengänge vielleicht besser verstehen könnt:

 

Schaust du aus dem Fenster raus?

Wünscht dir gar nicht hier zu sein?

Sondern dich im schnellsten Lauf,

Von der Kette zu befreien?

Mit der 'Kette' meine ich die gesellschaftlichen Normen, die einen zwingen jeden Morgen wieder zur Arbeit zu gehen und nicht das tun zu können was man tun will, im Fall des lyrischen Dus das Reisen. Im Gedicht geht es primär um den Alltag eines Arbeiters. Nicht eines Studenten.

 

Willst an Stränden Wellen lauschen,

Wandern auf der ganzen Welt.

In fernen Ländern herzhaft jauchzen,

Bis zum blauen Himmelszelt.

Es ging mir nie ums fliegen in die fernen Ländern. Aber ich sehe ein, dass das 'fliegend' irreführend sein kann und ich glaube, dass so die Reiselust besser verbildlicht wird.

Aber du sitzt hier allein,

Wartest bis es fünfmal schlägt,

Dass du dann in höchster Eil',

Dich Zuhause schlafen legst.

Das soll nicht bedeuten, dass das lyrische Du nach der Arbeit direkt schlafen geht. Aber von der Sekunde des Feierabends an, zielt alles auf den Schlaf. Gedankengänge à la 'ich schaue noch ein wenig Fernsehen nach dem Abendessen und gehe dann schlafen' waren bei mir zum Beispiel keine Seltenheit um 18 Uhr, während meiner Zeit als 42 Stunden pro Woche Arbeiter.

 

Ist die Woch' endlich geschafft,

Weisst du, dass die nächste folgt.

Der Alltag lenkt, es ist vollbracht,

Du bist ein Teil des Arbeitsvolk.

 

 

 

 

Vielen Dank nochmals und Gruss

 

Aiko

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Hallo Aiko,

 

freut mich, dass du mit dem Feedback etwas anfangen kannst.

Ich habe dein Gedicht schon so verstanden, wie du es erläutert hast; es ist ja gut geschrieben ...

Meine Aussage, Studenten würden tagtäglich Frust schieben, war als Scherz gegenüber deiner Person gedacht (hat sich also nicht auf das LI bezogen). Ich hoffe, du nimmst mit die kleine Frotzelei nicht übel ...

 

 

Weitere Rückmeldungen/Kritk sind erwünscht.

 

In fernen Ländern herzhaft jauchzen,

Du beginnst deine Verse regelmäßig mit einer betonten Silbe. Lediglich hier ist sie unbetont. Das könntest du problemlos in Ordnung bringen.

'Ferne Länder froh durchrauschen' oder sonst etwas.

 

Die Reimpaare

raus - Lauf, allein - Eil, schlägt - legst könntest aufpolieren.

 

Wartest bis es fünfmal schlägt,

Natürlich sprichst du hier von einer Uhr, aber ... du erwähnst sie nicht. Das empfinde ich als kleine formale Störung.

Das Tempo und den Inhalt der dritten Strophe finde ich gelungen. Die Umsetzung in Verse könntest du aber m.E. noch optimieren.

 

 

Aiko, nun kennst du meine kleinen und kleinsten 'Sorgen' bezüglich deines Werks.

Es ist spannend zu sehen, wie sich ein Gedicht entwickelt. Bin schon neugierig an welchen Stellschrauben du drehst ...

Man liest sich.

 

LG

Berthold

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