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In der Früh


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In der Früh

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Durch die schwindende Dunkelheit

kriechen mehr und mehr Gestalten

für jeden ist es nun an der Zeit

für die Jungen wie für die Alten

sich in monotonen Schritten

mit starren und bleichen Gesichtern

wieder in ignoranten Mitten

erhellt von künstlichen Lichtern

als graue Masse nach vorne zu schreiten

in einer sich stetig färbenden Welt

durch erste Sonnenstrahlen, die sie begleiten

ohne, dass es den wenigsten gefällt

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Hallo JimmyDarmody,

 

herzlich willkommen in der Poeten-WG.

 

Mit 'In der Früh' wirfst du einen recht düsteren Blick auf die Morgenroutine vieler arbeitender Menschen ...

der mir insgesamt gefällt.

 

Meine Gedanken zu deinem Gedicht:

 

für jeden ist es nun an der Zeit

...

sich in monotonen Schritten

...

nach vorne zu schreiten

Da passt der Bezug nicht.

 

wieder in ignoranten Mitten

Hier urteilt, genauer verurteilt das LI Menschen, die es nicht kennt. Nun ja ...

 

ohne, dass es den wenigsten gefällt

... heißt doch wohl, dass es den meisten sehr wohl gefällt.

Ein überraschend optimistischer Schluss für ein pessimistisches Gedicht?

 

JimmyDarmody, schau dich in der WG um, lese, schreibe, kommentiere - und fühle dich hier wohl.

Ich habe dein Gedicht gern gelesen.

 

LG

Berthold

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Meine Gedanken zu deinem Gedicht:

 

für jeden ist es nun an der Zeit

...

sich in monotonen Schritten

...

nach vorne zu schreiten

Da passt der Bezug nicht.

Hey Berthold,

 

danke für deine Anmerkungen und dein Feedback. Ich war todmüde, als ich die Idee für dieses Gedicht bekam und wollte es auch gleich niederschreiben. Deine erste Anmerkung fällt mir jetzt erst auf. Ja, da wollte ich wohl eigentlich etwas anderes schreiben, habe mich mittendrin aber für einen anderen Satz entschieden

 

ohne, dass es den wenigsten gefällt

... heißt doch wohl, dass es den meisten sehr wohl gefällt.

Ein überraschend optimistischer Schluss für ein pessimistisches Gedicht?

Unbeabsichtigt optimistisch. Tatsächlich! Aber das ist doch eigentlich auch schön 8o

 

Vielen Dank! Und liebe Grüße!

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Hallo Jimmy Darmody,

 

ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass dich ein bekanntes Bild von Otto Nagel zu diesem Gedicht inspiriert haben könnte: Proleten, die morgens in das Ungeheuer Fabrik im Berliner Wedding stolpern, müde noch vom gestrigen Tag und all den Tagen zuvor, gezwungen zur täglichen Fron. Wenn es so wäre, würde ich sagen, dein Gedicht ist ein Versuch, dieses Bild zu bedichten. Ich neige aber eher dazu, anzunehmen, dass dir dieses Bild von Otto Nagel gar nicht bekannt ist. Du schreibst, dass durch die beginnende Dunkelheit Gestalten kriechen - kein schlechter Begriff dieses "kriechen", aber ich finde ihn ein bisschen zu stark und nicht wirklich zutreffend. Denn das Gegenteil ist der Fall, den Menschen ist danach, kriechen zu wollen, aber das zeigen sie nicht, sondern versuchen jede Schwäche zu verbergen. Denn wer schwach ist, wird gefeuert. Und das musst du darstellen, diesen Widerspruch. Dann wäre es für mich ein wirklich interessantes Gedicht geworden. So fehlt mir ein bisschen der Pfeffer, dass es mich auch wirklich anspricht.

 

Zur Technik äußere ich mich nicht, das weißt du sicher selbst, dass es da noch einiges zu lernen gibt.

 

Angelika

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Hallo Angelika,

 

ich kenne dieses Bild tatsächlich nicht. Weißt du wie es heißt? Dann werde ich mir es mal anschauen. Ich finde es aber interessant, dass dir dieses sofort in den Sinn kommt bei meinem Gedicht.

Das Lyrische Ich sagt "kriechen" und das ist natürlich subjektiv, genauso wie deine Einschätzung dazu. Aber das ergibt eine fruchtbare Diskussion. Ich werde darüber nachdenken.

 

Danke

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