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Anhalter von Gestern


Larsen

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Anhalter von Gestern

 

Im Rückspiegel sah ich

all die Jahre hinter mir.

Für den Moment einer Sekunde

auch ein Bild von mir und Dir.

 

Auf meiner Irrfahrt in die Zukunft

ohne definiertes Ziel,

auf einer Straße ohne Lichter,

die um mich rum zu Staub zerfiel.

 

Am Straßenrand standen Gedanken,

Anhalter aus alter Zeit.

Auf Pappe hatten sie geschrieben:

"Reiseziel: Vergangenheit"

 

Sie winkten und riefen, zeigten Bein,

hoben alle ihre Daumen,

um letztendlich zu zerplatzen,

so wie überreife Trauben.

 

Auf meinem Weg zu jenem Ort,

wo Träume allzu leicht ertrinken,

blieb mir noch gerade so viel Zeit,

um ihnen freundlich zu zuwinken.

 

© Marcus Rutkowski

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Danke Nino!

Freue mich sehr über Dein Lob. Ist allerdings ein kleiner Fehler drin, den ich leider nicht mehr ausbessern kann. (Oder kann man das hier?). Ich müßte eigentlich in der ersten Strophe schreiben:"Im Rückspiegel SAH ich all die Jahre hinter mir". Hab da leider in Gegenwart geschrieben, und danach in Vergangenheit.

Danke nochmal...

Gruß

 

Marcus

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ju da kann ich torsul zustimmen

das is echt geilö geworden das ding!

am besten gefällt mir persönlich die erste strophe

 

und ja du kannst deinen beitrag noch ändern...und zwar musst du da einfach auf den kleinen "edit" button ganz oben rechts in der ecke deines beitrages klicken

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  • 2 Wochen später...

Hallo Larsen,

Zuerst einmal möchte ich sagen dass der Titel deines Gedichtes sehr verlockend klingt, er sticht schon mal positiv ins Auge. Das Gedicht ansich finde ich rein von der Idee her nicht schlecht und du zeigst auch die ersten guten Ansätze (sprachlich als auch metrisch) trotzdem gibts doch noch einiges zu bemängeln bzw. verbessern ich hab mir mal erlaubt den Rotstift auszupacken (was keineswegs heißen soll, dass ich wirklich viel besser machen kann)

 

Anhalter von Gestern

 

 

Im Rückspiegel konnte ich sie sehen

all die Jahre hinter mir.

und nur für einen Augenblick

auch ein Bild von mir und Dir.

V1 klingt mir ein bisschen zu abgehackt, als Einleitungssatz zu kurz geraten und nicht wirklich angenehm zu lesen. V3 ist in sich unlogisch weil eine Sekunde kein Moment an sich sondern mehr ein Zeitraum ist also im Zeitraum einer Sekunde (es sei denn es steht absichtlich so) hab da mal einen Vorschlag mit eingebracht (ich würde auch aber auf jeden fall das 'und' einschieben damit die zusammengehörigkeit deutlicher wird) V4 hast du die Wdh durch das 'mir' wobei mich dass jetzt nicht so gravierend gestört hat

 

Auf meiner Irrfahrt in die Zukunft

ohne definiertes Ziel, (mir gefällt das definiert hier nicht, wie wärs mit 'ein bestimmtes' 'vorbestimmtes')

auf einer Straße ohne Lichter, (warum ohne Lichter?)

die ringsherum zu Staub zerfiel. (liest sich hier schöner)

 

Am Straßenrand standen Gedanken,

als/dieAnhalter aus alter Zeit.

Auf Pappe hatten sie geschrieben:

"Reiseziel: Vergangenheit"

 

Ein Lob, die Strophe finde ich sowohl bildlich als auch sprachlich sehr gelungen!

Vom Bordstein winkten sie mir zu

und hoben ihre Daumen,

um letztenendes zu zerplatzen,

wie ein zu lang geträumter Traum

Hier dann wieder alles kunterbunt durcheinander, die Bilder passen nicht zueinander! Insgesamt sehr schwache Strophe.

Auf meinem Weg zu jenem Ort,

wo Träume allzu leicht ertrinken,

blieb mir noch eben so viel Zeit, (liest sich schöner)

um ihnen freundlich zu zuwinken.

 

Ansonsten wie gesagt gute Ansätze und wenn du weiter feilst denke ich wird da noch was draus.

 

lg

 

Rosiel

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Hallo Rosiel,

ich bin generell froh, wenn ich konstruktive Kritik bekomme, die sich objektiv darstellt. Vieles von dem, was Du hier schreibst ist aber subjektiv. Ich bin auch niemand, der Gedichte nach Anleitung schreibt, und beim Schreiben nur analytisch vorgeht. Bei mir müssen die Worte passen, und es muß einige Metaphern enthalten, so daß es zum Nachdenken anregt. Außerdem sollte es sich flüssig lesen. Ich denke, daß es das auch tut.

Ich gehe jetzt mal der Reihe nach durch, was Du geschrieben hast:

Ich zeige erste gute Ansätze? Hm, ich schreibe eigentlich schon sehr lange und hab da auch schon ein bißchen Erfahrung drin. Es kommt so rüber, als ob das in Deinen Augen mein erstes Gedicht wäre. Das ist es aber bei Weitem nicht.

Den Rotstift kannst Du gern ansetzen. Das ist dann der subjektive Punkt, den ich schon angesprochen habe. Ich schaue aber sehr lange, bis ich ein Gedicht öffentlich setze. Und wenn ich das mache, dann ist es meiner Meinung nach an dem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr geändert werden muß. Letztlich sind es ja meine Gedanken, und die sollen es auch bleiben.

Deine geänderte erste Strophe gefällt mir überhaupt nicht. Es liest sich nicht mehr flüssig in meinen Augen. Die Ursprungsstrophe geht irgendwie flotter über die Lippen. Finde den ersten Vers auch nicht zu kurz geraten mit 13 Silben.

"Für den Moment einer Sekunde" Sachlich gesehen, der Bruchteil einer Sekunde. Aber so wie es im Gedicht steht (ist natürlich Absicht) ist es poetischer ausgedrückt. Das "und" braucht es meiner Meinung nach nicht, weil ich mich hier direkt wieder auf das "sah" am Anfang bezogen habe. So liest es sich einfach schneller, und das ganze soll ja ein gewisses Tempo haben. Wir reden hier ja von einer Irrfahrt, die ein gewisses Tempo mit sich bringt. Das soll sich auch ein wenig auf den Leser übertragen.

 

Das "definierte" Ziel habe ich auch bewusst gewählt. Es ist mal ein Wort, das man nicht so oft in Gedichten findet. Natürlich ist das sicherlich nicht in klassischen Gedichten zu finden. Es soll aber auch keines sein. "Bestimmtes Ziel" hört sich wieder so 0815 an.

"Warum ohne Lichter?" Warum nicht? Das hat schon seine Bedeutung. Dann würde ich es nochmal lesen. Da ist ein wenig Interpretation gefragt. Du kannst doch nicht diese Aussage kritisieren, nur weil Du den Zusammenhang da nicht siehst. Es gibt ihn. Das Gedicht steht auch in anderen Foren, und da ist sehr viel drüber geschrieben worden. Vor allem über den Inhalt und die zu verstehenden Metaphern.

Dieser Satz hat -so wie jeder andere hier drin- seine Begründung.

Ich stimme aber mit Dir überein, was Deinen Vorschlag mit dem Wort "Ringsherum" betrifft. Das liest sich wirklich schöner.

 

Deine Änderung in Strophe 4 macht reimtechnisch keinen Sinn. Traum auf Daumen? Nicht wirklich, oder? Kunterbunt ist sie gewiss auch nicht. Wer sagt denn, daß es nicht passt. Versuch doch mal die Bilder zu lesen. Alte Gedanken stehen dort (Anhalter) und wollen, daß ich meine Fahrt in die Zukunft (eine positive) unterbreche. Sie versuchen mich zum Anhalten zu bewegen. Da es aber nun mal nur Gedanken sind, zerplatzen sie. Ich fahre ja auch weiter in Richtung Zukunft.

Ich finde es traurig, daß Du sagst, daß die Bilder nicht zueinander passen. Sie passen nicht in Deine Interpetation. Aber möglicherweise war sie nicht richtig? Das ist wieder sehr subjektiv gesehen. Die Meinung lasse ich Dir, aber Du solltest dann nicht so tun, als ob das alles der letze Mist in dieser Strophe ist, nur weil Du sie falsch deutest und Dir nicht die Zeit genommen hast, sie zu verstehen.

 

Bei der letzten Strophe geb ich Dir wieder Recht. Hört sich auch gut an.

 

Den letzten Satz: "Ansonsten wie gesagt gute Ansätze und wenn du weiter feilst denke ich wird da noch was draus."

Auf gut Deutsch, es ist nichts geworden. Die Kommentare oben, lassen was anderes schließen. Und auch das sonstige Feedback war bisher gut. Von daher nehme ich es mal nicht persönlich.

Aber in Zukunft wäre eine objektivere Sicht, was Inhalte von Gedichten betrifft mehr als ratsam. Wenn etwas nicht gleich klar ist (was ich in Gedichten immer interessant finde), dann sollte man es nicht gleich verteufeln, sondern sich Gedanken machen.

So, ich hoffe Du verstehst meine Kritik an der Kritk und weißt, daß auch ich es nicht böse meine. Aber das hier ist jetzt meine Meinung dazu.

Gruß

 

Larsen

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Ruhig Brauner :wink:

Ich glaube nicht das Rosiel das bös gemeint hat, dafür kam sie mir bisher zu nett vor :wink:

Es ist vielleicht wirklich ein wenig subjektiv, aber willst du nur objektive Meinungen? Meine oben war genauso subjektiv und das schien dich ja nicht wirklich zu stören :wink: Ich für meinen Teil finde das auch die subjektiven Meinungen anderer Leute weiterhelfen, zum einen haben sie ein Recht darauf und zum anderen sieht doch sowieso jeder Leser in einem Gedicht etwas anderes.

 

Also hübsch lieb haben und das soll kein Anschiss sein :wink:

 

und ich habe diesen Smilie :wink: irgendwie zuoft verwendet :-k

 

Voltaire:

"Du bist anderer Meinung als ich aber ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen."

 

 

greets Tors :mrgreen:

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Hallo Larsen,

es tut mir Leid dass du meine Kritik als Kritik an deiner Person aufgefasst hast. Du wirst in diesem Forum wohl kaum einen Menschen finden der dir ein objektives Kommentar zu deinem Gedicht geben kann. Ich kenne dich als Person nicht, nicht die Umstände unter denen dieses Gedicht entstanden ist und auch nicht welche persönlichen Gefühle eine Rolle spielen. Was ich hier sehe ist rein subjektiv, nämlich das Werk mit dem du dich präsentierst und genau dieses habe ich kommentiert, nichts weiter.

Dichtung ist eine Kunst und unterliegt wie diese dem Geschmack jedes einzelnen. Was dem einen gefällt über das schüttelt der nächste den Kopf.

Ich selbst schreibe auch schon seit längerem, ca. 3 Jahre, und sehe auch heute noch jede Kritik als Chance mich zu verbessern, als andere Sichtweise auf etwas das mir sonnenklar scheint. Wenn du nicht willst das Leute ihre Meinung, vielleicht auch die negative, zu deinen Gedichten äußern dann solltest du sie nicht für die breite Masse zur Verfügung stellen.

Ich sehe dieses Thema als beendet an. Wenn dir mein Kommentar zu deinem Gedicht nicht recht ist, werde ich es ohne ein weiteres Wort löschen. Ansonsten erwarte keine weiteren Äußerungen meinerseits.

 

mit freundlichen Grüßen

 

Rosiel

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Hallo Ihr,

ich denke, daß ich alles gesagt habe. Auch in der gewünschten Sachlichkeit. Ich habe dann meine Sicht dargestellt. Sollte nicht unbedingt so rüberkommen, daß sich jemand angegriffen fühlt. Und ich habe ja gesagt, daß ich konstruktive Kritik durchaus sinnvoll finde. Nur zu sagen, daß die Bilder wirr sind und nicht passen. Dann würde ich gerne wissen warum. Oder frag doch einfach, wie ich es meine. Aber direkt einen Stempel da drauf drücken, das ist nicht unbedingt das, was ich unter Interpretation verstehe.

Außerdem kam es mir wirklich alles ein bißchen belehrend vor. Unterm Strich:

Du brauchst Dein Posting natürlich nicht löschen. Deine Meinung steht da, und meine steht da drunter. Von daher lassen wir das einfach so stehen und gut ist. Wäre aber schön, wenn Du nochmal auf die Deiner Meinung nach wirren und nicht passenden Bilder eingehst, und mir das erklärst.

Gruß

 

Larsen

 

P.S.

Keine Angst. Ich will hier nicht streiten. Aber diskutieren können wir doch, oder?

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Und noch eins. Warum Du zum Beispiel zum Satz "auf einer Straße ohne Lichter" fragst "Wieso ohne Lichter?".

Ich frage: "Wieso nicht?" Was ist an einer Straße ohne Lichter so eigenartig? Zumal es auch hier eine Metapher ist.

In diesem Sinne... Frieden!

Gruß

 

Larsen

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  • 6 Jahre später...

Oh, wie mir scheint bin ich hier bei Larsen auf eine Gedichteader gestoßen und schürfe und schürfe...

Larsen, wo genau darf man deine, weil du erwähntest du schriebest schon länger, anderen Werke lesen? Falls erlaubt natürlich...

 

Es freut mich zu sehen, dass es noch Poeten gibt, denen daran gelgen ist, Worte in ihre Gedichte einfließen zu lassen, die nicht mit der #0815 behaftet sind.

 

Mir gefallen durchweg alle Verse, da sie rundum flüssig und mit Tempo zu lesen sind. Nur der letzte, wie soll ich sagen, gefällt mir....am besten. Ich kann es nicht erklären, aber dieses heraufbeschworene Bild fühlt sich wundersam vertraut an....

 

liebe Grüße

Ingenuus

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