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"Seit zweitausend Jahren

ist das mein Stück Land

Hab manch einem hier

schon die Scheune verbrannt

der über mich lachte

und nicht an mich glaubte

sich Frechheiten und

noch andres erlaubte

Endlich glaubt einer

dass es mich gibt

doch leider ists einer

der nur im Bett liegt

Von all diesen Herren 

der Faulste bist du !"

 

Während er schimpft

wichst er meinen Schuh

 

"Das Gras ist zu hoch

der Hund ist zu fett

Das Haus bräuchte Farbe

und du liegst im Bett

Wenigstens hast du

in christlicher Zeit

das Grundstück den

Göttern und Elfen geweiht

Morgen ist Donnerstag

da hab ich frei

vergess nicht mein

Bier und den Haferbrei

Wir wollen doch

sicherlich Freunde werden

so laß nicht im Herz

deinen Kobold sterben 

...und denk immer dran

Das Grundstück ist meins !"

 

Er reicht mir die Hand

 

"Mein Name ist Heinz !"

 

 

 

 

 

Anmerkung :

Den Geisterglauben gab es schon immer.

Zu den Hausgeistern, die einem in Haus und Hof zur Hand gehen, wenn man ihnen wohlgesonnen ist, zählt der Kobold.

Heinz ist einer von mehreren überlieferten Namen für einen solchen Gesellen.

Verärgert man sie, oder versucht sie gar zu vertreiben, können sie auch anders.

Das geht von Pech, über Krankheit, sogar bis zum Tod der Hausbewohner.

Es gibt Sagen von Familien, die vor ihrem Hausgeist flüchten wollten, jedoch war er der Erste, der auf der gepackten Kutsche saß und ungesehen mit in das neue Heim gezogen ist.

In heidnischer Zeit war der Donnerstag der Sonntag. Er ist dem Gewittergott Thor geweiht, der in Deutschland Donar hieß, was Donner bedeutet. Dieser Tag ist ebenfalls überliefert, um seinem Hausgeist z.B. Haferflocken und Bier zu kredenzen.

 

Mein Sohn heißt Bjorn Donar...😍

 

 

bearbeitet von Skalde
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"Seit zweitausend Jahren ist das mein Stück Land Hab manch einem hier schon die Scheune verbrannt der über mich lachte und nicht an mich glaubte sich Frechheiten und

Hallo Skalde,   schön, dass du uns diesen Heinz vorstellst, also mir, denn ich kannte ihn nicht.   Bei deinem Gedicht ließe sich wunderbar der Daktylus verwenden, so etwa:  

Hallo Freiform Da bin ich beruhigt, wenn meine Anmerkungen hilfreich sind. Das Problem ist, dass ich noch einige Werke habe, wo die Anmerkung bestimmt dreimal so lang wird, wie das eigentlic

Gepostete Bilder

Hallo Skalde,

 

schön, dass du uns diesen Heinz vorstellst, also mir, denn ich kannte ihn nicht.

 

Bei deinem Gedicht ließe sich wunderbar der Daktylus verwenden, so etwa:

 

"Seit zweitausend Jahren

ist das mein Stück Land

ich hab schon so Manchem

die Scheune verbrannt

der über mich lachte

und nicht an mich glaubte

sich Frechheiten und

noch viel andres erlaubte

doch endlich glaubt einer

dass es mich wohl gibt

doch leider ists jener

der immerzu liegt

Von all diesen Herren 

der Faulste bist du !"

 

Noch während er meckert

wichst er meinen Schuh

 

"Der Garten verwildert

der Hund ist zu fett

Das Haus bräuchte Farbe

und du liegst im Bett

Na wenigstens hast du

in christlicher Zeit

das Grundstück den Göttern

und Elfen geweiht

Doch morgen am Donar

da habe ich frei

vergess nicht mein Bier

und vergiss nicht den  Brei

Wir wollen doch sicher

auch Freunde bald werden

so lasse im Herzen

den Kobold nie sterben 

...bedenke drum immer

Das Grundstück ist meins !"

 

Er reicht mir die Hand

 

"Mein Name ist Heinz !"

 

Vielleicht kannst du damit etwas anfangen. Ich hab mich gern damit beschäftigt.

 

Lieben Gruß

 

Letreo

 

 

 

 

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vor 3 Stunden schrieb Freiform:

Hallo Skalde,
eigentlich sollte man zu seinen Texten keine Erklärungen beilegen, da sie den Interpretationsspielraum des Lesers eingrenzen.

Bei deinen Texten finde ich sie aber äußerst hilfreich! So wird ein Schuh draus.

 

grüßend Freiform

Hallo Freiform

Da bin ich beruhigt, wenn meine Anmerkungen hilfreich sind.

Das Problem ist, dass ich noch einige Werke habe, wo die Anmerkung bestimmt dreimal so lang wird, wie das eigentliche Gedicht.

Ob das dann alles noch gelesen wird, wage ich zu bezweifeln.

Wenn doch, würde mich das mega freuen.

Wir werden sehen...vielen Dank !

vor 3 Stunden schrieb Letreo71:

 

Vielleicht kannst du damit etwas anfangen. Ich hab mich gern damit beschäftigt.

Hallo Letreo

Das mußte ich erstmal googeln...😂

Ich finde Deine Version auch sehr gelungen.

Vielen Dank !

vor 1 Stunde schrieb Eulenflügel:

 

Ich finde es wunderbar, dass Du uns hier im Forum mit den Erzählungen aus der germanischen Mythologie "verwöhnst".

Die Geschichten sind sehr poetisch und finden leichter Zugang zu meinem bilderhungrigen Gehirn 

als die moralinsauren Erzählungen aus der Bibel.

 

lG Eulenflügel

...und ICH finde es wunderbar, dass Du mich das wissen läßt.

Ganz lieben Dank, Eulenflügel

Das freut mich wirklich sehr.

Die Heinzelmännchen von Köln kannte ich noch nicht. Wieder ein Quentchen weiser....😎

 

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Das Einzige, woran ich mich nicht immer halte, ist der Donnerstag.

Aber einmal die Woche kriegt mein Heinz seine Haferflocken (orangene Schüssel...extra für ihn gekauft😁) und sein Bier.

Ich hatte ihn mal vergessen, da hatten wir am nächsten Tag eine in tausend Scherben zerbröckelte Porzellanschüssel im Küchenschrank stehen und weder meine Frau, noch ich hatten was damit zu tun.

Die Holzfigur ist der Dichtergott Bragi.

Den habe ich mal bei einem heidnischen Handwerkskünstler in Auftrag gegeben.

Er ist handgeschnitzt, nach meiner Vorgabe, also ein Unikat.

 

20200314_215229.jpg

Das Bild hinter dem Teelicht sind Odin (der Urquell der Dichtung) und Saga...

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Hallo Skalde,

 

auch wenn hier schon recht viel geschrieben wurde, möchte ich auch noch gerne etwas dazu geben. Zuerst eine kleine Anmerkung zu deinem Nicknamen: Passt genau - denn ich dachte schon länger, dass du einer bist. :wink:

 

Die Kölner Heinzelmännchen kannte ich bereits, auch andere Überlieferungen und Geschichten über Heinzelmännchen, deinen 'Heinz' allerdings noch nicht - danke! :grin:

Bezüglich der Kölner Heinzelmännchen gibt es auch eine Überlieferung, der sich die bekannten Gebrüder Grimm zuwandten:  Des kleinen Volkes Hochzeitsfest auf der Eilenburg. Ist eine ganz kurze, aber, wie ich finde, ebenfalls interessante Geschichte.

 

Was mir bei deiner Geschichte sehr gut gefällt, ist die wirklich lebendige Darstellung des 'Heinz'. Du lässt ihn für mich 'lebendig' werden - wie er herummäkelt, hier und da und dort was auszusetzen hat, das macht ein sehr 'lebendiges Geschöpf' aus ihm. Dafür wollte ich dir gerne ein Lob aussprechen. 

 

Schön, dass es heutzutage noch Barden gibt - eine sehr bedrohte Art, auf der roten Liste, sozusagen. Und, was ich dir noch gerne schreiben wollte: Wusstest du, dass es sehr viel Sinn macht, dass Bragi eine Harfe im Arm trägt? Der 'Ursprung' der Dichtung, wie wir sie kennen, liegt im antiken Griechenland. Gedichte waren (und sind, meiner persönlichen Meinung nach) Lieder - sie wurden vorgetragen und dabei meistens mit der Lyra (einem Zupfinstrument, ca. 9. Jahrhundert v. Chr.) begleitet. Manchmal auch noch mit anderen Instrumenten. Sieht so aus, als ob dein Bragi das sehr wohl wusste! Und zu einem anderen Zupfinstrument, der Harfe, griff.

 

Sehr gerne gelesen und ebenfalls sehr gerne wieder etwas gelernt! :grin:

 

LG,

 

Anonyma (die gerade Zeitmangel hat - nächstes Mal wird's wohl sicher wieder so lang wie bei mir üblich. Ob das jetzt ein Versprechen oder eine Drohung ist - die Entscheidung überlasse ich dir. :biggrin:)

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vor einer Stunde schrieb Anonyma:

Hallo Skalde,

 

auch wenn hier schon recht viel geschrieben wurde, möchte ich auch noch gerne etwas dazu geben. Zuerst eine kleine Anmerkung zu deinem Nicknamen: Passt genau - denn ich dachte schon länger, dass du einer bist. :wink:

 

Die Kölner Heinzelmännchen kannte ich bereits, auch andere Überlieferungen und Geschichten über Heinzelmännchen, deinen 'Heinz' allerdings noch nicht - danke! :grin:

Bezüglich der Kölner Heinzelmännchen gibt es auch eine Überlieferung, der sich die bekannten Gebrüder Grimm zuwandten:  Des kleinen Volkes Hochzeitsfest auf der Eilenburg. Ist eine ganz kurze, aber, wie ich finde, ebenfalls interessante Geschichte.

 

Was mir bei deiner Geschichte sehr gut gefällt, ist die wirklich lebendige Darstellung des 'Heinz'. Du lässt ihn für mich 'lebendig' werden - wie er herummäkelt, hier und da und dort was auszusetzen hat, das macht ein sehr 'lebendiges Geschöpf' aus ihm. Dafür wollte ich dir gerne ein Lob aussprechen. 

 

Schön, dass es heutzutage noch Barden gibt - eine sehr bedrohte Art, auf der roten Liste, sozusagen. Und, was ich dir noch gerne schreiben wollte: Wusstest du, dass es sehr viel Sinn macht, dass Bragi eine Harfe im Arm trägt? Der 'Ursprung' der Dichtung, wie wir sie kennen, liegt im antiken Griechenland. Gedichte waren (und sind, meiner persönlichen Meinung nach) Lieder - sie wurden vorgetragen und dabei meistens mit der Lyra (einem Zupfinstrument, ca. 9. Jahrhundert v. Chr.) begleitet. Manchmal auch noch mit anderen Instrumenten. Sieht so aus, als ob dein Bragi das sehr wohl wusste! Und zu einem anderen Zupfinstrument, der Harfe, griff.

 

Sehr gerne gelesen und ebenfalls sehr gerne wieder etwas gelernt! :grin:

 

LG,

 

Anonyma (die gerade Zeitmangel hat - nächstes Mal wird's wohl sicher wieder so lang wie bei mir üblich. Ob das jetzt ein Versprechen oder eine Drohung ist - die Entscheidung überlasse ich dir. :biggrin:)

Natürlich ein Versprechen...😎

Ich freue mich immer, wenn Du mir schreibst.

Gaaanz lieben Dank für die lobenden Worte. Es macht mich schon stolz, wenn Du findest, dass mein Nickname zu mir paßt...obwohl ich ja eigentlich nur ein Dichter bin, der über die Götter schreibt, sich aber in keinster Weise an die Regeln der Skaldenverse hält.

Eigentlich dürfte ich mich garnicht so nennen....🤫

Dass ich Heinz so viel Leben eingehaucht haben soll, schmeichelt mir ebenfalls.

Auch für mich sind Gedichte Lieder.

Mein Gedicht "Es ist nun an der Zeit" hat sogar seine eigene Melodie....😙🤣🤣🤣

 

Dann hoffe ich beim nächsten Mal wieder auf ein längeres Feedback von Dir 😅

Vielen Dank, nochmal !

 

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