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Tief im Wald

Verrostet, so liegt sie am Meeresgestade,
die noch den Webstuhl der Alten getrieben.
Zu lange da sind sie ausgeblieben.
Doch weiter dreht mit dem neueren Rade

das Tagwerk der Menschen.


Summend, von nichts als den Düften getragen,
schwirrt sanft sie vorbei im gepuderten Kleid.
Nahe ist sie und ihr Weg ist nicht weit.
Musst nur ihr winziges Bienenherz fragen

nach dem Wachswerk im Heimatland.


Siehst Du, es drehen die glänzenden Spulen,
die die Menschen geschmiedet in gieriger Zeit
in Kreisen, wo Viele nicht mehr bereit

ihren Geist und ihre Herzen zu schulen

durch die Lehren die träumen tief im Wald.

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Oh... Ein Gedicht!

Ja, man sollte nur ab und zu dichten.

Laut Gottfried Benn schafft ein Dichter im ganzen Leben nicht mehr als acht wirklich gute Gedichte. Das kann man lesen in seinem Essay "Probleme der Lyrik", ein Vortrag, den man auch im Internet hören kann.

Die ersten zwei Verse lassen mich an ein Schiffswrack denken, scheint aber ein Teil eines Webstuhls zu sein, dessen Anblick wahrscheinlich die Inspiration des Dichters auslöste.

Wer ist zu lange da ausgeblieben? Die Menschen, die ein solches Gerät zu bedienen pflegten.

Aber von anderen Menschen getrieben drehen sich modernere Räder weiter.

In der zweiten Strophe ist von einem lebendigen Wesen die Rede, das, anders als die Menschen, immer wieder die selbe Arbeit verrichtet.

In der letzten Strophe spricht der Dichter einen Mitmenschen, eher sich selbst an.

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Oh - ein Kritiker !

 

Du meinst, das zählt nicht zu meinen acht besten - ?
Ich stimme Dir zu.

 

Es ist unausgegoren, daher auch Dein "brüchiges" Sehen.

 

Danke fürs Meckern 🙂

 

 

Sonja Danke Dir für Deinen wohlwollenden Kommentar - 🙂

 

Freundliche Grüße

 

Ichdichteabundzu ...


Überarbeitet: von Ichdichteab&zu
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Hallo Carlos

 

da habe ich wohl meine eigene Unzufriedenheit mit diesem Gedicht

Dir in die Schuhe geschoben 😉

Warum hast Du auch so große Schuhe an 😆

Ne Schmarrn - Danke Dir fürs Klären des Sachverhalts 😊 und Dein Lob.
Ich freu mich 🙂

Herzliche Grüße

 

dennoch bin ich unzufrieden mit dem Gedicht.

Wer hier noch liest und mag, darf gerne Vorschläge zum Bessern machen...

Viele Grüße

 

Ich dichte abund zu

 

 

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