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Höhlenkind II - Bärenmama


Ponorist

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Höhlenkind II - Bärenmama

 

gelegentlich

wenn die Welt zerbricht

kuschel ich mich

in der Höhle

zur Bärenmama ganz dicht

heran an ihren Bauch

die starke Pfote

legt sich auch

über mich

man sieht mich fast nicht

es riecht so

und da hat niemand Angst

wie im Zoo

Tiere ob klein oder groß

leben bloß

kommt etwas zu nah

muss Mamabär schnaufen

eine Kralle nur heben

mit dem Augenlid zucken

schon muss es rückwärts

schleichen dann laufen

rennen, stolpern über Haufen

warm und beschützt liege ich da

ruhend schlafen den Winter lang

bis die Welt wieder

an meiner Sinne Rand gelangt.

 

 

 

(in loser Anlehnung an Höhlenkind, das in einer nahen Welt spielt)

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Herzlichen Dank an alle für's Lesen, Mögen und Kommentieren.

vor 23 Stunden schrieb Sonja Pistracher:

Sehr geborgen fühle ich mich bei diesen Zeilen, wie ein kleiner Braunbär. Beschützt und aufgehoben. Sehr schön geschrieben

Schön, dass Du wieder da und genesen bist, liebe Sonja. Deine Anwesenheit hat mir wirklich gefehlt. Danke.

 

Das Gedicht schildert ein Meditations-Erleben vor ein paar Tagen. Vom Hörensagen kannte ich zwar die Vorstellung von Krafttieren und ein wenig auch den Sinn, der dahinter steckt, darauf eingelassen hatte ich mich aber davor nicht sehr intensiv. Die Vorstellung scheint jedenfalls sehr vielversprechend zu sein.

VLG Euer Peter

 

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vor 27 Minuten schrieb Ponorist:

Das Gedicht schildert ein Meditations-Erleben vor ein paar Tagen. Vom Hörensagen kannte ich zwar die Vorstellung von Krafttieren und ein wenig auch den Sinn, der dahinter steckt, darauf eingelassen hatte ich mich aber davor nicht sehr intensiv.

Klingt interessant. Davon musst du mir noch genauer berichten!

LG JC

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Hallo Peter,

 

An eine Meditation habe ich nicht direkt gedacht, bei deinem Gedicht, aber schon in diese Richtung.

 

Beim Lesen entstand die Vorstellung, dass das Höhlenkind eigentlich ein Erwachsener ist, der mal eine Pause braucht, von der kalt funktionalen Welt. Er hält quasi eine Art Winterschlaf, verkriecht sich in eine Höhle wie vor vielen zig-tausend Jahren. Der Bär als Winterschlaf haltendes Höhlentier ist natürlicherweise da und kann aufgrund seiner Größe und Kraft den Platz der Ruhe gegen Eindringlinge / Störenfriede verteidigen, ohne dabei den Winterschlaf wirklich unterbrechen zu müssen (hebt nur eine Kralle)

So kann der Mensch in der Höhle geschützt ausruhen, bis sein Inneres nicht mehr kalt und funktional bleibt, sondern wieder warm und lebendig wird. .... dann hat er quasi meditiert 🙂

 

... und jetzt könnte er die Wärme und Lebendigkeit in die Welt da draußen bringen, aus  Funktionalität wieder Lebendigkeit wachsen lassen.

 

So, ich behalt mal den Eingang zu meiner Höhle im Auge, draußen ist das soo glatt und kalt, da werd ich den kuscheligen Rückzugsort immer wieder brauchen.

 

Hat mich sehr gefreut, mal wieder ein Gedicht von dir zu lesen, wo beim Lesen in mir auch eine Resonanz entstand, die noch dazu den ursprünglichen des Verfassers ziemlich ähnlich ist.

 

LG

 

Nina 

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