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Freundschaft der Spinne


mystic

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Guten Tag zusammen!

 

Hier möchte ich Euch ein aktuelles Gedicht vorstellen. Ich bin neu im Forum und mache das Dichten aus Spaß an der Freude und um aktuelle Geschehen, die mich "belasten" in Worte zu packen was mir immer sehr weiterhilft.

 

Also Viel Spaß!

Eure mystic

 

Freundschaft der Spinne

 

Wie eine Spinne bautest du dein Netz,

mit Eifer,

geschickt,

so filigran,

silbrig leuchtend im Sonnenschein.

 

Flog darauf,

ganz vorsichtig,

geblendet von Schönheit,

blieb kleben,

mit mulmigen Gefühl.

 

Wissen hätte ich müssen,

Spinnen nur zu einem Zwecke,

Netze bauen,

Beute einzuwickeln,

um sie zu verspeisen.

 

Angst!

ein Wolkenbruch!

Reißt ein Loch,

ins wunderbare Netz

was mir zu eng geworden.

 

Nutze die Gelegenheit,

spanne meine Flügel breit,

um zu entfliehen,

aus deiner Macht,

im Spinnennetz.

20.12.08 mystic

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aktivste Mitglieder in diesem Thema

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Kommt drauf an!^^

 

Das Komma hinter jeder Zeile und das Großschreiben des ersten Buchstabens kann ein stilistisches Mittel sein. Allerdings muss man dann gucken, ob es Sinn mach es einzusetzen oder nicht.

 

Hier kannst du mal ein paar Stilmittel und deren Bedeutung und Verwendung nachlesen:

http://www.schaefer-westerhofen.de/schule/dustilmittel.htm

 

lg David

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  • Freundschaft der Spinne
     
    Wie eine Spinne bautest du dein Netz
    mit Eifer,
    geschickt,
    so filigran,
    silbrig leuchtend im Sonnenschein.
     
    Flog darauf
    ganz vorsichtig,
    geblendet von Schönheit,
    blieb kleben
    mit mulmigen Gefühl.
     
    Wissen hätte ich müssen,
    Spinnen nur zu einem Zwecke
    Netze bauen:
    Beute einzuwickeln
    um sie zu verspeisen.
     
    Angst!
    Ein Wolkenbruch!
    Reißt ein Loch,
    ins wunderbare Netz,
    was mir zu eng geworden.
     
    Nutze die Gelegenheit,
    spanne meine Flügel breit,
    um zu entfliehen,
    aus deiner Macht
    im Spinnennetz.

 

Ich hab es mal versucht wie Sätze zu lesen. Ich tue es wohl sonst fälschlicherweise nur in Zeilen.

Weiß nicht, ob das nun korrekt ist.

 

Gruß!

mystic

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Hallo mystic,

 

herzlichst willkommen auf diesem Board.

 

Die Idee ist nicht neu, aber "Dein Spinnennetz" lockte mich doch irgendwie an. Dein Gedicht ist in der freien Form geschrieben, was ich persönlich begrüße. Reime sind nicht unbedingt notwendig und eh nur ein Stilmittel wie andere auch. Allerdings ist es so, dass Gedichte im vers libre (und ohne Reim) in meinen Augen die Kür der Lyrikkunst darstellen. Dort, wo der Reim unterstützend wirken kann, ist es bei der freien Variante eben der Worte ganz besonderen Glanz, der zum tragen kommt. Dann möchte ich mal Schritt für Schritt auf Dein Gedicht eingehen.

 

ad Strophe 1:

 

Wie eine Spinne bautest du dein Netz

mit Eifer,

geschickt,

so filigran,

silbrig leuchtend im Sonnenschein.

 

Die erste Strophe ist ein einziger beschreibender Satz. Warum ist dieser so auseindandergepflückt?

 

geschickt --Vorschlag meinerseits--> mit Geschick

 

In der ersten Strophe suggeriert das "wie" Spinnengleichheit. Ich kann die Brücke zum letzten Vers nicht schlagen. Was bedeutet in diesem Zusammenhang "silbrig leuchtend im Sonnenschein"? Mir scheint das Bild nicht stimmig.

 

ad Strophe 2:

Flog darauf

ganz vorsichtig,

geblendet von Schönheit,

blieb kleben

mit mulmigen Gefühl.

 

Dies ist eben gerade nicht so. Eine Blume lockt aus bestimmten Hintergrund Insekten mit ihrer Schönheit an. Das Spinnennetz ist so filigran gesponnen, um die Insekten einfangen zu können, die sich bestimmt niemals freiwillig auf selbiges begeben würden. Das ist die Intelligenz der Natur.

 

Die Satzverdreher sind zusätzlich kein Genuss.

 

ad Strophe 3:

 

Wissen hätte ich müssen,

Spinnen nur zu einem Zwecke

Netze bauen:

Beute einzuwickeln

um sie zu verspeisen.

 

Ah jetzt kommt es. Das arme Tierchen war ahnungslos.

 

Die Satzverdreher sind noch schlimmer als in der Strophe zuvor. Ich verstehe überhaupt nicht, weshalb Du dies Sätze so verdrehst. Kannst Du mir das bitte einmal erklrären? Inversionen sind zwar ein Stilmittel der deutschen Sprache, aber ihr Einsatz sollte mit Bedacht gewählt sein.

 

"Ich hätte wissen müssen, dass Spinnen nur zu einem Zwecke Netze bauen; Beute einzuwickeln, um sie zu verspeisen."

 

ad Strophe 4:

Angst!

Ein Wolkenbruch!

Reißt ein Loch,

ins wunderbare Netz,

was mir zu eng geworden.

 

Der Sinn dieser Strophe erschließt sich mir nicht so recht. Aber wie dem auch sei.

 

"Angst! Ein Wolkenbruch reißt ein Loch ins wunderbare Netz, das mir zu eng geworden ist."

 

ad Strophe 5:

 

Nutze die Gelegenheit,

spanne meine Flügel breit,

um zu entfliehen,

aus deiner Macht

im Spinnennetz.

 

In der deutschen Sprache gibt es Personalpronomina! Ich Ich Ich nutze die Gelegenheit und Spanne meine Flügel aus aus aus. Spanne breit????

 

Fazit: Dieses Gedicht gefällt mir überhaupt nicht.

 

Nichts für ungut und

beste Grüße

Mike S

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Hallo Mike S!

 

Mir beliebt ja Kritik sehr!

"silbrig leuchtend im Sonnenschein"
Hast Du noch nie die Schönheit eines Spinnennetzes in der Natur gesehen in der Sonne? Am Morgen vielleicht, wenn sich der leichte Tau darauf setzt? Deshalb fühlte ich mich angezogen. Das ganze ist eben ein Spiel einer aktuellen Erfahrung und der Erkenntnis wo ich da gelandet bin- eben ganz unbedarft und da paßte mir die Spinne sehr gut. Das Netz der Spinne hat eben die Funktion, aber ich flog auf die Schönheit.

 

Was Du mit Sätze verdrehen meinst, verstehe ich nicht.

 

Personalpronomina: OK, hätte ich tun können.

 

Nun ja, alles liegt im Auge des Betrachters. Ich verstehe auch kaum ein Gedicht von anderen und versuche zu erschließen was jemand damit meint.

 

Eine Blume ist schön und ein Spinnennetz ist wunderschön! Vielleicht kann das nicht jeder so empfinden. Es ist eben nicht immer nur die Funktion einer Sache für mich. Vieles hat mehrere Symbole.

 

So denn! Ich grüsse Euch!

mystic

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