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Mit Feder und Tinte


Sternwanderer

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Mit Feder und Tinte

 

 

Gefüllt habe ich Zeilen, Zeilen die reinweiß

mit Worten die zu Sätzen mutieren.

 

Satzungeheuer wachsen, wachsen übergroß

sie lassen Angstschweiß rinnen inmitten meines Schoß.

 

Entsetzt sehe ich die Pranke, die eisenhart mein Herz umschließt.

 

Der Schweiß, der dreckig wie Kohle

stammend aus teuflischem Gedankenfluss

sammelt sich auf abgründiger Sohle, die tief

so tief in meiner Seele verborgen

dass kein Hell zu ihr dringt.

 

Verloren ist das Wortgefecht

bin gefangen im Satzmartyrium

dort warte ich hilflos und verlassen

auf das Papier, das alles löscht

auslöscht die kohlrabenschwarze Tinte

die sich ergoss in leere Zeilen.

 

© Sternwanderer

 

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Josina hat völlig recht liebe @Sternwandererin - deine Zeilen sind geprägt von den in sich verhakten Gedanken, die dem Papier und dem Stift den Dienst verweigern und die Folgen unabsehbar sind. Einfach toll, wenn man dieses Gefühl derart mitnehmen kann, dass dem Leser der Atem stockt. Surreal mit einem gewissen Leidensdruck geschrieben.

LG Sonja

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Hallo liebe @Josina und liebe @Sonja Pistracher,

 

nach unserer gestrigen kleinen Diskussionsrunde in Sonja's Thema, weiß ich euren Kommentar erst recht zu schätzen und bedanke mich sehr herzlich dafür. 

 

Unabsehbare Folgen

in surrealer Realität 

und dunkel beleuchtet

die Naivität - 

 

Den "Gefällt mir" Klickern sei auch gedankt, sowie den Lesern.

 

 

LG Sternwanderer

 

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Hallo meine Lieben,

 

wie formulierte ich es die Tage zu Gina: es ist immer wieder interessant, was der Leser aus den Werken eines Autors herausließt bzw. hinein interpretiert. Da es mir gestern nicht gut ging (heute auch noch nicht) will ich nur kurz sagen: keine Schreibblockade oder Depressionen plagen das LI. Das Gegenteil ist eher der Fall. 

 

Strophe1 

LI schreibt und schreibt

 

Strope2

LI ist erschrocken über DAS was es schreibt - furchterregende Dinge und bekommt Angst davor

 

Strope3

Das SchreibUngeheuer ist geboren und und nimmt das LI gefangen

 

Strophe4

Der schwarz gefärbte Angstschweiß, entstammend der düsteren, dreckigen Gedanken, rinnt und flutete die einstmals helle unschuldige Seele, bis auf den Grund in ein Dunkelmeer

 

Strope5

Weil LI nicht weiß wie es der Ungeheuerlichkeit der Worte wieder entkommen kann wartet es auf das, was alles wieder auslöscht, eben auf das Löschpapier. 

 

 

 

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und gehe wieder dort hin, wo ich mich erholen kann.

 

 

LG Sternwanderer

 

 


Überarbeitet: von Sternwanderer
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