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Bye bye, Baby


Empfohlene Beiträge

Sonntag abend, 
der Koffer ist gepackt,
und im Bella Italia gibt's nichts mehr zu sagen. 
Morgen bin ich wieder in Karlsruhe,
im "Queens" gleich neben dem Zoo.

 

Sie wird wieder neben mir an der Bar sitzen -  
in diesen ausgewaschenen Jeans,
mit diesem tausendmal getragenen Sweatshirt,
drüber ihr ungeschminktes Gesicht.
Manchmal kichert sie und zwinkert mir zu,
beim Bummeln hält sie meine Hand,
führt mich zu den bunten Lichtern und Fassaden,
und wenn sie die rotgeschminkten Lippen der Damen sieht,
berührte sie mich lässig am Schenkel,
"Du gehörst mir", spricht jede ihrer Gesten.
Gelassen liegt sie neben mir 
in den schlaflosen Nächten.

 

Ich heiße "Solitude" hat sie gesagt,
"Verlorenheit" murmelte ich,
"Nein, Solitude", flüsterte sie,
 "Ich verlass dich nie!".

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Bon soir Lé,

der Titel macht mich nachdenklich ... 

Die Handlung hört sich wie jetzt an, aber vielleicht liegt alles weit zurück.

"Solitude" lässt natürlich an Georg Moustaki denken. 

Ich habe vor einiger Zeit einen kleinen Film über ihn gesehen. Ein Pärchen besucht ihn in Paris, kurz vor seinem Tod. An einem Haus suchen sie seinen Namen, da steht, zwischen Anderen, ganz klein, "Moustaki". Da klingeln sie. 

 Bonne nuit mon ami

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Lieber Carlos,

 

der Titel gehört zu den ersten vier Zeilen, und der Rahmensituation.

 

Beschrieben wird das Ende einer Liebesbeziehung und die "folgende" Begegnung mit der Einsamkeit (in Frauengestalt). Wie die aussieht, die Begegnung mit der Einsamkeit in einer fremden Stadt, füllt den Rest des Textes.

 

Und du hast Recht. Es spielt eigentlich keine Rolle, ob es lange her ist oder jetzt.

 

Den Chanson von Moustaki kenne ich. Die melancholische Stimme und Stimmung darin gefällt mir.

 

Grüße von Lé.

 

 

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Hallo Sonja,

 

"Solitude" ist pures Luftschloss. Es ist ein poetischer Trick, den ich hier anwende. Anstatt abstrakt ein Gefühl, nämlich "Einsamkeit" zu beschreiben, gebe ich dem Gefühl eine Gestalt und einen Namen, und lasse die Gestalt agieren. 

Manchmal könnte sie, Soiltude,  einem flüchtig sogar in einer hoffnungslosen Begegnung aufscheinen, wie wir wissen. 😉

 

Bemerkenswert übrigens ihre letzte  Aussage: "Ich verlass dich nie!".

 

Gruß  von Lé.

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