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Warum Geld in Kleider stecken,

die, bevor sie je getragen

wie neu am Bügel verrecken -

will uns das nichts sagen?

Tatsache:

Bei 40–70 Kleidungsstücken,

die man angeblich dringend braucht,

jedes Jahr jeder Mensch wohlgemerkt -

mag der Umweltschaden keinen beglücken,

und stärkt der Welt nicht den Rücken.

Die Arbeitskraft geschunden,

das Grundwasser arg verseucht,

kläglich bezahlte Stunden

Ressource, die so entfleucht;

spinnen, färben und nähen,

jeweils in einem andern Land,

Kinder, die nie Sonne sehen

fahren ihr Leben an die Wand;

kein soziales Netzgefüge,

dem Schlaf gestohlenes Gut,

Hoffnung, die so betrüge,

verlässt schonungslos der Mut.

Darum bitte:

Trag das, was du bereits hast,

geh nackt oder bekleidet,

doch schau unter welcher Last

das Klima dadurch leidet.

 

bearbeitet von Sonja Pistracher
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Warum Geld in Kleider stecken, die, bevor sie je getragen wie neu am Bügel verrecken - will uns das nichts sagen? Tatsache: Bei 40–70 Kleidungsstücken, die man angeblich

Liebe @Ursula23, liebe @ConnyS, liebe @Sternwanderer, liebe @Rita Lin! Freut mich sehr, dass auch euch dieses Thema unter den "Nägeln" brennt, denn es ist wirklich schlimm, was an Umweltsünden un

Hallo Sonja, da hast du ein heikles Thema angeschnitten, die jungen Leute kaufen viel zu viel Kleidung, gehen immer mit der neuesten Mode. Ich kaufe mir nur etwas, wenn ich es dringen brauche, we

Liebe Sonja!

Ein wichtiges Thema, das Du da aufgreifst und in gekonnte Worte verpackst.

Ich glaube, man muss auf allen Ebenen umdenken und bewusster werden. Eine Möglichkeit, dazu beizutragen, ist, dies in Form eines Gedichtes zu verpacken. 

Gefällt mir sehr gut.

 

Liebe Grüße 

Ursula

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Hallo @Sonja Pistracher,

das Gedicht regt zum Nachdenken an, denn darüber habe ich mir ehrlich gesagt, noch nie Gedanken gemacht. 

Sehr schön geschrieben. Durch Corona hab ich mir jetzt schon über ein Jahr kein neues Kleidungsstück mehr gekauft. Ich muss feststellen, das funktioniert. 🙈😉

Hab trotzdem noch den ganzen Schrank voll "nichts anzuziehen" 😉😂

Mit Witz die Zeile "geh nackt". Allerdings könnte das zu großen Problemen führen, denn selbst bei tollster Figur wäre das nicht überall gerne gesehen. 😉🙈😂

Liebe Schmunzelgrüße

ConnyS 

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Liebe Sonja,

 

die Billigbekleidungsindustrie und die Menschen, die Billigklamotten kaufen, sind die größen Umweltzerstörer überhaupt. Und die Klamotten werden oft nur mit Hilfe moderner Sklavenarbeit produziert.

 

Wenn ich im Internet Angebote für T-Shirts für 3,99 EUR oder Kleider für 15 EUR sehe, wird mir übel. Wie kann man für so einen Preis gerechte Löhne zahlen? Das geht gar nicht.

 

Auch ich habe früher mir keine Gedanken gemacht. Bis ich einen aufrüttelnden Doku-Film sah. Um Klamotten im "Aldi-Mittelgang" und Co. mache ich seit dem einen Bogen. Meine Kleider beziehe ich in einem Second-Hand-Laden vor Ort. Neue Klamotten machen mich auch nicht (mehr) schöner.

 

Ein wichtiges Thema hast du in Gedichtform gebracht. Danke.

 

LG

Rita Lin

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Liebe @Ursula23, liebe @ConnyS, liebe @Sternwanderer, liebe @Rita Lin!

Freut mich sehr, dass auch euch dieses Thema unter den "Nägeln" brennt, denn es ist wirklich schlimm, was an Umweltsünden und "Menschenschinderei" hier die Ressourcen aufbraucht. Und es ist wirklich möglich, sein Gewand nicht jeder Modeneuheit unterzuordnen. Ich habe eine Nähmaschine und mache mir immer mal etwas Neues aus etwas Altem. Auch eine Möglichkeit. Gut, wenn wir das alle ein bisschen ernster fokussieren und dadurch zumindest ein bisschen etwas bewirken können.

DANKE EUCH SEHR!

LG Sonja

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Hallo Sonja,

da hast du ein heikles Thema angeschnitten, die jungen Leute kaufen viel zu viel Kleidung, gehen immer mit der neuesten Mode. Ich kaufe mir nur etwas, wenn ich es dringen brauche, wenn mir keine Hose mehr passt, oder wenn sie aus Leim gehen.

In allen Kleidungsstücken steht entweder "erzeugt in Bangladesch", oder nur die Info "wird vertrieben in Deutschland" . 

Danke für dass du das Thema angeschnitten hast, es ist ein brennend heißes Thema.

Wünsche dir noch einen schönen (windigen und kalten mit Regen vermischten) Tag,

alles Liebe Gina

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Ja, ihr Lieben,

wieder ein Gedicht aus der Reihe "Bitte nicht wegschauen!"

Danke!

 

Es ist wirklich kriminell wie Kinder und Frauen in anderen Ländern ausgebeutet werden, manchmal sogar mehr als das. Für den Klamottenwahn und Kaufrausch reicher Länder. Für Profit und Gier.

Wo es möglich ist, sollte man darauf verzichten, diese Artikel zu kaufen.

 

Aber - ich möchte auch darauf aufmerksam machen, dass es in unserem Land ein Drittel Menschen gibt, die in prekären und armen Verhältnissen lebt - ein Drittel von 83,2 Millionen - und sich gar nichts anderes leisten kann.

Das reicht für ein gutes Auskommen der Billigfirmen.

 

Liebe Grüße

Liara

bearbeitet von Liara
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Liebe Sonja,

 

dein Thema ist, wie schon in den anderen Kommentaren erwähnt wurde, sehr wichtig und gut von dir umgesetzt! Ich habe schon viele solcher Filme gesehen und immer wieder machen sie mich betroffen. Meistens werden sie an Schulen in Klasse 5-7 gezeigt. Interessant, was das bei den Schülern bewirkt, denn oft findet unmittelbar danach ein Flohmarkt statt, oder man tauscht und spendet plötzlich wieder. Ich war noch nie so ein Mode-Freak, liegt aber auch an meiner Größe (kurz). Mit den Kindern war ich viel auf Flomärkten. Aktuell geht das ja leider nicht, aber es gibt im Internet diverese Second-Hand Plattformen, wo man gute gebrauchte Kleidung kaufen kann. Da ich Shoppen nicht so mag, kommt mir das sehr gelegen und es schont die Umwelt und nebenbei auch den Geldbeutel.

 

Hab dein Gedicht gern gelesen und dir meine Gedanken dazu dagelassen.

 

Lieben Gruß, Letreo

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Echt herzerwärmend, wenn ich eure Kommentare lese. Danke für Euer Interesse zum Thema.

 

Liebe @Gina- du hast recht, wir haben einen vollen Schrank. Doch als ich noch etwas jünger war und im Beruf gestanden bin, habe ich mir darum echt keine Gedanken gemacht. Vielleicht auch deshalb nicht, weil ich mein Leben lang sparen musste und auch kein Typ zum shoppen bin. Ich kaufe eher etwas Schönes, auf das ich mich vorher schon lange freue. Mit jedem Monat, den ich nun älter werde, habe ich das Gefühl, etwas klüger zu werden.

Liebe @Kastanienbluete - Du bist ja ein Allroundgenie und kannst so viel. Warum nicht auch nähen. Hätte mich sonst auch gewundert. Ganze Kleider nähe ich auch nicht, aber Veränderungen nehme ich mit Leidenschaft vor.

Liebe @Liara - (ganz süß deine zwei unzertrennlichen Agaporniden) - Du hast recht, dass dies ein wichtiges Thema ist. Doch Weitergeben von Gewand gehört für mich bereits zum Alltag. Manchmal gebe ich sogar Dinge weiter, an denen ich noch hänge. Nur wegzugeben, was man nicht mehr braucht, ist viel einfacher. Und wer will es schon einfach?

Liebe @Letreo71 - Das ist wohl das Glück, dass die Second-Hand-Läden boomen und es absolut kein Makel ist, dort einmal vorbeizuschauen. Ich glaube, dass es nur ganz wichtig ist, diverse Themen immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen, um die Empfindlichkeit dafür wieder in den Vordergrund zu rücken. Das ist so wie beim Autofahren - wenn nie etwas passiert, wird man ziemlich schnell etwas unvorsichtig, greift während dem Autofahren ums Handy oder andere Dinge. Ist etwas passiert, dann fährt man wieder mit viel mehr Vorsicht und Umsicht. Eigenartige Typen sind wir schon allesamt.

 

Allen Likern auch ein herzliches Dankeschön fürs Verweilen bei diesen Zeilen, die wirklich dieses Erinnernwollen/müssen in sich tragen. DANKE an @Zaubersee, @Josina, @Flutterby,@Gewitterhexe und @Lina

 

 

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Liebe Sonja,

vielen Dank für das aufmerksam machen. Die Kleiderindustrie hat einen großen Anteil an der Umweltverschmutzung, aber auch die Ausbeutung der Arbeitskräfte ist beschämend. Wie Liara schon schrieb ist der Umstand der Armut in einem großen Teil unserer Bevölkerung ebenfalls zu berücksichtigen.

Die Idee des Minimalismus find ich sehr gut, denn von der Kleidung bis zu dem allgemeinen Haushaltsgegenständen hat sich in den Häusern so viel unnötiges angesammelt, dass es verschenkt oder sonst wie weitergegeben werden könnte.

Lieben Gruß Karlo

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  • 3 Wochen später...

hallo Sonja,

 

eindeutig super auf den Punkt gebracht!!

 

Ich kannte tatsächlich einmal eine Frau die sich in jeder Saison komplett neu ausstaffiert hatte und zwar mit den teuersten namhaften Marken, ich weiß noch dass ich sie bedauert habe. Andererseits wir Kolleginnen hatten uns gefreut, denn die kam getragenen Sachen vom Vorjahr hat sie uns für wenig Geld verkauft. hab heute noch eine Tasche von ihr.(Taschen kümmern sich nicht um Kleidergrößen und passen immer  🙂 )

 

Deinen Text könnte man auf ein Plakat drucken für Demonstrationen oder auf Zettel die neben den Preisschildern an den neuen Sachen hängen.

 

Der Preis der für Klamotten bezahlen die Arbeiterinnen, die Umwelt und unsere Ressourcen.

Es ist wie mit vielem anderen auch: viel zu billig.

 

Persönlich halte ich es schon seit Jahrzehnten so: für Billiges habe ich zu wenig Geld.

 

Wir waren tatsächlich seit nach dem 2. Weltkrieg in einer Spirale des immer mehr immer moderner immer neuer.... scheint nun zu Ende zu gehen, ein Umdenken scheint allmählich größere Kreise zu ziehen. Upcycling macht Spaß und liegt im Trend.

Der Wunsch der meisten Frauen (auch zunehmend Männer, bei Frauen seh ich das aber ausgeprägter) nach mal einem neuen Kleidungsstück ist glaub ich tief verwurzelt und auch verständlich, aber die Ausmaße die es angenommen hat sind verheerend. 

Die Frage bleibt: womit die innere Leere füllen... wenn blindes konsumieren als Füllstoff wegfällt.

 

Hut ab für deinen Text, finde ihn gut verdichtet.

 

Liebe Grüße 

Sali

bearbeitet von SalSeda
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