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Musik komponieren


Just_Markus

Empfohlene Beiträge

Ich sitze am Klavier,
starr auf ein leeres
Notenpapier.

Spiele seit zehn Minuten
dieselben c-Moll Arpeggios,
vielleicht ein f-Moll dazwischen,
dann…



… Stille.

Ein Wimmern
hallt in meinen
Zimmern.

und eine Träne schlägt
auf die Tasten ein.

Ein Schrei.

und meine Hände schlagen
auf die Tasten ein.

Disharmonien für ein dysfunktionales Leben.

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Mit einem Moll-Akkord fängt das Leben an... den wir sind seit der Geburt schon, dem Tod anheim gefallen. 

 

Sehr lebhafte Bilder die am Ende eine rasende Dynamik gewinnen und einer wirren Raserei enden. 

 

vor 14 Minuten schrieb Just_Markus:

Disharmonien für ein dysfunktionales Leben.

Den Satz wirst du sicher mögen, ich finde aber er nimmt dem Schluss seine explosive Wucht weg. Wenn es mit "Die Hände schlagen auf die Tasten ein" endet, dann wirkt das auf mich noch heftiger und kraftvoller. 

 

Mir gefällt es trotzdem sehr gut. Thema, Aufbau, geil!

 

LG der pessimistische Pianist

mi mi mi miiiiii..... ma ma ma maaaaa......

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  • Schön 1
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vor 33 Minuten schrieb Joshua Coan:

Mit einem Moll-Akkord fängt das Leben an

Das ist viel zu wenig für all die Eindrücke, die nach dem, was wir Geburt nennen, auf die Sinne einprasselt.

Dieser "Anfang der Abgetrenntheit" spiegelt sich nach meinem Verständnis eher in der Stelle...

 

vor 51 Minuten schrieb Just_Markus:

und meine Hände schlagen
auf die Tasten ein.

...wider. Das scheint eher der Cluster des Lebens zu sein. Doch es gibt eine Art Rückkopplung: sofern ....

vor 51 Minuten schrieb Just_Markus:

Disharmonien für ein dysfunktionales Leben.

... eine Art Cohärenz bilden, spielte der Moll-Akkord vielleicht einen vorgeburtlichen Auftakt. Doch all das ist vielleicht noch viel zu harmonisch. Da sind noch all die atonalen Geräusche im Raum...

vor 51 Minuten schrieb Just_Markus:

Stille.

Ein Wimmern
hallt

 

vor 51 Minuten schrieb Just_Markus:

eine Träne schlägt
auf die Tasten ein.

Ein Schrei.

Das Interessante ist doch, was danach auf dem vormals leeren Notenblatt steht. Und das Phantasievolle an dem Gedich ist dann, dass das ungesagt bleibt.

 

Ein wirklich interessantes Stück, lieber @Just_Markus. Gern gelesen und drüber schwadroniert.

 

VLG Peter

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