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Die Reihen sind beengt. Sie wurden eingeladen,
um diesen Abend in der Kammer zu verleben.
Sie flüstern noch und harren, dem Moment ergeben.
Ein Platz wird gerade frei gemacht, des einen Schaden,
 
Freude für den anderen, er pfeift sich durch den Gang.
Und das Pfeifen wird zu Schweigen wird zum leisen Klang:
Klick und Klack und Klick und Klack, der Auftakt zwischen Stäben
schwillt noch an mit einem Unterton aus hundert Gräben.
 
Und alle Winkel füllen sich mit orchestrierten Schwaden,
so atemraubend. Und sie schweben, alle schweben.
Die Violine summt und lässt sie Hände heben,
Blicke fallen – des fremden Meisters Gnaden.
 
Ende. Und Applaus. Das Pfeifen kommt. Der letzte Ton erklingt,
bis das tiefe Schweigen durch die Gänge und die Herzen dringt.
Doch kein Schweigen macht den Abend je vergessen, alle tragen
diesen Unterton in sich, den sie nicht zu vergessen wagen.

 

 

______________

22. Mai 2021

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