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Drei Wochen nicht


tues

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Seine Lippen, feucht auf meinem Mund.

Seine Hände, unsicher.

Wachsende Unruhe.

Wohin mit dem Kopf?

Und den Armen?

Wie stehen?

 

Nein, lass mich!

Geh' fort!

Ich will dich doch nicht!

Lass' mich allein!

 

Ich liebe dich.

 

Ich.

Liebe.

Dich.

 

Gemurmelt, leise.

 

Nein!

Oh nein!

Das nicht!

Sei still, ich bitte dich!

 

Überhört.

Ich hab' es nicht gehört.

Einfach überhört.

 

Von mir gelöst.

Ein Lächeln. Unglücklich erwidert.

Abschied vollbracht.

 

Und gilt nun "Ich liebe dich"?

Nein, nicht für mich.

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  • 3 Wochen später...
  • Antworten 3
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aktivste Mitglieder in diesem Thema

Gast (Corazon De Piedra)

Hallo tues,

 

auch bei dir erkenne ich, dass du "anders" schreibst, als die meisten Poeten, die ich so in Foren lesen durfte.

Mir gefällt dein Stil hier in diesem Gedicht sehr gut. Ein süsses Gedicht. Ein bittersüsses. Ein schmerzhaftes Gedicht.

Du verstehst es, Sachverhalte sehr filigran auszudrücken, ja, fast verschlüsselt. Und das mag ich. Dein Text ist nicht direkt oder plump. Er braucht das nicht. Er trifft auch so ins Herz. Nicht nur einmal. Dein Text hat mich an den Flug eines brennenden Pfeiles erinnert, der in der letzten Strophe sein Target erreicht.

 

Kompliment von

 

Corazon

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hallo corazon,

 

ich muss sagen, es freut mich wirklich sehr, dass du so über den text denkst. da du jemand bist, der sonst oft sehr viel kritik ausübt, bedeutet es mir viel, so etwas zu hören.

ich habe versucht, mit dem gedicht eine barriere im kopf auszudrücken, die mich oft behindert und unglücklich macht. das mag daraus nicht so hervorgehen und auch hier im sinne unklar bleiben, ist aber letztendlich die ganze sache dahinter.

und du hast recht mit dem pfeil, wobei das ziel dieses spiels sehr schmerzhaft für die eine partie ist und in dem sinne kein ziel, sondern vielmehr eine zwingende, traurige notwendigkeit darstellte.

 

grüße

tu es

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Gast (Corazon De Piedra)
ich habe versucht' date=' mit dem gedicht eine barriere im kopf auszudrücken, die mich oft behindert und unglücklich macht. das mag daraus nicht so hervorgehen und auch hier im sinne unklar bleiben, ist aber letztendlich die ganze sache dahinter./quote'

 

Hallo tues,

 

dass du hier in dem Text etwas ansprichst, das dir weh tut, habe ich mir beim Lesen gedacht. Unsere Texte spiegeln ja fast immer unsere Erlebnisse und die Welt unserer Gefühle wider. Und die Gefühle, tja, ich denke mal, die sind abhängig von unseren Erlebnissen. Und manchmal verursachen unsere Erlebnisse, unsere Erfahrungen Barrieren.

Viele meiner eigenen Texten sind auch meinen eigenen "Barrieren" gewidmet. Manchmal hilft das Schreiben darüber, diese niederzubrechen. Oder zumindest mit ihnen umzugehen zu lernen. Manchmal. Nicht immer.

 

Dein Text hat mir sehr gefallen. Er gefällt mir immer besser.

 

Liebe Grüsse

 

Corazon

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