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Stadtbilder Non Stop Erotic Visual


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...die grinsenden Fremden stolpern dauernd über verschimmelte Ratten...

...danach setzen sie sich in einen gelben Bulldozer, und laden die tonnenschweren Ängste

verlorener Seelen ab...

 

Lebend gewordene Schaufensterpuppen zerquetschen klirrend das Glas,

und laufen ins Internetcafe, um ihre Kleider zu wechseln.

Doch die Stöckelschuhe der Schönen schimmern schuppig fischig.

 

Dänemark ist umgeben von algenverschlingendem Meer.

Kopenhagen ist eine wunderbare Stadt.

Die grinsenden Fremden kommen jetzt aus den Parkanlagen,

und schauen einer Trauernden in ihr Dekolleté.

Auf der Straße all das Stimmengewirr, ein neues Kaufhaus wird gebaut.

 

Die Mutter hat ihr Kind alleine gelassen.

Es ist nun gestolpert, über Brotkrumen.

Sie schaut in einen Spiegel.

 

Da wartet ein Hund an der Bushaltestelle.

 

...irgendwohin...Schnurrbärte...airconditioned...Feuerwerk...

 

Das Fallen eines Propagandablattes.

Wurstteile stinken nach elektrisch schwulen Hoden.

Überall Stimmengewirr. Hunde bellen.

Sehnsucht greift nach mir.

 

Wald...grüner, saftiger, dreckiger, verlorener...

 

Ein weißer Hund stemmt sich dagegen, läuft weiter, von Schaufenster zu Schaufenster.

Das kleine Kind " sieht " Schmerzen. ( geht das überhaupt ?)

 

Schottische Punks...dänische Schuhe...

Sterbende Schmerzen...Bronchitis...

 

Da fällt ein Photograph über den viel zu kleinen Hund,

und bricht sich das Genick.

Keine Schmerzen mehr.

 

Nervös bin ich hier im " Irish Pup " und laufe ziellos im Kreis.

Überall Stimmengwirr...Hunde bellen...

 

Der Eisverkäufer sitzt im eingemauerten Eingang.

Es wird und wird nicht dunkel.

Schreiend pöbeln Katzen ein paar Singvögel an.

Unmengen von Wasser höre ich aus dem Hahn tropfen.

In diesem Raum ist soviel nichts, dass ich sofort wieder in die Stadt will.

 

Der Trauerzug ist jetzt größer und farbenprächtiger ( geht das überhaupt?).

Einige Frauen haben extrem schöne Busen unter ihren schwarzen Kostümen.

 

Der Papst ist gestern gestorben.

Jesus ist geboren.

 

Und die Fahne auf dem Kasernenhof hängt auf Halbmast...

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Gast (Corazon De Piedra)
und schauen einer Trauernden in ihr Dekollette.

 

Lieber duluoz,

 

ein kleiner Hinweis:

ein "t" zuviel und ein "e" zuwenig.

Dekolleté meinst du. Den Accent kannst du meinetwegen weglassen, aber der Rest muss schon stimmen. Ein Dekolleté sollte doch perfekt sein, oder?

 

elektrisch schwulen Hoden

 

Hier habe ich echt gestaunt. Was dir alles für Formulierungen einfallen. Wie kommst du nur auf so Sachen? Das hat mich echt beeindruckt.

Ich überlege die ganze Zeit, ob das nicht tatsächlich so sein kann. Elektrisch meine ich. Es gibt ja auch Hirnströme und nicht umsonst macht man Elektroenzephalogramme. Warum also kein Strom auch da...? Oder nur bei Schwulen? Ein sehr rätselhafter Hinweis über den ich mir noch lange den Kopf zerbrechen werde. Auf alle Fälle ist mit Strom und elektrischen Schlägen nicht zu spassen, daher werde ich nix mehr anfassen ohne vorher mal mit einem Stromprüfer getestet zu haben. Mein Vater hat einen und sagt die Enden würden mit "Krokodilklemmen" befestigt. Stelle ich mir lustig vor.

 

Zu deinem Text:

Dein Text ist wie so oft verwirrend, voller neuer Bilder und erschlägt einen förmlich mit der Gewalt des Ausdrucks. Wie immer erschliesst sich mir nicht sofort, worum es geht, aber du warst nie ein Autor eingängiger, leicht verständlicher Texte. So brauche ich Zeit diese Worte aufzunehmen, sie wirken zu lassen und darüber nachzudenken. Und das ist doch etwas, was man nur bei einem Text macht, der einen beeindruckt.

 

Liebe Grüsse

 

Corazon

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...die grinsenden Fremden stolpern dauernd über verschimmelte Ratten...

...danach setzen sie sich in einen gelben Bulldozer, und laden die tonnenschweren Ängste

verlorener Seelen ab...

 

Lebend gewordene Schaufensterpuppen zerquetschen klirrend das Glas,

und laufen ins Internetcafe, um ihre Kleider zu wechseln.

Doch die Stöckelschuhe der Schönen schimmern schuppig fischig.

 

Dänemark ist umgeben von algenverschlingendem Meer.

Kopenhagen ist eine wunderbare Stadt.

Die grinsenden Fremden kommen jetzt aus den Parkanlagen,

und schauen einer Trauernden in ihr Dekolleté.

Auf der Straße all das Stimmengewirr, ein neues Kaufhaus wird gebaut.

 

Die Mutter hat ihr Kind alleine gelassen.

Es ist nun gestolpert, über Brotkrumen.

Sie schaut in einen Spiegel.

 

Da wartet ein Hund an der Bushaltestelle.

 

...irgendwohin...Schnurrbärte...airconditioned...Feuerwerk...

 

Das Fallen eines Propagandablattes.

Wurstteile stinken nach elektrisch schwulen Hoden.

Überall Stimmengewirr. Hunde bellen.

Sehnsucht greift nach mir.

 

Wald...grüner, saftiger, dreckiger, verlorener...

 

Ein weißer Hund stemmt sich dagegen, läuft weiter, von Schaufenster zu Schaufenster.

Das kleine Kind " sieht " Schmerzen. ( geht das überhaupt ?)

 

Schottische Punks...dänische Schuhe...

Sterbende Schmerzen...Bronchitis...

 

Da fällt ein Photograph über den viel zu kleinen Hund,

und bricht sich das Genick.

Keine Schmerzen mehr.

 

Nervös bin ich hier im " Irish Pup " und laufe ziellos im Kreis.

Überall Stimmengwirr...Hunde bellen...

 

Der Eisverkäufer sitzt im eingemauerten Eingang.

Es wird und wird nicht dunkel.

Schreiend pöbeln Katzen ein paar Singvögel an.

Unmengen von Wasser höre ich aus dem Hahn tropfen.

In diesem Raum ist soviel nichts, dass ich sofort wieder in die Stadt will.

 

Der Trauerzug ist jetzt größer und farbenprächtiger ( geht das überhaupt?).

Einige Frauen haben extrem schöne Busen unter ihren schwarzen Kostümen.

 

Der Papst ist gestern gestorben.

Jesus ist geboren.

 

Und die Fahne auf dem Kasernenhof hängt auf Halbmast...

 

Hallo Corazon, vielen Dank für deinen Kommentar, sorry aber mit der Rechtschreibung stehe ich auf m Kriegsfuß. Dieser Text war das Ergebnis eines sehr sehr langen nächtlichen Spazierganges durch Kopenhagen im Jahr 1973. Und ist , wie auch neuere Texte von mir immer meine ureigenste Art und Weise, wie ich meine scharfe Auffassungsgabe in...äähhhhh Literatur einbringe, diese "Wortfetzen " ermächtigen sich mir, so wie in Trance...und eben meistens Nachts, ohne jegliche Substanzen wie manfrau meinen könnte.

Elektrisch schwule Hoden ist ein Begriff aus der New Yorker SM Szene, und bedeutet so viel wie " ich bin jetzt geil und will es sofort ! " Auf irgendeiner Velvet Underground Platte gibts ne Stelle wo Lou Reed meint :" give me your elektric sex and you can have my bolloks for free", glaube im Song " Sister Ray ", bin mir aber nicht sicher...Beste Grüße...duluoz...

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