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Der Scheiterhaufen


Asazel

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Der Scheiterhaufen

 

Mein Herz, es ist vergangen

wie die Sonne in der Nacht,

doch spüre ich Verlangen

nach dem Blut das mich entfacht.

 

Und das Feuer meiner Seele

brennt im Licht des Mondenschein,

denn die Frau die ich verehre

wird nimmer mehr die Meine sein.

 

Doch ist die Schuld bei mir zu suchen

denn mein Weg hatte sie zu mir geführt,

mein Schicksal hatte sie zu mir gerufen

mein Verlangen, ihre Einsamkeit gespürt.

 

Denn

 

vor sehr vielen Jahren, in unserem Land

war es eine Sonate die zu den Sternen führte,

und im Licht des Mondes hatte ich erkannt

das mein Herz tiefste Einsamkeit verspürte.

 

Eine Sehnsucht, die mir Gedanken raubte

um nur den einen Gedanken mir zu lassen,

ein Gedanke, welcher die Liebe nur erlaubte

Liebe, welche mein Herz hatte oft verlassen.

 

Und so

 

zog ich durch die Gassen, in den Städten jener Zeit

auf der Suche nach Erfüllung, die Frieden mir verleiht,

doch zog ich auf dem Pfad meiner vergangenen Straßen

Wege, die mein Geist und ich vor langer Zeit vergaßen.

 

So wurde ein Gedanke, der von der Sehnsucht gerufen

zu einem stummen Schmerz der alten Tage berufen,

 

Doch

 

spielt das Schicksal meist ein buntes Spiel

und der nächste Tag wird neue Farben bringen,

so wird das Ende meist zu keinem Ziel

wenn die Götter uns zu neuen Taten zwingen.

 

Feuer

 

rotes Feuer in güldenes Haar veredelte die Sonne

Smaragde zierten die Augen dieser lieblich Wonne,

Haut so zart und rein wie der Alpen Schnee

und Lippen in der Farbe des kostbarsten Rosee,

 

ließen meine Sinne schwinden

denn ein Geschöpf, so Engelsgleich,

ließ mich der Sehnsucht Ziel empfinden

beschenkte Geist und Herz zugleich.

 

Glaubet, ich hätte es mir nicht gedacht

doch ist die Liebe erneut in mir erwacht,

ein Gefühl als wäre das Herz neu geboren

als wäre meine Seele, für die ihre auserkoren.

 

So reichte ich ihr die Hand der dunklen Nacht

und gab ihr den Kuss der ewiglichen Liebe,

so hat mein Herz, das ihre in meine Welt gebracht

und ich glaubte, das es auf immer bei mir bliebe.

 

Sterne

 

Mond und Sterne waren unsere Gefährten

jede Nacht aufs neue zogen wir hinaus,

Menschen waren es die wir verehrten

welch kostbar Gut, welch selten Schmaus.

 

Wir schätzen was uns jene Menschen gaben

denn ihr Leid beherrschte unsere Lebensuhr,

doch Trauer

siegte wenn Opfer in unseren Armen lagen

doch so lebt es sich im dunklen Schwur.

 

Doch jede Tat bringt ihre Folgen mit

auf unser Leben folgt des Andren Tod,

so wird es menschlich Rache sein bei jedem Schritt

die uns verfolgt bis in das Morgenrot.

 

Rache

 

bittere Rache sollte mir den Engel nehmen

welchen ich im Himmel meiner Sehnsucht fand,

so wollte man

Gerechtigkeit auf die Wage meiner Taten legen

doch den Teufel hat man anstatt meiner erkannt.

 

Und auf der Flucht vergangener Sünden

stahl man mir mein lieblich Weib,

und als wollten die Götter mir Gnade verkünden

war das Leben mein einzig verbleib.

 

Feuer

 

rotes Feuer in güldenes Haar von Rauch verdeckt

Smaragde, sie scheinen im Feuer wie besessen,

zwei Herzen, eines verraten, eines im Wald versteckt

niemals werde ich diesen Tag vergessen.

 

Wie ich nun den Tag, den Mensch verfluchte

als er mir nahm, der Sterne scheinend Licht,

die Kirche auf den Willen ihrer Selbst beruhte

und man mir stahl, der Liebe zärtliches Gesicht.

 

So loderte ein Feuer, ein Brand in jenen Tagen

und die Meute wärmte sich an ihrem Schmerz,

Spott und Hohn waren es die auf den Flammen lagen

Verachtung für ein reines, unschuldiges Herz.

 

So viele Jahre sind vergangen,

und manches Unglück ist passiert,

im Traum durfte ich zu ihr gelangen

seitlich den Hades lang marschiert.

 

Ich werde ihre Seele finden

werde Richtung Sehnsucht laufen,

und erneut wird man uns binden

auf der Flucht

vor unserem Scheiterhaufen.

 

 

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