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Judas' Botschaft


julian

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Judas' Botschaft

 

Es scheint, die Welt versinkt im Kriege

Der guten und der bösen Macht.

Du denkst, du führst das Licht zum Siege?

Hast du die Folgen denn bedacht?

 

Wie kann man dann das Glück erkennen,

Wenn man vom Unglück nie gehört

Und ohne hasserfülltes Brennen

Bleibt von der Liebe nur das Wort!

 

Es sind zwei Hälften eines Ganzen

Und jede stirbt, für sich allein!

Sie sind verdammt, sich zu umtanzen,

Sich zu bekriegen, doch zu sein!

 

Vergiss im Rausch des Kampfgetöses

Die Botschaft meiner Zeilen nicht,

Denn ohne Gutes gibt's kein Böses

Und ohne Schatten ist kein Licht!

 

Hallo Leute!

Versteht ihr, warum ich diesen Titel für das Gedicht gewählt habe? Findet ihr ihn gut oder würdet ihr einen anderen nehmen?

Und stimmt ihr auch der Botschaft des Gedichts zu?

 

Liebe Grüße

Julian

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Der Titel ist nicht gleich schlüssig mit dem Gedicht in Einklang zu bringen, und es bedarf, für Laien, etwas Überlegung.

Nun, Laie bin ich sicherlich nicht mehr, ergo vertehe ich den Titel so:

Judas war "böse" beging Verrat am "guten". Er rechtfertigt dies mit der Aussage, dass es ohne ihn, also das personifizierte Böse, auch kein Jesus, posthum das "gute" geben würde.

 

Nun, ich stimme deinem Werk mit Vorbehalt überein: Das "Böse" gab es immer, das "Gute" als Gegenspieler fand ebenso seinen Platz in dieser Schlacht.

Das Thema wurde wahrlich endlos philosophiert. Ich meine, es gibt kein an und für sich unumstößliches "Gut" und "böse". Ich würde auch weniger die Medaille nehmen, als ein Spektrum von Schwarz in Stufen bis weiß und hinein ins Bunt...und wieder zurück zu schwarz....

Das würde vll eher passen, denn nach dem Gesetz, dass alles miteinander verflochten ist und eine kausale Kette bildet, kann evt. auch eine gute oder gutgemeinte Tat irgendwo/irgendwann etwas böses hervorbringen.

 

Aber vom Aufbau und der Überlegung her ein wie bisher top Gedicht ohne Makel

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Hallo Flo!

Nein, du bist wahrhaftig kein Laie!

Ich verstehe, was du mit

Ich würde auch weniger die Medaille nehmen, als ein Spektrum von Schwarz in Stufen bis weiß und hinein ins Bunt...und wieder zurück zu schwarz....
meinst!

Ich habe mir beim Schreiben schon gedacht, dass diese "Botschaft" nicht immer direkt zutrifft.

Aber bei meinem Gedicht wird die ganze Sache sozusagen mit ein paar Schriten Abstand betrachtet.

 

Vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme!

Grüße

Julian

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Hallo Hannah!

 

Danke auch dir für das Kommentar!

 

Mit dem Satz

Es kann Licht ohne Schatten geben, aber niemals Schatten ohne Licht
hast du mich zum Nachdenken gebracht...

 

Eigenlich hast du völlig Recht. Es kann das reine Licht ohne Schatten geben, aber sobald irgendein anderes Objekt auftaucht, muss es automatisch eine(n) Schatten(seite) geben.

 

Ganz überzeugt bin ich jedoch nicht, z.B.:

Grundlegend denke ich das Glück ohne Unglück empfindbar ist, da es sich nicht durch den Unterschied zum schlechten, sondern durch eine Zufriedenheit usw. definiert

Mal angenommen, du hattest schon immer Schulfrei, würdest du dann die Ferien als Glück empfinden?

Oder wenn man einen Milliardärssohn fragen würde, ob er glücklich wäre, wenn man ihm Geld schenken würde, so glaube ich nicht, dass das der Fall wäre! Er kann nur glücklich darüber sein, wenn er girerig ist, aber das wäre ein anderer "Schatten" und wir gehen ja davon aus, dass es das Böse nicht mehr gibt...

 

Grüße

Julian

PS

ine formelle Sache gefällt mir nicht so gut und das ist, dass du in der Zeile "sich zu bekriegen, doch zu SEIN!" das "SEIN" groß geschrieben hast

Du hast Recht, das ist übertrieben! Danke!

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