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Die Reise zum Ich


Shhiva

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Ich hab' den Pappus angelegt

und wart' bis mich der Wind verweht.

An einen unbekannten Ort,

von all dem Wohlbekannten fort.

 

Die nächste Brise fängt mich auf.

So nimmt die Reise ihren Lauf,

und trägt mich sanft in ihrem Schoß.

Die Richtung dreht durch einen Stoß.

 

Ein Wesen fliegt an mir vorbei.

Beherrscht den Wind und wirkt so frei.

 

Der Herr der Luft werd' ich genannt.

Hab' dich schon aus der Fern' erkannt.

Bestimme deine Richtung selbst,

doch acht', dass du nicht runter fällst.

 

Im Sturzflug raste er aufs Land.

Ich halt' dem Druck der Luft nicht stand

und wirble nun ganz ohne Halt,

trozt aller Kraft Richtung Asphalt.

 

Ein Fahrzeug hat mich anvisiert.

Von seinem Schwung mobilisiert,

den ich nicht kontrollieren kann,

komm' ich nicht schnell genug voran.

 

Ein Stein hat mir mehr Leid erspart.

Er bremst mich ab, ich lande hart.

 

Ein alter Mann, der ich doch bin,

den rafft die Zeit nicht mehr dahin.

Ich bin gebunden an den Grund,

doch für die Ewigkeit gesund.

 

Die Worte sind so schwer wie Blei.

Ist meine Reise nun vorbei?

Er hat die Zeit, die ich nicht hab',

am Ende ziert er noch mein Grab.

 

Das Reisen raubt mir zwar die Kraft,

doch weit hab' ich es nicht geschafft

und wie der Zufall es so macht,

hat sich der Wind erneut entfacht.

 

Wiegt mich zurück in seinen Schoß.

Ich gleite und er trägt mich hoch.

 

Als unter mir das Land verschwand

und ich plötzlich genau verstand:

Ich bin der Fluss und nicht das Floß!

Erst dann ließ ich mein Schirmchen los.

 

 

____________________________________

Danke lieber Wind Danke lieber Löwenzahn

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Hallo Ingenuus,

ich freue mich wirklich sehr über deine Worte!

Ich hatte vor, mich an einem vierhebrigen Jambus zu versuchen, und an diesem Tag, als wollte er mir ein Zeichen geben, befreite der Wind die Samen einer Pusteblume genau vor meinen Augen.

Liebe Grüße,

Shhiva

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