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Abschied


Birgit Susewind

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Lass mich die letzte Straße mit Dir gehn,

langsam,

ich füge mich dem Rhythmus Deiner Schritte.

Ich will dich halten,

mit Dir tragen des Lebens schwere Last,

so wie Du in Deinem Voraus die Hoffnung meiner Seele bist,

mich beschenkst mit der Kostbarkeit Deiner Zeit,

die rar geworden im Flug der Jahre.

 

Ich kann Dir nichts geben,

vom Überfluss meiner abertausend Morgen,

und obwohl in Deinen Falten abertausend Gestern stehen,

bist Du das Leben, das Heute, das Wissen der Erde und des Himmels,

dem Du nun so nahe bist.

Hast das Tal durchschritten,

die Höhe bald erwandert.

 

Verzeih mir,

ich ahne noch nichts vom Rüsten des höchsten Vertrauens.

 

Fremdes Land,

Liebe und Tod sind Ende und Neubeginn.

Und es geschieht ohne unser Zutun,

das letzte Wort, so wie einst das erste, spricht ein anderer für uns.

Tröstlich, dass das so ist.

Bald wird mir die Hand entgleiten,

die noch warm in der meinen liegt.

Und hinter gesenkten Lidern entschwindest Du still ganz heimlich mir.

Und zum ersten Mal wird es ein Morgen geben ohne Dich.

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